Die historischen Beschlüsse des II. Gesamtrussichen Sowjetkongresses

Noch während der Kämpfe in Petrograd trat am Abend des 25. Oktober (07.November)1917 der II. Gesamtrussische Sowjetkongress im Smolny zusammen.

Passierscheinüberprüfung Eingang Smolny

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

Der Kongress fasste weitere Beschlüsse von geschichtlicher Tragweite, mit denen die Grundforderungen der Arbeiter und Bauern erfüllt wurden.

Auf der zweiten Sitzung des Kongresses, am 26. Oktober(08. November)1917, sprach Lenin über die Frage des Friedens und verlas das Dekret über den Frieden.

Dekret über den Frieden

Dekret über den Frieden, entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

Darin verurteilte die Sowjetregierung die Fortsetzung des Krieges als das größte Verbrechen an der Menschheit und schlug allen kriegführenden Völkern und Regierungen sofortige Friedensverhandlungen vor. Zugleich rief sie die klassenbewussten Arbeiter, insbesondere Englands, Frankreichs und Deutschlands auf, im eigenen Lande zu mitzuhelfen, die Menschheit von Krieg und Ausbeutung zu befreien.

Zum ersten Mal in der Geschichte war ein Staat entstanden, der den Frieden zur Grundlage seiner Außenpolitik machte. Der Friedenskampf der Völker hatte von nun an in dem ersten Arbeiter-und-Bauern-Staat der Welt eine feste Stütze gefunden.

Das zweite Gesetz, das der Sowjetkongress beschloss, war das Dekret über den Grund und Boden. Es verfügte die entschädigungslose Enteignung des gesamten Gutsbesitzerlandes, das den armen und werktätigen Bauern zur kostenlosen Nutzung überlassen wurde. Insgesamt erhielten die Bauern unentgeltlich mehr als 150 Millionen Hektar Land. Außerdem wurden die Bauern von allen Schulden sowie von den 700 Millionen Goldrubeln jährlicher Pachtzahlung an Gutsbesitzer und Bourgeoise befreit. Dadurch wurden in Russland endgültig die Überreste des Feudalismus beseitigt. Die konsequente Durchführung des Dekrets festigte das Bündnis der Arbeiter und der werktätigen Bauern und schuf damit eine wichtige Voraussetzung für eine wichtige sozialistische Umgestaltung des Landes.

Zum Abschluss nahm der II. Sowjetkongress den Beschluss über die Bildung der Arbeiter- und Bauernregierung, des Rates der Volkskommissare an. Zum Vorsitzenden wurde Wladimir Iljitsch Lenin berufen. Der Rat der Volkskommissare war dem Sowjetkongress verantwortlich und rechenschaftspflichtig. Weiter wählte der Kongress das Gesamtrussiche Zentralexekutivkomitee der Sowjets, das zwischen den Sowjetkongressen das höchste Machtorgan war. An seine Spitze trat Anfang November der bewährte Kampfgefährte Lenins, J.M. Swerdlow.

Erinnerung Smolny 1

Erinnerung Smolny 2

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

Mit dem Ruf „Es lebe der Sozialismus!“ und dem Gesang der Internationale beschlossen die Delegierten in den frühen Morgenstunden des 27. Oktober (09.November) 1917 den II. Sowjetkongress. Sie hatten eine Arbeit vollbracht, die in die Geschichte der Menschheit einging.

 

Geschichte DDR 9. Klasse

 

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982, bearbeitet von Petra Reichel

 

 

 

Hier findet man den Originaltext:

Sieg Oktoberrevolution

 

 

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