Christlich Demokratische Union Deutschlands(DDR) (kurz CDU)

Die überkonfessionelle Partei Christlich-Demokratische Union Deutschlands(CDU), wurde auch in der alten BRD, sowie auch heute, kurz Ost-CDU genannt, um sie von der gleichnamigen Partei in der alten BRD, bzw. der heutigen CDU zu unterscheiden.

CDU-Logo DDR

CDU(DDR)-Logo

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DDR-Geschichte.de, Bild ist entsprechend verlinkt

Die CDU wurde am 26. Juni 1945 in Berlin gegründet. In dieser Partei waren Christen vertreten, die sich mit der Arbeiterklasse verbündeten Christen zusammenschlossen, um aus christlicher Verantwortung für das Wohl der Menschen und Gemeinschaft zu wirken. Darum beteilige sie sich an der Gestaltung der sozialistischen Gesellschaft in der DDR, der Festigung der Freundschaft mit der Sowjetunion und der anderen damaligen sozialistischen Länder.

Parteibanner der CDU der DDR

Parteibanner der CDU der DDR

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Von Fornax – Günther: Politische Symbolik…, DER FLAGGENKURIER Nr. 11/2000, Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

Reaktionäre haben versucht sich in die CDU einzuschleichen. Die SED fasste bereits 1949/50 entsprechende Beschlüsse, um die CDU von Reaktionären zu reinigen. 1950 musste der sächsische CDU-Vorsitzende Hugo Hickmann zurücktreten. Auch andere damalige Landesminister wurden ausgeschaltet. Einige CDU-Mitglieder wurden verhaftet, weil sie gegen die DDR agierten. Andere flüchteten aus der DDR und agierten dann im Ostbüro der CDU. Dieses wurde von Westberlin, bzw. der BRD aus, unterhalten. Nach der Errichtung des Antifaschistischen Schutzwalls verlor das Ostbüro der CDU seine Bedeutung.

Auf ihrem 6. Parteitag im Oktober 1952 erkannte die CDU die führende Rolle der SED an.

Die Mitglieder der CDU legten ihrem Handeln gesellschaftliche Konsequenzen christlicher Ethik, vor allem die Friedens- und Nächstenliebe, zugrunde. Die Bündnispolitik der Partei der Arbeiterklasse, der SED, ermöglichte es den christlichen Demokraten, gemeinsam für die Grundinteressen der verbündeten Klassen und Schichten(heute würde man sagen ihrer Klientel) zu wirken und ihre Aktivitäten auf das Wohl des Volkes zu orientieren.

Die CDU war eine Partei des Friedens, der Demokratie und des Sozialismus, die in Gemeinschaft mit allen demokratischen Kräften im Demokratischen Block der Parteien und Massenorganisationen und in der Nationalen Front der DDR die Politik des sozialistischen Staates mit verantwortete und verwirklichte.

Berlin, 2. CDU-Parteitag, Staatsoper

2. Parteitag in der sowjetisch besetzten Zone in der Berliner Staatsoper, 8. September 1947

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Von Bundesarchiv, Bild 183-S76995 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt
Erfurt, 11. CDU-Parteitag, Eröffnung

Zentralbild – Nl-At. 30.9.1964 11. Parteitag der CDU in Erfurt eröffnet. In der festlich geschmückten Erfurter Thüringenhalle wurde am Vormittag des 30.9.1964 der 11. Parteitag der Christlich-demokratischen Union eröffnet. UBz. Übersicht mit Blick auf das Präsidium des Parteitages.

11. Parteitag der CDU in Erfurt, 1964

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Von Bundesarchiv, Bild 183-C0930-0026-001 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Dresden, 15. CDU-Parteitag, Eröffnung

ADN-ZB/Reiche 13.10.82 Dresden: 15. Parteitag der CDU eröffnet Herzliche Begrüßung von Paul Verner – 1300 Delegierte des 15. Parteitages der CDU erörtern auf dem dreitägigen Beratungen im Kulturpalast der Elbestadt den Bündnisbeitrag der Partei für die weitere Stärkung des Sozialismus und die Sicherung des Friedens. Rechts Gerold Götting, Vorsitzender der CDU. 2.v.r. Paul Verner, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der SED. 2.v.l. Wolfgang Heyl, stellvertretender Vorsitzender der CDU. Links der Vertreter der Russisch Orthoden Kirche, Exarch Erzbischof Melchisedek

Dresdner Parteitag 1982

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Von Bundesarchiv, Bild 183-1982-1013-101 / Reiche, Hartmut / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Dresden, 15. CDU-Parteitag

ADN-ZB Reiche-15.10.82-ri-Dresden: 15. CDU-Parteitag – Eine Delegation der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ entbot den Delegierten am letzten Beratungstag einen herzlichen Gruß. Der Parteivorsitzende Gerald Götting (r) und sein Stellvertreter Wolfgang Heyl (l) sowie die Mitglieder der CDU dankten mit herzlichem Beifall.“

15. Parteitag in Dresden, 1982

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Von Bundesarchiv, Bild 183-1982-1015-102 / Reiche, Hartmut / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Die CDU war in den Parlamenten, im Präsidium der Volkskammer, dem Staatsrat und Ministerrat vertreten. Auch in den Räten der Bezirke, Kreise und Gemeinden trugen CDU-Mitglieder politische Verantwortung. Auch in den Ausschüssen der Nationalen Front nahmen etwa 17000 Mitglieder Funktionen wahr.

Satzungsheft_der_DDR-CDU

Satzungsheft der CDU der DDR

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Von BrThomas – Privatarchiv BrThomas, CC BY-SA 3.0, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Otto-Nuschke-Haus (Charlottenstraße 53:54), Zentrale der Ost-CDU, gebaut 1981-85

Otto-Nuschke-Haus

Otto-Nuschke-Haus (Charlottenstraße 53/54), Zentrale der CDU der DDR, gebaut 1981-85

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Von Gryffindor – Eigenes Werk. I release it into the public domain. Gryffindor 16:19, 6 February 2006 (UTC), Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

Auf ihrem Sonderparteitag am 15./16. Dezember 1989 bekannte die DDR-CDU sich – entgegen ihren bisherigen langjährigen Bekenntnissen als „Partei des Sozialismus“ und Blockpartei nun in Übereinstimmung mit der CDU der BRD – zur Marktwirtschaft, also dem Kapitalismus und zur „Einheit der Nation“, was nichts anderes heißt, als zur Annexion der DDR durch die BRD.

Berlin, CDU-Sonderparteitag

CDU-Sonderparteitag  in Berlin/DDR im Dezember 1989

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Von Bundesarchiv, Bild 183-1989-1215-030 / Reiche, Hartmut / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Unter ihrem am 10. November 1989 neu gewählten Vorsitzenden Lothar de Maizière ging sie bei der Wahl zur letzten Volkskammer 1990 in der „Allianz für Deutschland“ zusammen mit dem Demokratischen Aufbruch (DA) und der Deutschen Sozialen Union (DSU) als Wahlsieger (zusammen 48 %) hervor. Die CDU erreichte 40,8 % der Stimmen und damit 163 der 400 Sitze in der Volkskammer. In den Bezirken Erfurt (56,3 %) und Suhl (50,6 %) erreichte sie die absolute Stimmenmehrheit. Am schwächsten schnitt sie in Berlin mit 18,3 % ab.

De Maizière wurde zum Ministerpräsidenten der DDR gewählt und bildete mit der SPD, dem Bund Freier Demokraten und den Allianz-Partnern DSU und DA eine große Koalition. Mit Sabine Bergmann-Pohl stellte die CDU die letzte Präsidentin der Volkskammer und damit das letzte Staatsoberhaupt der Deutschen Demokratischen Republik. Am 01. und 02. Oktober 1990 vereinigte sich die Partei mit ihrer Schwesterpartei, der CDU der BRD. Lothar de Maizière wurde erster stellvertretender CDU-Vorsitzender.

Nach der Konterrevolution wurden, entsprechend dem Vorbild der CDU der BRD, Vereinigungen, wie die Junge Union und Seniorenunion gegründet. Das war eine der Vorbereitungen und Anpassungen für das spätere Aufgehen in der CDU der BRD nach der Annexion der DDR.

Bei der Regelung des Vermögens wurde nach Annexion der DDR zwischen „rechtsstaatlich erworbenen“ und „nicht rechtsstaatlich erworbenen“ Vermögen unterschieden. Das ist total irreführend, hanebüchen und unlogisch, dass es den Rahmen dieses Beitrages sprengen würde näher darauf einzugehen. Die CDU verzichtete so auf einen Teil des Vermögens aus der mit ihr aufgegangenen CDU der DDR und der DBD.

siehe Wikipedia und Wörterbuch der Geschichte, DDR 1984

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Wörterbuch der Geschichte zur CDU (DDR)

 

 

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Demokratische Bauernpartei Deutschlands(kurz DBD)

Die Demokratische Bauernpartei Deutschland(DBD) wurde am 29. April 1948 gegründet. Sie war eng mit der SED befreundet. Ausgehend von den geschichtlichen Lehren war die unablässige Festigung des Bündnisses der Genossenschaftsbauern mit der Arbeiterklasse unter Führung der Arbeiterklasse und ihrer Partei, der SED, eines ihrer Ziele.

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Übersicht, entnommen aus Wikipedia

Die DBD ließ sich von den wissenschaftlichen Grundlagen der Weltanschauung der Arbeiterklasse leiten und förderte das Bewusstsein ihrer Mitglieder im Sinne des sozialistischen Patriotismus und Internationalismus. Sie trug dazu bei, dass die Bauern in der DDR den Weg des Sozialismus beschritten und sich zur Klasse der Genossenschaftsbauern, dem Hauptverbündeten der Arbeiterklasse entwickelten.

Die DBD vereinigte in ihren Reihen vorwiegend Angehörige der Klasse der Genossenschaftsbauern und Landarbeiter.

DBD-Logo

DBD-Logo

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DDR-Geschichte.de, Bild ist entsprechend verlinkt

Die DBD half aktiv mit, die Bündnis- und Agrarpolitik der SED und des Arbeiter- und Bauernstaates zu verwirklichen.

Im Demokratischen Block der Parteien und Massenorganisationen und in der Nationalen Front der DDR wirkte die DBD gemeinsam mit allen gesellschaftlichen Kräften für die Stärkung der DDR.

Abgeordnete der DBD waren in den Parlamenten vertreten. Mitglieder der DBD arbeiteten in den Ausschüssen der Nationalen Front mit. Die DBD war auch im Präsidium der Volkskammer, im Staatsrat der DDR, im Ministerrat der DDR und dessen Präsidium, in den Räten der Bezirke, Kreise und Gemeinden, sowie in den Leitungen der gesellschaftlichen Organisationen vertreten. Sie unterhielt Kontakte der Freundschaft und Zusammenarbeit mit den Bauernparteien der andren sozialistischen Länder, sowie zu demokratischen Bauernparteien und Organisationen in anderen Staaten der Welt.

Parteiflagge der DBD

Parteiflagge der DBD

Bildquelle:Von Fornax – Die Korrektheit dieser Datei ist nicht bestätigt, denn es fehlen wichtige Quellenangaben:Bitte ändere die Beschreibung dieser Datei und verwende eine geeignete Quelle.HILFE: (1) Das Bild behauptet, eine originale Insignie darzustellen. „Eigenes Werk“ ist dafür keine angemessene Quelle. Die zur Verfügung gestellte Quelle zeigt weder eine ursprüngliche Darstellung noch eine ursprüngliche Beschreibung und ist wahrscheinlich POV (Einseitige Sicht). (2) Für Wappen ist bitte eine Blasonierung und/oder das Bild von einer ursprünglichen Interpretation der Blasonierung bereitzustellen und zumindest ein oder mehrere Literaturnachweise. (3) Ist diese Darstellung ein Derivat, nutze bitte Template: Derived from um Folgefehler zu vermeiden und die Arbeit für andere Benutzer transparenter zu machen und um eine Verletzung der Copyright-Lizenz zu vermeiden. In einigen Fällen kann es angebracht sein, den Autor dieses Bildes zu benennen. Vielen Dank für Ihre großartige Arbeit.http://www.crwflags.com/fotw/flags/de%7Ddbd.html, Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Während und nach der Konterrevolution 1989/90 versuchte die DBD sich als ökologische Bauernpartei neu zu orientieren. Sie erhielt bei der Wahl zur letzten Volkskammer, am 18. März 1990, nur 2,2% der Stimmen und damit neun Sitze in der Volkskammer. Daraufhin entschied sich der Parteivorstand im Juni 1990 für eine Fusion mit der CDU. Durch das folgende Aufgehen in der CDU der BRD, bzw. dem heutigen Deutschland, gelang es einigen ehemaligen Politikern der DBD, in Führungsämter auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene zu gelangen.

Demokratische Bauernpartei Deutschlands, Bezirksvorstand Schwerin (1990)

Demokratische Bauernpartei Deutschlands, Bezirksvorstand Schwerin (1990)

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Von UM – Eigenes Werk, GFDL, Bild ist entsprechend verlinkt

 

siehe Wikipedia und Wörterbuch der Geschichte , DDR 1984

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Wörterbuch der Geschichte zur DBD (Bauernpartei)

 

Liberal-Demokratische Partei Deutschlands

Die Liberal-Demokratische Partei Deutschlands(kurz LDP oder LDPD) wurde im Juli 1954 gegründet. Sie war in der Sowjetischen Besatzungszone und später in der DDR eine liberale Partei. Sie war in den Parlamenten vertreten und an Regierungen beteiligt.

Die LDPD versuchte eine gesamtdeutsche Partei zu werden. Aufgrund der weiteren politischen Entwicklung war das nicht möglich. (näheres siehe Wikipedia)

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Übersicht, entnommen aus Wikipedia

Die LDPD wendete sich vor allem an Gewerbetreibende, Handwerker und an Angehörige der Intelligenz(Akademiker). Sie wirkte gemeinsam mit ihren Mitgliedern und ihr Nahestehenden, sowie in den staatlichen Machtorganen und Gremien, dem Demokratischen Block und der Nationalen Front daran mit, dass die DDR als sozialistischer Staat gestärkt wurde.

Die LDPD stand in der Tradition der von den nichtproletarischen(nicht zur Arbeiterklasse gehörenden, wie z.B. Akademiker, fortschrittliches Bürgertum, Gewerbetreibende..) geführten Kämpfe für Frieden, Demokratie und gesellschaftlichen Fortschritt.

LDPD-Logo DDR

LDPD-Logo

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DDR-Geschichte.de, Bild ist entsprechend verlinkt
Parteiflagge der LDPD

Parteiflagge der LDPD

 

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Von Fornax – Die Korrektheit dieser Datei ist nicht bestätigt, denn es fehlen wichtige Quellenangaben:Bitte ändere die Beschreibung dieser Datei und verwende eine geeignete Quelle.HILFE: (1) Das Bild behauptet, eine originale Insignie darzustellen. „Eigenes Werk“ ist dafür keine angemessene Quelle. Die zur Verfügung gestellte Quelle zeigt weder eine ursprüngliche Darstellung noch eine ursprüngliche Beschreibung und ist wahrscheinlich POV (Einseitige Sicht). (2) Für Wappen ist bitte eine Blasonierung und/oder das Bild von einer ursprünglichen Interpretation der Blasonierung bereitzustellen und zumindest ein oder mehrere Literaturnachweise. (3) Ist diese Darstellung ein Derivat, nutze bitte Template: Derived from um Folgefehler zu vermeiden und die Arbeit für andere Benutzer transparenter zu machen und um eine Verletzung der Copyright-Lizenz zu vermeiden. In einigen Fällen kann es angebracht sein, den Autor dieses Bildes zu benennen. Vielen Dank für Ihre großartige Arbeit.http://www.crwflags.com/fotw/flags/de%7Dldpd.html, Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Manfred Gerlach war seit 1954 Generalsekretär und seit 1967 Vorsitzender der LDPD. Bereits als FDJ-Funktionär unterstützte er die SED. Später führte er seitens der LDPD Gespräche mit Politikern der FDP der BRD. Kontakte zu einer Partei in der BRD, in diesem Falle der FDP war der LDPD schon im frühen Stadium von der sowjetischen Besatzungsmacht, als einzigste Partei, erlaubt worden.

Berlin, Mauerbau, Bereitschaftspolizei, Besuch LDPD

ADN-ZB-Krisch-29.8.1961-Berlin: Mitglieder des Parteivorstandes der LDPD besuchen eine Einheit der Bereitschaftspolizei, die zur Durchsetzung der Grenzsicherungsmaßnahmen vom 13.8.1961 eingesetzt ist. Auf unserem Foto zeichnet Manfred Gerlach, Generalsekretär der LDPD, Oberleutnant Werner Klotz mit der Artur-Becker-Medaille aus. Veröffentlichtung nur mit Genehmigung der Pressestelle des MDI –

Manfred Gerlach, Generalsekretär der LDPD, 1961, verleiht Orden für die Errichtung des Antifaschistischen Schutzwalls

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Von Bundesarchiv, Bild 183-85890-0002 / Krisch, Werner / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Nach Beginn von Perestroika und Glasnost in der Sowjetunion begann Gerlach mit einem neuen Kurs der Partei und verfolgte einen begrenzten Konflikt mit der SED. Vergeblich versuchte die SED Manfred Gerlach als Vorsitzenden der LDPD zu stürzen. Die LDPD-Mitglieder, die weiterhin die SED unterstützten, konnten sich parteiintern nicht durchsetzen.

Während der Konterrevolution löste sich die LDPD von der SED.Am 17. September 1989 distanzierte sich der Vorsitzende Manfred Gerlach öffentlich von der Politik der SED. Am 04. Dezember 1989 verließ die LDPD gemeinsam mit der CDU, die nun auch eine andere Zielsetzung hatte, die Nationale Front. Am 06. Dezember 1989 wurde Manfred Gerlach als Nachfolger von Egon Krenz Vorsitzender des Staatsrates der DDR und somit Staatsoberhaupt.

Während und nach der Konterrevolution verstand sich die LDPD als neue liberale Kraft im Land. Doch sie sagte wenig zu ihrem Wirken in der Vergangenheit. Dies war auch ein Grund, warum die Partei auf dem Parteitag am 10. Februar 1990 in Dresden beschloss, das zweite „D“ aus dem Namen zu streichen und wie in der Anfangszeit unter den Namen LDP weiterzumachen. In Dresden wurde mit Rainer Ortleb auch ein neuer Vorsitzender gewählt. Es kam nun auch offiziell zu Kontakten mit der FDP der BRD. Innerhalb der FDP kam es in den folgenden Jahren zu erheblichen Auseinandersetzungen um den Umgang mit der ehemaligen Blockpartei.

Im Vorfeld der Wahl zur letzten Volkskammer 1990 gründete die LDP mit den neuen liberalen Parteien (Deutsche Forumpartei, F.D.P. der DDR) am 12. Februar 1990 das Wahlbündnis Bund Freier Demokraten (BFD). Der BFD erzielte am Wahltag (18. März 1990) trotz Hilfe aus der BRD jedoch nur 5,3 Prozent und stellte damit 21 Abgeordnete in der Volkskammer.

Am 11. August 1990 schlossen sich in Hannover die FDP der BRD mit dem Bund Freier Demokraten (BFD), der aus LDP und NDPD bestand, der F.D.P. in der DDR und der Forum-Partei zur gesamtdeutschen F.D.P. zusammen.

Gedenktafel, Bayrische Straße 5, Berlin-Wilmersdorf

Gedenktafel, Bayrische Straße 5, Berlin-Wilmersdorf

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Von OTFW, Berlin – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Parteizeitung war die Tageszeitung „Der Morgen“. Sie wurde 1991 eingestellt. Nach dem Fall des Antifaschistischen Schutzwalls ist die Nachfrage stark zurückgegangen.

Das Vermögen der LDPD wurde nach der Annexion der DDR in einem Vergleich mit der Treuhand geregelt.

Das 1960 gegründete und in Berlin-Mitte befindliche Zentrale Parteiarchiv der LDPD wurde der FDP übergeben und im Frühjahr 1991 in das Archiv des Liberalismus der Friedrich-Naumann-Stiftung nach Gummersbach transportiert. Über die Unterlagen von über 600 laufenden Meter Umfang wurde im August 1996 ein Depositarvertrag zwischen der Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR (SAPMO) im Bundesarchiv und der Friedrich-Naumann-Stiftung geschlossen. Die Akten sind − nach Maßgabe der personenbezogenen Sperrfristen nach dem Bundesarchivgesetz − frei benutzbar.

Siehe Wikipedia und Wörterbuch der Geschichte, DDR 1984

Wörterbuch der Geschichte, Berlin 1984

Wörterbuch der Geschichte zur LDPD (Liberale) (DDR)

National-Demokratische Partei Deutschlands(NDPD)

Die National-Demokratische Partei Deutschlands (NDPD) war eine Blockpartei in der DDR. Sie wurde 1948 in der Sowjetischen Besatzungszone gegründet und unterstützte die Politik der SED.

Übersicht NDPD aus Wikipedia JPEG

Übersicht entnommen aus Wikipedia

Die NDPD knüpfte an keine Vorgänger oder Vorbilder in der deutschen Parteiengeschichte an. Mit ihr traten Angehörige der ehemals städtischen Mittelschichten nun für das Bündnis mit der damals führenden Arbeiterklasse und die Freundschaft mit der Sowjetunion ein. Sie zogen die Lehren aus der Vergangenheit und brachen konsequent mit Faschismus und Imperialismus. Die Entscheidung von Gründungsmitgliedern des Nationalkomitees Freies Deutschland im zweiten Weltkrieg war beispielgebend.

In der NDPD waren viele Handwerker und Gewerbetreibende organisiert.

NDPD-Logo

NDPD-Logo

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DDR-Geschichte.de, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Im Rahmen des Demokratischen Blocks, der Parteien und Massenorganisationen und der Nationalen Front der DDR, wirkte die NDPD für die Entfaltung der Initiative ihrer Mitglieder und ihr Nahestehende zur Stärkung des sozialistischen Vaterlandes und die moralisch-politische Einheit des Volkes der DDR. Sie förderte die Annäherung der Klassen und Schichten im Sinne der Ideale der Arbeiterklasse.

Die NDPD entsandte 52 Abgeordnete in die Volkskammer und stellte je einen Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrats und des Vorsitzenden des Staatsrats der DDR. Das Parteimitglied Ferdinand Graf von Thun und Hohenstein war ein hochrangiger Diplomat der DDR (Botschafter im Iran).

Berlin, Haus der NDPD

Illus Schmidtke 23.10.1950 Freiheit für Erika Thürmer Am Haus der NDPD in Berlin ist eine Losung angebracht, die die Freilassung der von der französischen Besatzungsmacht in Westberlin verhafteten 15 jährigen Friedenskämpferin Erika Thürmer fordert

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Von Bundesarchiv, Bild 183-08385-0003 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt
Parteitag der NDPD, 1950

Parteitag der NDPD, 1950

Bildquelle:Von Deutsche Fotothek, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt
Berlin, neue DDR-Verfassung, Staatsakt

Zentralbild Junge 8.4.1968 bgm Berlin: Neue Verfassung der DDR – Feierlicher Staatsakt im Amtssitz des Staatsrates am 8.4.1968. In einem festlichen Staatsakt im Amtsstiz des Staatsrates der DDR nahm der Vorsitzende des Staatsrates der DDR, Walter Ulbricht, in Anwesenheit führender Persönlichkeiten den Bericht der Zentralen Abstimmungskommission über das Ergebnis des Volksentscheides entgegen und verkündete feierlich die durch das Volk am 6. April beschlossene Verfassung der DDR. Auf unserem Foto: Der Vorsitzende der Zentralen Abstimmungskommission, Dr. Heinrich Homann, übergibt dem Vorsitzenden des Staatsrates, Walter Ulbricht, das endgültige Ergebnis des Volksentscheides.

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Von Bundesarchiv, Bild 183-G0408-0031-001 / Junge, Peter Heinz / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Während der Konterrevolution trat m 7. Dezember 1989 die Partei aus dem Demokratischen Block aus. Die Partei war mit drei Vertretern am Runden Tisch beteiligt.

Die NDPD erhielt bei der Wahl zur letzten Volkskammer am 18. März 1990 nur 0,39% der Stimmen und zwei Mandate.

Mit der Konterrevolution schlug die NDPD einen anderen Weg ein und hatte nun andere Ziele.Sie trat im Wahlkampf für eine soziale Marktwirtschaft, was nichts Anderes, als den abgemilderten Kapitalismus bedeutet, einen Stufenplan zur deutschen Einheit über eine Wirtschafts- und Währungsunion und den Beitritt der DDR zur Europäischen Gemeinschaft (EG), das war die Vorgängerorganisation der heutigen Europäischen Union(EU), ein. Also der langsamere Weg zum Anschluss an die BRD.

Ein von der NDPD vorgeschlagener Wahlverbund der nationalen und liberalen Parteien in der DDR wurde von den im Bund Freier Demokraten zusammengeschlossenen Parteien abgelehnt. Daraufhin schloss sich die NDPD auch dem Bund Freier Demokraten an und ging mit ihm am 12. August 1990 in der Freien Demokratischen Partei (FDP) auf.

Weitere Einzelheiten Gedenktafel am Gründungsort der NDPD in Potsdam, Lindenstraße 44

Gedenktafel am Gründungsort der NDPD in Potsdam, Lindenstraße 44

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Von Clavis Cordis – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Bild ist entsprechend verlinkt

 

 

 

 

siehe Wikipedia und Wörterbuch der Geschichte, DDR 1984

Wörterbuch der Geschichte, Berlin 1984

Wörterbuch der Geschichte zur NDPD

 

 

Demokratischer Block

….der Parteien und Massenorganisationen(kurz D.B.)

 

Der Demokratische Block war eine Organisationsform des politischen Bündnisses der Parteien und Massenorganisationen in der DDR unter Führung der Arbeiterklasse und ihrer marxistisch-leninistischen Partei, der SED. Das wird heute als undemokratisch gewertet. Doch in der so viel gepriesenen bürgerlichen Demokratie ist das Großkapital die wirkliche Macht.

Der D.B. wurde auf Initiative des ZK(Zentralkomitee) der KPD und des ZA(Zentralausschuss) der SPD am 14. Juli 1945 mit dem Ziel gebildet, alle politisch organisierten demokratischen Kräfte des Volkes im Kampf gegen Imperialismus, Militarismus und Junktertum(Junker=Gutsherren) zu vereinen und gemeinsam die antifaschistisch-demokratische Umwälzung durchzuführen. Bereits am 06. März 1944 hatte das Politbüro der KPD den Vorschlag unterbreitet, allen in Deutschland nach der Befreiung vom Faschismus entstehenden und sich entwickelnden antifaschistisch-demokratischen Parteien und Organisationen das Angebot zu machen, sich zu einem nationalen Block der kämpferischen Demokratie zu vereinen. Dieser Vorschlag fand im Aufruf des ZK der KPD vom 11. Juni 1945 seinen Niederschlag. Der D.B. bestand bei der Durchführung der antifaschistisch-demokratischen Umwälzung und beim Aufbau des Sozialismus die seinerzeit historische Bewährungsprobe. Er leistete seit jener Zeit bis 1989 eine umfangreiche politische Arbeit zur Sicherung des einheitlichen Handelns der Mitglieder der Parteien und Massenorganisationen bei der allseitigen Stärkung der DDR, der Durchführung der Gesetze und Beschlüsse der Volksvertretungen. Der D.B. wurde zum Kern der Nationalen Front der DDR und zu einem wesentlichen Element der sozialistischen Demokratie. Aus heutiger und bürgerlich-demokratischer Sicht ist das nicht verständlich und wird als Kontrolle und Gleichmacherei interpretiert. Sieht man aber genau hin, ist der Streit in den bürgerlichen Parlamenten, Organisationen und Parteien oft Kaspertheater. Letztendlich führt auch da der Weg in eine Richtung. Abweichler haben keine Chance, doch es wird ihnen vorgegaukelt, doch eine Stimme zu haben.

Im D.B. wurden politische Grundfragen der Entwicklung der DDR und Probleme der internationalen Entwicklung, grundlegende Gesetzentwürfe u.a. staatliche Dokumente beraten, sowie Maßnahmen zu ihrer Verwirklichung festgelegt.

Neben dem zentralen D.B. bestand der D.B. in den Bezirken und Kreisen. Der Vorsitz des D.B. wechselte turnusmäßig.

Mit dem Wirken des D.B. wurde zugleich der Grundsatz realisiert, allen Bürgerinnen und Bürgern, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnis, breiteste Möglichkeiten zur aktiven Mitwirkung zur Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft zu geben. Offenbar wurden diese Möglichkeiten zu wenig genutzt. (siehe Beitrag zur Nationalen Front)

Berlin, Treffen des Zentralen Demokratischen Blocks

ADN-ZB/Mittelstädt/18.10.1989/Berlin: Treffen/Unter dem turnusmäßigen Vorsitz der SED trat im Haus des Nationalrates der Zentrale Demokratische Block der Parteien und Massenorganisationen zusammen. An dem Treffen nahmen u.a. teil der Generalsekretär des ZK der SED, Egon Krenz, der Vorsitzende der LDPD, Prof. Dr. Manfred Gerlach (l), der Vorsitzende der DBD, Dr. Günther Maleuda (2.v.l.), der Vorsitzende der CDU, Gerald Götting (4.v.l.), der Vorsitzende der NDPD, Dr. Heinrich Homann (5.v.l.), der 1. Sekretär des Zentralrates der FDJ, Eberhard Aurich (6.v.l.), der Präsident des Kulturbundes, Prof. Dr. Hans Pischner (/.v.l.), der Präsident des Nationalrates der Nationalen Front, Prof. Dr. Dr. Lothar Kolditz (8.v.l.).

Treffen des Zentralen Demokratischen Blocks der Parteien und Massenorganisationen, 18. Oktober 1989

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Von Bundesarchiv, Bild 183-1989-1018-035 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Bild ist entsprechend verlinkt

Am 5. Dezember 1989 traten LDPD und CDU aus dem Demokratischen Block aus. Am 7. Dezember folgte die NDPD.

Zahlen und Fakten aus Wörterbuch der Geschichte, DDR 1984 und Wikipedia

 

Wörterbuch der Geschichte, Berlin 1984

Demokratischer Block