Soziale und kulturelle Errungenschaften in der DDR, Seite 2: Gute medizinische Betreuung für alle

Gute medizinische Betreuung für alle

Rot Kreuz

Bildquelle My Nokia
http://www.mynokia.cz/First-Aid—prvni-pomoc-do-kapsy-A_4897

 

Weitere soziale Errungenschaften in der DDR waren das Recht auf Freizeit und Erholung und dasRecht auf Schutz der Gesundheit und Arbeitskraftder Bürgerinnen und Bürger.

Für den Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürgerstellte der Staat erhebliche Mittel zur Verfügung. Durch zielgerichtete Maßnahmen war es in der DDR gelungen, gefährliche Kinderkrankheiten wie die Kinderlähmung und die Diphtherie auszurotten. Bei zahlreichen ansteckenden Krankheiten konnte ein Rückgang erreicht werden.

Alle die damals in der DDR lebten, wussten, dass für eine ärztliche Untersuchung, für einen Krankenhausaufenthalt und für benötigte Medikamente kein Geld gezahlt werden musste.

 

War das eine Selbstverständlichkeit?

Krankenhaus DDR

Bildbeschreibung Krankenhaus DDR

Bild entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Nach dem Stand der 1980er Jahre kostet in den USA ein Krankenhausaufenthalt pro Tag 300 Dollar, eine einfache Untersuchung 150 Dollar. Heute ist es wohl weitaus mehr.

Keine Hilfe für Unfallopfer in den USA

Quellenangabe Meldung über verweigerte Hilfe für Unfallopfer in den USA

entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Diese arme Seele war der „Washington Post“ zumindest eine Meldung wert. Das ND(damals Zeitung der SED in der DDR) übernahm diese Meldung. So ist diese arme Seele im Lehrbuch für Staatsbürgerkunde der DDR gewürdigt worden. Davon wird der Betroffene wohl nichts mitbekommen haben und lebt vermutlich heute nicht mehr. Nicht nur die Weigerung der Krankenhäuser dieses Verbrennungsopfer aufzunehmen, sondern auch dass ihm vermutlich die aufwändige Nachbehandlung auch nicht gewährt wurde, ist zu erwähnen.

Solche Zustände sind ein Armutszeugnis in einem Land, das über ein hochentwickeltes Gesundheitswesen mit hervorragenden Spezialkliniken  verfügt, die aber nur zahlungskräftigen Reichen zugänglich sind. Gesundheit ist in den USA eine teure Ware.

Die DDR importiere für teure Devisen medizinische Geräte aus den USA.  Auch die Behandlung mit diesen Apparaten war für die Bürgerinnen und Bürger der DDR kostenlos.

Erst im Jahre 2010 hat es mit „Obamacare“  eine Verbesserung für die Bürgerinnen und Bürger der USA gegeben.  Diese ist auf heftige Widerstände gestoßen.

Barack Obama unterschreibt den Care Act am 23. März 2010

Barack Obama unterschreibt den Care Act am 23. März 2010

Bildquelle: Von Pete Souza – President Obama Signs Health Insurance Legislation Into Law, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9821547

Die republikanische Partei der USA  hat schon seit langem vor „Obamacare“ wieder abzuschaffen und durch ein anderes Gesetz zu ersetzen. Dies ist bislang noch nicht gelungen. Auch unter Präsident Trump sind die Initiativen „Obamacare“ abzuschaffen an der Uneinigkeit in den eigenen Reihen gescheitert. (siehe Wikipedia)

 

Volker Pispers Vergleich Lebensstandard USA DDR

 

 

Fast 6 Millionen Werktätige(arbeitende Menschen), das waren fast drei Viertel aller Beschäftigten, wurden in der DDR regelmäßig durch betriebliche Gesundheitseinrichtungen betreut. Es wurden Krankenhäuser und Polikliniken(die heute als „Neuerfindung des Rades“ als Ärztehäuser wiederauferstehen) gebaut und zahlreiche Feierabend-(Feierabendheim=in der DDR gebräuchliche Bezeichnung für Seniorenheim) und Pflegeheime für ältere Bürgerinnen und Bürger errichtet. Regelmäßig fanden kostenlose Reihenuntersuchungen statt, um bestimmte Krankheiten im Frühstadium zu erkennen und wirksam bekämpfen zu können. Auch in den Schulen war regelmäßig in bestimmten Abständen der Zahnarzt anzutreffen, um den Zahnstand der Kinder zu kontrollieren. Das gehörte auch zur selbstverständlichen Vorsorge, um Zahnkrankheiten bei den Kindern im Frühstadium zu erkennen. Auch regelmäßige Impfungen gegen Tetanus wurden in regelmäßigen Abständen an den Schulen durchgeführt. Früher gab es in der BRD auch solche  Vorsorgeprogramme an den Schulen, die später leider nach und nach abgebaut worden sind.

 

Altersgerechte Wohnungen DDR

Bildbeschreibung altersgerechte Wohnungen DDR

Bild entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Heute sind Seniorenwohnungen nur für vermögende und reiche ältere Leute bezahlbar.

Die DDR verfügte über ein Gesundheitswesen, das für viele Länder der Erde beispielgebend war.

 

Fortsetzung auf Seite 3

 

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Die medizinische Betreuung von Beschuldigten in den Untersuchungshaftanstalten(UHA) des MfS

In jeder Untersuchungshaftanstalt des MfS gab es medizinische Einrichtungen. Bei der Aufnahme in die UHA erfolgte grundsätzlich eine ärztliche Untersuchung. Bei gewöhnlichen Kriminellen war das genauso, wenn sie ins Gefängnis kamen. Das konnte man in einer Folge der Serie „Polizeiruf 110“ sehen. Für jeden Häftling wurde eine Gesundheitsakte angelegt.

Die ständige medizinische Betreuung war in allen Untersuchungshaftanstalten des MfS gewährleistet. Falls erforderlich, konnten Fachärzte aus dem staatlichen Gesundheitswesen herangezogen werden. Die Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln entsprach den sozialversicherungsrechtlichen Bestimmungen der DDR. Die Verabreichung der verordneten Medikamente oder Behandlungen erfolgte entsprechend den getroffenen Festlegungen durch das medizinische Personal.

Für den gesamten Untersuchungshaftvolllzug des MfS wurden seit 1960 in mehreren Etappen medizinische Einrichtungen und ein zentrales Haftkrankenhaus im Objekt Berlin-Hohenschönhausen aufgebaut. Das haftkrankenhaus war für alle Beschuldigten im Verantwortungsbereich des MfS einschließlich der Bezirksverwaltungen, für die stationäre medizinische Versorgung zuständig.

Die Ersteinrichtung erfolgte 1960-1962. Von 1971-1974 wurde es für 2,2 Millionen Mark erweitert. Es war modern eingerichtet und hatte verschiedene Fachabteilungen mit entsprechenden Fachärzten, Schwestern, Pflegern und medizinisch-technischen Assistentinnen.

1989 waren im Haftkrankenhaus Hohenschönhausen 62 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Wenn die medizinischen Möglichkeiten des Haftkrankenhauses Hohenschönhausen nicht ausreichten, erfolgte die unverzügliche Verlegung in eine Einrichtung des staatlichen Gesundheitswesens.

1990 wurde das Haftkrankenhaus Hohenschönhausen demontiert und die Einrichtung veräußert. Es wird so getan, als hätte es diese moderne medizinische Einrichtung nie gegeben.

Bezüglich der Situation kranker Häftlinge in Untersuchungshaftanstalten des MfS, insbesondere der Untersuchungshaftanstalt Hohenschönhausen, werden nun Horrorgeschichten erzählt.

Hier geht es zu einem Horrorbericht von „Spiegel-online“.

 

Weitere Infos auf  www.mfs-insider.de              Insider Logo

 

Dokumente:

medizinische Betreuung von Beschuldigten

Haftkrankenhaus Hohenschönhausen

%22Strahlungsgeräte%22 und Tod von Jürgen Fuchs

 

 

Krankenhaus der Volkspolizei

Man hört dann und wann im Fernsehen vom Krankenhaus der Volkspolizei. DIE TROMMLER erzählt die Geschichte dieses Krankenhauses.

Vorgeschichte:

Friedrich Wilhelm IV. regte 1841 an, die sieben Speziallazarette Berlins zu einem Garnisonslazarett zusammenzulegen. Zwischen 1850 und 1853 begann der Bau des Garnisonslazaretts I auf dem Gelände des Invalidenparks. Ab dem 23. August 1853 war das Lazarett mit 518 Betten in Betrieb. Während der Weimarer Republik übernahm die Sicherheitspolizei das Krankenhaus unter dem Namen „Zentral-Krankenhaus der Polizei Berlin und des Deutschen Reiches“. Ab 1926 befand sich in dem Krankenhaus das erste Laboratorium für systematische Blutalkoholuntersuchungen und -begutachtungen der Welt. Im Staatskrankenhaus der Polizei wurde ab 1931 eine Krankenstation für Gefangene der Polizei eingerichtet. Während der Zeit des Faschismus war das Krankenhaus nur für Polizisten und deren Angehörige zugänglich.

Krankenhaus der Volkspolizei:

Nach dem Zweiten Weltkrieg übergab die Verwaltung der Sowjetischen Besatzungszone das Krankenhaus an die neu gegründete Volkspolizei. Nach der Beseitigung der Kriegsschäden wurde das Krankenhaus der Volkspolizei 1960 vom Ministerium des Inneren übernommen. Auch die Mitarbeiter des Ministeriums konnten fortan hier behandelt werden. Das VP-Krankenhaus wurde baulich erweitert, mit einem weiteren Bettenhaus mit 280 Betten ausgestattet. Ab 1975 begann die Kooperation mit der Charité. Da das Krankenhaus direkt an der Grenze zu Westberlin lag, war es eine seiner Aufgaben Leute aufzunehmen die sich unbefugt im Grenzgebiet aufhielten und dabei verletzt wurden. Wer im Krankenhaus verstorben ist, wird in der Statistik als Todesopfer der Grenze geführt.

Heute Bundeswehrkrankenhaus Berlin:

Während der Konterrevolution, kurz vor der Annexion der DDR übergab das Ministerium des Inneren das Krankenhaus am 30. September 1990 an das Ministerium für Abrüstung und Verteidigung, unter dem Namen „Lazarett Berlin-Mitte der Nationalen Volksarmee“. Am 03. Oktober 1990 übernahm die Bundeswehr das Haus und begann es für ihre Zwecke umzubauen. Den heutigen Titel bekam es im Januar 1991.

Einzelne Textpassagen Wikipedia