Gedanken zu Aufgaben für Schulkinder der DDR

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 5. Klasse, Stand 1982Geschichtsbuch DDR 5. Klasse Titel

 

Aufgaben für Schulkinder der DDR

 

Die erste Frage nach den Ratschlägen die Quintus seinem Bruder gab und die zweite Frage, warum im Römischen Reich auf diese Weise regiert wurde beziehen sich nur auf das Römische Reich. Der Bezug zu den seinerzeitigen kapitalistischen Staaten fehlt, wo bereits damals auf die gleiche Weise, wie im römischen Reich regiert wurde.  Es kann spekuliert werden, ob man im Zuge der sozialdemokratischen „Entspannungspolitik“ falsche Rücksichten nahm und darum den Vergleich der Regierung des römischen Reiches mit den damaligen kapitalistischen Ländern scheute.

Die dritte Frage ist ja sehr interessant. Welche Mitarbeit der Eltern in der DDR? Das Buch kam 1982 raus. Zu dieser Zeit hatte bereits die Mehrheit leider kein Interesse an einer Mitarbeit, denn der Westen hatte die Leute derart beeinflusst, dass sie kein Interesse an einer Mitarbeit zum Wohlergehen ihres Staates hatten. Als die Regierung der DDR nicht mehr in der Lage war die Arbeiterklasse zu vertreten, konnte der Westen noch mehr Einfluss nehmen und der Untergang nahm seinen Lauf.

Eine sozialistische Demokratie lebt von Mitarbeit. Erich Mielke, der von den heutigen Geschichtsschreibern verteufelt wird, erklärte in seinen Vorträgen, wie wichtig das Mitmachen aller ist.

 

Arbeite, plane und regiere mit DDR

Bild von Facebook entnommen

 

Hätten die Leute mehrheitlich mitgewirkt, dann hätten die Menschen gegen eine unfähige Regierung demonstriert.  Da die Mehrheit passiv war, hatte der Westen mit seiner Einflussnahme leichtes Spiel. Von einem unverbindlichen  „Wir sind das Volk“ ist „Wir sind ein Volk“ geworden.  Der weg zu Annexion der DDR durch die BRD war  somit vorgezeichnet.

 

Zusammengestellt und bearbeitet von Petra Reichel

 

2 Kommentare zu “Gedanken zu Aufgaben für Schulkinder der DDR

  1. Du hast / Ihr habt es voll erfasst! Die DDR ist nicht wirtschaftlich in die Knie gegangen, sondern weil ihre Führung primitivste Grundregeln des sozialistischen / kommunistischen Aufbaus vergewaltigt hat. Dafür hat die herrschende Klasse lieber die anderen machen lassen. Mein Arbeitstag war damals deutlich länger als 12 h, erst als Fachdirektor, nach Feierabend als Volksvertreter, Nationale Front-Kämpfer und WPO-Sekretär. Wir haben Aktivitäten ins Laufen gebracht, aber das hat nicht gereicht. Aber das Arbeiten hat damals noch Spaß gemacht… heute lohnt soziales Engagement nicht mehr.

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