Lieder -Nationalrevolutionärer Krieg in Spanien

 

 

 

Lied zu Hans Beimler

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Internationale Brigaden (kurz: Interbrigaden)

…waren aus Freiwilligen von 53 Nationen bestehende Truppenteile der spanischen Volksarmee, die während des national-revolutionären Krieges in Spanien(1936-1939) an der Seite des spanischen Volkes kämpften.

Bild Interbrigaden JEPG

 

Ihre Bildung war von der Regierung der spanischen Republik am 22.10.1936 beschlossen worden. Eine Interbrigade bestand in der Regel aus 3 – 5 Infantriebataillionen, 2 Artilleriebatterien, mehrere Spezialkompanien und einem Kavalleriezug. Sie war bewaffnet mit Gewehren, Pistolen, Handgranaten, schweren und leichten MGs, Granatwerfern, Panzerabwehrkanonen, sowie einigen Geschützen und Panzern. Sie Kämpfte im Bestand einer Division.

Die Interbrigaden waren kampfkräftige Truppenteile mit hoher politischer Moral. Unter den mehr als 42 000 Antifaschisten waren 5 000 Deutsche, die dem Aufruf des ZK der KPD zur Unterstützung der Spanischen Republik gefolgt waren.

Am 23.08.1938 wurden die Interbrigaden von der Volksfrontregierung aus dem Kampf gezogen, da gleichzeitig die ausländischen Interventen abziehen sollten. Aber die Faschisten brachen diese Vereinbarung. Daraufhin gingen deutsche, österreichische und andere Interbrigadisten, die nicht in ihre Heimatländer zurückkehren konnten, 1939 erneut in den Kampf. Nachdem sie sich vor den Faschisten hatten zurückziehen müssen, gingen viele nach Frankreich oder setzten in anderen Ländern ihren Kampf gegen den Faschismus fort.

Zu den deutschen Antifaschisten, die in den Interbrigaden kämpften, gehörten u.a. Hans Baimler(1895-1936), Heinz Hoffmann(1910-1985), der spätere Verteidigungsminister der DDR, Hans Kahle(1899-1947), Heinrich Rau(1899-1961), Ludwig Renn(1889-1979) und Richard Staimer(1907-1982), später Vorsitzender des ZV der GST.

Soldaten, Politarbeiter und Kommandeure der Interbrigaden wirkten aktiv am Aufbau der DDR und der Stärkung ihrer Verteidigungskraft mit und übernahmen Führungsfunktionen in den bewaffneten Kräften der DDR.

Der heldenmütige Kampf deutscher Antifaschisten an der Seite des spanischen Volkes, ihre Waffenbrüderschaft mit den sowjetischen Soldaten und den antifaschistischen Kämpfern aus der ganzen Weltgehörten zu den wertvollsten militärischen Traditionen der DDR.

 

entnommen aus

Jugendlexikon Militärwesen

Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, 1984

Interbrigaden

 

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überarbeitet von Petra Reichel

Der national-revolutionäre Krieg(Bürgerkrieg) in Spanien (1936-1939)

..war ein gerechter Krieg des spanischen Volkes zur Verteidigung seiner Volksfrontregierung gegen den spanischen und ausländischen Faschismus.

Dem von General Francisco Franco(1892-1975) am 18.07.1936 vollzogenen faschistischen Putsch stellten sich, unter Führung der Kommunistischen Partei Spaniens, die Volksmassen entschlossen entgegen. Das spanische Volk, unterstützt von ausländischen Freiwilligen, verteidigte in einem Bürgerkrieg entschlossen die im Februar 1936 im Ergebnis einer bürgerlich-demokratischen Revolution entstandene demokratische Republik gegen die drohende faschistische Diktatur.

Die Faschisten unter Franco siegten deshalb, weil sie vom faschistischen Deutschland und Italien intensive Unterstützung durch Truppen und Kriegsmaterial erhielten. Damit änderte der Krieg seinen Charakter und wurde zum national-revolutionären Krieg.

Der spanische Krieg bewegte alle Völker, da der Sieg des Faschismus die Gefahr eines Weltkrieges erhöhte. Die Kommunistische Internationale rief zur Hilfeleistung für das tapfer kämpfende spanische Volk auf. Mehr als 42000 Antifaschisten aus der ganzen Welt folgten diesem Aufruf. Sie gingen nach Spanien und kämpften in den Internationalen Brigaden gegen die Faschisten.

Die Westmächte betrieben eine heuchlerische „Nichteinmischungspolitik“, welche die Unterstützung Francos durch die deutschen und italienischen Faschisten hinnahm und das spanische Volk durch eine Blockade von der internationalen Hilfe abschnitt. Nur die Sowjetunion versorgte, obwohl zahlreiche Schiffe zerstört und versenkt wurden, das spanische Volk mit Munition, Waffen, Panzern, Flugzeugen und Lebensmitteln. In der spanischen Volksarmee wirkten sowjetische Berater, kämpften sowjetische Flieger und Panzerfahrer.

Die republikanischen Truppen und Unterbrigaden errangen bei Madrid(1936), Guadalajara und Terul(1937) Siege. Trotz heldenhaften Kampfes führten die hohe materiell-technische Überlegenheit der Faschisten und der Verrat einiger republikanischer Führer nach 3 Jahren doch zur Niederlage der spanischen Volksarmee und zum Sieg des Faschismus in Spanien.

 

Quelle:
Jugendlexikon Militärwesen
Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik
1984

überarbeitet von Petra Reichel

 

National-revolutionärer Krieg in Spanien

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