Die Situation der Frauen während der Zeit des Faschismus

Die Faschisten wollten zu Anfang der Zeit des Faschismus, dass die Frau nur Mutter und Ehefrau war. Sie sollte viele Kinder bekommen und auf diese Weise den Fortbestand des Dritten Reiches sichern. Der Mann dagegen wurde als Ernährer und Beschützer dargestellt. Um den Frauen die Mutterschaft schmackhaft zu machen, betrieben sie einen großen Mutterkult und priesen sie als besonders wertvoll, da es ihre Aufgabe sei, dem Führer und dem Volk neue Kinder zu schenken. Vermutlich war es für die Frau sehr schmeichelhaft, als „Quelle der Nation“ betrachtet oder besonders ehrenvoll behandelt zu werden, wenn sie viele Kinder hatte.
Doch mit dem Krieg musste sich ihre Rolle verändern. Nun musste sie auch die Rolle des abwesenden Mannes einnehmen und mit ihrer Rolle als Mutter kombinieren. Während des schwierigen Kriegszustandes, der ohnehin viele Opfer von ihnen verlangte, war dies kaum zu bewältigen, da sie sich darum kümmern musste, dass ihre Kinder sicher waren und genug zu essen bekamen.
Während des zweiten Weltkrieges war es für die Faschisten nicht mehr nützlich, als sie in den Jahren vor dem Krieg ständig betont hatten, dass die Frau nur eine gute deutsche Mutter und Ehefrau sein sollte, die keinen Platz im Berufsleben hatte. Sicherlich war die Frau durch die Mutterschaft schon eine „Stütze“ des Dritten Reiches, aber nachdem die Männer als Soldaten in den Krieg gegangen waren, musste sie auch die Aufgaben bewältigen, die ihr vorher verboten worden waren. Trotz dieser vielen Aufgaben wurde die Frau bis zum Ende des Kriegs stets nur als Mutter geehrt, während die harten Kriegsarbeiten, die sie machte, kaum erwähnt wurden. Die Frau sollte weiterhin in der faschistischen Öffentlichkeit nur als Mutter dastehen.

Auszug aus einem Text von Carolin Bendel, bearbeitet von Petra Reichel

entnommen aus der Website:

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3 Kommentare zu “Die Situation der Frauen während der Zeit des Faschismus

  1. Zum Text von Carolin Bendel (der ja nicht verkehrt ist) muß man allerdings sagen:

    Von »Nationalsozialismus« redeten Adolf Hitler, Heinrich Himmler, Hermann Göring und natürlich Joseph Goebbels. Von »deutschem Faschismus« sprachen Thomas Mann, Carl von Ossietzky, Albert Einstein und Ernst Thälmann. Vielleicht sollten sich Demokraten und Linke in Deutschland noch einmal überlegen, welcher Gruppe sie sich sprachlich zuordnen. (M.Krauß)

    Siehe: https://sascha313.wordpress.com/2016/02/24/kapitalismus-blockiert-das-denken/#more-28121

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    • Es ist doch das Dilemma, dass in der BRD nicht vom Faschismus, sondern vom „Nationalsozialismus“ die Rede ist. Das hat sich derart eingebürgert, dass es niemanden auffällt, dass das eine irreführende und verharmlosende Wortwahl der Nazis ist, die in der BRD übernommen worden ist.

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