Horst Stechbarth

Stellvertreter des Verteidigungsministers der DDR und Chef der Landstreitkräfte der NVA.

In der alten Fernsehübertragung zum 40. Jahrestag der DDR ist von Horst Stechbarth die Rede. Als Chef der Landstreitkräfte kommandierte Stechbarth die alljährliche Ehrenparade in Berlin, anlässlich des Republikgeburtstages am 7. Oktober. Auch die letzte Ehrenparade zu 40. Jahrestag der DDR wurde von Horst Stechbarth kommandiert. Im Nachhinein muss man feststellen, dass die Abschiedsfeier und Parade zum Abschied der DDR daraus geworden ist.

Horst Stechbarth war der Sohn eines Landwirts. Er wurde in Tzschecheln, Kreis Sorau geboren.

Er erlernte den Beruf eines Landwirtschaftsgehilfen. In diesem Beruf arbeitete Stechbarth von 1939 bis 1943. 1943 wurde er zum Reichsarbeitsdienst einberufen und NSDAP-Anwärter. 1943 wurde er Mitglied der NSDAP und diente 1943 bis 1945 als Panzergrenadier. 1945 bis 1948 ging Stechbarth in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Nach der Entlassung arbeitete Stechbarth als Landarbeiter.

In der Biografie von Wikipedia  steht nichts von Antifa-Schulen für deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion. Auf jeden Fall hat Horst Stechbarth dazugelernt. Oft ist die Rede von alten Nazis in der DDR. Damit sind solche Karrieren, wie die von Horst Stechbarth, gemeint. Doch aus dem Zusammenhang gerissen werden falsche Behauptungen aufgestellt. Mit diesem Thema wird sich DIE TROMMLER auch noch beschäftigen.

Am 01. März 1949 trat Horst Stechbarth in die Kasernierte Volkspolizei(KVP) ein. Im gleichen Jahr wurde er Mitglied der FDJ und 1951 Mitglied der SED.

Stechbarth diente sich vom Gruppenführer bis zum Kommandeur der KVP-Bereitschaft Eggesin hoch. In den Jahren 1954 bis 1955 war er Offiziershörer an der Hochschule für Offiziere und anschließend Stellvertreter und dann Kommandeur der 1. Mot.Schützen-Division in Potsdam. Von 1959 bis 1961 absolvierte Stechbarth ein Studium an der Generalstabsakademie der UdSSR. Als Generalmajor war er von 1964 bis 1967 Chef des Militärbezirkes V (Neubrandenburg) der Landstreitkräfte. Nach seiner Beförderung zum Generalleutnant am 2. November 1970 war Stechbarth von 1972 bis 1989 Stellvertreter des Ministers und Chef Kommando Landstreitkräfte der NVA. Anlässlich des 20. Jahrestages der NVA am 1. März 1976 wurde er zum Generaloberst befördert. Von 1976 bis 1989 gehörte Stechbarth dem ZK der SED an, zunächst als Kandidat und ab 1978 als Mitglied.

Am 31. Dezember 1989 ging Horst Stechbarth in den Ruhestand.

In den Morgenstunden des 08. Juni 2016 verstarb völlig unerwartet der ehemalige stellvertretende Minister für Nationale Verteidigung und langjährige Chef der Landstreitkräfte der NVA der DDR Generaloberst a.D. Horst Stechbarth.

Bildquelle: „Bundesarchiv Bild 183-1984-0621-025, DDR, NVA-Truppenbesuch, Honecker“ von Bundesarchiv, Bild 183-1984-0621-025 / CC-BY-SA 3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons -

Bildquelle:
„Bundesarchiv Bild 183-1984-0621-025, DDR, NVA-Truppenbesuch, Honecker“ von Bundesarchiv, Bild 183-1984-0621-025 / CC-BY-SA 3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons -Bild ist entsprechend verlinkt

Horst Stechbarth und Erich Honecker bei einem Truppenbesuch bei den Landstreitkräften der NVA.

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3 Kommentare zu “Horst Stechbarth

  1. Die Entnazifizierung in der DDR war durchaus erfolgreich, welches man von Westdeutschland nicht behaupten kann. Diese war anfangs gar nicht gewollt, auch in der Zukunft verlief diese nur sehr schleppend.

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  2. Pingback: Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) | Die Trommler - Archiv

  3. Es ist sehr Traurig das uns ein solch toller General wie Horst Stechbarth für immer verlassen hat möge er im Frieden ruhen .

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