Heinrich Rau

Heinrich Gottlob Rau , geboren am 2. April 1899 in Feuerbach bei Stuttgart; †gestorben am 23. März 1961 in Berlin/DDR, war Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der SED, Vorsitzender der Staatlichen Plankommission der DDR sowie Minister für Maschinenbau und für Außenhandel und Innerdeutschen Handel. Vorher war er im Spanischen Bürgerkrieg(nationalrevolutionärer Krieg) zeitweise Brigadekommandeur der XI. Internationalen Brigaden gewesen.

Heinrich Rau auf einer DDR-Briefmarke von 1979

Heinrich Rau auf einer DDR-Briefmarke von 1979

 

 Bildquelle:
„Stamps of Germany (DDR) 1979, MiNr 2457“ von Hochgeladen von –Nightflyer (talk) 18:29, 21 November 2009 (UTC). Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons – Bild ist entsprechend verlinkt

 

Rau absolvierte eine Ausbildung als Stanzer und Metallpresser und arbeitete, unterbrochen vom Kriegsdienst 1917/18, von 1913 bis 1920 bei den Boschwerken in Feuerbach. Seit 1913 war er in der Arbeitersportbewegung aktiv, ab November 1913 wurde er Mitglied des Deutschen Metallarbeiterverbandes und einer sozialdemokratischen Jugendgruppe. 1916 trat er der Spartakusgruppe, 1917 der USPD und 1919 der KPD bei. 1918 nahm er an der Novemberrevolution in Stuttgart teil und war Leiter der Militärpolizei in der Stadt Zuffenhausen bei Stuttgart.

1919–1920 war er Vorsitzender der KPD-Ortsgruppe Zuffenhausen, danach bis 1923 Mitarbeiter des Zentralkomitees der KPD. 1921–1930 unterrichtete er an den Landes- und Zentralschulen der KPD. Ab 1923 war er Leiter der Abteilung Land beim ZK der KPD und Mitglied des Internationalen Komitees der Land- und Forstarbeiter, ab 1924 Mitglied des Vorstandes des Reichsbauernbundes, ab 1928 Abgeordneter des Preußischen Landtages, ab 1930 Mitglied des Internationalen Bauernrates in Moskau und ab 1931 Büromitglied des Europäischen Bauernkomitees.

1933 wurde Rau verhaftet und Ende 1934 neben Bernhard Bästlein vom Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach seiner Haftentlassung emigrierte er 1935 in die UdSSR, wo er stellvertretender Leiter des Internationalen Agrarinstituts in Moskau war. 1937 ging er nach Spanien, wo er nach Besuch der Kommandeursschule als Instrukteur, Stabschef der XII. Internationalen Brigade und zuletzt als Brigadekommandeur der XI. Internationalen Brigade im Spanischen Bürgerkrieg(National-revolutionärer Krieg in Spanien) bis zu seiner Verwundung 1938 teilnahm.

Bis 1939 war er Leiter des Hilfskomitees der deutschen und österreichischen Spanienkämpfer und Mitglied der KPD-Landesleitung in Paris.

1939 wurde Rau wiederum verhaftet und kam in das französische Lager Le Vernet und später ins Geheimgefängnis Castres. Von dort wurde er 1942 an die Gestapo ausgeliefert, saß bis 1943 im Gestapo-Gefängnis in der Prinz-Albrecht-Straße und bis 1945 im KZ Mauthausen, wo er Teilnehmer des Lageraufstandes war.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war er Mitglied der Provisorischen Kommission zur Durchführung der Bodenreform und Vorsitzender der Landessequesterkommission in Brandenburg. 1946 trat er der SED bei. 1946–1948 war er Landtagsabgeordneter und Minister für Wirtschaftsplanung von Brandenburg, 1948–1949 Vorsitzender der Deutschen Wirtschaftskommission. Seit 1949 war er Abgeordneter der Volkskammer, Mitglied des Zentralkomitees und Kandidat des Politbüros des ZK der SED, seit 1950 Mitglied des Politbüros sowie stellvertretender Vorsitzender des Ministerrates.

1949–1950 war Rau Minister für Planung der DDR und 1950–1952 Vorsitzender der Staatlichen Plankommission. 1952–1953 leitete er die Koordinierungsstelle für Industrie und Verkehr beim Ministerrat, war 1953–1955 Minister für Maschinenbau und 1955–1961 Minister für Außenhandel und Innerdeutschen Handel.

Berlin, DDR-Gründung, Vereidigung Heinrich Rau

Illus/Heilig 16.11.50 Präsident Pieck empfing die neue Regierung. Am 13.11.50 empfing Präsident Pieck in seinem Amtssitz in Berlin-Niederschönhausen die neugebildete Regierung der DDR. Ministerpräsident Grotewohl stellte dem Präsidenten die neuen Regierungsmitglieder vor. UBz: Der Stellv. Ministerpräsident und Vorsitzender der Staatlichen Plankommission, Heinrich Rau, wird vereidigt.

Bildquelle:
„Bundesarchiv Bild 183-08628-0003, Berlin, DDR-Gründung, Vereidigung Heinrich Rau“ von Bundesarchiv, Bild 183-08628-0003 / Heilig / CC-BY-SA 3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons -Bild ist entsprechend verlinkt

 

 

 

Seine Urne wurde in der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde in Berlin-Lichtenberg beigesetzt.

Entnommen aus Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel

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2 Kommentare zu “Heinrich Rau

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