Die Annexion Österreichs, März 1938

Das von Hitler so unverhüllt umrissene Ziel, Österreich dem faschistischen Deutschland einzuverleiben, verfolgten die Faschisten seit ihrem Machtantritt. Jahrelang wurden die faschistischen Kolonnen in Österreich aufgebaut. Unter der Losung „Heim ins Reich“ betrieben sie ihre Wühltätigkeit und bereiteten so der Aggressionspolitik Hitlers den Weg.

Einmarsch nach Österreich 1938 Kopie

Truppen der Hitlerwehrmacht marschieren am 12. März 1938 in Österreich ein

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Am 12. Februar 1938 stellte Hitler an den österreichischen Kanzler Schuschigg ultimative Forderungen nach voller Amnestie und freier Betätigung für alle österreichischen Nazis und nach Ernennung des faschistischen Führers Seiß-Inquart zum Innen- und Sicherheitsminister

Da sich England, Frankreich und Italien gegenüber diesen Drohungen in Schweigen hüllten, gab Schuschigg den Forderungen Hitlers nach.

Schuschniggs letzter Rettungsversuch war eine für den 13. März 1938 festgesetzte Volksabstimmung über die Unabhängigkeit Österreichs. Den Drohungen Hitlers nachgebend, hob er die Volksabstimmung auf und trat am 11. März als Bundeskanzler zurück

Sein Nachfolger wurde Seiß-Inquart. Dennoch begannen am Abend des gleichen Tages die faschistischen deutschen Truppen in Österreich einzurücken. Am 13.März 1938 erklärte die Regierung Seiß-Inquart den Anschluss an das „Großdeutsche Reich“, wie die Faschisten Deutschland von nun an nannten. Damit war die Annexion Österreichs durch Hitlerdeutschland vollzogen.

Den Truppen der Hitlerwehrmacht folgten die Beauftragten der Monopole auf dem Fuß. Die Deutsche Bank, die IG Farbenindustrie, die Elektrokonzerne AEG und Siemens drangen tief in das Wirtschaftsleben ein. Die faschistische Rüstungswirtschaft erhielt durch den Raub der Bodenschätze wie Eisenerz, Blei, Zink, Kupfer, Nickel, Chrom, Kohle usw. dringend benötigte Rohstoffe.

Die imperialistischen Westmächte reagierten auf diese Annexion eines souveränen Staates mitten im Frieden lediglich durch einige papierne Proteste. Aber bereits am 2. April 1938 erkannte die englische Regierung die Annexion Österreichs an. Die Vorschläge der Sowjetregierung, die sich als einziger Staat im Völkerbund gegen diesen Aggressionsakt gewandt hatte, fanden in London, Paris und Washington kein Gehör. Den Westmächten ging es darum, über alle imperialistischen Widersprüche hinweg eine einheitliche Front gegen die Sowjetunion zu schaffen.

Innerhalb kurzer Zeit nahm das Zentralkomitee der KPD gegen diesen ersten offenen Aggressionsakt Stellung. Es trat für die Freiheit und das Selbstbestimmungsrecht der österreichischen Nation ein und brachte die wahren Interessen des deutschen Volkes zum Ausdruck.

Demo gegen Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland Kopie

Demonstration der Wiener Bevölkerung gegen den geplanten gewaltsamen Anschluss Österreichs an das faschistische Deutschland

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

 

geschichtsbuch-ddr-9-klasse-kopie-2

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982, bearbeitet von Petra Reichel

 

Original-Text aus dem Geschichtsbuch der DDR

Die Annexion Österreichs 1938

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Kommentar zu “Die Annexion Österreichs, März 1938

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