Freiheitsbestrebungen in Deutschland(bürgerliche Umgestaltung) in den Jahren 1789-1840

Die französische Revolution löste in Deutschland ein vielfaches Echo aus. Viele Bauern und Bürger sahen im Sturm auf die Bastille das Signal für eine eigene revolutionäre Tat.

In benachbarten Gebieten Frankreichs brauchen zuerst Unruhen aus; z. B. in Baden und in der Pfalz. Aber auch in von Frankreich weiter entfernten Gebieten geriet das Volk in Bewegung.

An verschiedenen Orten zogen die Bauern, mit alten Gewehren, Sensen und Dreschflegeln bewaffnet, vor die Schlösser der Feudalherren, um den Verzicht auf alle Feudallasten zu erzwingen.

Im Sommer 1790 erhoben sich die Bauern in Sachsen. Adelssitze wurden gestürmt, verhasste Gutsherren und Beamte verprügelt oder gar zum Spießrutenlaufen verurteilt. Viele Bauern stellten ihre Frondienste ein und forderten Land, das ihren Vorfahren geraubt worden war. In zahlreichen Dörfern trieb man die Schafe der Gutsherren von den bäuerlichen Feldern.

Als Wortführer der sächsischen Bauern und Kleinbürger trat der Handwerker Christian Benjamin Geißter aus Liebstadt auf. Aber schon 1790 wurde er verhaftet. Die Feudalherren übten grausame Rache. Über 15 Jahre musste Geißter im Zuchthaus Torgau schmachten.

Im Allgemeinen wurden aber die Bauern in Sachsen von den Stadtbewohnern nur wenig unterstützt. So kam es, dass die mehr als 5000 aufgebotenen Soldaten den Aufstand schon Anfang September niederschlagen konnten.

In den Städten nahmen besonders die Handwerksgesellen die revolutionäre Kunde aus Frankreich begeistert auf. Das rücksichtslose Vorgehen und die Bedrückung durch die Behörden und Meister beantworteten sie in vielen Orten mit Streiks und Demonstrationen, so in Berlin, Bremen, Dresden, Hamburg und Nürnberg.

Der feudale Staat setzte alle Machtmittel gegen das Volk ein. In Breslau wurde im Frühjahr 1793 gegen demonstrierende Gesellen und Arbeiter sogar Artillerie aufgefahren und ein furchtbares Blutbad angerichtet. Mehr als 30 Tote waren zu beklagen. In allen diesen Gebieten gab es nach kleinen Anfangserfolgen keinen Sieg für die Volksbewegungen.

Wichtige Ereignisse der Freiheitsbestrebungen

 

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In der langen Geschichte der Menschheit hatte nach dem Zerfall der Urgesellschaft stets eine Ausbeuterordnung die andere ersetzt. Das wurde erst 1917 vorübergehend anders. Mit der Oktoberrevolution in Russland und der Errichtung der sozialistischen Gesellschaftsordnung wurde zum ersten male in der Geschichte eine Ordnung geschaffen, in der es keine Ausbeutung durch den Menschen gab. In den bürgerlichen Revolutionen des 17. Und 18. Jahrhunderts waren es die Bauern, Handwerker und Manufakturarbeiter, die dem absoluten Königtum und dem Feudaladel die macht entrissen und es dem Bürgertum ermöglichten seine politische Herrschaft aufzurichten

 

 

 

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Aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 7. Klasse

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PDF-Dokument: Zum Wesen der bürgerlichen Revolutionen

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PDF-Dokument: Freiheitsbestrebungen 1789-1840

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