Käthe Kern

Katharina Kern, genannt Käthe Kern (* 22. Juli 1900 in Darmstadt; † 16. April 1985 in Berlin) war eine deutsche Politikerin und Widerstandskämpferin.

Käthe Kern besuchte die Mittelschule in ihrer Geburtsstadt Darmstadt und absolvierte dort auch eine Lehre zur kaufmännischen Angestellten. Sie wurde 1919 Mitglied im sozialdemokratischen Jugendverband SAJ und trat 1920 in die SPD ein. Nach ihrer Tätigkeit von 1921 bis 1924 als Angestellte beim Präsidenten der Landesversicherungsanstalt Hessen in ihrer Heimatstadt war sie ab 1925 beim Allgemeinen Freien Angestellten-Bund als Sekretärin von Otto Suhr und als Mitarbeiterin des Reichstagsabgeordneten Siegfried Aufhäuser tätig. Von 1928 bis 1933 war Käthe Kern Mitglied des Bezirksvorstandes der SPD in Berlin und leitete dort das Frauensekretariat. Im Juni 1933 wurde sie inhaftiert. Nach ihrer Freilassung im Juli 1933 war sie im Berliner Saarverein, ab 1935 bei den Preußischen Bergwerkshütten wieder als Sekretärin tätig. Sie unterhielt Kontakte zum illegalen Widerstand gegen den Faschismus, speziell zur Widerstandsgruppe Wilhelm Leuschners.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Käthe Kern Mitglied des Zentralausschusses der SPD in Berlin und Frauensekretärin der SPD. Als Befürworterin der Vereinigung von KPD und SPD wurde sie im April 1946 auf dem Vereinigungsparteitag in den Parteivorstand der SED gewählt, sie leitete paritätisch mit Elli Schmidt bis 1949 das Frauensekretariat der Partei und wurde Mitglied im FDGB. Sie zählte 1947 zu den Mitbegründern des DFD, in dem sie als eine der fünf ehrenamtlichen stellvertretenden Vorsitzenden bis 1949 tätig war. Bis zu ihrem Tod blieb Käthe Kern auch Mitglied des Bundesvorstandes des DFD. Von 1946 bis 1950 war Käthe Kern Mitglied des Landtages in Sachsen-Anhalt. Sie legte ihr Mandat am 27. April 1950 nieder. Nachrückerin wurde Frieda Voß. 1948 und 1949 wurde sie auch Mitglied des Deutschen Volksrates.(damit beschäftigt sich eine spätere Ausgabe von DIE TROMMLER)

Käthe Kern (1947)

Käthe Kern (1947)

Bildquelle: 
Von Deutsche Fotothek, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Bei der Wahl 1949 erhielt sie ein Mandat in der Volkskammer. Hier übernahm sie 1957 den Vorsitz der DFD-Fraktion, die sie bis 1984 leitete. 1958 wurde sie Mitglied des Verfassungsausschusses und 1963 Mitglied im Ausschuss für das Gesundheitswesen. Beim Ministerium für Gesundheitswesen war sie von 1949 bis 1970 als Leiterin des Hauptabteilung Mutter und Kind (HA MuK) tätig.

 

Käthe Kern (m.) auf dem Gründungskongress des DFD 1947 mit Nadjeshda Parfjonowa (l.) und Finnie Smolan (r.)

Käthe Kern (m.) auf dem Gründungskongress des DFD 1947 mit Nadjeshda Parfjonowa (l.) und Finnie Smolan (r.)

Bildquelle:
Von Deutsche Fotothek, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Käthe Kern wurde für ihre Arbeit 1954 mit der Clara-Zetkin-Medaille, in den Jahren 1955, 1958 und 1960 mit dem Vaterländischen Verdienstorden (VVO), 1970 mit der Ehrenspange zum VVO, 1975 mit dem Karl-Marx-Orden und 1980 mit dem Stern der Völkerfreundschaft ausgezeichnet.

Käthe Kern starb 1985 und ihre Urne erhielt eine Ehrenplatz in der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde.

Weitere Einzelheiten Tafel an der Ringmauer des Zentralfriedhofs Friedrichsfelde

Tafel an der Ringmauer des Friedhofs Friedrichsfelde

Bildquelle:
Von Angela M. Arnold, Berlin – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Bild ist entsprechend verlinkt

 

entnommen aus Wikipedia, bearbeitete von Petra Reichel

 

 

 

Advertisements

Ein Kommentar zu “Käthe Kern

  1. Pingback: Elli Schmidt | Die Trommler - Archiv

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s