Die Volkskammerpräsidenten/Gerald Götting

Präsidenten der Volkskammer 2

Tabelle: Wikipedia

Gerald Götting wurde am 09.Juni 1923 in Nietleben, Saalkreis, Provinz Sachsen, Preußen geboren.

ADN-ZB Settnik 8.6.1989 Berlin: Volkskammer  Gerald Götting, Stellvertreter des Präsidenten der Volkskammer, ergriff das Wort zur 9. Tagung der Volkskammer der DDR.

ADN-ZB Settnik 8.6.1989 Berlin: Volkskammer
Gerald Götting, Stellvertreter des Präsidenten der Volkskammer, ergriff das Wort zur 9. Tagung der Volkskammer der DDR.

Gerald Götting 1989

Bildquelle: „Bundesarchiv Bild 183-1989-0608-024, Gerald Götting“ von Bundesarchiv, Bild 183-1989-0608-024 / Settnik, Bernd / CC-BY-SA 3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons –  Bild ist entsprechend verlinkt

Gerald Götting beendete seinen Schulbesuch mit dem Abitur. Von Ende 1941 bis Anfang 1942 war er beim Reichsarbeitsdienst, dann bei der Nachrichtentruppe der Luftwaffe (letzter Dienstgrad: Obergefreiter) Anfang Mai 1945 konnte er sich aus dem damaligen Protektorat Böhmen und Mähren zunächst der Gefangennahme durch die Rote Armee entziehen und ging nach Hause. Im Juni kam er dort doch noch kurz in amerikanische Kriegsgefangenschaft.

Im Januar 1946 trat Götting der CDU bei. Er studierte von 1947 bis 1949 ohne akademischen Abschluss an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philologie, Germanistik und Geschichte. Götting war von 1949 bis 1966 als Nachfolger von Georg Dertinger Generalsekretär und bis 1989 als Nachfolger von August Bach Vorsitzender der CDU.

Von 1949 bis März 1990 war Götting Abgeordneter der Volkskammer: bis 1958 als Vizepräsident und stellvertretender Präsident, bis 1963 als Vorsitzender der CDU-Fraktion, bis 1969 als Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten, bis 1976 in Nachfolge von Johannes Dieckmann  als Präsident und bis 1989 als stellvertretender Präsident. Ab 1975 war er außerdem Präsident der Liga für Völkerfreundschaft, dem Verband der Freundschaftsgesellschaften der DDR. Götting bekleidete ab Dezember 1971 bis 1989 die Funktion eines Vizepräsidenten des 1970 in Berlin gegründeten DDR-Komitee für europäische Sicherheit, das im Januar 1974 in DDR-Komitee für Europäische Sicherheit und Zusammenarbeit umbenannt wurde.

Außerdem war Götting von 1960 bis 1989 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Nationale Verteidigung und von 1960 bis 1989 stellvertretender Vorsitzender des Staatsrates der DDR. 1961 erhielt er den Vaterländischen Verdienstorden (Ehrenspange).

Während der Konterrevolution trat Götting am 02. November 1989 als CDU-Vorsitzender zurück. Am 07. November 1989 wurde er aus dem Staatsrat abberufen. Im Februar 1991 wurde Gerald Götting aus der CDU ausgeschlossen. Im Juli 1991 wurde er wegen der Veruntreuung von Parteigeldern zu 18 Monaten auf Bewährung verurteilt.

Gerald Götting war Mitarbeiter des Berliner Alternativen Geschichtsforums.

Götting soll seit 1953 inoffizieller Mitarbeiter des MfS(Ministerium für Staatssicherheit) gewesen sein und seit 1951 für den KGB(sowjetischer Geheimdienst) gearbeitet haben. Er wurde allerdings auch selbst vom MfS überwacht.

Gerald Götting ist am 19. Mai 2015 nach schwerer Krankheit gestorben.

Einzelne Textpassagen: Wikipedia

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