Demokratischer Frauenbund Deutschlands (kurz DFD)

Der DFD wurde am 08. März 1947 gegründet. Er vereinigte Frauen aller Bevölkerungskreise, die sich für die Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft einsetzten und damit der Sicherung des Friedens dienten. Seit 1948 war der DFD Mitglied der Internationalen Demokratischen Frauenföderation.

1950 erfolgte die Gründung westdeutscher Landesverbände, die aber am 10. April 1957 im Zuge des KPD-Verbotes ebenfalls verboten wurden.

1982 hatte der DFD 1,4 Millionen Mitglieder.

Der DFD war durch eine Fraktion in der Volkskammer und durch Abgeordnete in örtlichen Volksvertretungen der DDR vertreten und entwickelte eine breite Mitarbeit in staatlichen und gesellschaftlichen Kommissionen, Aktivs und Beiräten.

Der DFD setzte sich, gemäß der Verfassung der DDR, für die Gleichberechtigung der Frau ein. Er wirkte am „Gesetz zum Schutz von Mutter und Kind und über die Rechte der Frau“ mit, das am 27. September 1950 verabschiedet wurde.

In Veranstaltungsreihen und Vorträgen beschäftigte sich der DFD verstärkt mit Gesundheits- und Schwangerschaftsberatung. Nach dem 1. Frauenkongress 1964 kümmerte er sich verstärkt um Frauen, die nicht organisiert, nicht berufstätig oder nur halbtags beschäftigt waren, um sie fürs Berufsleben zu gewinnen. Auf Betreiben des DFD entstanden ab der zweiten Hälfte der 1960er Jahre Frauenakademien und Frauensonderklassen in vielen Bildungseinrichtungen. In den 1970er Jahren organisierte der DFD in Bezirks- und Kreisstädten über 200 „Beratungszentren für Haushalt und Familie“, die sich rasch zur praxisorientierten Beratung für Ehe, Haushalt und Säuglingspflege entwickelten.

Während der Konterrevolution 1989 beteiligte sich der DFD an den Volkskammerwahlen am 18. März 1990, erreichte allerdings nur einen Stimmenanteil von 0,33 %. Damit errangen sie ein Mandat, das von Karin Bencze wahrgenommen wurde. Zusammen mit den 9 Abgeordneten der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands(DBD) bildete sie die DBD/DFD-Fraktion. Im Zuge der Auflösung der DBD Ende August 1990 zerfiel die Fraktion, Karin Bencze ging als Gast zur FDP-Fraktion.

Im Dezember 1989 gründeten Frauen in Berlin/DDR in Konkurrenz zum DFD den Unabhängigen Frauenverband(UFV). Dieser ist heute nicht mehr existent.

Nach der Annexion der DDR wandelte sich der DFD am 26. Oktober 1990 in den Demokratischen Frauenbund e.V. (dfb) um und unterhält seitdem Landesstellen in den fünf ostdeutschen Ländern und in Berlin. Neben seinen anderen Zielen (Förderung des demokratischen Gemeinwesens, organisiert arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, Förderung von Toleranz und Völkerverständigung) ist der dfb zuständig für Organisation und Unterhalt von Frauenhäusern. Wegen der Abkürzung „dfb“ lag der Demokratische Frauenbund im Rechtsstreit mit dem Deutschen Fußballbund.

altes DFB-Logo

altes DFD-Logo Bildquelle: „DFDDDR“. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons –

Einzelne Textpassagen Wikipedia

Briefmarke von 1987 zum Jubiläum „40 Jahre DFD“ Bildquelle: „Stamps of Germany (DDR) 1987, MiNr 3079“ von Hochgeladen und Bearbeitet von --Nightflyer (talk) 21:33, 1 March 2011 (UTC) - Eigener Scan. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons -

Briefmarke von 1987 zum Jubiläum „40 Jahre DFD“
Bildquelle:
„Stamps of Germany (DDR) 1987, MiNr 3079“ von Hochgeladen und Bearbeitet von –Nightflyer (talk) 21:33, 1 March 2011 (UTC) – Eigener Scan. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons –

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7 Kommentare zu “Demokratischer Frauenbund Deutschlands (kurz DFD)

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