Nachtrag Tag der NVA 2015

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Tag der NVA

Der Tag der Nationalen Volksarmee(NVA) war der 01. März. Dieser Tag ist immer noch der Ehrentag der NVA.

Am 01. März im Jahre 1956 nahmen das Ministerium für Nationale Verteidigung der DDR(siehe Galerie der Verteidigungsminister der DDR), die Stäbe der Luft und Seestreitkräfte sowie der Militärbezirke ihre Arbeit auf und die ersten Einheiten der Nationalen Volksarmee der DDR wurden aufgestellt.

Zum Tag der Nationalen Volksarmee wurde der 01. März auf Beschluss des Ministerrates der DDR vom 18.10.1956 erklärt.

Bild Tag der NVA

Am 30.04.1956 wurde dem 1. Mot. Schützenregiment von Willi Stoph, dem damaligen Verteidigungsminister der DDR, als erstem Truppenteil der NVA die Truppenfahne übergeben.

Am Tag der Nationalen Volksarmee fanden in Truppenteilen und Einheiten militärische Zeremonielle statt, wie vor dem Mahnmal für die Opfer des Faschismus und Militarismus Unter den Linden in Berlin/DDR der große Wachaufzug und der große Zapfenstreich.

 

Anlässlich des Tages der NVA wurden militärische Auszeichnungen verliehen und Ernennungen und Beförderungen ausgesprochen.

Freundschaftliche Begegnungen von Angehörigen der NVA mit den Werktätigen(arbeitende Menschen) bekundeten gerade an diesem Tage die Einheit von Volk und Armee im sozialistischen Staat. Ob das die Menschen mehrheitlich so wahrgenommen hatten, ist fraglich.

Mit dem Tag der Nationalen Volksarmee endete die Woche der Waffenbrüderschaft.

 

 

Buchtitel %22Jugendlexikon-Militärwesen%22entnommen aus „Jugendlexikon – Militärwesen“ DDR 1984

 

Woche der Waffenbrüderschaft

Als Woche der Waffenbrüderschaft wurde in der DDR die Woche bezeichnet in welcher der Tag der Sowjetarmee und Seekriegsflotte, der 23. Februar, und der Tag der Nationalen Volksarmee, der 01. März gefeiert wurden.

An diesen Tagen fanden zahlreiche Freundschaftstreffen, Sportwettkämpfe und militärpolitische Veranstaltungen statt. Die Angehörigen beider Armeen, Werktätige(arbeitende Menschen) der DDR sowie in FDJ und GST organisierten Mädchen und Jungen aus ihren Patenbetrieben und –schulen wurden einbezogen.

Die Veranstaltungen dieser Woche legten Zeugnis ab von dem engen Bündnis zwischen Nationaler Volksarmee und Sowjetarmee und den anderen im Warschauer Vertrag vereinten Armeen im Kampf um die militärische Sicherung des Friedens und des Sozialismus.

 

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Entnommen aus „Jugendlexikon – Militärwesen“ DDR 1984

Woche der Waffenbrüderschaft

Waffenbrüderschaft

Die Waffenbrüderschaft ist eine Form der Beziehungen zwischen sozialistischen Streitkräften zweier oder mehrerer Staaten.

Waffenbrüderschaft Seite

 

Die zur Waffenbrüderschaft der zum Warschauer Vertrag gehörenden sozialistischen Bruderarmeen war Bestandteil der Allgemeinen Zusammenarbeit der Bündnispartner.

Ihre Anfänge gehen auf die Interventions- und Bürgerkriege gegen die Sowjetmacht 1918-1922 zurück, als in den Reihen der Roten Armee Zehntausende Internationalisten(z.B. Ungarn, Polen, Bulgaren, Serben. Tschechen, Solowaken, Deutsche, Österreicher, Finnen, Rumänen) kämpften.

Im zweiten Weltkrieg kämpften an der Seite der Sowjetarmee polnische, tschechische, rumänische, bulgarische, ungarische und jugoslawische Truppen, die zum größten Teil mit sowjetischer Hilfe aufgestellt wurden.

Die Waffenbrüderschaft der sozialistischen Bruderarmeen entwickelte sich in folgende Richtungen:

  • Jede Bruderarmee erfüllt die ihr im Rahmen der sozialistischen Militärkoalition übertragenen Aufgaben und ist durch Aufrechterhaltung einer hohen Gefechtsbereitschaft zur kollektiven Abwehr einer Aggression der NATO bereit.

 

  • Die Erfahrungen in der Ausbildung der Truppen, Flieger und Flottenkräfte wurden systematisch ausgetauscht und gemeinsame Ausbildungsmaßnahmen durchgeführt. Dabei wurde das Zusammenwirken der vereinten Streitkräfte auf dem Gefechtsfeld erprobt.

 

  • Es wurden einheitliche Auffassungen zu Fragen der Militärwissenschaft, z.B. der Abwehr eines Überfalls der NATO mit Luftangriffsmitteln, erarbeitet.

 

  • Es wurden Erfahrungen der politischen Arbeit ausgetauscht und gemeinsame militärpolitische Maßnahmen durchgeführt. So fand in der DDR jährlich Ende Februar die Woche der Waffenbrüderschaft statt.

 

Die Bruderarmeen leisteten gegenseitige Hilfe bei der Ausbildung und Qualifizierung von Militärkadern(militärischen Führungskräften). So wurden einige tausend Offiziere der NVA an sowjetischen Militärakademien qualifiziert.

Die Waffenbrüderschaft der sozialistischen Bruderarmeen war eine Quelle ihrer militärischen Stärke. Sie erfasste alle Bereiche des militärischen Lebens und der militärischen Pflichterfüllung und garantierte zuverlässigen bewaffneten Schutz der sozialistischen Staatengemeinschaft.

 

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Entnommen aus Jugendlexikon Militärwesen, DDR 1984 bearbeitet von Petra Reichel

 

Waffenbrüderschaft

 

 

 

Spurensuche in Sachen NVA

Gastbeitrag von Dernier Cri   Von den Bauernkriegen bis zum antifaschistischen Widerstand: Traditionsverständnis einer deutschen Armee, die nie in einen Krieg verwickelt war. Dieser Tage wird …

Quelle: Spurensuche in Sachen NVA