Hitlerdeutschland vor der Niederlage und der Zusammenbruch des Faschistischen Blocks

Angesichts der aussichtslosen Kriegslage suchten die faschistischen Machthaber nach einem Ausweg. Sie gaben sich trügerischen Hoffnungen auf ein Auseinanderbrechen der Antihitlerkoalition hin. Bis dahin gedachten sie mit brutaler Gewalt an der Front und im Hinterland ihre Terrorherrschaft zu verlängern. Dem Volk wurde vorgelogen, es würden noch „Wunderwaffen“ eingesetzt werden, die in letzter Minute Hitlerdeutschland retten könnten.

Anweisung von HimmlerAnweisung von Himmler 2Quellenangabe Anweisung von Himmler

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

Zugleich versuchten die Faschisten durch furchtbare Zerstörungen den Vormarsch der Truppen der Antihitlerkoalition aufzuhalten und die Grundlagen für den Wiederaufbau zu vernichten. Diese verbrecherische Methode erhielt die Bezeichnung Taktik der verbrannten Erde.

Faschistische Weisung ZerstörungsmaßnahmenQuellenangabe Faschistische Weisung Zerstörungsmaßnahmen

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Diese verbrecherische Kriegsführung richtete sich auch gegen das deutsche Volk. Neue Maßnahmen zur Verlängerung der Herrschaft des verbrecherischen Hitlerregimes wurden erlassen. So erfolgte am 25. September 1944 die Bildung eines Volkssturmes aus Männern von 16 bis 60 Jahren. Militärisch unausgebildete Jugendliche, Kranke und Frauen schickte der deutsche Faschismus zu Zehntausenden noch in den letzten Monaten des Krieges in den Tod.

Ausbildung des Volkssturms

Ausbildung des Volkssturms für die sinnlos gewordene Verteidigung

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Schließlich sollten auch in Deutschland selbst furchtbare Zerstörungen angerichtet werden, damit ein antifaschistisch-demokratischer Aufbau auf unüberwindliche Schwierigkeiten stoßen sollte.

Schienenwolf

Der „Schienenwolf“ im Einsatz

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Näheres zum Schienenwolf siehe Wikipedia.

 

Die Niederlagen der Faschisten an allen Fronten führten zum allmählichen Auseinanderbrechen des faschistischen Blocks. Auch in den „verbündeten“ Ländern war die Hitlerwehrmacht zum Besatzer geworden. Sie musste die einheimischen faschistischen Regierungen vor dem Volkszorn schützen und diese Länder mit Gewalt im Krieg halten. Als sich jedoch die Sowjetarmee den Grenzen der ost- und südosteuropäischen Länder näherte, vermochte Hitlerdeutschland die Volksbewegungen in diesen Ländern nicht mehr aufzuhalten.

 

Sowjetarmee an Brandenburger Tor

Die siegreiche Sowjetarmee am Brandenburger Tor in Berlin

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Unter der Führung der Arbeiterklasse wurden nationale Befreiungsfronten gebildet. Sie führten den Kampf breiter Bevölkerungsschichten, um den Krieg zu beenden und danach die antifaschistischen, demokratischen und antiimperialistischen Aufgaben zu lösen.

Zusammenbruch des faschistischen BlocksZusammenbruch des faschistischen Blocks 2

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Befreiung Warschau

Sowjetische und polnische Soldaten befreien den Warschauer Stadtteil Praga

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Obwohl sich Hitlerdeutschland in einer völlig aussichtslosen Lage befand, setzte die faschistische Führung den verbrecherischen Krieg fort. Sinnlos wurden in den letzten Monaten des Krieges noch Hundertausende deutscher Menschen geopfert.

Es starben nicht nur die Soldaten an der Front, sondern es kamen viele Frauen, Kinder und alte Leute durch angloamerikanische Bombenangriffe um.

Nach Bombenangriff auf deutsche Städte

Nach Bombenangriffen auf deutsche Städte

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Diese richteten sich in der letzten Zeit des Krieges vornehmlich gegen die Zivilbevölkerung im künftigen sowjetischen Besatzungsgebiet. Damit sollten in dem von einem sozialistischen Staat besetzten Teil Deutschlands nahezu unüberwindbare Schwierigkeiten geschaffen und antifaschistisch-demokratische Umwälzungen verhindert werden.

Dresdner Altmarkt nach Bombenangriff

Auf dem Dresdner Altmarkt werden noch nach Tagen Leichen der während des Bombenangriffes umgekommenen Menschen verbrannt

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Ohne jede militärische Notwendigkeit wurde am 13. Und 15. Februar 1945 die von Flüchtlingen überfüllte Kunststadt Dresden bombardiert, wobei rund 35 000 Menschen umkamen.

 

Geschichtsbuch DDR 9. Klasse Kopie

 

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982, bearbeitet von Petra Reichel

 

 

 

 

 

Original-Text aus dem Geschichtsbuch der DDR

Hitlerdeutschland vor der Niederlage

 

 

 

 

Baute Hitler die Autobahnen?

Gastbeitrag von Thomas Kuechenmeister

 

Die Autobahnen als Schnellfahrstrassen waren die Idee von Anderen. Die Bezeichnung Autobahn tauchte zum ersten Mal zu Beginn des Jahres 1927 in einer Fachzeitschrift auf; als Schöpfer gilt der Bauingenieur Robert Otzen, der auch Vorsitzender des Vereins zur Vorbereitung der Autostraße Hansestädte–Frankfurt–Basel (HaFraBa) war. Hitler hat vor allem Truppentransporte in Ost-West-Richtung auf den Autobahnen vorgesehen. Panzer konnte man damals kaum auf Autobahnen transportieren, weil entsprechende Zugfahrzeuge fehlten und Fahrt der Panzer auf den Autobahnen diese beschädigt, zu lange gedauert und zuviel Motorbetriebsstunden gebraucht hätten. Während des Krieges stellte sich dann heraus, dass die Autobahnen für den Nachschub und Truppentransport nicht reichten. Deshalb wurde dann ein Programm von 16000 Kriegslokomotiven aufgelegt. 

 

Die Eröffnung der zweiten Front

Als die Regierungen der Westmächte erkannten, dass die sowjetischen Truppen und bevorstehende nationale Volksaufstände in den unterjochten Ländern in der Lage sein würden, ganz Europa vom Faschismus zu befreien, ließen sie am 6. Juni 1944 in der Normandie ihre Truppen landen.

Landung der Allliierten in Frankreich: Eröffnung der zweiten Front am 6. Juni 1944

Bild entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Der machtvolle Vormarsch der Sowjetarmee hatte die Konzentration ausreichend starker deutscher militärischer Kräfte im Westen unmöglich gemacht. Die Anglo-Amerikaner drangen von Westen auf Paris vor. Sie landeten auch an der französischen Mittelmeerküste und marschierten nach Norden.

Die Invasion war für die Widerstands- und Partisanenbewegung in Westeuropa das Signal zum Volksaufstand. Noch bevor die Alliierten marschierten, gelang es französischen Patrioten, große Gebiete selbst zu befreien. Höhepunkt dieses Kampfes war der Volksaufstand in Paris am 18. August.

 

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982, bearbeitet von Petra Reichel

 

Original-Text aus dem Geschichtsbuch der DDR

Die Eröffnung der zweiten Front

Der Siegeszug der Sowjetarmee

Seit der Niederlage in der Kursker Schlacht im Juli 1943 bestand die Strategie der faschistischen Führung in folgendem: Das Vordringen der Sowjetarmee verzögern und möglichst wenige der eroberten Gebiete preisgeben; Kräfte für einen auch in Westeuropa erwarteten Angriff der Anglo-Amerikaner aufsparen; auf einen Streit innerhalb der Antihitlerkoalition warten, der es Hitlerdeutschland ermöglichen würde, ohne bedingungslose Kapitulation den Krieg zu beenden.

Alle diese Bemühungen und Spekulationen scheiterten sehr bald.

Am 14. Januar 1944 hatte im Raum Leningrad (heute St. Petersburg) eine gewaltige Offensive der sowjetischen Truppen begonnen, die die 900tägige Belagerung der Stadt beendete und die faschistische Wehrmacht zum Rückzug zwang.

Die Stadt Lenins, die 1939 rund 3,2 Millionen Einwohner zählte, war die zweitgrößte Stadt der UdSSR. Von September 1941 bis Januar 1944 war sie von den faschistischen Truppen eingeschlossen. Große Zerstörungen durch Artilleriebeschuss und Bombardierungen waren die Folge. Durch Beschuss und Hunger kamen während der Blockade 632 253 Menschen in der Stadt um. Es gelang den Faschisten jedoch nicht, die Standhaftigkeit der traditionsreichen Leningrader Arbeiterklasse (wovon heute nichts mehr übrig ist, P.R.) zu brechen. Selbst unter schwersten Bedingungen produzierten die Werke der Stadt für die Sowjetarmee. Unter unsäglichen Mühen wurde die einzige Verbindung zum sowjetischen Hinterland, die Eisstraße über den Ladogasee, von Ende November 1941 bis zur Schneeschmelze im April 1942 aufrechterhalten.

An der gesamten über 1000 Kilometer langen deutsch-sowjetischen Front ging die Sowjetarmee zur Offensive über. Im Sommer 1944 war der größte Teil des Territoriums der UdSSR von den Faschisten befreit. Während dieser Zeit erreichte der Volkskampf gegen die faschistischen Besatzer seinen Höhepunkt. Das Zusammenwirken zwischen Partisanenverbänden und der Sowjetarmee hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Kampfhandlungen. Die Partisanen erkundeten die Stärke und die Verteidigungsobjekte der Faschisten, zerstörten die Nachschubwege und banden die Reserven. Im Leningrader Gebiet gelang es der faschistischen Wehrmacht infolge der Partisanenaktionen zum Beispiel nicht mehr, einen regelmäßigen Eisenbahnverkehr aufrechtzuerhalten.

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982, bearbeitet von Petra Reichel

Die Gründung des Nationalkomitees „Freies Deutschland“ und der antifaschistische Widerstandskampf in Deutschland

Das Nationalkomitee „Freies Deutschland“ – der Beginn eines neuen Abschnitts des deutschen antifaschistischen Widerstandskampfe

Die Krise des faschistischen Systems, die Niederlagen der Hitlerwehrmacht an allen Fronten und die wachsende Widerstandsbewegung in den besetzten Gebieten sowie in Deutschland veranlassten die Führung der KPD, sich verstärkt mit dem weiteren Weg des deutschen Volkes nach dem Sturz des Faschismus um dem Ende des Krieges zu beschäftigen. Dabei beachtete die Parteiführung sehr aufmerksam die zunehmende antifaschistische Bewegung unter den deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion. Führende Funktionäre der KPD, so Wilhelm Pieck, Walter Ulbricht, Erich Weinert u.a. diskutierten mit vielen Kriegsgefangenen Soldaten und Offizieren.

Ein großer Erfolg der politischen Arbeit unter den Kriegsgefangenen war die Gründung des Nationalkomitees „Freies Deutschland“(NKFD) am 13./13. Juli 1943 in Krasnogorsk bei Moskau. Vorsitzender des Nationalkomitees wurde der Arbeiterdichter Erich Weinert. Ihm gehörten führende Kommunisten wie Wilhelm Pieck und Walter Ulbricht an, aber auch kriegsgefangene Offiziere der Wehrmacht wie Karl Hetz, Heinrich Hoffmann und Ernst Hadermann, die mit dem faschistischen Regime gebrochen hatten und dafür kämpften, den Krieg zu beenden und ein antifaschistisches und demokratisches Deutschland zu schaffen.

Gründungstag des NKFD

Gründungstagung der NKFD am 12. Juli 1943 in Krasnogorsk

Bild entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Unter den 38 Mitgliedern des Komitees waren 13 Arbeiter, 1 Bauer, 4 Angestellte, 13 Intellektuelle, 1 Geistlicher, 1. Student, 1 Verleger und 4 Berufssoldaten.

Erich Weinert bei Unterzeichnung des Gründungsmanifests des NKFD

Erich Weinert bei der Unterzeichnung des Gründungsmanifests des NKFD

Bild entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

 

Aus Manifest des NKFDAus Manifest des NKFD 2Quellenangabe Aus Manifest des NKFD

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Mit der Gründung des Nationalkomitees und der Annahme des Manifests wurde die von der KPD auf den Brüsseler und Berner Konferenzen ausgearbeitete antifaschistische Volksfrontpolitik in der neuen Lage 1943 verwirklicht.

Der Bewegung „Freies Deutschland“, die sich bald auch in den Reihen der deutschen politischen Emigranten in England, in Schweden, in der Schweiz, in den USA, in Mexico und in Frankreich entwickelte, gehörten Vertreter der verschiedensten Klassen und Schichten des deutschen Volkes an. Sie schoben alles Trennende ihrer Herkunft, ihres Lebensweges, ihrer religiösen und politischen Anschauung beiseite und fanden sich in der Sorge um die Zukunft des deutschen Volkes zusammen.

Die Bewegung „Freies Deutschland“ war ein Kampfbündnis verschiedener Schichten des Volkes und patriotischer Kräfte der Armee. (Heute haben die Rechten den Begriff „Patriotismus“, „Patriot“ geklaut und umgedeutet.) Die Führung lag bei der Arbeiterklasse und deren Partei, der KPD. Dieses antifaschistische Kampfbündnis war seinem Wesen nach die deutsche Antihitlerkoalition. Es legte einen Grundstein für die Zusammenarbeit der verschiedenen Schichten des deutschen Volkes nach der Befreiung des Hitlerfaschismus.

 

Der verstärkte Widerstandskampf in Deutschland

Die vom Nationalkomitee „Freies Deutschland“ vertretene Politik wurde auch zur politischen Leitlinie des weiteren Widerstandskampfes in Deutschland. Nach den großen Niederlagen der faschistischen Wehrmacht kam es in Deutschland zur Herausbildung großer illegaler Partei- und Widerstandsorganisationen, zu deren Leitern solche hervorragenden Kommunisten wie Bernhard Bästlein, Otto Engert, Franz Jacob, Kurt Kresse, Theodor Neubauer, Magnus Poser, Anton Saefkow, Martin Schwantes, Georg Schumann und Robert Uhrig gehörten.

Die Widerstandsorganisationen unter der Leitung dieser hervorragenden Antifaschisten handelten in voller Übereinstimmung mit den Beschlüssen des Zentralkomitees der KPD. Sie bemühten sich, die Politik der Partei durchzusetzen, um alle Hitlergegner für die Beendigung des Krieges und die Errichtung eines antifaschistisch-demokratischen Deutschlands zu gewinnen.

Führende Vertreter dieser Widerstandsorganisationen bildeten im November 1943 erneut eine unter Führung des Zentralkomitees der KPD stehende operative Leitung der Partei und des antifaschistischen Kampfes in Deutschland. Diese operative Leitung machte die politische Linie des Nationalkomitees zur Richtschnur ihres Handelns.

Aus Aufruf der operativen Leitung der KPDAus Aufruf der operativen Leitung der KPD 2Quellenangabe Aus Aufruf der operativen Leitung der KPD

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

Die Aktionen der deutschen Widerstandsbewegung erreichten im ersten Halbjahr 1944 ihren Höhepunkt. Das veranlasste die Faschisten, den Terror noch mehr zu verstärken und 300 000 deutsche sowie ausländische Antifaschisten zu verhaften. Am 18. August 1944 ermordeten die Faschisten auch Ernst Thälmann.

Ernst Thälmann

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

 

 

Rudolf Breitscheid

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

 

Kommunistische Widerstandskämpfer

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Aufgerüttelt durch die Schlacht an der Wolga verstärkten auch antifaschistische deutsche Studenten ihren Kampf. In München und andren Städten verbreitete die studentische Widerstandsorganisation „Weiße Rose“ mehr als 90 000 Flugblätter. Bei einer Flugblattaktion in der Münchner Universität wurden am 18. Februar 1943 die Geschwister Scholl und ihre Mitkämpfer verhaftet. Vier Tage später wurden Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Propst hingerichtet.

 

 

Geschichtsbuch DDR 9. Klasse Kopie

 

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982, bearbeitet von Petra Reichel

 

 

 

„Weiße Rose“

Aufgerüttelt durch die Schlacht an der Wolga verstärkten auch antifaschistische deutsche Studenten ihren Kampf. In München und andren Städten verbreitete die studentische Widerstandsorganisation „Weiße Rose“ mehr als 90 000 Flugblätter. Bei einer Flugblattaktion in der Münchner Universität wurden am 18. Februar 1943 die Geschwister Scholl und ihre Mitkämpfer verhaftet. Vier Tage später wurden Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Propst hingerichtet.

Weiße Rose_Geschwister Scholl

 

 

 

 

Geschichtsbuch DDR 9. Klasse Kopie

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Kommunistische Widerstandskämpfer

Kommunistische Widerstandskämpfer

Einige der hervorragendensden kommunistischen Widerstandskämpfer gegen den deutschen Faschismus, deren tapferes Leben unter dem Fallbeil der Nazihenker endete:

Anton Saefkow (1903 bis 1944), Mitglied der Leitung der illegalen Parteiorganisation in Berlin und der operativen Leitung für ganz Deutschland.

Franz Jakob (1906 bis 1944), bis 1942 führender Funktionär des antifaschistischen Widerstandskampfes in Hamburg, danach in Berlin als Mitglied der operativen Leitung tätig.

Martin Schwantes (1904 bis 1945), Mitglied der Leitung der illegalen Parteiorganisation in Berlin und der operativen Leeitung für ganz Deutschland.

Bernhard Bästlein (1894 bis 1944), Organisator einer antifaschistischen Widerstandsorganisation in Hamburg, später Mitglied der operativen Leitung in Berlin.

Adam Kuckhoff (1887 bis 1943), Schriftsteller, Schauspieler, Dramaturg, nach 1933 Mitglied der antifaschistischen Schulze-Boysen/Harnack-Gruppe.

Dr. Theodor Neubauer (1890 bis 1945), Abgeordneter der KPD im Reichstag, führender Funktionär des antifaschistischen Widerstandskampfes in Thüringen und Mitglied der operativen Leitung.

Georg Schumann (1886 bis 1945), Mitbegründer und Reichstagsabgeordneter der KPD, schuf eine antifaschistische Widerstandsorganisation in Sachsen und gehörte der operativen Leitung an.

Robert Uhrig (1903 bis 1944), Leiter der illegalen Berliner Parteiorganisation, die zum Zentrum eines umfangreichen antifaschistischen Widerstandsnetzes wurde.

 

Geschichtsbuch DDR 9. Klasse Kopie

 

 

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Rudolf Breitscheid

Rudolf Breitscheid

Rudolf Breitscheid, geboren am 2. November 1874, bürgerlicher Herkunft, stand als Doktor der Nationalökonomie zunächst liberalen Ideen nahe. 1912 trat er der SPD bei, deren linken Flügel er später als führender Politiker angehörte. Er erkannte nach 1933, dass der Faschismus nur durch die Aktionseinheit der Arbeiterklasse beseitigt werden kann. Er zog daraus die richtigen Schlussfolgerungen und stellte in der Emigration und nach seiner Verhaftung im KZ Buchenwald seine ganze Kraft in den Dienst des gemeinsamen Kampfes gegen den Hitlerfaschismus. Breitscheid kam am 24. August 1944 im KZ Buchenwald ums Leben. Die „Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus 1933 bis 1945“ trägt die Bilder Thälmanns und Bereitscheids.

 

Geschichtsbuch DDR 9. Klasse Kopie

 

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

Ernst Thälmann

Ernst Thälmann

Ernst Thälmann, der große deutsche Arbeiterführer, wurde von den Faschisten seit 1933 in Haft gehalten und war während dieser Zeit allen nur denkbaren Folterungen und Qualen ausgesetzt. Ernst Thälmann gab den illegalen Kämpfern und allen Antifaschisten das Beispiel des ungebrochenen Kämpfers gegen die faschistische Gewaltherrschaft. Sein Name war das Symbol des unerschrockenen Kampfes gegen den deutschen Imperialismus und Militarismus, für Frieden, Freiheit und eine bessere Zukunft des deutschen Volkes.

Er wurde aus dem Zuchthaus Bautzen in das KZ Buchenwald überführt und dort am 18. August 1944 auf Befehl der Naziführung von SS-Mördern hinterhältig erschossen.

 

Geschichtsbuch DDR 9. Klasse Kopie

 

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

Gastautor Marcel Schmidt verstorben

Marcel Schmidt

Marcel Schmidt

 

Mit Bestürzung habe ich erfahren, dass der Gastautor von DIE TROMMLER und mein Facebook-Freund Marcel Schmidt verstorben ist.

Er ist gestern nach Jena gereist, um das Grab einer Freundin zu besuchen, von deren Tod er erst verspätet erfahren hatte. Diese Reise musste er wegen Corona aufschieben. Gestern war es soweit. Von der Reise hatte er mir Bilder und kleine Videos geschickt. Auch von dem Grab der Freundin hatte er mir ein Bild geschickt.

Er hatte sich sehr über den Tod der Freundin aufgeregt und nach dem Besuch des Grabes war er sehr aufgewühlt. Gestern hatte er mir noch Bilder von der Reise und dem Grab der Freundin gepostet. Ich denke diese Nervenbelastung hat ihn hinweggerafft.

Er war wie ein Neffe für mich. Wir haben uns stets ausgetauscht und er hatte sehr interessante Gedanken. Er hatte Gastbeiträge für DIE TROMMLER geschrieben, wie „Sozialismus und Glaubensfrage“.

Er war ein ehrlicher Mensch und guter Genosse.

Ich kann es noch nicht fassen, dass er zu früh gehen musste. Nun haben wir einen Mitstreiter verloren.

Er fehlt uns nun allen.

 

Petra Reichel