Mordanschläge auf DDR-Grenzsoldaten

Bericht des Überlebenden

Karl-Heinz Schulze

Der ehemalige Grenzsoldat Schmidt wollte mich während eines Streifenganges ermorden. Andere Grenzsoldaten setzten ihn noch vor Dienstantritt fest.

Ein weiterer Fall war auch aufgedeckt worden. So sollte unser Hptm. „Rommel“ während der Schießausbildung von einem Gefreiten ermordet werden. Auch dieser Verräter wurde von seinen einfachen Mitsoldaten rechtzeitig enttarnt und festgenommen.

Noch zu erwähnen sei auch die Zielübungen oder Schüsse des BGS in Niedersachsen auf DDR Grenzposten und somit Verletzung der Staatsgrenze, trotz des Helsinkiabkommens. (KSZE – Friedfertigkeitsabkommen mit dem Imperialismus)

Auch ein Anschlag der BRD Seite auf den Gefreiten Stechbarth, Sohn des Stellvertreters des Verteidigungsministers konnte durch das MfS aufgeklärt und verhindert werden.

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Scharnhorst-Orden

Der Scharnhorst-Orden war ein Orden der DDR, der für Leistungen zur militärischen oder sonstigen Stärkung der DDR verliehen werden konnte. Er wurde am 17. Februar 1966 vom Ministerrat der DDR gestiftet und bis zum Ende der DDR 1990 verliehen.

 

Scharnhorst-Orden Beschreibung

Bildquelle: Wikipedia

 

 

Der Entwurf des Scharnhorst-Orden stammt ursprünglich von Klaus Bernsdorf. Die plastische Darstellung des Ordens selber wurde sodann vom Berliner Bildhauer Fritz Schulz ausgeführt.

Der Scharnhorst-Orden war ein einklassiger Orden und war benannt nach dem preußischen General Gerhard von Scharnhorst. Scharnhorst galt in der DDR als fortschrittlicher Militärtheoretiker, der sich für Reformen im preußischen Militärwesen einsetzte und die Grundlagen eines Volksheeres schuf. Die NVA sah sich direkt in der Tradition der deutschen Freiheitskriege von 1813 bis 1815 sowie in der Erfüllung der NVA als Volksheer.

Die NVA bezog sich in ihrer Tradition auf die deutschen Freiheitskriege von 1813-1815. Als Volksarmee bezog sie sich darauf, dass Scharnhorst das Söldnerheer in ein stehendes Volksheer umwandelte.

Scharnhorst-Orden

Scharnhorst-Orden

Bildquelle: Von 西部方面奇行師団長 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=21393649

 

Der Orden wurde verliehen für hervorragende:

  • militärische Verdienste
  • Verdienste um dem Schutz der DDR sowie
  • Stärkung der Landesverteidigung der DDR

an Angehörige, Truppenteile, Verbände und sonstiger Einrichtungen (auch Zivileinrichtungen):

 

Zusätzlich war eine Verleihung des Ordens auch an Angehörige anderer bewaffneter Organe der DDR vorgesehen, die jedoch nicht zwingend in einer bewaffneten Organisation eingebunden sein mussten. Verleihungen waren auch an ausländische Militärangehörige vorgesehen und sind praktiziert worden. So zum Beispiel an den Marschall Wiktor Georgijewitsch Kulikow.

Der Orden wurde am Tag seiner Verleihung stets mit einer aufwendig gefertigten Urkunde überreicht. Dazu gab es eine einmalige Dotation von 5000 Mark.

Obwohl der Scharnhorst-Orden die höchste militärische Auszeichnung der DDR darstellte, erreichte er in der Reihenfolge aller Auszeichnungen der DDR nur den 7. Platz. Daraus ergab sich auch die Platzierung des Ordens an der Ordensschnalle bei höherwertigen Auszeichnungen.

Der Scharnhorst-Orden wurde auf der linken Brustseite an einer pentagonalen Bandspange (nach russischem Vorbild) getragen. Bei mehrfacher Verleihung wurde der Orden entsprechend seiner Verleihungsanzahl getragen.

Scharnhorst-Orden Beschreibung

 

Das Ordenszeichen war seit Beginn seiner Einführung im Jahr 1966 bis 1989 mehrfachen Änderungen unterworfen, wobei das Grundaussehen des Ordens nur unwesentlich geändert wurde. Der Scharnhorst-Orden bestand zeit seines Bestehens aus einem mit goldenen Strahlen unterlegten fünfarmigen Stern. Im Mittenmedaillon des Sterns befand sich in blauem Feld mit weißer Umrahmung ein goldenes Porträt von Scharnhorst, unter dem zwei gekreuzte goldene Dolche platziert waren.

 

  • 1. Ausführung 1966–1972: Produktion des Ordens aus vergoldetem 900er Silber, Rückseitig waren 5 Niete aufgesetzt.
  • 2. Ausführung 1973–1980: Produktion des Ordens aus vergoldetem Buntmetall, Rückseite glatt mit einem zentral gelegenen Niet gehalten.
  • 3. Ausführung 1980–1989: Einführung einer gemusterten (gesprengelten) glatten Rückseite ohne Niete, Medaillon nur noch aufgeleimt. 

Das Ordensband des Scharnhorst-Ordens war blau gehalten mit goldener Perkussion (gleichfarbigen beiderseitigen Streifen). Gleiches Farbspiel spiegelt sich auf der Bandspange wider, auf dessen Mitte eine Miniatur des Medaillons Scharnhorsts aufgesetzt war.

Genaue Maßangaben sind aufgrund unterschiedlicher Anfertigungen hinsichtlich Materialverwendungen nur bedingt möglich. Die Größenangaben basieren deshalb auf Mittelwerten. Diese waren:

  • Höhe einschließlich Öse: 45,45 mm bis 46,37 mm
  • Breite: ca. 42,5 mm
  • Gesamtbreite der Dolche: ca. 30,2 mm
  • Gewicht: 44 g bis 44,5 g

Der Scharnhorst-Orden wurde, wie viele andere Orden der DDR (z.B. Karl-Marx-Orden) an ganze Truppenteile, Verbände oder auch Betriebe in Form eines Fahnenbandes verliehen.

 

Bekannte Träger des Scharnhorst-Ordens:

 

 

Entnommen Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel

 

 

 

 

Erich Mielke zur Staatsgrenze der DDR(1989)

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leichtsinnige Mutter

Trotz BGS-Warnschilder auf der BRD-seite stellt sich eine unvorsichtigen Mutter mit Kind unmittelbar an einer DDR-Grenzsäule. Die Säulen befinden sich in der Regel zwischen 2-5m hinter dem eigentlichen DDR-Grenzverlauf. Die beiden Personen befinden sich faktisch auf DDR-Gebiet; in der GT-Dienstsprache handelt es sich bei dieser Situation schon um eine „Grenzverletzung“. Das Foto wird um 1985 durch einen Grenzaufklärer im GR-15 erstellt. Gut zu erkennen ist die Grenzsäulennummer auf der Rückseite der Grenzsäule. Die Säulen selbst trägt häufig als oberen Abschluss einen mittigen Stahlstab, dieser soll Vögel davon abhalten, sich auf den Säulen abzusetzten und so die Säule evtl. zu verschmutzen. Grundsätzliche wird die o.g. Grenzsäulennummer zur Lokalisierung von Vorgängen immer in den Berichten und Fotos als „GS-Nr.“ angegeben. Die links oben abgebildete schwarze Grenzsäulennummertafel ist eine Ersatztafel für Grenzaufklärer bei Ersatzmaßnahmen an beschädigter bzw. entwendeter Kennzeichnungen. ( Privatarchiv d. Verf.)

 

Bildquelle nebst Bildunterschrift:

Kommando Grenztruppen der DDR


 

Provokation an der Staatsgrenze der DDR zu Westberlin. (bereits während der Konterrevolution)


 

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Power Point-Vortrag als PDF-Datei:

ERich Mielke zur Staatsgrenze der DDR 1989.pptx

Entnommen aus der Mediathek der BStU.

Siehe auch Zusammenfassung und Auswertung dieses Referats.

Bildnachweise:

Erich Mielke (1976) Kopie

Erich Mielke(1976)
Bildquelle:„Bundesarchiv Bild 183-R0522-177, Erich Mielke“ von Bundesarchiv, Bild 183-R0522-177 / CC-BY-SA 3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons –  Bitte auf´ s Bild klicken.

 

Tonbandgerät Kopie 3

Tonbandgerät
Bildquelle: Wikipedia

 

BStU Mediathek Kopie

 

MfS- Mediathek

Bildquelle: https://award.typo3.org/shortlist-award-2016/

 

DEU DDR STASI SCHIESSBEFEHL

Bildquelle:
Flucht und Ausreise Diskussionsforum

 

böser Mensch

Bildquelle:
Gesund im Job – Der Gesundheitsblog

 

Ausreiseantrag

 

Bildquelle: Aktion Mensch, entsprechende Seite nicht auffindbar

 

 

Sicherheit und Ordnung

Bildquelle:
CDU

 

leichtsinnige Mutter

Bildquelle nebst Bildunterschrift:
Kommando Grenztruppen der DDR

 

Medienzirkus

 

Bildquelle:
Wikimedia

 

KRAZ Kipper Bild002 _2_ _2_

Krazkipper
Bildquelle: www.baumaschinenbilder.de

Anwendung Schusswaffe

 

Bildquelle:
Fotosearch

 

DDR-GRenze Ordnung

Bildquelle:
Made for minds

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bericht eines DDR-Grenzers

Gastbeitrag von Holger Marks

Die »Grenztruppen der DDR« wurden – zunächst unter anderem Namen – bereits am 1. Dezember 1946 gegründet. Ich wurde erst 20 Jahre Später geboren.
Am 1. Dezember 1984 fand ich mich im Gebäude des Wehrkreiskommando Reichenbach/Vogtl. wieder. Da, wo ich mich zuvor zu 3 Jahren verpflichtet hatte. Freiwillig! Ohne deswegen studieren zu wollen.
Wir waren dort sicher mindestens 30 junge Männer aber in dem Raum hätte man eine Stecknadel auf den Boden knallen hören.
Nach einer endlos langen Zugfahrt kam ich in der Uffz-Schule „Egon Schultz“ in Perleberg an. Dort wurden wir von Kindern zu Männern gemacht und es hat keinem von uns geschadet. Wir wurden sechs Monate lang ausgebildet im Grenzdienst und für den Fall eines militärischen Angriffes zur Verteidigung unseres Landes im Waffengefecht. Und dazu, eine Gruppe aus 10 bis 12 Soldaten auszubilden und zu führen.
Danach war ich im Grenzregiment 1 (Mühlhausen) zunächst in Lauchröden und dann in Neuenhof (beides bei Eisenach). An der Grenze zwischen Thüringen und Hessen.
Einige meiner „Untergebenen“ waren deutlich älter als ich. Aber wir alle wussten, dass wir nur MIT-einander dort agieren konnten. Wir waren dort nicht, weil wir „Lust“ gehabt hätten, einen potenziellen Grenzverletzer zu erschießen, sondern um die Grenze in beiden Richtungen zu sichern. Und diesen Dienst nahmen wir alle sehr ernst! Selbst bei nachts Minus 30 Grad im Winter 1986.
Ja. Wir trugen eine Maschinenpistole und hatten 60 Schuss scharfe Munition dabei. Aber außer auf dem Schießplatz hat niemand von uns je davon Gebrauch machen müssen. Wir waren junge, damals sportliche Männer und konnten mindestens so schnell rennen, wie ein Mensch, der die 20 Warn-Schilder zuvor übersehen haben musste.
Und die Mär: „Für einen erschossenen Grenzverletzer bekamen die Grenzer Sonderurlaub!“ ist völlig weltfremd. Danach hätte die Untersuchung durch militärische und zivile Staatsanwaltschaft begonnen und statt Sonderurlaub hätten wir derweil Ausgangs- und Urlaubssperre bekommen.
Uns gegenüber, wenige Meter entfernt taten die Beamten des Bundesgrenzschutz (BGS) und Grenzzolldienst (GZD) ihren Dienst. Auch mit Schusswaffen.
Gerne haben sie nachmittags Schulklassen, Einheimische und Touristen mit Bussen an die Grenze gebracht, auf einer Aussichtsplattform versammelt und während die Herrschaften uns wie exotische Tiere im Zoo fotografierten, gefiel es manchmal einem der Beamten, mit seiner Schusswaffe „aus Spaß“ auf mich zu zielen. Ich habe mich dann nicht geduckt, sondern stand mit meinen 193 Zentimetern Körperhöhe eisern da, wie ein Soldat das so macht. Im Leben hätte der sich mit so vielen Zeugen nicht getraut, abzudrücken. Und getroffen hätte er mich ohnehin nicht?
Ich würde heute gerne mal mit einem dieser Beamten, die auf mich mit einer Schusswaffe gezielt haben, persönlich sprechen. Es hat sich aber bislang nie einer bei mir gemeldet.
Die Damen und Herren, die sich auf den Weg gemacht hatten, um die DDR (nicht nur nachts!) über den Zaun zu verlassen, waren uns aber auch nicht wohlgesonnen. Selbstgebastelte Schusswaffen, Flaschen mit Salzsäure und natürlich Messer hatten sie dabei.
Übrigens gab es dafür den Weg der „Ständigen Ausreise aus der DDR“ und liebe Leser: Sie würden sich wundern, wie oft das stattfand!
Aber dann in geordneten Verhältnissen, ohne zuhause zurückgelassene schlafende Kinder und über eine offizielle Grenzübergangsstelle!
Zwei Jahre nach meiner Entlassung wurden die Grenzsicherungsanlagen entfernt. Aber das macht mich nicht zornig und stellt nicht den Sinn meines dreijährigen Dienstes an dieser Grenze in Frage. Es war richtig und gut so. Mein Dienst wie auch der Wegfall der Grenzanlagen.
Meine Kameraden und ich, vom Soldat bis zum General, haben den Auftrag erfüllt, den heute noch viele Menschen rund um den Erdball ausführen: Die Einhaltung einer Vorschrift / eines Gesetzes zu gewährleisten.
Ich stehe bis heute dazu und danke allen aufrichtigen Kameraden!
Holger Marks
Ufw. a.D.

 

Zu den Schulungsfilmen(Grenze)

Gastbeitrag von Karl-Heinz Schulze

Karl-Heinz Schulze diente an der Grenze

 

Grenze (Zeichnung)

Bild vor langer Zeit von Facebook entnommen

 

Ich muss dazu sagen, „Schulungsfilme“ hatten in der DDR eine andere Bedeutung als im Westen. Schulungsfilme sollten den künftigen Soldaten bis hin zu den künftigen Offizieren klarmachen dass dieser Dienst kein Abenteuer oder Zuckerschlecken ist. Die in den Filmen dargestellten Handlungen des BGS, des ZGD/GZD oder faschistischer Organisationen unter BGS Schutz sind keine DEFA Filme sondern Filmaufnahmen/Fotoaufnahmen von uns Grenzern. Manchmal wurde auch ich nachts aus dem Bett geholt, um diese Filme zu entwickeln, damit ADN (Nachrichtenagentur der DDR) schnellstmöglich solche Bilder für die „Aktuelle Kamera“ erhielten. Für uns war die „unsichtbare Front“ sichtbar, also real. Altbundesbürger werden es aber nie verstehen, warum wir Grenzer stolz auf unsere Menschen und Errungenschaften waren. Ja, die Grenze hatte kein Model-Gesicht. Auch für uns nicht. Es war aber dennoch die beste Zeit in meinem Leben. Auch das werden die Neokapitalisten im Osten nicht kapieren.

 

Grenzgebiet

Bild vor langer Zeit von Facebook entnommen

 

Gewalttaten gegen die Staatsgrenze der DDR

Selbst antikommunistische Institutionen, wie die „Bundeszentrale für politische Bildung“ und die BStU kommen nicht umhin Gewalttaten gegen die Staatsgrenze der DDR zu zeigen. Wie z.B. in diesem Film. Aber die Kommentare sind hämisch und desinformieren, anstatt zu informieren.

Das geht schon bei dem ersten gezeigten Fall los. Dass Grenzsoldaten von Fahnenflüchtigen erschossen wurden, war der Bevölkerung sehr wohl bekannt. Es gab in der DDR auch Bücher zu diesem Thema. Klar, dass dies eine Krisensituation war und sich die DDR-Regierung damit beschäftigte.

Als Grenze zwischen den damaligen beiden Systemen und Blöcken, war die Staatsgrenze der DDR sehr sensibel. Erst recht in Berlin. Es wird beschönigend von einer Mauer geredet. Das war eine Staatsgrenze und keine Grundstücksmauer. Na, dass sich der Geheimdienst mit beschäftigte, ist doch logisch. Aber der Kommentator tut verwundert.

John Runnings war der Zeit voraus. Aber wäre es von westlicher Seite nicht vernünftiger gewesen ihm Einhalt zu gebieten, anstatt ihn vorzuführen? Eine falsche Reaktion auf sein Handeln hätte schlimme Konsequenzen haben können.

Kurz geht man auf den Besuch von Politikern aus der BRD und Frankreich an der Grenze in Berlin ein.

Dass von westlicher Seite aus an der Grenze eingesetzte Wachhunde erschossen wurden und dass auch auf die Wachttürme geschossen wurde und es den Schützen egal war, dass die Wachttürme besetzt waren, wird mit Seelenruhe berichtet.

Die Grenzsoldaten der DDR wurden z.B. mit Steinen, Mist oder Feuer beworfen. Nun müssen diese westlichen Institutionen zugeben, dass es Gewalttaten gegen die Grenze der DDR gab. Es gab sogar Sprengstoffanschläge. Schnell ist man dabei zu behaupten, dass die korrekte Bezeichnung Staatsgrenze rechtswidrig gewesen wäre und es sich nur um eine innerdeutsche Grenze gehandelt hätte. Da werden diese schlimmen Gewalttaten sofort nach Benennung verharmlost.

Es bleibt nicht aus. Das leidige Thema „Schießbefehl“ kommt wieder aufs Tapet.

Nun geht es um ein Todesopfer an der Grenze, wo erklärt wird, dass den Angehörigen als Todesursache lediglich Ertrinken mitgeteilt wurde. Aber dass man es den Angehörigen damit leichter machte und ihnen Ärger ersparte, sagt man in diesem Film nicht. Die betreffende Person wurde von den Angehörigen als vermisst gemeldet. Da war der Fall klar, dass sie mit dem versuchten illegalen Grenzübertritt des Betroffenen nichts zu tun hatten. Wäre die Todesursache direkt mitgeteilt worden, hätte es Ärger für die Angehörigen bedeutet. Sie hatten mit der Trauer genug Kummer. Dass die Angehörigen die Leiche nicht sehen durften, ist doch klar. Man hat ihnen den Anblick des Toten mit den Schusswunden erspart.

Dann geht es um Grenzer die auf ihre eigenen (Ex-)Kollegen schießen mussten, wenn diese abhauen wollten. Der (Ex-)Kollege hatte ´ne Waffe. So war es doch Notwehr. Gleichzeitig wird gesagt, dass Grenzer die abhauen wollten auf ihre (Ex-)Kollegen geschossen haben.

Unlogik oder schlechter Witz? Da wird über die gelungene Flucht eines Grenzers berichtet und warum er seine Waffe zurücklässt. Nicht nur wegen unnützem Ballast, sondern auch um nicht des Diebstahls bezichtigt zu werden. So was kann nur die Logik antikommunistischer Propaganda sein.

Dann geht es um jemanden, der in Westberlin, in Sichtweite der Grenzer, sich ans Fenster gekettet hat. Auch in Westberlin ging das nicht einfach so und er wurde abgeführt. Der Film zeigt die Reaktionen von Besuchern auf einer Empore in der Nähe.

Als Nächstes: Demonstranten auf einer Empore, die ihre Transparente zurücklassen. Französische Soldaten müssen diese wegräumen. Der Kommentator bezeichnet das als Kuriosum. Das ist kein Kuriosum, sondern Umweltverschmutzung, welche die französischen Soldaten beseitigen mussten.

Die nächste gezeigte Aktion. Am Checkpoint Charly legt sich einer auf die Grenzmarkierung. Es gelingt den DDR-Grenzern nicht diese Person zu entfernen, weil sie von den Umstehenden daran gehindert werden. Die Westberliner Polizei ist fixer. Sie greift schnell ein, bevor die Menge reagieren kann und nimmt den Provokateur mit.

Dann wird versucht eine DDR-Fahne anzuzünden.

Der Pappenheimer Günnel ist bei diesen Provokationen zu erkennen. (Uwe-Carsten Günnel ist einschlägig aus dem Internet bekannt. In der Vergangenheit wurde er bei den „Main-Stream“-Medien herumgereicht.)

Dem Kommentator missfällt, dass von DDR-Seite aus solche Aktionen als Provokation gewertet wurden. Was war denn das sonst? Und dann das Erstaunen, dass diese Provokateure von DDR-Seite fotografiert und Akten angelegt wurden.

Dann werden Selbstmordversuche mit dem PKW am Grenzzaun gezeigt.

Oh welche Verwunderung. Natürlich mussten auch angewehte Plastiktüten dokumentiert werden und ein leerer Bierkasten auf Westseite musste von der Polizei auf Westseite abgeholt werden. Das ist doch logisch. Es hätte doch eine Bombe sein können. Ebenso verhält es sich mit einem Kunstwerk.

Als Nächstes geht es um die Aufzeichnung eines Bierflaschenwurfs auf die Frontscheibe eines Grenz-Trabbis. Seelenruhig erzählt der Kommentator das. Das war doch gefährlich. Es hätte mehr, als die kaputte Scheibe des Grenz-Trabbis zu Schaden kommen können.

Die nächste Szene ist ein Fotoalbum von Erich Mielke, das die Errichtung des antifaschistischen Schutzwalls dokumentiert.

Mit Seelenruhe bezeichnet der Kommentator die Reaktion der Westalliierten auf die Errichtung des Antifaschistischen Schutzwalls als hilflos und dass sie es bei einer Symbolik belassen hätten. Was hätten sie tun sollen? Krieg? Ist dem Kommentator bewusst, was er da redet? Kurz darauf wird erklärt, dass die Westmächte keinen Konflikt riskierten.

Danach geht es um die Tunnelbauer. Der Kommentator behauptet, dass dies getan wurde um „armen Verwandten“ zu helfen. Diese Tunnels waren Spionagetunnels.

Dann wird gezeigt, dass eine Familie, welche die DDR mit einem selbstgebauten Ballon illegal verlassen wollte, wegen einer weggeworfenen Bierflasche erwischt wurde. Die müssten für ihre eigene Blödheit nochmal extra Strafe kriegen.

Nun Bilder, wo Leute erwischt wurden, die versuchten im Kofferraum Leute aus der DDR zu schleusen. Es wird erklärt, dass das MfS die „Fluchthelferorganisationen“ unterwandert hätte. Natürlich wird hier der Hetzbegriff „Stasi“ verwendet.

Dann Bilder von welchen, die versuchten per Zug die DDR illegal zu verlassen. Was für Blödiane. Die Züge wurden doch stets kontrolliert und jede Klappe aufgemacht. Logisch, dass die erwischt wurden. Nicht, wie der Sprecher behauptet, dass das MfS(die „Stasi“) die Verstecke so gut kannte, sondern weil es Routine war.

Dann wird die Ausweisung eines westlichen Journalisten benannt. Da die westlichen Medien nur gehetzt haben, konnte es zu solchen Maßnahmen nur im äußersten Fall kommen. Natürlich wird das als „kritische Berichterstattung“, die angeblich unterdrückt wurde, verharmlost.

Dann geht es um westliche Polizisten und dass das MfS geprüft hatte, ob sie als IM zu gewinnen waren.

Über das Stück vor der Grenze, das auch noch DDR-Gebiet war, wird berichtet und über Agenten-(Kundschafter-)schleusen.

 

Zum Film bitte auf das Filmrollensymbol klicken.

Filmquelle:
Mauer und Grenze. Materialsammlung der Bundeszentrale für politische Bildung. Der Film bündelt vielfältiges Stasi-Material zum Thema Mauer und innerdeutsche Grenze.
Quelle: DVD „Feindbilder – die Fotos und Videos der Stasi“, bpb/BStU 2. Auflage 2009

 

Symbol Filmrolle

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Bildquelle:
Wadeco

Thema Nr. 1 der Hetze und Geschichtsfälschung

Während des Bestehens der DDR und danach, bis zum heutigen Tage ist die Grenze der DDR zur BRD und Westberlin das Thema Nr.1, um durch das Schüren vom Emotionen, antikommunistische Hetze zu betreiben.

Es war die Grenze zwischen Warschauer Vertrag und der NATO. Die Sicherung der Grenze diente der Verhütung eines dritten Weltkrieges.

Ach, und wenn zum wiederholten Male von Todesopfern die Rede ist, dann sollte man bedenken, dass auch Grenzsoldaten in Ausübung ihres Dienstes getötet wurden.

„Normal-Bürger/innen“ hatten im Grenzgebiet nichts zu suchen. Wer die DDR auf diesem Wege illegal verlassen wollte, kalkulierte das Risiko zu sterben ein. –Doch so schnell ging das Sterben nicht. Es gab erst einen Warnruf, dann einen Warnschuss, bevor scharf geschossen wurde.