Der 13. August: Drei Jahre danach

Dieser Film zeigt aus DDR-Sicht die damalige politische Situation. Es ging damals aufwärts. Die damalige Vorausschau war eine Fehleinschätzung. Es folgte die sozialdemokratische „Entspannungspolitik“. „Wandel durch Annäherung“ war wortwörtlich zu nehmen. Es war die „Konterrevolution auf Filzlatschen“, wie es einst Otto Winzer (Außenminister der DDR von 1965-1975) formulierte.

Schmuggel war nicht mehr nötig um der DDR Waren zu entziehen. Im Zusammenhang mit der „Entspannungspolitik“ und der Notwendigkeit Devisen zu erwirtschaften wurden Qualitätsprodukte zum Dumpingpreis massenweise z.B. an Versandhäuser der BRD verkauft. Der Bevölkerung der DDR fehlten diese Waren, was zu Unzufriedenheit führte und den Niedergang der DDR, der noch viele andere Ursachen hat, beschleunigte.

Zum Zeitpunkt des Films hoffte man von DDR-Seite aus auf echte (Wieder-)Vereinigung der beiden deutschen Staaten. Aber in anderem Sinne. Es sollte in Richtung Frieden gehen und nicht z.B.um Osterweiterung der NATO gehen. Die Beseitigung des antifaschistischen Schutzwalls 1989 war nicht, wie im Film eingeschätzt, ein Ereignis auf dem Weg zu einer besseren Welt. Es war ein konterrevolutionäres Ereignis auf dem Weg zu einer schlechteren Welt voller Krisen und Kriegen.

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