Errichtung des Antifaschistischen Schutzwalls: Wie reagierten die Westalliierten?

John F. KennedyÜber die Reaktion der USA, bzw. des damaligen Präsidenten der USA John F. Kennedy hat DIE TROMMLER bereits einen Beitrag verfasst.

Kennedys offizielles Porträt im Weißen Haus Kopie

John F. Kennedy, offizielles Porträt im Weißen Haus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildquelle:
Von Aaron Shikler – The White House Historical Association, Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Zu einer direkten Konfrontation zwischen amerikanischen und sowjetischen Truppen kam es am 27. Oktober 1961 am Checkpoint Charlie auf der Friedrichstraße, als – infolge von Unstimmigkeiten – jeweils 30 Kampfpanzer der amerikanischen und sowjetischen Armee unmittelbar am Grenzstreifen einander gegenüber auffuhren. Am nächsten Tag wurden allerdings beide Panzergruppen wieder zurückgezogen. Dieses „kalte Scharmützel“ hatte aber enorme politische Bedeutung, weil es den USA auf diese Weise gelungen war, zu belegen, dass die DDR nicht alleine für die Grenzsicherung verantwortlich war, sondern die Errichtung des Antifaschistischen Schutzwalls mit Zustimmung der UdSSR erfolgte. Beide Seiten wollten den Kalten Krieg nicht wegen Berlin eskalieren lassen oder gar einen Atomkrieg riskieren.

Berlin, Mauerbau, US-Soldaten, Volkspolizisten

Soldaten der USA und Volkspolizisten der DDR, Oktober 1961.

 

Bildquelle:
Von Bundesarchiv, Bild 183-87605-0002 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Der Außenminister der USA, Dean Rusk sprach sich in einem Fernsehinterview am 28. Februar 1962 für die Schaffung einer internationalen Behörde zur Überwachung des freien Zugangs nach Westberlin und gegen eine Anerkennung der DDR aus. Am 24. April erklärte Rusk, die Regierung der USA halte den freien Zugang nach Westberlin mit Befugnissen der DDR-Behörden an den Zugangswegen für unvereinbar. Der Außenminister der BRD, Heinrich von Brentano und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle wiederum sprachen sich in Pressekonferenzen gegen eine internationale Zugangskontrollbehörde für Westberlin aus.

Im Juni 1963 besuchte der damalige Präsident der USA, John F. Kennedy, Westberlin. Er hielt da seine berühmte Rede mit dem Spruch: „Ich bin ein Berliner“. Mit diesem symbolischen Akt signalisierte er den Westberlinern, dass die USA hinter Westberlin stehen. Dieser symbolische Akt ist auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass John F. Kennedy aufgrund der weltpolitischen Situation die Errichtung des Antifaschistischen Schutzwalls akzeptierte.

Für die Westalliierten und die DDR bedeutete die Errichtung des Antifaschistischen Schutzwalls eine politische und militärische Stabilisierung. Der Status quo von Westberlin wurde festgeschrieben – die Sowjetunion gab ihre im Chruschtschow-Ultimatum 1958 formulierte Forderung nach einer entmilitarisierten, freien Stadt (selbstständige politische Einheit) Westberlin auf.

10  Jahre Antifaschistischer Schutzwall Briefmarke der DDR von 1971

10 Jahre Antifaschistischer Schutzwall, Briefmarke der DDR von 1971

 

Bildquelle:
Von Hochgeladen und Bearbeitet von –Nightflyer (talk) 22:15, 8 January 2011 (UTC) – Eigener Scan, Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Die Errichtung des Antifaschistischen Schutzwalls war eine konkrete Manifestierung des Status Quo. Hierzu die Zitate des damaligen Präsidenten der USA, John F. Kennedy und des damaligen britischen Premierministers Harold Macmillan:

„Eine Mauer ist verdammt noch mal besser als ein Krieg“
John F. Kennedy, US-Präsident

„Die Ostdeutschen halten den Flüchtlingsstrom auf und verschanzen sich hinter einem noch dichteren Eisernen Vorhang. Daran ist an sich nichts Gesetzwidriges.“
– Harold Macmillan, britischer Premierminister

 

Am 22. August 1962 wurde die sowjetische Kommandantur in Berlin aufgelöst. Am 28. September 1962 erklärte der US-amerikanische Verteidigungsminister Robert McNamara in Washington, dass der freie Zugang nach Westberlin mit allen Mitteln zu sichern sei. Die Außenminister der drei Westmächte und der BRD kamen am 12. Dezember 1962 in Paris überein, dass der Sowjetunion keine neuen Vorschläge zur Berlin-Frage gemacht werden sollten.

Anlässlich eines Arbeitsbesuches von Bundeskanzler Ludwig Erhard am 11. Juni 1964 in Paris bot der französische Präsident Charles de Gaulle für den Fall eines militärischen Konflikts um Berlin oder der BRD den sofortigen Einsatz französischer Atomwaffen an.

Die Regierungen der drei Westmächte bekräftigten in einer gemeinsamen Erklärung am 26. Juni 1964 zum Freundschaftsvertrag zwischen der Sowjetunion und der DDR vom 12. Juni 1964 ihre Mitverantwortung für ganz Berlin.

 

Zahlen und Fakten entnommen aus Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel

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Ein Kommentar zu “Errichtung des Antifaschistischen Schutzwalls: Wie reagierten die Westalliierten?

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