National-Demokratische Partei Deutschlands(NDPD)

Die National-Demokratische Partei Deutschlands (NDPD) war eine Blockpartei in der DDR. Sie wurde 1948 in der Sowjetischen Besatzungszone gegründet und unterstützte die Politik der SED.

Übersicht NDPD aus Wikipedia JPEG

Übersicht entnommen aus Wikipedia

Die NDPD knüpfte an keine Vorgänger oder Vorbilder in der deutschen Parteiengeschichte an. Mit ihr traten Angehörige der ehemals städtischen Mittelschichten nun für das Bündnis mit der damals führenden Arbeiterklasse und die Freundschaft mit der Sowjetunion ein. Sie zogen die Lehren aus der Vergangenheit und brachen konsequent mit Faschismus und Imperialismus. Die Entscheidung von Gründungsmitgliedern des Nationalkomitees Freies Deutschland im zweiten Weltkrieg war beispielgebend.

In der NDPD waren viele Handwerker und Gewerbetreibende organisiert.

NDPD-Logo

NDPD-Logo

Bildquelle:
DDR-Geschichte.de, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Im Rahmen des Demokratischen Blocks, der Parteien und Massenorganisationen und der Nationalen Front der DDR, wirkte die NDPD für die Entfaltung der Initiative ihrer Mitglieder und ihr Nahestehende zur Stärkung des sozialistischen Vaterlandes und die moralisch-politische Einheit des Volkes der DDR. Sie förderte die Annäherung der Klassen und Schichten im Sinne der Ideale der Arbeiterklasse.

Die NDPD entsandte 52 Abgeordnete in die Volkskammer und stellte je einen Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrats und des Vorsitzenden des Staatsrats der DDR. Das Parteimitglied Ferdinand Graf von Thun und Hohenstein war ein hochrangiger Diplomat der DDR (Botschafter im Iran).

Berlin, Haus der NDPD

Illus Schmidtke 23.10.1950 Freiheit für Erika Thürmer Am Haus der NDPD in Berlin ist eine Losung angebracht, die die Freilassung der von der französischen Besatzungsmacht in Westberlin verhafteten 15 jährigen Friedenskämpferin Erika Thürmer fordert

Bildquelle:
Von Bundesarchiv, Bild 183-08385-0003 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt
Parteitag der NDPD, 1950

Parteitag der NDPD, 1950

Bildquelle:Von Deutsche Fotothek, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt
Berlin, neue DDR-Verfassung, Staatsakt

Zentralbild Junge 8.4.1968 bgm Berlin: Neue Verfassung der DDR – Feierlicher Staatsakt im Amtssitz des Staatsrates am 8.4.1968. In einem festlichen Staatsakt im Amtsstiz des Staatsrates der DDR nahm der Vorsitzende des Staatsrates der DDR, Walter Ulbricht, in Anwesenheit führender Persönlichkeiten den Bericht der Zentralen Abstimmungskommission über das Ergebnis des Volksentscheides entgegen und verkündete feierlich die durch das Volk am 6. April beschlossene Verfassung der DDR. Auf unserem Foto: Der Vorsitzende der Zentralen Abstimmungskommission, Dr. Heinrich Homann, übergibt dem Vorsitzenden des Staatsrates, Walter Ulbricht, das endgültige Ergebnis des Volksentscheides.

Bildquelle:
Von Bundesarchiv, Bild 183-G0408-0031-001 / Junge, Peter Heinz / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Während der Konterrevolution trat m 7. Dezember 1989 die Partei aus dem Demokratischen Block aus. Die Partei war mit drei Vertretern am Runden Tisch beteiligt.

Die NDPD erhielt bei der Wahl zur letzten Volkskammer am 18. März 1990 nur 0,39% der Stimmen und zwei Mandate.

Mit der Konterrevolution schlug die NDPD einen anderen Weg ein und hatte nun andere Ziele.Sie trat im Wahlkampf für eine soziale Marktwirtschaft, was nichts Anderes, als den abgemilderten Kapitalismus bedeutet, einen Stufenplan zur deutschen Einheit über eine Wirtschafts- und Währungsunion und den Beitritt der DDR zur Europäischen Gemeinschaft (EG), das war die Vorgängerorganisation der heutigen Europäischen Union(EU), ein. Also der langsamere Weg zum Anschluss an die BRD.

Ein von der NDPD vorgeschlagener Wahlverbund der nationalen und liberalen Parteien in der DDR wurde von den im Bund Freier Demokraten zusammengeschlossenen Parteien abgelehnt. Daraufhin schloss sich die NDPD auch dem Bund Freier Demokraten an und ging mit ihm am 12. August 1990 in der Freien Demokratischen Partei (FDP) auf.

Weitere Einzelheiten Gedenktafel am Gründungsort der NDPD in Potsdam, Lindenstraße 44

Gedenktafel am Gründungsort der NDPD in Potsdam, Lindenstraße 44

Bildquelle:
Von Clavis Cordis – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Bild ist entsprechend verlinkt

 

 

 

 

siehe Wikipedia und Wörterbuch der Geschichte, DDR 1984

Wörterbuch der Geschichte, Berlin 1984

Wörterbuch der Geschichte zur NDPD

 

 

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2 Kommentare zu “National-Demokratische Partei Deutschlands(NDPD)

  1. Pingback: Liberal-Demokratische Partei Deutschlands | Die Trommler - Archiv

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