Soziale und kulturelle Errungenschaften in der DDR (Übersicht)

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Wie der Sozialismus den Interessen der Werktätigen(arbeitenden Menschen) entspricht, wird daran deutlich, dass gerade er auch die schwierigen Probleme der Werktätigen löst. Das ist der Vorzug des Sozialismus.

Solche Vorzüge, die sich die Werktätigen mit dem Sozialismus erkämpft und erarbeitet haben, nennen wir Errungenschaften.

Mit einigen Errungenschaften der DDR, die ja bekanntlich 1989/90 verlorengegangen sind, wollen wir uns beschäftigen. Dabei werden wir uns klarmachen müssen, inwiefern es sich um Errungenschaften handelt.

Mit diesem Themenfeld befasst sich folgender Beitrag, der in mehrere Seiten(Unterbeiträge) aufgeteilt worden ist:

Soziale und kulturelle Errungenschaften in der DDR

Seite 2: Gute medizinische Betreuung für alle

Seite 3: (u.a. Ferienlager für Kinder, Urlaub)

Seite 4: Das Wohnungsbauprogramm als Kernstück

Seite 5: Soziale Errungenschaften und Klassenkampf

Seite 6: Zusammenfassung

 

Entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1986, bearbeitet und aktualisiert von Petra Reichel

 

Staatsbürgerkunde DDR 7 Stand 1986

 

 

 

 

 

 

 

 

Siehe auch Beitrag im befreundeten Blog „Sascha´s Welt“

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Soziale und kulturelle Errungenschaften in der DDR

Was ist eine Errungenschaft?

Das Ziel der Arbeit in der sozialistischen Gesellschaft-allen Menschen ein Leben in sozialer Sicherheit und Wohlstand zu garantieren-macht deutlich, was der Sozialismus für die Menschen bedeutet, wofür die Arbeiterbewegung seit mehr als 150 Jahren gekämpft hat. Was ist für die Menschen im Sozialismus besser und vernünftiger, als im Kapitalismus?

Errungenschaften Sozialismus

Bildquelle: „Sascha´s Welt“ – Gab es einen Sozialismus in der DDR?https://sascha313.wordpress.com/2013/07/23/gab-es-einen-sozialismus-in-der-ddr/

 

Wie der Sozialismus den Interessen der Werktätigen(arbeitenden Menschen) entspricht, wird daran deutlich, dass gerade er auch die schwierigen Probleme der Werktätigen löst. Das ist der Vorzug des Sozialismus.

Solche Vorzüge, die sich die Werktätigen mit dem Sozialismus erkämpft und erarbeitet haben, nennen wir Errungenschaften.

Mit einigen Errungenschaften der DDR, die ja bekanntlich 1989/90 verlorengegangen sind, wollen wir uns beschäftigen. Dabei werden wir uns klarmachen müssen, inwiefern es sich um Errungenschaften handelt.

Errungenschaften DDR

Bildquelle: „Sascha´s Welt“ – Gab es einen Sozialismus in der DDR?https://sascha313.wordpress.com/2013/07/23/gab-es-einen-sozialismus-in-der-ddr/

 

Nehmen wir als Beispiel den Besuch einer Oberschule, Plicht für alle Jungen und Mädchen, ohne Schulgeld, gleich welchen Beruf die Eltern, welches Einkommen, welche Hautfarbe oder Religion sie haben mögen; alle Kinder hatten die gleiche Chance zum Lernen. Das wurde damals als selbstverständlich gesehen. Die Schülerinnen und Schüler in der DDR konnten es sich nicht anders vorstellen. Durch die demokratische Schulreform und den Aufbau der sozialistischen Gesellschaft wurde das ermöglicht und gesichert.

Schule

Bildquelle: Stadt Netphen, Schulen
https://www.netphen.de/Bildung-Soziales/Bildung/Schulen

 

 

Was gehörte nun zu den wichtigsten, für die Menschen grundlegenden Errungenschaften?

Zu den grundlegenden sozialen und kulturellen Errungenschaften gehörten die Sicherheit des Arbeitsplatzes, die Gewährleistung der Erholung und gesundheitlichen Betreuung, die Sicherung einer hohen Bildung und des gleiches Lohnes für gleiche Arbeit.

Die Sicherheit des Arbeitsplatzeswar eine der wichtigsten Errungenschaften, die die Arbeiterklasse unter Führung ihrer marxistisch-leninistischen Partei für das gesamte Volk erkämpft hatte. Jede Bürgerin, jeder Bürger der DDR hatte das Recht auf Arbeit, was auch die Pflicht zu arbeiten beinhaltete. Er oder sie hatte das Recht auf einen Arbeitsplatz und konnte diesen entsprechend den gesellschaftlichen Erfordernissen und seiner, bzw. ihrer persönlichen Qualifikation wählen. Ebenso war jeder Schülerin und jedem Schüler eine Ausbildungsstelle(Lehrstelle) garantiert.

sicherer Arbeitsplatz

Bildquelle: Ingenieurbüro Tobias Ritzer GmbH
https://wasserschaden-leckortung.de/index.php/karriere.html

 

Erste Schritte Berufsausbildung

Bild entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Durch die Arbeit schaffte der Mensch alle Werte, die in der sozialistischen Gesellschaft dem Volk und jedem einzelnen zugute kamen.  Der gesicherte Arbeitsplatz gab jedem Werktätigen(arbeitende, Menschen) die Möglichkeit sine Bedürfnisse und die seiner Familie durch eigene Arbeit zu befriedigen. Er erlebte das Gefühl, gebraucht zu werden und nützlich zu sein. Das Einkommen aus der Arbeit, der Lohn, war eine wichtige Grundlage für ein Leben in Sicherheit, relativen Wohlstand und Geborgenheit. Heutzutage reicht der Lohn oftmals nicht zum Leben und es muss zusätzlich Hartz IV beantragt werden(Aufstocker). Das hatten sich die Bürgerinnen und Bürger der DDR nicht im Traume vorgesellt. Hätte jemand in die Zukunft sehen und sagen können, was auf sie zukommt, hätten sie es ohnehin nicht geglaubt. Im Sozialismus wurde der Mensch danach beurteilt, was er für die Gesellschaft leistet. Fleißige Arbeit genoss in der DDR höchste Anerkennung. Heute ist der Mensch nur noch ein Kostenfaktor und austauschbar. Die Leistungen genießen, in der Regel, keine Anerkennung, sondern gelten als selbstverständlich.

Nützlichkeit

Bildquelle: Beutner Group
https://beutner-logistik.de/stellenausschreibungen/

 

Arbeitslosigkeit-eine Geißel für die Werktätigen(arbeitende Menschen)

Arbeitslosigkeit

Bildquelle: „Kölner Stadtanzeiger“
https://www.ksta.de/koeln/koeln-archiv/arbeitsmarkt-statistik-von-februar-in-koeln-gibt-es-weniger-arbeitslose–25949448

 

Wir leben im „siegreichen Kapitalismus“. Bereits damals, als in der DDR und in Osteuropa der Sozialismus existierte, konnte das Recht auf Arbeit im Kapitalismus nicht gewährleistet werden. Schon damals waren ständig viele Werktätige(arbeitende Menschen) arbeitslos. Bereits damals erhielten hunderttausende von Jugendlichen keine Ausbildungsstelle(Lehrstelle) oder nach Beendigung ihrer Ausbildung(Lehrzeit) keinen Arbeitsplatz. Bereits damals waren Frauen, Ältere und Behinderte sowie Angehörige nationaler Minderheiten arbeitslos.                                                                                        Damals, das war noch harmlos gegenüber heute, nach Einführung von Hartz IV und Niedriglohnjobs. Wer Hartz IV bezieht ist gezwungen Niedriglohnjobs anzunehmen, damit das ohnehin karge Einkommen nicht gekürzt oder gestrichen wird.

Arbeitsamt BRD

Bild entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Bereits als es in der DDR und Osteuropa die gesellschaftliche Alternative Sozialismus gab und in Westeuropa durch Zugeständnisse der Kapitalismus abgemildert werden musste, bedeutete Arbeitslosigkeit für die Betroffenen und ihre Familien nicht nur sozialen Abstieg, bei längerer Arbeitslosigkeit soziale Not, sondern auch eine große seelische Belastung, weil sie sich überflüssig und unnütz fühlten. Diese Situation hat sich heute verschärft. Nach Wegfall der gesellschaftlichen Alternative Sozialismus in Europa, sind die Hartz-Gesetze derart angelegt worden, dass davon ausgegangen wird, dass die Betroffenen unnütz und faul sind. Darum werden sie stets unter Druck gesetzt(Sanktionen, Androhung von Sanktionen), was wiederum die Psyche der Betroffenen belastet.

Hartz IV

Bildquelle: „We act“ Petitionsplattform von Campact
https://weact.campact.de/petitions/erhohung-des-hartz-iv-regelsatzes-sofort

 

Hier Stimmen von Arbeitslosen aus der damaligen Zeit, welche im Staatsbürgerkundebuch der DDR ihren Platz gefunden hatten.

Ein arbeitsloser Arbeiter sagte: Ich bin 56…Von Beruf bin ich Holzfacharbeiter. Ja, da ist leider nichts mehr zu machen, wollen alles junge Kräfte haben.“ Ein anderer: Ich habe den Kontakt zu meiner Umwelt verloren, ich fühle mich einsam, isoliert und überflüssig.“

 

Berlin, Arbeitsamt Sonnenallee, Arbeitslose

Arbeitsamt in Westberlin in den 1980er Jahren

Bildquelle: Wikipedia/Bundesarchiv bitte auf´s Bild klicken

 

Die Arbeitslosigkeit in den kapitalistischen Ländern gibt den Kapitalisten die Möglichkeit, andere für die Werktätigen(arbeitende Menschen) ungünstige Lösungen zu finden, die ihnen selbst aber höheren Profit bringen: Sie zahlen zum Beispiel Jugendlichen und Frauen niedrigere Löhne als erwachsenen männlichen Arbeitern. Nach dem Sieg des Kapitalismus ist Leiharbeit und andere Formen prekärer Arbeitsverhältnisse hinzugekommen. Das „Normalarbeitsverhältnis“ gibt es so gut wie nicht mehr.  Die Arbeitslosigkeit, nach dem Sieg des Kapitalismus verschärfte Sozialgesetze, wie die Hartz-Gesetze in der vergrößerten BRD, gibt den Kapitalisten eine Reserve an Arbeitskräften, von denen viele bereit sind, ja durch die Hartz-Gesetze gezwungen sind, für weniger Geld zu arbeiten. Bei Streiks werden sie gegen ihre Klassenbrüder(und –schwestern) als Streikbrecher eingesetzt. So geschieht dies heute durch Leiharbeiter und Leiharbeiterinnen.

Leiharbeiter

Bildquelle: Lebensinhalte
http://lebensinhalte.com/leiharbeiter-in-deutschland-moderne-sklaverei-und-menschenhandel/

 

Das Leistungsprinzip

In der DDR war die alte Forderung der Arbeiterbewegung verwirklicht: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!“  Das bedeutete die Beseitigung einer großen Ungerechtigkeit. Es war eine Errungenschaft die die Entlohnung nach dem Grundsatz ermöglichte: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung“(Dieser alte Spruch aus der DDR ist zwar in der männlichen Form, meint aber stets Männer und Frauen). Dieses Leistungsprinzip durchzusetzen war nicht leicht, weil es nicht einfach ist, die unterschiedlichen Leistungen exakt zu messen. Deshalb war die bewusste Mitwirkung aller Werktätigen(arbeitende Menschen)auch für die Lösung dieser Aufgabe erforderlich.

Starke-Leistung

 

Bildquelle: Marktplatz für Finanzdienstleister
https://maklerkonzepte.com/starke-leistung/

 

Frauen verdienen real acht Prozent weniger

Bildquelle: Tageblatt Luxemburg
http://www.tageblatt.lu/nachrichten/ausland/gleicher-lohn-fur-frauen-und-manner-15437942/

 

 

Fortsetzung auf Seite 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Helden der Arbeit in anderen sozialistischen Ländern

Einen Orden mit diesem Namen gab es in sozialistischen Zeiten unter anderem ebenfalls in Albanien und Rumänien. In der DDR hieß die Auszeichnung Held der Arbeit.

In Rumänien gab es zudem die Goldene Medaille „Sichel und Hammer“, mit der Personen mit Verdiensten um den Aufbaus Sozialismus geehrt wurden.

 

Entnommen aus Wikipedia

 

Johann Franz, einer der letzten Helden der Arbeit in der DDR

 

Zeit online

siehe Artikel vom 20. November 2014

Die bürgerlichen Schreiberlinge der ZEIT können es nicht fassen, dass sich in der sozialistischen Gesellschaftsordnung ein Chef derart einsetzte, dass „sein“ Betrieb wirtschaftlichen Erfolg hatte und er seine Leute hinter sich brachte. Hätte es mehr solcher Leute an verantwortlichen Stellen gegeben, würde die DDR vielleicht noch bestehen.

Wenn Johann Franz auf „seinen“ ehemaligen Betrieb blickt, wird er wehmütig. Bis 1997 hat er die Ställe und Anlagen noch verwaltet. Interessenten aus dem Westen kamen und gingen. Herr Franz sah zu, wie „sein“ Betrieb ausgeweidet wurde. Seine früheren Mitarbeiter hatte er nach und nach entlassen müssen. Heute ist ein niederländischer Landwirt der Nachfolger von Johann Franz. Mit ihm hat er nun seinen Frieden geschlossen, denn er führe den Betrieb ordentlich und Herr Franz erinnert sich an „seine“ Zeiten.

Kurz vor Ende der DDR, am 05. Oktober 1989 wurde Johann Franz gemeinsam mit 54 anderen Arbeitern und Bauern ausgezeichnet.

Als er 1967 nach Nordhausen kam, bezog er mit seiner Frau und Kindern zunächst Zimmer direkt neben seinem Büro. Er wollte Tag und Nacht vor Ort sein. Der Viehzuchtbetrieb hatte keinen guten Ruf unter den Landwirten. Er galt als unrentabel und wegen der vielen Außenstellen schwer zu verwalten. Bevor Herr Franz kam, verbuchte der Betrieb Verluste in Millionenhöhe. Seinerzeit sind viele Leute von der Landwirtschaft in die Industrie gewechselt. Leidenschaftliche Landwirte, wie Johann Franz, gab es wenige.

Herr Franz brachte den Betrieb auf Vordermann. Er ließ Kinderkrippen, Kindergärten, einen Jugendclub und Wohnheime für Auszubildende(damals sagte man Lehrlinge) aufs Gelände bauen.

Durch das Wirken von Herrn Franz verdiente auch der Staat eine Menge Geld. Vom einstigen Verlustbetrieb hatte er nun die höchsten Gewinne im Republikmaßstab gemacht. Außerdem hatte er auch Deviseneinnahmen. Sogar bis zum Schluss. Z.B. Turnierpferde galten als Exportschlager, die beim britischen Königshaus begehrt waren.

Der Betrieb als Ganzes bekam den Karl-Marx-Orden. Herr Franz richtete von dem Preisgeld eine Feier für seine Leute aus.

Herr Franz erinnert sich an Reisen ins Ausland. Darunter ins kapitalistische Ausland. Man wollte ihn dort abwerben, z.B. in den USA. Darauf ließ Herr Franz sich nicht ein.

Herr Franz hat gezeigt, dass es möglich ist im Sozialismus einen Betrieb, bzw. ein Geschäft, wirtschaftlich zu führen. Leider war das nicht selbstverständlich.

 

Entnommen aus Artikel aus „Zeit online“ vom 20. November 2014, bearbeitet von Petra Reichel

 

Held der Arbeit: Orden, DDR

Ehrenzeichen Held der Arbeit der Deutschen Demokratischen Republik, hier das Ehrenzeichen als goldener Stern mit Bandschnalle

Ehrenzeichen „Held der Arbeit“ der Deutschen Demokratischen Republik, hier das Ehrenzeichen als goldener Stern mit Bandschnalle.

Bildquelle: Von Original uploader and author was Alexvonf at pl.wikipedia – Transferred from pl.wikipedia; transferred to Commons by User:Masur using CommonsHelper. Original source: Radeborn Collection, Malmö, Szwecja., Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

Ehrenzeichen Held der Arbeit der Deutschen Demokratischen Republik, hier das Ehrenzeichen als Interimspange.

Ehrenzeichen „Held der Arbeit“ der Deutschen Demokratischen Republik, hier das Ehrenzeichen als Interimspange.

Bildquelle: Von Wiki Romi – Eigenes Werk, Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

Der Ehrentitel Held der Arbeit war eine staatliche Auszeichnung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), die in Form einer Medaille verliehen wurde. Diese Auszeichnung wurde in der alten BRD stets belächelt und wird heute erst recht nicht ernstgenommen. Doch ist es so, dass es auch im Westen Helden der Arbeit gab und gibt. Dort werden sie aber nicht wahrgenommen und bekommen keinen Orden. Ausnahmen bestätigen die Regel, wie Alfred Zamba/USA.

Gestiftet wurde der Titel am 19. April 1950. Seine Verleihung war auf 50 Auszeichnungen pro Jahr begrenzt. Mit der Verleihung war eine Prämie bis zu 10.000 Mark verbunden.

Der Ehrentitel Held der Arbeit“ sollte bahnbrechende Taten für den Aufbau und den Sieg des Sozialismus in der Volkswirtschaft auszeichnen. Er war insbesondere für Taten in der Industrie, der Landwirtschaft, dem Verkehr oder dem Handel oder für wissenschaftliche Entdeckungen oder technische Erfindungen vorgesehen.

  1. Form

Die versilberte Medaille mit einem Durchmesser von 34 mm zeigt auf ihrem Avers mittig auf einer Art Medaillon die Darstellung eines Hammers, eines Zirkels und drei Ähren. Zwei Ähren flankierten dabei den Hammer und den Zirkel, die dritte lag hinter dem Hammer überwiegend verdeckt. Das Medaillon umschloss ein kleiner Ring, der unten von der Umschrift: HELD DER ARBEIT und oben von zwei nach oben offenen gebogenen Lorbeerzweigen umschlossen war, die gleichzeitig den Rand der Medaille bildeten. Das Revers zeigte dagegen mittig die Friedenstaube sowie die Umschrift: DEUTSCHE DEMOKRATISCHE REPUBLIK. Getragen wurde die Medaille an einem 30 mm breiten weißen Band. Auf diesem wurden 5 mm vom Rand entfernt, je Seitenrand ein (also insgesamt zwei) ein 5 mm breiter schwarz-rot-goldene Mittelstreifen eingewebt. Hinsichtlich der Tragevorschriften gab es mehrere Versionen, zum einen am langen Band oder an einer rechteckigen Spange.

2. Form

Im Jahr 1952 wurde das Layout der Medaille grundlegend geändert und die Medaillenform verworfen. An seine Stelle trat nun ein vergoldeter Stern von 34 × 34 mm Größe, welcher in seiner Mitte ein Medaillon (23 mm Durchmesser) mit Lorbeerkranz zeigte. Innerhalb des Kranzes finden sich ein Hammer und ein Zirkel sowie zwei flankierende Ähren. Die Rückseite des Sterns trug in der Form eines offenen Kreises die Umschrift: HELD DER ARBEIT und bis 1972 am oberen Rand die Punze 900 sowie unten den Hersteller MB (Münze Berlin). Getragen wurde der Stern an einer 31,5 mm breiten und 10 mm hohen goldenen Spange mit rotem Bande auf der linken oberen Brustseite. Bei mehrfacher Verleihung des Titels, was grundsätzlich möglich war, wurde die zweite Spange neben der ersten an einer Art Verbindungsnut getragen.

Entnommen Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel

Die Liste der Träger des Ordens „Held der Arbeit“ (DDR) auf Wikipedia ist nicht vollständig. Es fällt auf, dass auch Politiker unter den Ordensträgern sind. DIE TROMMLER kritisiert das. Denn Politiker hatten nichts mehr mit dem Arbeitsleben zu tun. Für ihre Verdienste hätten sie stattdessen in anderer Form ausgezeichnet werden müssen. Da braucht man sich ja nicht wundern, dass diese Auszeichnung heute belächelt wird(im der Alt-BRD ist sie schon immer belächelt worden. Schändlich ist es, dass diese Auszeichnung in Ostalgie-Shops u.ä. vermarktet wird.

Siehe Wikipedia

Chemnitz, Auszeichnung

Verleihung des Ehrentitels Held der Arbeit in der 1. Form als Medaille mit Urkunde an Günther Lieske

Bildquelle: Von Bundesarchiv, Bild 183-08329-0008 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

Erich Giebner

Erich Giebner, an dessen Revers die 2. Form des Ehrentitels als Stern erkennbar ist

Bildquelle: Von Bundesarchiv, Bild 183-26995-0001 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

Die Messe der Meister von Morgen, kurz MMM

Die Messe der „Meister von morgen“ war die bedeutendste Lehr- und Leistungsschau der Jugend der DDR. Die MMM fanden regelmäßig in allen Bereichen der Volkswirtschaft, Hoch-, Fach- und Oberschulen, den bewaffneten Organen und der GST, sowie danach in den kreisen und den Bezirken statt. Den Höhepunkt bildete die „Zentrale Messe der Meister von Morgen der DDR“.

1958 fand in Leipzig die 1. Zentrale MMM statt. Die MMM war Bestandteil der Wettbewerbsbewegung der Werktätigen (Berufstätigen).

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Bildquelle: Briefmarkenversand Welt.de

Unter Führung der FDJ wurden die Aktivität und Initiative von Jugendlichen gefördert, um den wissenschaftlich-technischen Fortschritt, die Erfüllung volkswirtschaftlicher Aufgaben und die Teilnahme an der praktischen Arbeit gefördert.