Nach der Konterrevolution

…ist das böse Erwachen gekommen. Die Argumente der Konterrevolutionäre sind blanker Hohn für die von Arbeitslosigkeit und dem Abbau von Arbeiterrechten Betroffenen.

Wenn das sogar in einer Fernsehsendung zugegeben werden muss, heißt das schon was. Natürlich werden im Fernsehkommentar einige Spitzen losgelassen. Das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass das System der BRD nicht das gebracht hat, was sich Viele während der Konterrevolution erhofft hatten.

Viele sagen, sie wären 1989 für eine bessere DDR auf die Straße gegangen. Oft hört man die Aussage, man hätte nicht gewusst, was nach der Konterrevolution auf Einen zukommt. In der Tat sind die Leute unverbindlichen Parolen, wie „Wir sind das Volk“ hinterhergerannt. Mit den tatsächlichen Missständen und Ideen, wie man es besser machen kann, wurde sich nicht oder nur am Rande beschäftigt.

Man kann dazu nur sagen, dass die politische Bildung in der DDR versagt hat. Dass nur Positives in den Medien der DDR berichtet wurde und Negatives verschwiegen wurde, war ebenfalls ein Beitrag zur Herbeiführung der konterrevolutionären Situation. Die Leute informierten sich über die Westmedien glaubten blindlings, was da gesagt wurde.

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6 Kommentare zu “Nach der Konterrevolution

  1. ..ein typischer Anti-DDR-Film. Vielleicht nicht ganz so vordergründig, aber dennoch deutlich genug: z.B. „Grausamkeiten“ der Staatssicherheit usw.- welche denn? Daß die Ausreise verweigert wurde? Oder daß bestimmte DDR-Feinde beobachtet wurden? – Und, daß einem nicht gesagt wurde, was auf die DDR-Bürger nach 1989 zukommt, stimmt einfach nicht! Es ist gelogen! (Warum auch immer.)

    Alle, aber wirklich alle haben es gewußt! Es gab eine Schulpflicht und es gab einen Staatsbürgerkundeunterricht, einen Geschichtsunterricht, ein FDJ-Stdienjahr usw. und für die Parteimitglieder ein Parteilehrjahr. Außerdem gab es massenhaft Bücher, in denen man nachlesen konnte, was Kapitalismus ist. „Versagt“ hat die politische Bildung also absolut nicht. Sonst würden heute nicht so viele ehemalige DDR-Bürger feststellen: es war alles richtig, was wir damals gelernt haben!

    Also was ist der Grund für die „Enttäuschung“? Wer heute so tut, als habe er nichts geahnt, der versucht nur seine eigene Blauäugigkeit zu rechtfertigen und seine damalige Dummheit zu entschuldigen, als er zu den Protestlern in die Kirche rannte oder sich dem demonstrierenden „Wir-sind-das-Volk“-Schreihälsen anschloß. Wer von denen möchte schon gerne zugeben, daß er damals schändlich seine sozialistische Heimat verraten hat. Es ist einfach unredlich, so zu tun, als habe man damals nicht gewußt, was Kapitalismus ist!

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    • Mit „Die politische Bildung hat versagt“, meine ich, dass diese nicht angekommen ist. Nicht mal meinen Erfahrungsberichte aus der BRD wurden angenommen, als ich in der DDR zu Besuch war. Genau, wie nach der Zeit des Faschismus, verschanzen sich die Leute auch nach der Konterrevolution in der DDR, bzw. nach Beseitigung der DDR hinter die Schutzbehauptung: „Wir haben nichts gewusst.“ Die im Frau, die im Film über ihre Situation heute spricht, hätte es wissen müssen. Sie wollte es vermutlich nicht wissen. Darüber habe ich auch schon auf „Facebook“ und „Google+“ diskutiert.

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      • …naja – auch wenn man die DDR keinesfalls mit dem Nazi-Reich in einem Atemzug nennen sollte – was diese schöne Frau angeblich „nicht gewußt“ haben will, ist ja kein Verbrechen, sondern kaschiert nur ihre eigenen Unredlichkeit und ihren feigen Charakter. Was allerdings nicht entschuldbar ist, das war die Arroganz vieler DDR-Genossen gegenüber Nicht-Genossen. Und diese Leute sitzen heute oftmals schön gewendet wieder fest im Sattel – als Zeitungsredakteure, Unternehmer, Versicherungsvertreter usw.

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      • Sascha, das sind wahre Worte. Den Wendehälsen tun ja die heutigen Machthaber nichts. Nur die Getreuen, die immer noch die Arbeiterklasse vertreten, sind in Schwierigkeiten und Wendeverlierer.

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  2. … und diejenigen, die wie dieser Pfarrer und dieser Herr da im grauen Maßanzug darauf beharren, daß sie damals recht hatten, die „Diktatur“ abzuschaffen, sie sind einfach nur überheblich gegenüber den Millionen einfacher Mensche, die sie ins Unglück gestürzt haben, und gegenüber den Tausenden Opfern, die der Kapitalismus heute auf dem Gewissen hat. Der Herr Pfarrer und dieser Herr da – sie haben ihre Freiheit bekommen – Millionen haben sie verloren und leben heute in Armut und von Hartz4. Einfach nur widerlich, diese arroganten Typen! Zum Kotzen widerlich!

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