Woche der Waffenbrüderschaft

Als Woche der Waffenbrüderschaft wurde in der DDR die Woche bezeichnet in welcher der Tag der Sowjetarmee und Seekriegsflotte, der 23. Februar, und der Tag der Nationalen Volksarmee, der 01. März gefeiert wurden.

An diesen Tagen fanden zahlreiche Freundschaftstreffen, Sportwettkämpfe und militärpolitische Veranstaltungen statt. Die Angehörigen beider Armeen, Werktätige(arbeitende Menschen) der DDR sowie in FDJ und GST organisierten Mädchen und Jungen aus ihren Patenbetrieben und –schulen wurden einbezogen.

Die Veranstaltungen dieser Woche legten Zeugnis ab von dem engen Bündnis zwischen Nationaler Volksarmee und Sowjetarmee und den anderen im Warschauer Vertrag vereinten Armeen im Kampf um die militärische Sicherung des Friedens und des Sozialismus.

 

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Entnommen aus „Jugendlexikon – Militärwesen“ DDR 1984

Woche der Waffenbrüderschaft

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Richard Staimer

Richard Staimer (* 25. Januar 1907 in München; † 24. Oktober 1982 in Berlin/DDR) war ein deutscher Kommunist, Spanienkämpfer und Generalmajor der NVA. Er war von 1955 bis 1963 Vorsitzender des Zentralvorstandes der Gesellschaft für Sport und Technik (GST).

Nach dem Besuch der Volksschule erlernte der Sohn des ehemaligen Münchner Polizeipräsidenten und Gewerkschaftssekretärs Josef Staimer von 1922 bis 1925 das Handwerk des Fliesenlegers. Diesen Beruf übte er bis 1931 aus, wobei er zwischen 1927 und 1929 auf Wanderschaft war und 1929/1930 in der Schweiz und Österreich arbeitete. Durch die Mitgliedschaft in einer Freien proletarischen Kindergruppe ab 1920 geprägt, trat Staimer mit Lehrbeginn in den KJVD ein. 1923 gehörte er dem M-Apparat sowie der Bezirksleitung Nord-Bayern des KJVD an. 1925 wurde er Mitglied der KPD. Gleichzeitig trat er weiteren kommunistischen Organisationen bei, wie etwa der Roten Hilfe, der RGO und dem RFB. 1930 wurde Staimer wegen politischer Tätigkeit aus Österreich ausgewiesen. Er fand in Nürnberg Arbeit als Bauarbeiter und wurde Leiter der Zersetzungsarbeit in der Polizei und der Reichswehr im M-Apparat für Nürnberg und Vorsitzender des Deutschen Bauarbeiterverbandes. 1931 wurde er als Kursant von der Kommunistischen Internationale an eine militärpolitische Schule nach Moskau delegiert. Von November 1931 bis Oktober 1932 war er Gauleiter des mittlerweile verbotenen RFB Nordbayern, zugleich Referent und Instrukteur der KPD-Bezirksleitung. Danach war er bis Februar 1933 illegal in Berlin tätig. Als Staimer im Juni 1933 eine Anklage wegen Hochverrats drohte, emigrierte er in die Sowjetunion.

Nach Ankunft in Moskau wurde er Schüler der Kommunistischen Universität der nationalen Minderheiten des Westens „Julian Marchlewski“. Nach Ausbruch des Spanischen Bürgerkriegs(nationalrevolutionärer Krieg in Spanien) und der Aufstellung der Interbrigaden ging Staimer nach Spanien. Er war zeitweise Kommandeur des Thälmann-Bataillons sowie später Kommandeur der XI. Internationalen Brigade unter dem Decknamen „General Hoffmann“. Im Zusammenhang mit Hans Beimlers Tod taucht Staimer immer wieder in der Funktion eines GRU-Agenten als Todesschütze auf. Dies ist die antikommunistische Theorie und Spekulation, die auch von bürgerlichen Historikern nach 1989 widerlegt worden ist(siehe Beitrag über Hans Beimler). Im Range eines Majors kehrte er im Januar 1938 nach Moskau zurück. Ab Februar 1939 wurde Staimer in Westeuropa eingesetzt. Zunächst hielt er sich im März/April 1939 in Paris auf und ging dann für die KPD illegal in die Schweiz. Am 7. Dezember 1939 wurde Staimer verhaftet und saß bis zum 21. Dezember in U-Haft. Gegen eine Kaution wurde er freigelassen. Bis zum Sommer 1941 war sein Aufenthalt von mehreren Verhaftungen und Krankenhausaufenthalten geprägt. Von Februar bis Mai 1941 saß er dabei im Arbeitslager Baumgarten ein. Zudem stand er seit Anfang 1941 auf der Sonderfahndungsliste „UdSSR“ der Gestapo. Staimer gelang es jedoch durch Erlangung der sowjetischen Staatsbürgerschaft nach Italien auszureisen, von wo er am 4. Juli 1941 mit dem Personal der sowjetischen Botschaft in Rom in die Sowjetunion zurückkehrte. Ab August 1941 erhielt Staimer eine militärische Spezialausbildung in der Nähe von Moskau, um danach an die KI-Schule in Kuschnarenkowo gesandt zu werden. Dort wurde er Ende 1941 wegen „Verletzung der konspirativen Regeln und persönlicher Schwächen“ abberufen. Die anschließende Parteiuntersuchung überstand er ohne Maßregelung. Zur Bewährung musste Staimer eine Tätigkeit in einem Baubetrieb in Ufa übernehmen, bis er auf Beschluss der KPD-Führung im Mai 1943 erneut in die Parteiarbeit einbezogen wurde. Kurzzeitig war er daraufhin Instrukteur im Kriegsgefangenenlager für Offiziere Nr. 97 in Jelabuga. Er wurde jedoch noch 1943 durch das NKWD abberufen und nach Ufa rückversetzt. Nach einem vorbereitenden politischen Lehrgang in der Nähe von Moskau kehrte Staimer im Juli 1945 nach Deutschland zurück.

 

Karriere in der DDR

Staimer wurde zunächst Leiter der Polizeiinspektion Berlin-Prenzlauer Berg. Seit 1946 SED-Mitglied, wurde er im April 1946 Chef der Landespolizeibehörde Brandenburg in Potsdam, ab dem 1. November 1950 im Range eines Chefinspekteurs. Am 7. November 1947 heiratete er Eleonore Pieck, die Tochter von Wilhelm Pieck. Vermutlich lernten sich beide bei Aufenthalten in Ufa oder Kuschnarenkowo kennen, die Überschneidung in den Biographien beider lassen diese Vermutung zu. Die Ehe bestand bis 1954. 1950 und 1951 wurde Staimer zu einem militärischen Sonderlehrgang nach Priwolsk (UdSSR) delegiert. Danach war bis 1952 Kommandeur der VP-Bereitschaft Leipzig im Range eines General-Inspekteurs. Staimer nahm vorerst seinen Abschied aus den bewaffneten Organen und bekleidete von 1952 bis 1954 das Amt des stellvertretenden Generaldirektors der Deutschen Reichsbahn, verantwortlich dabei für die Kaderarbeit(heute würde man sagen Personalchef). Zusätzlich wurde er ab Mai 1954 zum stellvertretenden Minister für Verkehrswesen ernannt. Von 1955 bis zum Februar 1963 war Staimer Vorsitzender des Zentralvorstands der GST. Zugleich wurde er 1955 Mitglied des Zentralrats der FDJ und war bis 1965 Mitglied des Nationalrats der Nationalen Front. Am 15. Februar 1960 wurde Staimer zum Generalmajor der Reserve ernannt. Seine Reaktivierung erfolgte am 1. April 1963. Er wurde zum Leiter der Abteilung für militärische Ausbildung beim Staatssekretariat beziehungsweise Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen ernannt. 1967 erhielt er den Vaterländischen Verdienstorden (VVO) in Gold.
Zum 1. Oktober 1969 wurde Staimer in die Reserve versetzt und ging in Rente. 1977 erhielt er den Karl-Marx-Orden und 1982 die Ehrenspange zum VVO in Gold.

Sein Grab findet sich in der Grabanlage „Pergolenweg“ der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde.

 

Entnommen aus Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel

Kampfgruppen der Arbeiterklasse (Betriebskampfgruppen)

KG-Fahne

Fahne der Kampfgruppeneinheiten Bildquelle: „KG-Fahne“ von Autorenkollektiv – Handbuch Kampfgruppen-Ausgabe. Lizenziert unter PD-Amtliches Werk über Wikipedia –

Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse der DDR waren ein bewaffnetes Schutzorgan. Der Dienst in ihren Reihen war freiwillig und ihre Ausbildung erfolgte an den Wochenenden.

Ihre Vorläufer waren Arbeiterwehren in sozialistischen Großbetrieben, die nach der Niederschlagung der konterrevolutionären Aktionen am 17. Juni 1953 zum Schutz der Arbeiter und Bauernmacht gegen die Konterrevolution geschaffen wurden. Allerdings war das nicht von Erfolg gekrönt, denn 1989/90 ist die Konterrevolution gelungen.

Im Laufe des Jahres 1954 wurden sie als Betriebskampfgruppen weiterentwickelt. Ihre offizielle Aufgabe war anfangs der bewaffnete Betriebsschutz. Während der konterrevolutionären Aktionen in Ungarn im Jahre 1956 zeigten sie in der Öffentlichkeit Präsenz. Ab 1959 war die offizielle Bezeichnung Kampfgruppen der Arbeiterklasse. Ihr historisch wichtigster Einsatz war die Sicherung der Staatsgrenze der DDR in Berlin im Jahre 1961.

Die Kämpfer waren meist männliche Mitglieder und wenige Frauen aus den volkseigenen Betrieben (VEB), staatlichen Einrichtungen, Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) sowie Hoch- und Fachschulen, die in ihrer Freizeit mehrmals im Jahr (meist an Freitagen oder Wochenenden) zu militärischen Übungen und Schulungen in Uniform ausrückten. Ca. 60 % der Kämpfer waren Mitglied der SED. Angehörige der Kampfgruppen wurden zur Unterstützung der Deutschen Volkspolizei (DVP)mobilisiert, wenn Angehörige der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland mit Munition (meist mit MPi oder MG mit Patronen sowie Handgranaten)fahnenflüchtig waren. In ihrem Gelöbnis wurden die Kämpfer eingeschworen: „Ich bin bereit, als Kämpfer der Arbeiterklasse die Weisungen der Partei zu erfüllen, die Deutsche Demokratische Republik, ihre sozialistischen Errungenschaften jederzeit mit der Waffe in der Hand zu schützen und mein Leben für sie einzusetzen. Das gelobe ich.“ Kommandeursfunktionen waren SED-Mitgliedern vorbehalten. Die Mitgliedschaft in den Kampfgruppen war eine Form des freiwilligen militärischen Dienstes zum Schutze des Vaterlandes, neben der Ausübung eines zivilen Berufes und außerhalb der Nationale Volksarmee (NVA) und der Grenztruppen der DDR.

Das Mindestalter der Kämpfer war 25 Jahre, Doppelmitgliedschaften bei der Gesellschaft für Sport und Technik (GST), dem DRK der DDR waren Ausnahmen, bei der Zivilverteidigung der DDR u. a. waren sie zur Vermeidung von Doppelunterstellungen untersagt. Die Kämpfer durften nicht der Reserve I der NVA angehören und es durften auch keine ungedienten Mitarbeiter zugelassen werden, die noch im wehrpflichtigen Alter waren. Dies überwachten die Wehrkreiskommandos der NVA. In den Bildungseinrichtungen der Volksbildung wurden keine Kampfgruppeneinheiten gebildet. Dafür wurde den Lehrern „empfohlen“, innerhalb der GST als Ausbilder bei der vormilitärischen Ausbildung der Schüler, Lehrlinge oder Studenten mitzuarbeiten.

Als Anerkennung für den ansonsten unbezahlten Dienst gab es ab einer fünfundzwanzigjährigen Zugehörigkeit einen Zuschlag zur Altersrente von monatlich 100 DDR-Mark. Als Folge der Konterrevolution wurde diese Regelung 1990 gestrichen.

Damals waren die Kampfgruppen der Arbeiterklasse fester Bestandteil der Landesverteidigung der DDR. Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse gliederten sich in Gruppen, Züge, Hundertschaften und Bataillone. Sie waren mit Schützenwaffen, leichten Artillerie- und Fliegerabwehrgeschützen, sowie teilweise mit Schützenpanzerwagen ausgerüstet. Die Anleitung der Ausbildung und die materielle Sicherstellung erfolgte durch die Deutsche Volkspolizei.

Bereits vor der Konterrevolution wurden die Kampfgruppen der Arbeiterklasse ihrem Namen nicht mehr gerecht. Schon im November 1988 stellte die Bezirksführung Leipzig der Staatssicherheit fest, dass die Kampfgruppen politisch nicht mehr zuverlässig waren. Etwa 3.500 Kampfgruppenangehörige sollten für Einsätze um den 40. Jahrestag der DDR am 7. Oktober 1989 aktiviert und weitere in Bereitschaft versetzt werden. Nach Bekanntgabe der Einsatzbefehle traten 188 aus den Kampfgruppen aus und 146 weitere lehnten ihren Einsatz ab.

Während der Konterrevolution wurden 1989 vereinzelt Kampfgrupppenangehörige für Sicherungsaufgaben eingesetzt. U.a. in Leipzig, Plauen und Karl-Marx-Stadt(heute Chemnitz).

Am 06. Oktober 1989 erschien in der „Leipziger Volkszeitung“ ein Leserbrief von Kommandeur Günter Lutz im Auftrag der Kampfgruppenhundertschaft „Hans Geiffert“. Heute wird darum gestritten, ob dieser Leserbrief Authentisch(echt) ist. Heute würde man sagen, es wird darum gestritten ob es ein Troll ist. Ob Troll oder reale Person, dieser Leserbrief zeigt, dass die Konterrevolution vorangeschritten ist, die Kampfgruppen der Arbeiterklasse ihren Aufgaben nicht mehr gerecht wurden und das Klassenbewusstsein(überparteilich ausgedrückt: Die Angehörigen der Kampfgruppen waren nicht mehr auf den Staat, dem Vaterland eingeschworen, dem sie dienen).

Leiziger Volkszeitung 6. Oktober 1989

Letzter Verantwortlicher war von 1972 bis 1989 Generalmajor der VP Wolfgang Krapp als Hauptabteilungsleiter Kampfgruppen im Ministerium des Inneren. Bereits im November 1989 hatten die Kampfgruppen ihre Tätigkeit eingestellt. Am 6. Dezember 1989 wurde die Entwaffnung vom neuen Innenminister der DDR angeordnet. Bis Ende Mai 1990 waren alle Kampfgruppen-Einheiten demobilisiert. Die persönliche Bekleidung konnten die Kämpfer privat behalten.

Die Gesellschaft für Sport und Technik, kurz GST

Die Gesellschaft für Sport und Technik, kurz GST war eine Massenorganisation in der DDR. Dort wurden technische Sportarten angeboten und alle Mittel zur Verfügung gestellt. Der Mitgliedsbeitrag war gering. Bei der GST gab es die vormilitärische Ausbildung.   Es war von Vorteil, dass alle technischen, bzw. Wehrsportarten in der GST zusammengefasst waren. So gab es keine Schützenvereine, wie wir sie heute kennen, bzw. wie es sie schon in der alten BRD gab. Da war alles unter Kontrolle und es konnte sich nicht jeder eine Waffe kaufen, weil er in einem Schützenverein war.

Dort waren auch gegen geringes Entgelt Hobbies möglich, wie die Fliegerei, was ja heute, bzw. seit der alten BRD mit hohen Kosten verbunden ist.

Etwa zu einem Prozent wurde die GST aus dem Verteidigungsetat, der Rest wurde von staatlichen Einrichtungen finanziert. Das Beitragsaufkommen der Mitlieder fiel nicht ins Gewicht.

Für die Mitglieder gab es seit 1961 Uniformen, Dienstränge. Leistungsnadeln und Orden. Die GST-Vorstände wurden von hauptamtlichem Personal mit militärischem Hintergrund, meist ehemaligen Berufssoldaten dominiert.

Die folgenden Verbände, die unter dem Dach der GST existierten, vertraten die verschiedenen Sportarten:

  • Deutscher Schützenverband der DDR (DSV)
  • Flug- und Fallschirmsportverband der DDR (FFSV)
  • Militärischer Mehrkampfverband der DDR (MMKV)
  • Modellsportverband (MSV)
  • Motorsportverband (MoSV)
  • Radiosportverband der DDR (RSV)
  • Seesportverband der DDR
  • Tauchsportverband der DDR
  • Wehrkampfsportverband (WKSV)

Die folgenden vier Sektionen gab es in der GST nur bis 1960 bzw. 1961.

  • Sektion Pferdesport, 1960 staatlichen Organen unterstellt
  • Sektion Dienst- und Gebrauchshundewesen, selbständige Organisation ab 1960
  • Sektion Jagdwesen, ab 1961 staatlichen Organen unterstellt

Sektion Sporttauben, ab 1960 selbständige Organisation

Sportschießen:

Da der Deutsche Schützenverband der DDR der GST zugeordnet war, war die Gesellschaft für Sport und Technik auch für die olympische Sportart Sportschießen zuständig und in das olympische Programm der DDR eingebunden. Die GST delegierte talentierte Nachwuchsschützen an die Kinder- und Jugendsportschulen und Trainer zum Studium an die deutsche Hochschule für Körperkultur in Leipzig. Das Training des Leistungssports im Sportschießen konzentrierte sich in den Klubs in Leipzig und Suhl. Die Sportschützen aus der DDR konnten Olympiasiege und Europa- und Weltmeistertitel erringen. Der Deutsche Schützenverband der DDR war mit 247 000 Sportschützen der mitgliederstärkste Verband im Bereich der GST und Mitglied der Internationalen Schützenunion UIT.

Die GST wurde Am 07. August 1952 gegründet und im Frühjahr 1990 aufgelöst.

Zahlen, Fakten und einzelne Textpassagen Wikipedia

gst-logo

Bildquelle: Hermsdorf regional.de

Wer war Ernst Schneller?

Ernst Schneller wurde am 08.11.1890 geboren und am 11.10.1944 ermordet. Er war ein bedeutender Arbeiterführer und Funktionär der Kommunistischen Partei Deutschlands(KPD).

Von Beruf war er Lehrer. Seit 1920 war er Mitglied der KPD und gehörte seit 1924 der KPD-Führung an. Außerdem war Ernst Schneller Abgeordneter des Reichstages.

Besondere Verdienste erwarb er sich auf dem Gebiet der Militärpolitk der KPD. Er förderte den Aufbau und die Entwicklung des Roten Front Kämpferbundes.

Ernst Schneller setzte sich für den Zusammenschluss aller antifaschistischen Kräfte des deutschen Volkes gegen die aufkommende faschistische Gefahr ein.

Am 28.02.1933 wurde Ernst Schneller von den Faschisten eingekerkert. Im KZ Sachsenhausen gehörte er zur illegalen Lagerleitung der deutschen Antifaschisten, die gemeinsam mit sowjetischen Häftlingen und Antikfaschisten anderer Länder einen bewaffneten Aufstand vorbereiteten. Gemeinsam mit 23 anderen Genossen wurde er von der SS ermordet.

Seinem Andenken fühlte sich die Gesellschaft für Sport und Technik( GST-siehe Artikel zur GST) verpflichtet. Zahlreiche Grundorganisationen, Ausbildungseinheiten und Einrichtungen trugen den Namen von Ernst Schneller. Als höchste Auszeichnung verlieh die GST die Ernst-Schneller-Medaille und veranstaltete den Militärischen Mehrkampf als „Ernst-Schneller-Wettkampf“.

Briefmarke Ernst Schneller

Bild entnommen von Wikipedia: „Stamps of Germany (DDR) 1960, MiNr 0753“ von Hochgeladen von –Nightflyer (talk) 19:06, 10 October 2009 (UTC). Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons –

Gedenktafel Ernst Schneller

Bild entnommen von Wikipedia „Gedenktafel Schnellerstr 70a (Nischw) Ernst Schneller“ von OTFW, Berlin – (own). Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons –