Nachtrag: Liebknecht-Luxemburg-Demo

Die Liebknecht-Luxemburg-Demo ist eine jährliche politische Großdemonstration, die am zweiten Januarwochenende, zum Gedenken an die am 15. Januar 1919 ermordeten revolutionären Sozialisten Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, stattfindet.

 

Dieses jährliche Gedenken wurde in der Weimarer Republik von 1919 bis 1933 durchgeführt. Nach dem Verbot und der Zerstörung der Gedenkstätte durch die Faschisten, wurde es ab 1946 in der Sowjetischen Besatzungszone, ab 1949 in der DDR als zentrale staatliche Veranstaltung fortgesetzt. Seit der Annextion der DDR 1990 demonstrieren verschiedene Gruppen der politischen Linken an jenem traditionellen Gedenktag.

Seit dem Tod von Lenin (21. Januar 1924) bezog die KPD auch Lenin in das Gedenken ein. Darum wird seit 1990 teilweise auch die Bezeichnung LLL-Demonstration (Liebknecht, Luxemburg, Lenin) verwendet.

1988 missbrauchten Konterrevolutionäre, die sich „Bürgerrechtler“ nannten, die Liebknecht-Luxemburg-Demo für ihre Zwecke. Sie hatten diese Idee schon September 1987. Das MfS(Ministerium für Staatssicherheit) wusste seit November 1987 davon. Gegenmaßnahmen des MfS führten letztendlich nicht zum Erfolg. Im westlichen Ausland wurde das als Eingriff in die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit gesehen und entsprechend propagiert. Diese Aktion gilt auch als Auftakt zur Konterrevolution in der DDR, bzw. Beseitigung 1989/90.

Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg auf Briefmarke

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