Zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution

Gastbeitrag von Gerd Pehl

100 Jahre Oktoberrevolution

 

Bildquelle: Mein Bezirk.at

 

 

 

 

 

Mir gefällt, dass schon jetzt an die Große Sozialistische Oktoberrevolution, die vor 100 Jahren, am 25. Oktober (7.November)1917, in Russland stattfand, erinnert wird. Sie war wie in dem Beitrag dargelegt ein bedeutender Schlag gegen den Imperialismus weltweit und für die kriegsführenden Staaten Europas ein ganz besonderer Schlag. Das Proletariat und die Garnison Petrograds hatten erfolgreich den alten Staatsapparat von Grund aus unblutig zerschlagen. Das war der Auftrag, den die Arbeiterklasse mit ihren Verbündeten zu erfüllen hatte wie Karl Marx in seinem Werk “Der achtzehnte Brumaire des Luis Bonaparte“ 1852 schrieb, um die proletarische Revolution zu einem dauerhaften Sieg zu führen. Auf die Bedeutung der Zerschlagung des alten Staatsapparats wies Karl Marx 1871 erneut in seiner Schrift “Klassenkämpfe in Frankreich“, der Analyse der Pariser Kommune, hin.

Einige Hinweise sind m. E. zu dem Betrag hinsichtlich des besseren Verständnisses zu machen notwendig.
Die Arbeiterklasse hat verbunden mit der armen Bauernschaft unter Führung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands (Bolschewiki) [SDAPR (B)] mit W.I. Lenin an ihrer Spitze die Herrschaft der Bourgeoisie und Großgrundbesitzer gestürzt.
Das Erste, was der Zweite Gesamtrussische Kongress der Sowjets der Arbeiter- und Soldatendeputierten der Welt verkündete, war am 26. Oktober (8. November) 1917 das Dekret (Beschluss) über den Frieden. Zum Zeitpunkt der Revolution war der Erste Weltkrieg noch im vollen Gange. Auch die russische Armee verteidigte sich gegen die Angreifer wie Deutschland und Österreich-Ungarn. Das russische Volk sehnte sich nach Frieden, denn das vierte Kriegsjahr war bereits angebrochen, auch die junge Sowjetmacht brauchte den Frieden für den Aufbau ihres Landes, für die Festigung und Stärkung der revolutionären Errungenschaften. Deshalb schlug die provisorische Arbeiter- und Bauernregierung Russlands den Regierungen und den Völkern der kriegsführenden Länder den Abschluss eines sofortigen Waffenstillstands für mindestens 3 Monate vor, um in dieser Zeit die Friedensverhandlungen abschließen zu können.
Um die vollständige ökonomische Macht im Land zu sichern, erließ der Zweite Gesamtrussische Kongress der Sowjets der Arbeiter- und Soldatendeputierten am 26. Oktober (8. November) 1917 das Dekret über den Grund und Boden. Dieses Dekret umfasste nicht nur die unentgeltliche Enteignung der Gutsbesitzer am Grund und Boden, sondern auch die Güter der Grundbesitzer sowie alle Apanage- (meist finanzielle Zuwendungen zur Erhaltung des standesgemäßen Lebens der Fürsten aber auch dafür abgegebene Ländereien), Kloster- und Kirchenländereien mit dem gesamten lebenden und totem Inventar sowie die Wirtschaftsgebäude nebst Zubehör.

Beide Dekrete fasste der Zweite Gesamtrussische Kongress der Sowjets der Arbeiter- und Soldatendeputierten folglich ein Tag nach dem Sturz der Kerenski-Regierung. Dieser Kongress beschloss ebenfalls, bis zur Einberufung der Konstituieren Versammlung eine provisorische Arbeiter- und Bauernregierung zu bilden, die den Namen Rat der Volkskommissare trägt, welche ebenfalls am 26. Oktober (8.November) 1917 gebildet wurde. Die Regierungsgewalt übte das Kollegium der Vorsitzenden der Kommissariate aus. Die Kontrolle über die Tätigkeit der Volkskommissare sowie das Recht sie abzusetzen, wurde dem Gesamtrussischen Kongress der Sowjets der Arbeiter-, Bauern- und Soldatendeputierten und seinem Zentralexekutivkomitee zugestanden. Somit waren die Grundlagen für den neuen Sowjetstaat geschaffen.
Keineswegs war mit der Schaffung der Grundlagen für die junge Sowjetmacht der revolutionäre Kampf beendet. Es gab politische Strömungen in Russland, die zu konterrevolutionäre Aktionen die Bevölkerung zu mobilisieren versuchten. Auch andere politischen Parteien versuchten die Macht der SDAPR (B) zu brechen. Die junge Sowjetmacht wurde nicht nur innerhalb Russland angefeindet, sondern auch vom Ausland waren Kräfte versucht, sie zu stürzen. Alle Versuche sind fehlgeschlagen. Die Sowjetmacht konnte mehr als 70 Jahre erfolgreich jedwede Anfeindung abwehren und half anderen Völkern sich von der imperialistischen Macht und sich und von der kolonialistischen Macht imperialistischer Staaten zu befreien. Deshalb ist die Große Sozialistische Oktoberrevolution für uns im 21. Jahrhundert noch immer von wesentlicher Bedeutung.

 

 

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