Im Zwielicht des 09. November

DDR-Kabinett Bochum: (Beitrag entnommen vom DDR-Kabinett Bochum)

.Im Jahre Achtzehn, da wurde vergeigt

Die Chance, die sich so selten zeigt.

Der Kaiser bloß, doch mehr auch nicht,

Galt als der einz‘ge Bösewicht.

Nach zwanzig Jahren, ganz genau

Zum Datum,. paßte eine Schau

Von Grausigkeiten inszeniert.

Denn weiter hatten die regiert,

Für die das Morden ein Gewinn,

Geplant perfide mit dem Sinn,

Daß Menschenhaut sich gut verkauft,

Gleich, ob sie jüdisch ist, getauft,

Bis Fünfundvierzig dann im Mai

Die Erde schien vom Mordmarkt frei.

Nie wieder Krieg, auf deutsch geschwor’n!

Doch ward auch dieser neu gebor’n

In einem Teil vom deutschen Land,

Genährt von imperialer Hand,

Zum Beispiel mit dem Marshallplan.

Volkseigen vor des Marktes Wahn

Bot östlich Schutz ein Friedenswall.

Doch durch Verrat und manch Vasall

Fiel jener,  wie der Friedenseid,

Zum Opfer der Triebhaftigkeit.

Mit gleichem Datum jener Nacht

Wird nun die Schau für Krieg vollbracht.

E.Rasmus

Der Dichter hat die alte Rechtschreibung verwendet.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s