Funkhaus Nalepastraße

Die Hörfunkprogramme wurden anfangs im „Haus des Rundfunks“ produziert, das im britischen Sektor lag. Im Sommer 1951 wurde damit begonnen, ein leerstehendes Fabrikgebäude in der Nalepastraße zum Funkhaus auszubauen.

Von hier aus wurden ab 1952 alle Hörfunkprogramme der DDR gesendet.

Im September 1952 entstanden als erste Maßnahme des neu gegründeten Staatlichen Rundfunkkomitees die neuen Programme Berlin I mit politischem Schwerpunkt, Berlin II mit Wortsendungen, zum Beispiel aus populärwissenschaftlichen und gesellschaftswissenschaftlichen Vorträgen. Aber alle diese interessanten Wortsendungen sollten, wie auch bei den anderen beiden Sendern nicht mehr als 36 Prozent der täglichen Sendezeit ausmachen. Den Rest des Tages wurde Musik gesendet. Das Programm Berlin III wendete sich vor allem an die einzelnen Berufsgruppen. Der Mitteldeutsche Rundfunk Leipzig und die Landessender wurden aufgelöst. Dafür wurden in den einzelnen Bezirksstädten Studios eingerichtet, die die bunte Vielfalt der Ereignisse in der DDR einfangen sollten. Alles Material wurde dann zentral in Berlin gesammelt und über Berlin I, II oder III gesendet. Zu dem völlig neuen Gewand haben sich die drei Sender auch ein neues Pausenzeichen zugelegt. [3] Das Programm übernahm auch die Kurzwelle des bisherigen Deutschlandsenders (DLS).

Im August 1953 wurde der Rundfunk neu organisiert. Es entstanden wieder der Deutschlandsender, der Berliner Rundfunk und Radio DDR. Von Juni 1954 bis September 1955 hieß das Programm des Berliner Rundfunks vorübergehend Berlin 1. Programm, im Gegensatz zum Programm von Radio DDR, das Berlin 2. Programm hieß. Der Berliner Rundfunk strahlte sein Programm bis zum 31. Dezember 1991 über Mittelwelle (657, 693, 999, 1170, 1431 und 1575 kHz) und UKW aus.

Berliner Welle

Vom 2. Februar 1958 an produzierte der Berliner Rundfunk auch ein 2. Programm, das zunächst als „Berliner Rundfunk 2. Programm“ ausgestrahlt und im Dezember 1959 in „Berliner Welle“ umbenannt wurde. Dieses Programm wurde nur in Berlin auf UKW 95,05 MHz ausgestrahlt und wandte sich vor allem an Hörer in West-Berlin. Die Berliner Welle stellte am 14. November 1971 ihren Sendebetrieb ein und wurde mit dem Deutschlandsender zur „Stimme der DDR“ fusioniert.

Privatisierung

Im Zusammenhang mit der Abwicklung des DDR-Hörfunks wurde der Berliner Rundfunk Ende 1991 mit Wirkung vom 1. Januar 1992 privatisiert und in Berliner Rundfunk 91.4 umbenannt. Grund war ein Gesetz beziehungsweise Beschluss der Berliner CDU-geführten Landesregierung, der (von der SPD heftig befehdet) den SFB zur alleinigen Landesrundfunkanstalt Berlins machte.

Die Berliner UKW-Frequenz 91,4 MHz wurde von dem Nachfolgesender übernommen. Die ehemaligen DDR-Frequenzen in anderen Bundesländern übernahmen regionale Programme der ARD.

Textpassagen aus Wikipedia entnommen

Die Links im Text führen zur Wikipedia-Erklärung weiterer Sender der DDR

Berlin, Nalepastraße, Sendezentrum, Spree

Bild vom 1. Juli 1970 „Bundesarchiv Bild 183-J0701-0301-001, Berlin, Nalepastraße, Sendezentrum, Spree“ von Bundesarchiv, Bild 183-J0701-0301-001 / CC-BY-SA. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons –

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