Soziale und kulturelle Errungenschaften in der DDR (Übersicht)

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Wie der Sozialismus den Interessen der Werktätigen(arbeitenden Menschen) entspricht, wird daran deutlich, dass gerade er auch die schwierigen Probleme der Werktätigen löst. Das ist der Vorzug des Sozialismus.

Solche Vorzüge, die sich die Werktätigen mit dem Sozialismus erkämpft und erarbeitet haben, nennen wir Errungenschaften.

Mit einigen Errungenschaften der DDR, die ja bekanntlich 1989/90 verlorengegangen sind, wollen wir uns beschäftigen. Dabei werden wir uns klarmachen müssen, inwiefern es sich um Errungenschaften handelt.

Mit diesem Themenfeld befasst sich folgender Beitrag, der in mehrere Seiten(Unterbeiträge) aufgeteilt worden ist:

Soziale und kulturelle Errungenschaften in der DDR

Seite 2: Gute medizinische Betreuung für alle

Seite 3: (u.a. Ferienlager für Kinder, Urlaub)

Seite 4: Das Wohnungsbauprogramm als Kernstück

Seite 5: Soziale Errungenschaften und Klassenkampf

Seite 6: Zusammenfassung

 

Entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1986, bearbeitet und aktualisiert von Petra Reichel

 

Staatsbürgerkunde DDR 7 Stand 1986

 

 

 

 

 

 

 

 

Siehe auch Beitrag im befreundeten Blog „Sascha´s Welt“

Logo Sascha´s Welt Kopie 2

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Soziale und kulturelle Errungenschaften in der DDR, Seite 6: Zusammenfassung

Zusammenfassung

Durch die fleißige Arbeit der Werktätigen(arbeitenden Menschen)unter der zunächst weitsichtigen Führung der SED, wurden in der DDR gegen den erbitterten Widerstand der Imperialisten eine leistungsfähige sozialistische Industrie und eine moderne sozialistische Landwirtschaft aufgebaut.

fleißige Arbeiter

Bildquelle: Schorn
http://www.schorngmbh.com/produkt/poly-m-fleissige-arbeiter

 

Im Zuge der sozialdemokratischen „Entspannungspolitik“ und nach der Ablösung von Walter Ulbricht durch Erich Honecker, bröckelte die Weitsicht der SED immer mehr und man machte den Imperialisten immer mehr Zugeständnisse.  Die Bürgerinnen und Bürger der DDR hatten immer mehr Grund zur Unzufriedenheit. Durch den Einfluss der Westmedien und des Versagens der eigenen Medien, wurde die Unzufriedenheit der Menschen in die falsche Richtung gelenkt.

Die damalige Zeit stellte neue, hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der gesamten Volkswirtschaft, um die sozialistischen Errungenschaften zu sichern und schrittweise weiter auszubauen, den Frieden zu sichern und die Angriffe der Imperialisten abzuwehren. Diesen war man 1989 nicht mehr gewachsen.

Scheitern_Experiment

 

Bildquelle: Geld verdienen mit Nischenblogs
http://www.geld-verdienen-mit-nischenblog.de/2011/07/07/scheitern-eines-experimentes-exklusive-facebookinhalte/

 

Eine solide fachliche und politische Bildung aller Werktätigen(arbeitende Menschen), besonders der Jugend und ihre volle Leistungsbereitschaft wären grundlegende Voraussetzungen gewesen, um die damals zu lösenden Aufgaben, welche die Geschichte den Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern der DDR stellte, bewältigen zu können.

Herausforderungen bewältigen

Bildquelle: Ass Compact
http://www.asscompact.de/nachrichten/herausforderungen-der-idd-besser-bewältigen

 

Die Bildung in Geschichte und Politik in der DDR war sehr gut. Doch was nützte das, wenn das Gelernte nicht angenommen und beherzigt wurde?  Für diesen Beitrag war das Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1986, Vorlage.   Die Eltern der damaligen Schülerinnen und Schüler mögen Zuhause was anderes erzählt und das Gelernte zunichte gemacht haben. Die Eltern hätten lieber mitlernen sollen. Stattdessen glaubte man, dass im Westen insbesondere der BRD, alles Glück der Erde läge.

Heute kann niemand sagen, nicht gewarnt worden zu sein. Es wurde gelehrt was Kapitalismus bedeutet und dass die sozialen Errungenschaften im Sozialismus nicht selbstverständlich waren. Was zu tun war um diese Errungenschaften zu erhalten und in der Geschichte zu bestehen, wurde gelehrt. Doch die Warnungen und das Erlernte wurden in den Wind geschlagen.

Warnung in den Wind schlagen bei Windstille

Bildquelle: Gute Zitate
https://gutezitate.com/zitat/122729

Nun hat der Kapitalismus gesiegt und von einzelnen Ausnahmen abgesehen die Welt wieder erobert.


 

Entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1986, bearbeitet und aktualisiert von Petra Reichel

Staatsbürgerkunde DDR 7 Stand 1986

Soziale und kulturelle Errungenschaften in der DDR, Seite 5: Soziale Errungenschaften und Klassenkampf

Soziale Errungenschaften und Klassenkampf

Auch auf den anderen Gebieten der sozialen und kulturellen Entwicklung – im Bildungswesen, auf dem Gebiet der Kultur, Im Gesundheits- und Sozialwesen und bei der Sozialversicherung und den Renten – wurde zielstrebig daran gearbeitet, die erreichten Errungenschaften zu sichern und Schritt für Schritt auszubauen. Das kam auch in den ständig steigenden Ausgaben des Staates für diese Bereiche zum Ausdruck.

Staatsausgaben DDR Soziales und Kultur

Staatsausgaben der DDR für Soziales und Kultur

Bild entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Weil diese sozialen Errungenschaften die Vorzüge des Sozialismus deutlich machten, haben sich die Feinde des Sozialismus darum bemüht, die Verwirklichung des sozialpolitischen Programms zu verhindern oder wenigstens zu behindern. Sie haben dabei viele Methoden angewendet. Eine Methode waren sozialpolitische Zugeständnisse in ihren Ländern, die nach  dem Sieg des Kapitalismus und Beseitigung der DDR wieder zurückgefahren worden sind und aktuell weiter Sozialabbau betrieben wird.

Eine der gefährlichsten Methoden war  die beispiellose Hochrüstung.Diese sollte die sozialistischen Länder zu so hohen Ausgaben für die Landesverteidigung zwingen, so dass für das Sozialprogramm nicht genügend Mittel zur Verfügung stehen sollten. Die Gefährlichkeit dieser Methode bestand darin, dass die Gefahr eines III: Weltkrieges, auch unter Anwendung von Atomwaffen, erhöht  wurde. Letztendlich ist es gelungen die sozialistischen Länder totzurüsten. In der DDR ging die Friedensbewegung in die falsche Richtung. Anstatt gegen die Hochrüstung des Westens unter Führung der USA, richtete sie sich gegen die Verteidigung des eigenen Landes und seiner Verbündeten.

Es wurden gegen die sozialistischen Länder Maßnahmen ergriffen, damit sie bestimmte Waren(Maschinen, Rohstoffe, Technologien) nicht erhalten konnten. Man nennt das Embargopolitik. Das ist ja heute noch bei den verbliebenen sozialistischen Ländern Kuba und Nordkorea aktuell. Wir erinnern uns an die Verschärfung des Ölembargos gegen Nordkorea um Weihnachten 2017 herum.

Selbst abgeschlossene Verträge über Exporte sozialistischer Länder wurden gekündigt, damit diese Länder nicht genügend Geld einnehmen, um die von ihnen bestellten Waren bezahlen zu können. Sie sollten gezwungen werden, sich Geld zu leihen, Kredite aufzunehmen, für die hohe Zinsen gezahlt werden mussten. (Hochzinspolitik) So ist es erklärlich, dass sich die DDR auf den Deal mit dem Erzfeind Franz-Josef Strauß einließ, der der DDR einen Milliardenkredit vermittelte.

So fand ein Handelskrieg gegen die sozialistischen Länder statt: Die Imperialisten wollten den Sozialismus in die Knie zwingen. Damit haben sie 1989 letztendlich Erfolg gehabt. Das Sozialprogramm war ihnen als Errungenschaften der Werktätigen(arbeitenden Menschen) im Sozialismus ein Dorn im Auge. Nun haben sie es geschafft dieses zu beseitigen.

 

Worauf es ankam

In den letzten Jahren der DDR wurde es immer schwieriger die erreichten sozialen und kulturellen Errungenschaften zu sichern und schrittweise weiterzuführen.

Wollte man deshalb aufgeben?

Alle wussten, dass man nur das verbrauchen konnte, was vorher produziert worden ist. Man musste produzieren, was wirklich gebraucht wurde und was man mit Gewinn verkaufen konnte, sei es im Inland oder Export. Im Zuge der sozialdemokratischen „Entspannungspolitik“ ging vieles in den Export, was im Inland fehlte. Mit der sozialdemokratischen „Entspannungspolitik“ wurden falsche Hoffnungen gemacht, doch es war die „Konterrevolution auf Filzlatschen“, wie schon frühzeitig Otto Winzer (1965 bis 1975 Außenminister der DDR)erkannte. Die Bevölkerung der DDR wurde so immer unzufriedener, was sie dann mehrheitlich 1989 auf die Straße trieb.

Ein hoher Stellenwert für die Lösung der wirtschaftlichen  und sozialen Aufgaben wäre das Bewusstsein der Werktätigen(arbeitenden Menschen) gewesen. Der feste Wille, die Aufgaben zu meistern, die Bereitschaft, neue Leistungen zu vollbringen, Anstrengungen auf sich zu nehmen und nachzudenken, wie man neue Wege findet, wäre notwendig gewesen. Dazu hätte fleißig und diszipliniert gearbeitet werden müssen. Außerdem hätte man lernen müssen neue Maschinen, Technologien und Werkstoffe zu beherrschen. Gute Fachleute waren gefragt. Konnte man aber nicht erst ein guter Fachmann, eine gute Fachfrau sein, wenn man wusste, wofür die eigenen Anstrengungen notwendig waren, was auf dem Spiel stand, wie die Zusammenhänge in der Gesellschaft zwischen Arbeit und Lebensniveau waren, also wenn man einen klaren Standpunkt zu vielen Fragen der Zeit hatte?

Kopf zerbrechen

Bildquelle: K&K Management Lorenz
https://kukmanagementlorenz.de.tl/Krisenmanagement.htm

 

Gute fachliche und politische Kenntnisse, Leistungsbereitschaft und Disziplin sowie die Bereitschaft, anderen zu helfen, das waren die Eigenschaften, die jede Staatsbürgerin, jeder Staatsbürger der DDR brauchte, damit die Aufgaben gemeinsam gelöst werden konnten.

Im Staatsbürgerkundebuch der DDR werden einige Stimmen wiedergegeben, die diese Gedanken zum Ausdruck bringen. Doch in der Praxis war das eine Minderheit. Genauso wie in den Medien der DDR stets über die Arbeit geredet wurde. Das war der Bevölkerung nach Feierabend einfach zuviel und interessierte nicht. So mag es die damaligen Schülerinnen und Schüler auch nicht interessiert haben.

Es werden noch damals neue Techniken aufgeführt und vermerkt, dass es wichtig war, diese zu beherrschen ohne „Bruch“ zu machen. Außerdem wurde appelliert mit Material, Energie und allen Ergebnissen der Arbeit sparsam umzugehen und sie vor mutwilliger Zerstörung zu schützen.

Im Staatsbürgerkundebuch wurde zum Nachdenken darüber angeregt, wie man das Lebensniveau hätte sichern können. Man kam immer wieder auf die Erkenntnis zurück, das viel vom Wissen, von der Haltung, vom Charakter und vom Willen der Werktätigen(arbeitenden Menschen)abhing.

Die heutige Erkenntnis ist bitter, wenn man feststellt, dass es damit haperte und die Werktätigen(arbeitenden Menschen) einen großen Anteil am Gelingen der Konterrevolution hatten. Die Westmedien hatten mit der Beeinflussung  Erfolg. Selbst Besuch aus dem Westen, wie z.B. der BRD, wurde nicht geglaubt, wenn dieser die  wahren Verhältnisse dort beschrieb.

Montagsdemo 1989 Kopie 2

Montagsdemo 1989

Bildquelle: Lemo https://www.hdg.de/lemo/kapitel/deutsche-einheit/friedliche-revolution/montagsdemonstrationen.html

 

 

Fortsetzung Seite 6(Zusammenfassung)

 

 

 

 

 

 

 

Soziale und kulturelle Errungenschaften in der DDR, Seite 4, Wohnungsbauprogramm als Kernstück

Das Wohnungsbauprogramm als Kernstück

Von besonderer Bedeutung war das Wohnungsbauprogramm.  Man sagt deshalb auch, dass es Kernstück der sozialpolitischen Programms der DDR war.

Bauarbeiter Kopie

Bildquelle: Fotos der BAK-macher
http://www.bakbuch.de/Fotos_BAK-Kollegen.htm

 

Warum war das so?

Einmal war es so, weil eine gute Wohnung für das Wohlergehen jeder Familie Voraussetzung ist. In der DDR musste man lange auf eine Wohnung warten. Jungverheiratete Paare mussten, oft schon mit dem ersten Kind, bei den Eltern, bzw. Schwiegereltern leben. Junge Singles oder vorübergehende Partnerschaften hatten  keine Chance. Denn alle Wohnungen waren Sozialwohnungen und wurden als Sozialgut nach Bedürftigkeit verteilt. So hatten Familien den Vorrang. Hatte man aber erst eine Wohnung, so war diese unkündbar und spottbillig. Man musste sich dann niemals mehr Sorgen machen. Viele Menschen wohnten noch unter schwierigen Bedingungen in Altbauwohnungen. Auch sie warteten lange auf eine Neubauwohnung.  Die Freude war um so größer, wenn endlich eine Neubauwohnung zugewiesen wurde.

Es wurde viel gebaut. Neue Stadtviertel, Wohngebiete und Häuser wurden gebaut und veränderten das Bild der Städte.

Das Wohnungsbauprogramm war so bedeutungsvoll, weil es mit großen Kosten verbunden war. Es erforderte viel Material und Arbeitskräfte. Die Bauweise war rationell, heute sind diese Häuser als Plattenbauten verpönt und sind schlechtgeredet und geschrieben worden. Andererseits wird moderne Bauweise nach ähnlichem Konzept, heute Modulbauweise u.ä. genannt, als Neuheit angepriesen. Nun ja, „das Rad wird neu erfunden“, denn man darf ja nicht sagen oder schreiben, dass ähnliches bereits in der DDR dagewesen ist oder man gar Dinge aus der DDR als Vorbild nimmt.

Bauarbeiter DDR Kopie

Bildquelle: Fotos der BAK-Macher
http://www.europarl.europa.eu/news/de/headlines/priorities/20170616TST77649

 

Neben dem Baumaterial wurde auch Material für die Einrichtung gebraucht, was ja in der DDR auch alles hergestellt und zum Verkauf bereitgestellt werden musste. Das war nicht immer einfach.

Es ging nicht nur um schöne Wohnungen. Auch die Infrastruktur musste stimmen. Man hatte daran gedacht auch viele Einrichtungen zu bauen, damit diese für die Bewohner der Neubaugebiete fußläufig erreichbar waren. Z.B. Kinderkrippen und-gärten, Schulen, Kulturhäuser, Turnhallen, Geschäfte Bibliotheken, Gaststätten, Jugendklubs und andere Dienstleistungseinrichtungen.

Folie13 Kopie

Besser lesbar als PDF-Datei:

Ausschnitt aus Erich Mielke Wahlkundgebung 1976jpg

 

Aus „Erich Mielke – Rede auf Wahlkundgebung im VEB Hydrierwerk Zeitz(1976)“ Zum Power Point-Vortrag umgestaltet von Petra Reichel

Ein Beitrag aus der Website „Erich Mielke – Power Point-Vorträge“

 

Das ist nach der Annexion der DDR „den Bach runtergegangen“. Die Neubauviertel sind heruntergekommen und oft soziale Brennpunkte geworden.  Die Infrastruktur ist beseitigt worden. Lange Wege sind zum Kindergarten, zur Schule und zum einkaufen zurückzulegen. Jugendklubs u.ä. gibt es oft nicht mehr. So ist die „Platte“ wiederrum in Verruf gekommen. In der DDR wusste niemand, was ein sozialer Brennpunkt ist.

zerstörte DDR-Wohnungen Kopie

zerstörte DDR-Wohnungen

Bildquelle: Berliner Zeitung
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/ddr-plattenbauten-wenn-die-platte-verschwindet-326598

Viele in der DDR neu errichtete Wohnungen sind nach der Annexion der DDR abgerissen worden. Sie passen nicht auf den kapitalistischen Immobilienmarkt. Andererseits sind bezahlbare Wohnungen Mangelware geworden.

Soweit es nicht zu kostspielig war, wurde in der DDR auch der Rekonstruktion(Modernisierung) alter Häuser und Wohnungen Aufmerksamkeit geschenkt. Das war aber teurer und  aufwändiger, als Neubau. Anders, als bei heutigen Luxusmodernisierungen, bezahlte man in der DDR auch hierfür einen niedrigen, ja man kann sagen, sogar einen symbolischen Mietpreis. Bei den heutigen Luxusmodernisierungen werden die Mieter aus ihren Wohnungen und ihrem Viertel vertrieben, da sie die dann höheren Mietpreise nicht mehr bezahlen können. Es werden Szeneviertel daraus, wo es sich „Otto Normalo“ und „Lieschen Müller“ sich nicht leisten können dort zu wohnen.

Modernisierung Wohnungen DDR

Bild entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Nicht nur der Neubau und die Modernisierung alter Häuser, sondern auch die Unterhaltung, wie notwendige Reparaturen musste Aufmerksamkeit geschenkt werden. Vor allem musste das auch finanziert werden. Bei den symbolischen Mietpreisen war das ein Zuschussgeschäft.  Dies wurde vom Staat finanziert. Das machte mehr Sinn, als heutige Wohngeldzahlungen und Zahlungen über Hartz IV und Grundsicherung. Insbesondere, da bei  der heutigen Finanzierung der Wohnkosten aus den Sozialkassen sehr niedrige Sätze vorgegeben werden, die kaum der Realität entsprechen. So ist es soweit gekommen, dass das Sozialamt per Zeitung die Vermieter aufruft bezahlbare Wohnungen bereitzustellen. Das kommt einer Bettelei gleich. Ob das was nützt ist die Frage.

Öffentlicher 16.08.2018 Bettelartikel vom Sozialamt Wohnungen

„Öffentlicher Anzeiger“ 16.08.2018

 

1990 sollte in der DDR das Wohnungsproblem als soziales Problem gelöst sein. Der Wohnungsbau sollte fortgesetzt werden und die Erhöhung der Wohnkultur noch stärker in den Vordergrund treten. Doch dazu ist es bekanntlich nicht mehr gekommen.

 

Fortsetzung Seite 5

 

 

Soziale und kulturelle Errungenschaften in der DDR, Seite 3

In den letzten Jahren der DDR wurde der Grundurlaub der Werktätigen(arbeitende Menschen) schrittweise verlängert und die Anzahl der FDGB-Ferienplätze erhöht.

Dadurch vergrößerten sich die Möglichkeiten für die Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger, sich zu erholen und ihren wachsenden geistig-kulturellen Interessen nachzugehen.

Auch die Anzahl der Ferienplätze für Kinder wurde erhöht. So zum Beispiel in den Kinderferienlagern der Betriebe.

Ferienlager

Bildquelle: „Westfälische Nachrichten“ 
http://www.wn.de/Fotos/Lokales/Kreis-Coesfeld/Havixbeck/1.-KJG-Ferienlager-in-Emsbueren

 

All das waren Errungenschaften. Das Lehrbuch für Staatsbürgerkunde der DDR stellte die Frage: „Aber sind sie, wenn man die einmal errungen hat, für immer gegeben?“  Heute muss man die Frage mit NEIN beantworten.

Auch ob diese Errungenschaften selbstverständlich waren, wurde gefragt. Aus heutiger Sicht muss man sagen, dass die Bürgerinnen und Bürger der DDR diese Errungenschaften als selbstverständlich ansahen. Sie glaubten nicht, diese einmal zu verlieren.

Dann tauchte noch die Frage auf, ob man sich „auf den Lorbeeren ausruhen“ konnte. Dass es nicht so ging, erklärte das Lehrbuch. Doch in der Praxis sah es anders aus.

Lorbeeren ausruhen gefährlich

Bildquelle: Gute Zitate https://gutezitate.com/zitat/124727

 

In der Industrie und in der Landwirtschaft, in allen Bereichen der Volkswirtschaft musste fleißig, ideenreich und schöpferisch gearbeitet werden. Das heißt, es musste mitgedacht werden. Damit haperte es oft. Sei es, dass Vorgesetzte das Mitdenken nicht wünschen, weil sie geschönte Arbeitsergebnisse noch „oben“ melden wollten, sei es aus Desinteresse der arbeitenden Menschen selbst, die ja ihren Arbeitsplatz sicher hatten. Oft aber auch aus Frust über Schildbürgerstreiche.

So musste z.B. Benzin eingespart werden. Um den Betriebsablauf weiterhin gewährleisten zu können, wurden die Firmenfahrzeuge mit Waschbenzin betankt.

Waschbenzin

Bildquelle: Bindulin-Shop.de
https://www.bindulin-shop.de/de/produkt/reinigungsmittel/erdoeldestillate/bindulin_waschbenzin_2,5l_kanne__WB25.html

 

Hört sich aus heutiger Sicht lustig an, aber es war bitterer Ernst. So nahmen die Menschen den Frust mit nach Hause. In den einheimischen Medien wurde stets über irgendwelche Arbeitsergebnisse gesprochen. Die Leute wollten sich nach Feierabend erholen und sich nicht damit beschäftigen. Die Westmedien hingegen hatten ein attraktives Angebot. Die Mehrheit merkte nicht, dass das, was dort erzählt wurde mehrheitlich Propaganda war. So glaubten sie, dass es in der BRD, Westeuropa und den USA bessere Lösungen für alle Lebenslagen gäbe. Hinzu kam die Präsentation eines überquellenden Warenangebots, auch mittels Werbung. Zuhause hatte man täglich mit der Mangelwirtschaft zu kämpfen, auch wenn man keine nackte Not litt, so war es doch frustrierend. So wurden die Leute immer unzufriedener und desinteressierter. Bis es dann 1989 explodierte. Glauben wir mal, dass die Mehrheit eine bessere DDR wollte und nicht den Anschluss an die BRD, so war es doch so, dass die Menschen den falschen Führern nachliefen und  unverbindliche Parolen für „bare Münze“ hielten. So konnte die Konterrevolution marschieren und es ist zum Verlust der Errungenschaften gekommen.

Verlust

Bildquelle: Sprüchewelt.com
http://spruechewelt.com/picture/Meist-belehrt-erst-der-Verlust-uns-über-den-Wert-der-Dinge

 

Die Errungenschaften zeigten das Wesen des Sozialismus. Ihre ständige Sicherung und Erweiterung waren das Ziel der Arbeit der Werktätigen(arbeitenden Menschen). Wie die erarbeiteten Mittel für den weiteren Ausbau der Errungenschaften eingesetzt werden sollten, war also eine wichtige Frage. In den ersten schweren Jahren des sozialistischen Aufbaus wurde die Lebenslage der Werktätigen(arbeitenden Menschen) schrittweise und stetig verbessert. Wiederholt wurden Löhne, Gehälter und Renten erhöht und Preise gesenkt. Preise für wichtige Lebensmittel und Industriewaren sowie Wohnungsmieten waren stabil und niedrig geblieben. Niemand musste sich Sorgen um die nackte Existenz machen. So waren nun mal andere Dinge, z.B. technische Geräte, sehr teuer, die im Westen billig waren und sind, aber nicht lebensnotwendig sind. Doch es war möglich etwas zu sparen, um sich auch diese Dinge leisten zu können.

Schon in Anfang der 1950er Jahre wurden moderne Wohnungen für die Werktätigen(arbeitende Menschen), ganze Neubauviertel und neue Städte wie Eisenhüttenstadt und Hoyerswerda gebaut. Für neue Schulen und Unterrichtsmittel, Turnhallen und Sportplätze hatte die DDR einen großen Etat, woraus immer größere Mittel bereitgestellt wurden. Viele Pionierlager und Pionierhäuser wurden errichtet.

 

Das damalige sozialpolitische Programm

Der VIII. Parteitag der SED(1971) konnte die weitere Erhöhung des materiellen und kulturellen Lebensniveaus zur Hauptaufgabe erklären. Er beschloss ein umfangreiches sozialpolitisches Programm, dass mit großem Erfolg verwirklicht  und ständig weiterentwickelt wurde.

Dresden Straße der Befreiung

Bild entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Im damaligen sozialpolitischen Programm hatten die Aufgaben Vorrang, die für die Menschen am wichtigsten waren. Auch wenn die Wirtschaft von Jahr zu Jahr immer umfangreichere Mittel erarbeitete, so waren diese nicht unbegrenzt. Es musste stets gewissenhaft überlegt werden, wo und wie diese Mittel am wirkungsvollsten einzusetzen waren, um das Lebensniveau zu erhöhen.

Sozialpolitik DDR

Bild entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Brautpaar DDR

Bild entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Fortsetzung auf Seite 4 (Wohnungsbauprogramm als Kernstück)

 

 

 

Soziale und kulturelle Errungenschaften in der DDR, Seite 2: Gute medizinische Betreuung für alle

Gute medizinische Betreuung für alle

Rot Kreuz

Bildquelle My Nokia
http://www.mynokia.cz/First-Aid—prvni-pomoc-do-kapsy-A_4897

 

Weitere soziale Errungenschaften in der DDR waren das Recht auf Freizeit und Erholung und dasRecht auf Schutz der Gesundheit und Arbeitskraftder Bürgerinnen und Bürger.

Für den Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürgerstellte der Staat erhebliche Mittel zur Verfügung. Durch zielgerichtete Maßnahmen war es in der DDR gelungen, gefährliche Kinderkrankheiten wie die Kinderlähmung und die Diphtherie auszurotten. Bei zahlreichen ansteckenden Krankheiten konnte ein Rückgang erreicht werden.

Alle die damals in der DDR lebten, wussten, dass für eine ärztliche Untersuchung, für einen Krankenhausaufenthalt und für benötigte Medikamente kein Geld gezahlt werden musste.

 

War das eine Selbstverständlichkeit?

Krankenhaus DDR

Bildbeschreibung Krankenhaus DDR

Bild entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Nach dem Stand der 1980er Jahre kostet in den USA ein Krankenhausaufenthalt pro Tag 300 Dollar, eine einfache Untersuchung 150 Dollar. Heute ist es wohl weitaus mehr.

Keine Hilfe für Unfallopfer in den USA

Quellenangabe Meldung über verweigerte Hilfe für Unfallopfer in den USA

entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Diese arme Seele war der „Washington Post“ zumindest eine Meldung wert. Das ND(damals Zeitung der SED in der DDR) übernahm diese Meldung. So ist diese arme Seele im Lehrbuch für Staatsbürgerkunde der DDR gewürdigt worden. Davon wird der Betroffene wohl nichts mitbekommen haben und lebt vermutlich heute nicht mehr. Nicht nur die Weigerung der Krankenhäuser dieses Verbrennungsopfer aufzunehmen, sondern auch dass ihm vermutlich die aufwändige Nachbehandlung auch nicht gewährt wurde, ist zu erwähnen.

Solche Zustände sind ein Armutszeugnis in einem Land, das über ein hochentwickeltes Gesundheitswesen mit hervorragenden Spezialkliniken  verfügt, die aber nur zahlungskräftigen Reichen zugänglich sind. Gesundheit ist in den USA eine teure Ware.

Die DDR importiere für teure Devisen medizinische Geräte aus den USA.  Auch die Behandlung mit diesen Apparaten war für die Bürgerinnen und Bürger der DDR kostenlos.

Erst im Jahre 2010 hat es mit „Obamacare“  eine Verbesserung für die Bürgerinnen und Bürger der USA gegeben.  Diese ist auf heftige Widerstände gestoßen.

Barack Obama unterschreibt den Care Act am 23. März 2010

Barack Obama unterschreibt den Care Act am 23. März 2010

Bildquelle: Von Pete Souza – President Obama Signs Health Insurance Legislation Into Law, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9821547

Die republikanische Partei der USA  hat schon seit langem vor „Obamacare“ wieder abzuschaffen und durch ein anderes Gesetz zu ersetzen. Dies ist bislang noch nicht gelungen. Auch unter Präsident Trump sind die Initiativen „Obamacare“ abzuschaffen an der Uneinigkeit in den eigenen Reihen gescheitert. (siehe Wikipedia)

 

Volker Pispers Vergleich Lebensstandard USA DDR

 

 

Fast 6 Millionen Werktätige(arbeitende Menschen), das waren fast drei Viertel aller Beschäftigten, wurden in der DDR regelmäßig durch betriebliche Gesundheitseinrichtungen betreut. Es wurden Krankenhäuser und Polikliniken(die heute als „Neuerfindung des Rades“ als Ärztehäuser wiederauferstehen) gebaut und zahlreiche Feierabend-(Feierabendheim=in der DDR gebräuchliche Bezeichnung für Seniorenheim) und Pflegeheime für ältere Bürgerinnen und Bürger errichtet. Regelmäßig fanden kostenlose Reihenuntersuchungen statt, um bestimmte Krankheiten im Frühstadium zu erkennen und wirksam bekämpfen zu können. Auch in den Schulen war regelmäßig in bestimmten Abständen der Zahnarzt anzutreffen, um den Zahnstand der Kinder zu kontrollieren. Das gehörte auch zur selbstverständlichen Vorsorge, um Zahnkrankheiten bei den Kindern im Frühstadium zu erkennen. Auch regelmäßige Impfungen gegen Tetanus wurden in regelmäßigen Abständen an den Schulen durchgeführt. Früher gab es in der BRD auch solche  Vorsorgeprogramme an den Schulen, die später leider nach und nach abgebaut worden sind.

 

Altersgerechte Wohnungen DDR

Bildbeschreibung altersgerechte Wohnungen DDR

Bild entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Heute sind Seniorenwohnungen nur für vermögende und reiche ältere Leute bezahlbar.

Die DDR verfügte über ein Gesundheitswesen, das für viele Länder der Erde beispielgebend war.

 

Fortsetzung auf Seite 3

 

Soziale und kulturelle Errungenschaften in der DDR

Was ist eine Errungenschaft?

Das Ziel der Arbeit in der sozialistischen Gesellschaft-allen Menschen ein Leben in sozialer Sicherheit und Wohlstand zu garantieren-macht deutlich, was der Sozialismus für die Menschen bedeutet, wofür die Arbeiterbewegung seit mehr als 150 Jahren gekämpft hat. Was ist für die Menschen im Sozialismus besser und vernünftiger, als im Kapitalismus?

Errungenschaften Sozialismus

Bildquelle: „Sascha´s Welt“ – Gab es einen Sozialismus in der DDR?https://sascha313.wordpress.com/2013/07/23/gab-es-einen-sozialismus-in-der-ddr/

 

Wie der Sozialismus den Interessen der Werktätigen(arbeitenden Menschen) entspricht, wird daran deutlich, dass gerade er auch die schwierigen Probleme der Werktätigen löst. Das ist der Vorzug des Sozialismus.

Solche Vorzüge, die sich die Werktätigen mit dem Sozialismus erkämpft und erarbeitet haben, nennen wir Errungenschaften.

Mit einigen Errungenschaften der DDR, die ja bekanntlich 1989/90 verlorengegangen sind, wollen wir uns beschäftigen. Dabei werden wir uns klarmachen müssen, inwiefern es sich um Errungenschaften handelt.

Errungenschaften DDR

Bildquelle: „Sascha´s Welt“ – Gab es einen Sozialismus in der DDR?https://sascha313.wordpress.com/2013/07/23/gab-es-einen-sozialismus-in-der-ddr/

 

Nehmen wir als Beispiel den Besuch einer Oberschule, Plicht für alle Jungen und Mädchen, ohne Schulgeld, gleich welchen Beruf die Eltern, welches Einkommen, welche Hautfarbe oder Religion sie haben mögen; alle Kinder hatten die gleiche Chance zum Lernen. Das wurde damals als selbstverständlich gesehen. Die Schülerinnen und Schüler in der DDR konnten es sich nicht anders vorstellen. Durch die demokratische Schulreform und den Aufbau der sozialistischen Gesellschaft wurde das ermöglicht und gesichert.

Schule

Bildquelle: Stadt Netphen, Schulen
https://www.netphen.de/Bildung-Soziales/Bildung/Schulen

 

 

Was gehörte nun zu den wichtigsten, für die Menschen grundlegenden Errungenschaften?

Zu den grundlegenden sozialen und kulturellen Errungenschaften gehörten die Sicherheit des Arbeitsplatzes, die Gewährleistung der Erholung und gesundheitlichen Betreuung, die Sicherung einer hohen Bildung und des gleiches Lohnes für gleiche Arbeit.

Die Sicherheit des Arbeitsplatzeswar eine der wichtigsten Errungenschaften, die die Arbeiterklasse unter Führung ihrer marxistisch-leninistischen Partei für das gesamte Volk erkämpft hatte. Jede Bürgerin, jeder Bürger der DDR hatte das Recht auf Arbeit, was auch die Pflicht zu arbeiten beinhaltete. Er oder sie hatte das Recht auf einen Arbeitsplatz und konnte diesen entsprechend den gesellschaftlichen Erfordernissen und seiner, bzw. ihrer persönlichen Qualifikation wählen. Ebenso war jeder Schülerin und jedem Schüler eine Ausbildungsstelle(Lehrstelle) garantiert.

sicherer Arbeitsplatz

Bildquelle: Ingenieurbüro Tobias Ritzer GmbH
https://wasserschaden-leckortung.de/index.php/karriere.html

 

Erste Schritte Berufsausbildung

Bild entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Durch die Arbeit schaffte der Mensch alle Werte, die in der sozialistischen Gesellschaft dem Volk und jedem einzelnen zugute kamen.  Der gesicherte Arbeitsplatz gab jedem Werktätigen(arbeitende, Menschen) die Möglichkeit sine Bedürfnisse und die seiner Familie durch eigene Arbeit zu befriedigen. Er erlebte das Gefühl, gebraucht zu werden und nützlich zu sein. Das Einkommen aus der Arbeit, der Lohn, war eine wichtige Grundlage für ein Leben in Sicherheit, relativen Wohlstand und Geborgenheit. Heutzutage reicht der Lohn oftmals nicht zum Leben und es muss zusätzlich Hartz IV beantragt werden(Aufstocker). Das hatten sich die Bürgerinnen und Bürger der DDR nicht im Traume vorgesellt. Hätte jemand in die Zukunft sehen und sagen können, was auf sie zukommt, hätten sie es ohnehin nicht geglaubt. Im Sozialismus wurde der Mensch danach beurteilt, was er für die Gesellschaft leistet. Fleißige Arbeit genoss in der DDR höchste Anerkennung. Heute ist der Mensch nur noch ein Kostenfaktor und austauschbar. Die Leistungen genießen, in der Regel, keine Anerkennung, sondern gelten als selbstverständlich.

Nützlichkeit

Bildquelle: Beutner Group
https://beutner-logistik.de/stellenausschreibungen/

 

Arbeitslosigkeit-eine Geißel für die Werktätigen(arbeitende Menschen)

Arbeitslosigkeit

Bildquelle: „Kölner Stadtanzeiger“
https://www.ksta.de/koeln/koeln-archiv/arbeitsmarkt-statistik-von-februar-in-koeln-gibt-es-weniger-arbeitslose–25949448

 

Wir leben im „siegreichen Kapitalismus“. Bereits damals, als in der DDR und in Osteuropa der Sozialismus existierte, konnte das Recht auf Arbeit im Kapitalismus nicht gewährleistet werden. Schon damals waren ständig viele Werktätige(arbeitende Menschen) arbeitslos. Bereits damals erhielten hunderttausende von Jugendlichen keine Ausbildungsstelle(Lehrstelle) oder nach Beendigung ihrer Ausbildung(Lehrzeit) keinen Arbeitsplatz. Bereits damals waren Frauen, Ältere und Behinderte sowie Angehörige nationaler Minderheiten arbeitslos.                                                                                        Damals, das war noch harmlos gegenüber heute, nach Einführung von Hartz IV und Niedriglohnjobs. Wer Hartz IV bezieht ist gezwungen Niedriglohnjobs anzunehmen, damit das ohnehin karge Einkommen nicht gekürzt oder gestrichen wird.

Arbeitsamt BRD

Bild entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Bereits als es in der DDR und Osteuropa die gesellschaftliche Alternative Sozialismus gab und in Westeuropa durch Zugeständnisse der Kapitalismus abgemildert werden musste, bedeutete Arbeitslosigkeit für die Betroffenen und ihre Familien nicht nur sozialen Abstieg, bei längerer Arbeitslosigkeit soziale Not, sondern auch eine große seelische Belastung, weil sie sich überflüssig und unnütz fühlten. Diese Situation hat sich heute verschärft. Nach Wegfall der gesellschaftlichen Alternative Sozialismus in Europa, sind die Hartz-Gesetze derart angelegt worden, dass davon ausgegangen wird, dass die Betroffenen unnütz und faul sind. Darum werden sie stets unter Druck gesetzt(Sanktionen, Androhung von Sanktionen), was wiederum die Psyche der Betroffenen belastet.

Hartz IV

Bildquelle: „We act“ Petitionsplattform von Campact
https://weact.campact.de/petitions/erhohung-des-hartz-iv-regelsatzes-sofort

 

Hier Stimmen von Arbeitslosen aus der damaligen Zeit, welche im Staatsbürgerkundebuch der DDR ihren Platz gefunden hatten.

Ein arbeitsloser Arbeiter sagte: Ich bin 56…Von Beruf bin ich Holzfacharbeiter. Ja, da ist leider nichts mehr zu machen, wollen alles junge Kräfte haben.“ Ein anderer: Ich habe den Kontakt zu meiner Umwelt verloren, ich fühle mich einsam, isoliert und überflüssig.“

 

Berlin, Arbeitsamt Sonnenallee, Arbeitslose

Arbeitsamt in Westberlin in den 1980er Jahren

Bildquelle: Wikipedia/Bundesarchiv bitte auf´s Bild klicken

 

Die Arbeitslosigkeit in den kapitalistischen Ländern gibt den Kapitalisten die Möglichkeit, andere für die Werktätigen(arbeitende Menschen) ungünstige Lösungen zu finden, die ihnen selbst aber höheren Profit bringen: Sie zahlen zum Beispiel Jugendlichen und Frauen niedrigere Löhne als erwachsenen männlichen Arbeitern. Nach dem Sieg des Kapitalismus ist Leiharbeit und andere Formen prekärer Arbeitsverhältnisse hinzugekommen. Das „Normalarbeitsverhältnis“ gibt es so gut wie nicht mehr.  Die Arbeitslosigkeit, nach dem Sieg des Kapitalismus verschärfte Sozialgesetze, wie die Hartz-Gesetze in der vergrößerten BRD, gibt den Kapitalisten eine Reserve an Arbeitskräften, von denen viele bereit sind, ja durch die Hartz-Gesetze gezwungen sind, für weniger Geld zu arbeiten. Bei Streiks werden sie gegen ihre Klassenbrüder(und –schwestern) als Streikbrecher eingesetzt. So geschieht dies heute durch Leiharbeiter und Leiharbeiterinnen.

Leiharbeiter

Bildquelle: Lebensinhalte
http://lebensinhalte.com/leiharbeiter-in-deutschland-moderne-sklaverei-und-menschenhandel/

 

Das Leistungsprinzip

In der DDR war die alte Forderung der Arbeiterbewegung verwirklicht: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!“  Das bedeutete die Beseitigung einer großen Ungerechtigkeit. Es war eine Errungenschaft die die Entlohnung nach dem Grundsatz ermöglichte: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung“(Dieser alte Spruch aus der DDR ist zwar in der männlichen Form, meint aber stets Männer und Frauen). Dieses Leistungsprinzip durchzusetzen war nicht leicht, weil es nicht einfach ist, die unterschiedlichen Leistungen exakt zu messen. Deshalb war die bewusste Mitwirkung aller Werktätigen(arbeitende Menschen)auch für die Lösung dieser Aufgabe erforderlich.

Starke-Leistung

 

Bildquelle: Marktplatz für Finanzdienstleister
https://maklerkonzepte.com/starke-leistung/

 

Frauen verdienen real acht Prozent weniger

Bildquelle: Tageblatt Luxemburg
http://www.tageblatt.lu/nachrichten/ausland/gleicher-lohn-fur-frauen-und-manner-15437942/

 

 

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