Olof-Palme-Friedensmarsch

Der Olof-Palme-Friedensmarsch war eine drei Länder übergreifende Friedens-Demonstration. Der Marsch setzte sich aus mehreren Pilgerwegen zusammen, die vom 1. bis zum 18. bzw. 19.September 1987 quer durch das Staatsgebiet der DDR führten.

Namensgeber des Marsches war der ehemalige schwedische Ministerpräsident Olof Palme, der am 28. Februar 1986 ermordet worden war. Palme hatte sich angesichts des Wettrüstens für einen atomwaffenfreien Korridor in Mitteleuropa ausgesprochen.

Initiiert wurde der Friedensmarsch von der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen in der BRD, dem Friedensrat der DDR und dem Friedenskomitee der ČSSR. Neben staatlichen Vertretern der Friedensbewegung wurde es auf Drängen der Mutinitiatoren der BRD auch dem Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR gestattet, an dem Friedensmarsch teilzunehmen. Unter dem Dach der Kirche konnten Konterrevolutionäre, die sich Friedensbewegung nannten, legal teilnehmen. Man hätte diese ohnehin nicht aus den ehrlichen Friedensfreundinnen und -freunden herausfiltern können. Der Marsch war bereits im Frühjahr 1987 im „Neuen Deutschland“ angekündigt worden und fiel mit dem Besuch Erich Honeckers in der BRD vom 7. bis 11. September 1987 zusammen.

Der Friedensmarsch startete am 1. September am Olof-Palme-Platz in Stralsund und führte unter anderem über Burow, Potsdam, Wittenberg und Meißen nach Dresden. Parallel dazu fanden an verschiedenen Orten eigenständige Veranstaltungen statt, die zumeist von der Evangelischen Kirche organisiert wurden. Am 5. September nahmen an einer Demonstration im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg, die von der Zionskirche zur Gethsemanekirche führte, rund 1000 Menschen teil.

Der Höhepunkt war ein auf Anregung von Aktion Sühnezeichen durchgeführter mehrtägiger Pilgerweg von der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück zur Gedenkstätte Sachsenhausen. Die Route erinnerte an den Todesmarsch von KZ-Häftlingen 1945. Die Teilnehmer des Friedensmarsches wurden in den einzelnen Ortschaften von Bürgermeister und Pfarrer begrüßt. Nach dem Friedensgebet in der Kirche pflanzten echte Friedensfreundinnen und -freunde, sowie Konterrevolutionäre gemeinsam den „Friedensbaum“. Auf dem Pilgerweg wurden Transparente der Konterrevolutionäre mit innenpolitischen Forderungen und dem Symbol „Schwerter zu Pflugscharen“ mitgeführt.

Echte Friedensfreundinnen und -freunde trugen Transparente mit Losungen, wie die Forderung nach einem chemie- und atomwaffenfreien Korridor in Europa nach Palmes und Honeckers Vorstellungen.

Auf der zeitlich letzten Wegstrecke am 19. September von der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald bis zum Evangelischen Gemeindezentrum „Thomas Müntzer“ in Kapellendorf liefen etwa 500 Teilnehmer, zu denen auch die spätere Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht gehörte. Die Pfarrer von der Herderkirche in Weimar sowie von Denstedt begrüßten die Friedenspilger auf ihrem Weg.Dieser Marsch wurde von der Christlichen Friedenskonferenz (CFK) Thüringen, die Pro-DDR war(Kirche im Sozialismus), unter der Leitung des evangelischen Pfarrers Peter Franz organisiert.

Von der CFK Thüringen organisierter Demonstrationszug des Olof-Palme-Friedensmarsches am 19. September 1987 vom KZ Buchenwald nach Kapellendorf

Von der CFK Thüringen organisierter Demonstrationszug des Olof-Palme-Friedensmarsches am 19. September 1987 vom KZ Buchenwald nach Kapellendorf

 

Bildquelle:
Von BrThomas, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

 

 

 

Schon damals machten sich viele Konterrevolutionäre Hoffnungen, dass nun bald die Konterrevolution beginnen möge. In Folge des Honecker-Besuchs in der BRD gab es einige Lockerungen. Später wurden die Zügel wieder fester angezogen. Doch die Staatsmacht der DDR wurde mit den Konterrevolutionären nicht fertig. DIE TROMMLER hat sich bereits mit diesem Thema beschäftigt. Entsprechende Beiträge kann man in DIE TROMMLER-ARCHIV nachlesen. So führte das Treiben der Konterrevolutionäre 1989 zum Erfolg.

 

entnommen aus Wikipedia bearbeitet von Petra Reichel

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