Die Nachwuchsgewinnung

Oftmals wird behauptet, dass das MfS Jugendliche als IM angeworben hatte. Die BStU und einige Medien behaupten, dass das MfS sogar 12jährige als IM angeworben hätte. Stimmt das?

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Nachwuchswerbung des BND, zu näheren Infos Bild oder Link zur Bildquelle klicken

Bildquelle:
„Augsburger Allgemeine“ vom 31.01.2010

 

Das MfS hatte niemals Kinder als IM angeworben.

Die Nachwuchsgewinnung des MfS war nicht anders, wie zu allen Zeiten bei allen Geheimdiensten dieser Welt. Das ist heute auch nicht anders. Da die Geheimdienststrukturen des Geheimdienstes der DDR, des MfS nun offen liegen, kann man als Bespiel erklären, wie es dort gemacht wurde.

Jugendliche waren nach DDR-Recht Personen zwischen dem 14. Und 18. Lebensjahr.

Mit 18 waren die Bürgerinnen und Bürger der DDR volljährig. Junge Menschen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren wurden als Jungerwachsene bezeichnet. Inoffizielle Mitarbeiter der Altersgruppe zwischen 18 und 25 Jahren galten als jugendliche IM.

In der offiziellen Zusammenarbeit des MfS mit den für Erziehung und Bildung der heranwachsenden Generation Verantwortlichen in Staat und Gesellschaft sowie in der konspirativ abgedeckten Zusammenarbeit mit einzelnen Jugendlichen lagen die Schwerpunkte eindeutig in der vorbeugenden Arbeit, in der Verhinderung des Abgleitens von Jugendlichen in die Kriminalität bis hin zur Verhinderung ihres Missbrauchs für staatsfeindliche und andere antisozialistische Ziele.

Unter Beachtung der demografischen Entwicklung erfolgte unter Verantwortung der NVA eine Aufschlüsselung der Anzahl für den militärischen Berufsnachwuchs zur Verfügung stehenden Jugendlichen auf die einzelnen Organe(Institutionen). Bezogen auf das MfS waren das jährlich ca. 10 000, vorwiegend Soldaten und Unteroffiziere auf Zeit für das Wachregiment und die Wach- und Sicherungseinheiten der BV und anderer Diensteinheiten. Das MfS hat auf dieser Grundlage mit diesen Jugendlichen – immer in Verbindung mit dem Elternhaus- erste Gespräche geführt, um sie motivieren, ihre schulischen Leistungen zu halten oder zu verbessern und erste Vorstellungen zu einer möglichen Arbeit im MfS bei ihnen zu wecken und zu vermitteln- ohne jedoch mit ihnen inoffiziell zusammenzuarbeiten. Lag eine erste Bereitschaftserklärung zur späteren Aufnahme einer hauptamtlichen Tätigkeit im MfS vor, wurden diese Jugendlichen bis zum in der DDR obligatorischen Abschluss der 10. Klasse betreut und ihnen anschließend ein Beruf nach ihren Vorstellungen und Voraussetzungen vermittelt(dazu bestanden Verträge des MfS mit Betrieben, Einrichtungen und Institutionen zur Ausbildung von Jugendlichen) Andere wurden bis zum Abschluss der Hochschulreife(Abitur)betreut und danach entweder zum Studium an Hoch- und Fachschulen der DDR vermittelt oder gleich als hauptamtliche Mitarbeiter im MfS eingestellt und als Offiziersschüler an die Juristische Hochschule Potsdam delegiert.

Dieser vom MfS ausersehene Nachwuchs hatte vermutlich Eltern und Geschwister, die staatsnah und in entsprechenden beruflichen Positionen waren. Das ist aber kein Alleinstellungsmerkmal für die DDR, bzw. das MfS. Überall auf der Welt wird das ähnlich gehandhabt und es gibt überall die Geheimdienst-, bzw. Beamtenfamilien

Wer während der Konterrevolution zum Nachwuchs des MfS gehörte ist heute Verlierer der Geschichte. Am Beispiel von Andrej Holm sehen wir, dass die nicht begonnene Karriere beim MfS ihm zum Verhängnis geworden ist.

 

nachwuchsgewinnung

Nachwuchs des heutigen russischen Geheimdienstes, Feier in der Kritik, nähere Infos bitte Bild oder Link zur Bildquelle klicken

Bildquelle:
Tagesschau.de

 

Buchtitel %22Die Sicherheit%22

 

Entnommen aus dem Buch „Die Sicherheit“, bearbeitet von Petra Reichel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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