Die Revolution von 1848, Teil 2

Der Kampf um die Weiterführung der Revolution

 

Unter den Werktätigen(arbeitenden Menschen) in ganz Deutschland herrschte großer Jubel über den Sieg in den Märzkämpfen. Nach wenigen Wochen erkannten Viele, dass die ersten Erfolge nur der Beginn der Revolution sein konnten.

 

  • Allgemeines und direktes Wahlrecht
  • Volksbewaffnung
  • Restlose Beseitigung des Feudalismus
  • Verbesserung der Lebenslage
  • Demokratisches Parlament
  • Demokratische Verfassung
  • Nationale Einheit

 

All das musste noch von den Volksmassen durch die Fortführung des revolutionären Kampfes errungen werden.

Um ihre ureigenen Interessen durchzusetzen, organisierten sich die Arbeiter, Studenten, Händler, Handwerker, Rechtsanwälte und Journalisten überall in zahlreichen Vereinen, Komitees und Klubs. Die Führung dieser demokratischen Bewegung hatte das Kleinbürgertum inne. Daneben kämpften die Arbeiter und Handwerksgesellen in Streiks für höhere Löhne und Herabsetzung der Arbeitszeit. In vielen Städten entstanden örtliche Gewerkvereine und politische Arbeiterorganisationen. In Schlesien und Sachsen zwangen Bauern und Tagelöhner erst jetzt ihre Gutsbesitzer zum Verzicht auf einige Feudalrechte.

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Von besonderer Bedeutung für die Weiterführung der Revolution waren die Vorgänge in Berlin. Hier unternahmen der König und die bürgerliche Regierung alle Anstrengungen, um den Massen weitere Rechte vorzuenthalten. Vor allem um die Volksbewaffnung entbrannte der Kampf.

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Voller Erbitterung über die revolutionsfeindliche Haltung der Bourgeoisie stürmten Berliner Arbeiter am 14. Juni 1848 das Zeughaus. Sie wollten sich Waffen verschaffen, um die bisher erworbenen Freiheiten zu verteidigen und neue zu gewinnen. Da ihr Angriff nicht organisiert und ohne Führung war, scheitere er. Polizei und Bürgerwehr überwältigten die Arbeiter. Ihr energisches Auftreten hatte jedoch gezeigt, dass sie bereit waren die Revolution notfalls mit Gewalt fortzuführen.

 

Die Haltung der Bourgeoisie zur Weiterführung der Revolution

 

Nachdem die Bourgeoisie im März 1848 einen Anteil an der politischen Macht erhalten hatte, gab sie sich mit dem Erreichten zufrieden. Sie war nicht bereit, an der Spitze der demokratischen Kräfte des Volkes konsequent gegen das reaktionäre Herrschaftssystem der Fürsten zu kämpfen und die Revolution zu Ende zu führen. Die Bourgeoisie begann, nicht mehr im Adel, sondern in den vorwärtsdrängenden Arbeitern ihren Feind zu sehen. Die Angst vor dem Proletariat bestimmte nun ihre Politik. Die Bourgeoisie verband sich mit Fürsten und Junkern gegen das Volk und verriet damit die Revolution.

Besonders deutlich kam die verräterische Politik der Bourgeoisie in der Frankfurter Nationalversammlung zum Ausdruck.

 

 

Die Frankfurter Nationalversammlung

 

Im Mai 1848 hatten in allen deutschen Staaten Wahlen zu einer deutschen Nationalversammlung stattgefunden. Das deutsche Volk setzte große Erwartungen in dieses Parlament. Am 18. Mai 1848 zogen die Abgeordneten unter Jubel, Glockenläuten und Fahnenschwenken in die Paulskirche in Frankfurt am Main ein.

Dieses erste vom deutschen Volk gewählte Parlament hätte die Aufgabe gehabt, die Feinde der Revolution zu entmachten und die demokratische Einigung Deutschlands herzustellen. Stattdessen übertrug es die oberste Gewalt in Deutschland einem Fürsten, der dem Parlament nicht verantwortlich war.

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Die Nationalversammlung erarbeitete in vielen Monaten den Entwurf einer Reichsverfassung. Sie wurde am 28. März 1849 von den Abgeordneten angenommen.

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Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 8. Klasse, Stand 1982

Bearbeitet von Petra Reichel

Geschichtsbuch DDR 8

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2 Kommentare zu “Die Revolution von 1848, Teil 2

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