Die weltgeschichtliche Bedeutung der Oktoberrevolution

Ein Beitrag aus einem befreundeten Blog zur Oktoberrevolution.

Sascha's Welt

OktoberrevolutionDie Oktoberrevolution siegte zu einer Zeit, als Rußland der völlige Verlust der staatlichen Selbständigkeit drohte. Wenn das Volk Rußlands nicht unter Leitung der bolschewistischen Partei zur sozialistischen Revolution geschritten wäre, dann hätte sich Rußland in eine Kolonie der imperialistischen Staaten verwandelt. Die Oktoberrevolution rettete das Land vor der Versklavung durch ausländische Mächte, sie sicherte ihm die Freiheit und Unabhängigkeit.

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Kliment Jefremowitsch Woroschilow

Kliment Jefremowitsch Woroschilow , geboren am 23. Januar (4. Februar 1881) in Werchneje im Ujesd Bachmut, Gouvernement Jekaterinoslaw (heute Ukraine); verstorben am 2. Dezember 1969 in Moskau) war von 1925 bis 1940 Verteidigungsminister (Volkskommissar) der Sowjetunion. Als Nachfolger Nikolai Schwerniks war der 1935 zum Marschall der Sowjetunion ernannte Woroschilow von 1953 bis 1960 Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjets und damit Staatsoberhaupt des Landes.

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Kliment Woroschilow als Marschall der Sowjetunion, 1937

Bildquelle: Von Unbekannt – Почтовая карточка 1937 года. Автор фото неизвестен., Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

 

 


 

Nach kurzer Schulbildung arbeitete Woroschilow in unterschiedlichen Handwerksberufen; seit 1899 engagierte er sich in der Arbeiterbewegung und trat 1913 in die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands (РСДРП) ein. Bis zur Oktoberrevolution organisierte er Streiks und illegale Aktivitäten im Donezbecken, Baku und Sankt Petersburg, wobei er mehrfach inhaftiert und verbannt wurde. Nach der Februarrevolution 1917 wurde er in den Petrograder Arbeiter- und Soldatenrat gewählt; während des folgenden Kampfes gegen Konterrevolution und Intervention beteiligte er sich an der Bildung der Roten Armee und spielte eine wichtige Rolle beim Kampf um Zarizyn (ab 1925: Stalingrad, seit 1961: Wolgograd), wobei er eng mit Stalin zusammenarbeitete.

1917 gründete er die Zeitung Donezki Proletari.

Von 1926 bis 1957 war er Vollmitglied im Politbüro der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) und damit im Zentrum der politischen Macht.

In den 1920er und 1930er Jahren setzte sich Woroschilows militärischer Aufstieg auf verschiedenen Positionen der Roten Armee fort. Am 7. November 1925 wurde er Volkskommissar (Minister) für Armee und Marine (im Juni 1934 umbenannt in Volkskommissar für Verteidigung) sowie Vorsitzender des Revolutionären Kriegsrates. Am 20. November 1935 erfolgte die Ernennung zum Marschall der Sowjetunion.

Nach den katastrophalen Verlusten der Roten Armee im sowjetischen Winterkrieg gegen Finnland wurde Woroschilow am 8. Mai 1940 im Amt des Volkskommissars für Verteidigung durch Marschall Timoschenko ersetzt. Er blieb bis 1953 einer der stellvertretenden Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare (ab 1946: Ministerrat der UdSSR). Zu Beginn des Großen Vaterländischen Krieges(zweiter Weltkrieg) im Juni 1941 war er verantwortlich für den nordwestlichen Teil der Landesverteidigung. Es gelang ihm als Befehlshaber der Leningrader Front nicht, die am 8. September 1941 beginnende Leningrader Blockade durch Truppen der Wehrmacht zu verhindern. Woroschilow behielt das Vertrauen Stalins und hatte von 1945 bis 1947 den Vorsitz der sowjetischen Kontrollkommission in Ungarn inne.                                                                                            Nach Stalins Tod im März 1953 war Woroschilow bis 1960 Vorsitzender des Obersten Sowjets und damit Staatsoberhaupt der UdSSR. 1956 erhielt er – zu Ehren seines 75. Geburtstages – erstmals die Auszeichnung Held der Sowjetunion“. Zusammen mit Malenkow und Chruschtschow war er in die Aktivitäten gegen Geheimdienstchef Lawrenti Beria involviert, die mit dessen Todesurteil und Hinrichtung im Dezember 1953 endeten. An Chruschtschows Initiative zur Verdammung Stalin beteiligte er sich zunächst nicht. Malenkows gescheiterten Versuch, Chruschtschow 1957 als Ersten Sekretär der KPdSU abzusetzen, unterstützte er zunächst, um aber letztlich wieder auf Chruschtschows Seite zu wechseln.

1960 trat Woroschilow in den Ruhestand und wurde auf seinem Posten als Vorsitzender des Präsidium des Obersten Sowjets von Leonid Breschnew abgelöst. Als „lebende Legende der sowjetischen Geschichte“ wurde er jedoch von 1966 bis 1969 erneut ins Zentralkomitee berufen. Zum 50. Jubiläum der Roten Armee im Jahr 1968 wurde er zum zweiten Mal als Held der Sowjetunion ausgezeichnet.

In seinem 89. Lebensjahr starb Woroschilow in Moskau und wurde an der Kremlmauer am Roten Platz beigesetzt, wo man ein Denkmal für ihn auf seinem Grab aufstellte. Ebenso erinnert eine Tafel an seinem ehemaligen Wohnhaus in der Granowski-Straße (улица Грановского), seit 1992 Romanow pereulok (Романов переулок), an ihn. In der Türkei, deren Unabhängigkeitskrieg durch sowjetische Militärhilfe unterstützt wurde, ist Woroschilow in der Personengruppe des Denkmals der Republik am Istanbuler Taksim-Platz abgebildet.

Woroschilow in Türkei

Woroschilow mit dem türkischen Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk bei den Feierlichkeiten zum zehnten Jahrestag der türkischen Republik (Oktober 1933)

Bildquelle: Von Original photographer unknown. – Ministry of Education web site, [1] (Images Atatürk) collection of the Republic of Turkey ., Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

 

 

Namensgebungen und Schilderstürmerei 

Mit dem KW-1, KW-2 und KW-85 war eine Serie sowjetischer schwerer Panzer, die im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurden, nach Woroschilow benannt. Drei Städte trugen seinen Namen: Woroschilowgrad in der Ukraine (von 1935 bis 1958 und von 1970 bis 1990, heute wieder Luhansk), Woroschilowsk in der RSFSR (von 1935 bis 1943, heute wieder Stawropol) und Woroschilow im russischen Fernen Osten (von 1935 bis 1960, heute Ussurijsk), sowie einige Dörfer und Kolchosen. Nach Woroschilow wurde auch eine Auszeichnung benannt, die in der Roten Armee zwischen 1932 und 1939 den besten Schützen verliehen wurde (Ворошиловский стрелок = Woroschilow-Schütze). Die Militärakademie des Generalstabes der UdSSR trug ebenfalls seinen Namen.

In der DDR trugen das Ferienlager „Klim Woroschilow“ bei Templin und bis 1989/90 die „Kliment-Jefremowitsch-Woroschilow-Oberschule“ in der Leipziger Scharnhorststraße seinen Namen. Anlässlich seines Besuches wurde Woroschilow 1933 zum Ehrenbürger der türkischen Stadt Izmir ernannt; dort trug bis 1951 auch ein Boulevard seinen Namen (heute „Plevne Bulvarı“).

 

Entnommen aus Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel

Semjon Michailowitsch Budjonny

Semjon Michailowitsch Budjonny, geboren am 13. April(25. April) 1883 in Kosjurin bei Woronesch, verstorben am 26. Oktober 1973 in Moskau, war ein Marschall der Sowjetunion, Hauptinspekteur der Roten Armee und dreifacher Held der Sowjetunion(1958, 1963, 1968).

Marschall Budjonny

Marschall Budjonny

Bildquelle: Von Unbekannt – [1], Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Budjonny war der Sohn armer Bauern und trat 1903 der zaristischen Armee bei. Von 1904 bis 1905 nahm er am Krieg gegen Japan teil. Im Ersten Weltkrieg war er Wachtmeister in einem Regiment der zaristischen Dragoner, dekoriert mit dem höchsten Russischen Orden des heiligen Georg.

Im Kampf Sowjetrusslands gegen Konterrevolution und Intervention von 1918 bis 1921 führte Budjonny größere Kavallerieverbände. So kämpfte er an der Spitze der 1. Roten Reiterarmee bei der 10. Armee gegen Anton Iwanowitsch Denikin, General der weißgardistischen Truppen, und vertrieb 1920 die Kosaken aus Jekaterinodar.

Auch am Polnisch-Sowjetischen Krieg von 1920 war er als Befehlshaber einer Armee beteiligt. In dieser Zeit begründete sich seine alle Krisen überdauernde Freundschaft mit Josef Stalin. Stalin mochte Budjonnys einfache Lebensweise, sein virtuoses Spiel auf der Harmonika und seine Rolle als „Stimmungskanone“ bei Feiern im engsten Kreis.

Budjonny erwarb sich große Verdienste um die russische Pferdezucht, als er 1921 entgegen einem Erlass von Lenin, der jeden privaten Besitz an Pferden verboten und alle Staatsgestüte aufgelöst hatte, den Befahl zur Neugründung von Staatsgestüten gab. Einige Rassen, wie der Orlow-Rostoptschin und der Streletzker waren zu diesem Zeitpunkt bereits ausgestorben. Bei allen war viel Qualität verlorengegangen. Als Anführer der Don-Kosaken geht insbesondere der Erhalt des Don-Pferdes, aber auch der Karadiner, Ukrainer und Tersker auf seinen energischen Einsatz im Sinne einer qualitativ hochwertigen Pferdezucht zurück. Als „Pferdeversteher“ galt Budjonny als Autorität. Darüber hinaus veranlasste er den Aufbau der Zucht einer neuen Rasse nach seinen Vorstellungen, die seinen Namen – Budjonny – erhielt.

Von 1924 bis 1937 war Budjonny Inspekteur der Kavallerietruppen. Am 20. November 1935 wurde er zum Marschall ernannt. Im Jahre 1938 wurde er Mitglied des Zentralkomitees der KPdSU.

Er war einer der Militärrichter im Moskauer Prozess von 1937 gegen Marschall Michail Tuchatschewski.

Im zweiten Weltkrieg übte Budjonny anfänglich hohe Funktionen in der Roten Armee aus. Er war 1941 Oberbefehlshaber der „Strategischen Südwestrichtung“, welcher die Südwestfront und die Südfront in der Ukraine unterstanden. Während der Schlacht um Kiew im August/September 1941 forderte er von Stalin und dessen Oberkommando die Erlaubnis zur Räumung des weit nach Westen vorspringenden Frontbogens am Dnepr, da sonst eine Katastrophe in Form einer Einkesselung seiner Truppen für unvermeidlich hielt. Bereits in den Tagen zuvor hatte er die Führung des Oberkommandos kritisiert. Am 12. September 1941 wurde er daher von seinem Kommando entbunden und von Marschall S.K. Timoschenko ersetzt. Tatsächlich wurde die Südwestfront nur drei Tage später eingekesselt und zum größten Teil aufgerieben. Stalin ließ Budjonny aus dem Kessel ausfliegen. Budjonny erhielt umgehend den vakanten Posten des Oberbefehlshabers der Reservefront vor Moskaus. Während der ebenfalls verlustreichen Kämpfe während der Doppelschlacht bei Wjasma un Brjansk wurde diese Front am 10. Oktober 1941 wieder aufgelöst. In der Schlacht um Moskau befehligte er Ende 1941 eine Armee südlich von Moskau um Malojaroslawenz.

Bis Mitte 1942 war er Oberbefehlshaber der Nordkaukasusfront. Die deutsche Wehrmacht konnte erfolgreich seine Armeeverbände zurückdrängen. Erneut wurde Budjonny von seinem letzten, erfolglosen Frontkommando abgelöst.

Trotz seiner Niederlagen blieb Stalin ihm gewogen. Seit Januar 1943 war er Inspekteur der Kavallerie der Roten Armee und wurde als der Begründer vielfältig geehrt.

1946 wurde er in den Obersten Sowjet gewählt.


 

Budjonny war drei Mal verheiratet: Seine erste Frau Nadescha soll Anfang der 1930er Jahre Selbstmord begangen haben. Seine zweite Frau Olga war Sopranistin. Gegen sie ermittelte um 1937 der damalige Geheimdienst GPU wegen privater Affären. Dass es da nicht nur um Privates ging, liegt auf der Hand. Budjonny trennte sich deshalb von ihr. Seine dritte Frau hieß Maria. Seine Tochter Nina verwaltete seine Memoiren und viele unveröffentlichte Notizen.


 

Briefmarke SU 1974

Briefmarke SU 1974

Bildquelle: Von USSR Post – Scanned 600 dpi by User Matsievsky from personal collection, Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

 

 

entnommen aus Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel

 

Michail Wassiljewitsch Frunse

Michail Wassiljewitsch Frunse, geboren am 21. Januar(02. Februar) 1885 in Bischkek, Gebiet Semirjetschje, Generalgouvernement Turkestan, Russisches Kaiserreich (heute Kirgisistan); verstorben am 31. Oktober 1925 in Moskau) war ein sowjetischer Heerführer im Kampf Sowjetrusslands gegen Konterrevolution und Intervention.

Michail Wassiljewitsch Frunse, 1919

Michail Wassiljewitsch Frunse, 1919

Bildquelle: Von Unbekannt – rusarchives.ru, Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

 

 

Der Sohn eines aus Bessarabien stammenden rumänischen Bauern schloss sich schon früh Lenin und seinen Bolschewiki an. Seine Mutter stammte aus einer Bauernfamilie aus Gouvernement Woronesch. Im Jahr 1904 beendete Frunse in Werny (heute Almaty) das Gymnasium und trat danach in das Petersburger Polytechnische Institut ein. Schon im ersten Jahr seines Studiums war er Mitglied der sozialdemokratischen Bewegung.  Er war einer der führenden Köpfe der streikenden Textilarbeiter in Iwanowo während der Russischen Revolution von 1905. Nach der Niederschlagung der Revolution wurde er verhaftet und zum Tode verurteilt, dann jedoch zur lebenslangen Zwangsarbeit begnadigt. Nach zehn Jahren in Sibirien gelang es ihm, nach Tschita zu fliehen. Hier arbeitete er als Redakteur einer bolschewistischen Wochenzeitung.

Während der Februarrevolution 1917 war Frunse Anführer der Bolschewiki in Minsk. Danach stand er an der Spitze des Sowjets in Weißrussland. Nach dem Beginn der Oktoberrevolution mit der Besetzung des Winterpalastes in Petersburg eroberte er mit 2.000 Kämpfern Moskau.

In der ersten Jahreshälfte 1918 war Frunse Vorsitzender des Iwanowo-Wosnessensker Komitees der Kommunistischen Partei. Ab August 1918 war er Militärkommissar für das Gebiet Jaroslawl. Von Februar bis Mai 1919 führte er die 4. Rote Armee an der Ostfront während des Kampfes gegen Konterrevolution und Intervention, anschließend die südliche Armeegruppe der Ostfront und von Juli bis August 1919 die gesamte Ostfront. In diesen Funktionen hatte er mit den ihm unterstellten Truppen entscheidenden Anteil am Sieg über die Weißen Truppen unter Admiral Koltschak. Er eroberte auch das Gebiet Turkestan und besiegte im Herbst 1920 die letzten Weißen unter Wrangel auf der Krim, was ihm besondere Popularität in Sowjetrussland einbrachte.

Nach der Niederschlagung der Anarchisten unter Nestor Machno in der Ukraine wurde er 1921 in das Zentralkomitee gewählt. Vom Januar 1925 bis zu seinem Tod war er als Nachfolger Trotzkis Volkskommissar für Armee und Marine sowie Vorsitzender des Revolutionären Kriegsrats, also Oberbefehlshaber der sowjetischen Streitkräfte.

Unter Frunses Leitung fand der Umbau der demobilisierten Roten Armee in eine kombinierte Kader-/Milizarmee seinen Abschluss. Eine mit seinem Namen verbundene Armee-Reform brachte auch das erste für die ganze Sowjetunion gültige Wehrpflichtgesetz vom 18. September 1925. Die Armee wies Mitte der 1920er Jahre einen Friedensstand von rund 560.000 Mann auf. Als Anhänger Sinowjews geriet er im Machtkampf in Opposition zu Stalin.

Am 31. Oktober 1925 verstarb er während einer Magenoperation an Herzinsuffizienz. Das vermutete Magengeschwür erwies sich als Narbe eines bereits verheilten Geschwürs.  Es gibt Gerüchte und Spekulationen, dass er auf Geheiß Stalins eine Überdosis von Betäubungsmitteln bekommen hätte. Es gibt viel Gerüchte und Spekulationen seit dem Tode Stalins. Auf Veranlassung seines Nachfolger Chruschtschow wird Stalin bis zum heutigen Tage verdammt. Seit der Niederlage des Sozialismus als Weltsystem wird Stalin nun erst recht verdammt. So sind Spekulationen und Gerüchte entstanden.

Stalin hielt am 3. November 1925 bei der Beisetzung von Frunse eine Gedenkrede. Diese begann er mit den Worten „Genossen! Ich bin nicht imstande, lange zu sprechen, meine seelische Verfassung lässt es nicht zu.“  

Diese Tatsache steht im Widerspruch zur obengenannten Spekulation, bzw. Gerücht.

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Beerdigung Frunses an der Kremlmauer in Moskau

Bildquelle: Von Unbekannt – scan from Radetsky: Russland und die Sowjetunion. Ein Jahrhundert in Fotografien der Nachrichtenagentur TASS. ISBN 978-3-89602-780-1. p. 116, Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Frunse erhielt ein Einzelgrab in der Nekropole an der Kremlmauer, was später fast ausschließlich den Staats- und Parteichefs der Sowjetunion vorbehalten war. Frunse zu Ehren wurde 1926 seine Heimatstadt Bischkek in Frunse umbenannt (bis 1991). Das Ministerium des Innern der DDR veranlasste 1955 die Übersetzung Ausgewählter Schriften von Frunse aus dem Militärverlag in Moskau. Die Militärakademie „M.W. Frunse“ trägt noch heute seinen Namen. Ebenso die im Mai 1957 eröffnete Moskauer Metrostation Frunsenskaja. Auch in Minsk und in St. Petersburg gibt es eine Metrostation mit diesem Namen, zudem ist einer der Minsker und auch einer der St. Petersburger Stadtbezirke (Rajone) nach ihm benannt (Frunsenski-Rajon). 1985 wurde ein Schlachtkreuzer der Kirow-Klasse nach Frunse benannt. In den 1980er Jahren trug die 17. POS Berlin-Treptow (Baumschulenstraße 79/81) seinen Namen. In Tiraspol existiert ein nach ihm benannter Stadtteil.

 

Entnommen Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel

 

Der Kampf Sowjetrusslands gegen Intervention und Konterrevolution

Grausamkeiten der Konterrevolutionäre

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

 

Ziele und Aktionen der Konterrevolution

Die gestürzten russischen Kapitalisten und Großgrundbesitzer, denen es nicht gelungen war, mit eigenen Kräften den Siegeszug der Sowjetmacht aufzuhalten, verbanden sich mit den ausländischen Imperialisten. Diese entsandten Truppen gegen das Sowjetland und unterstützten die weißgardistischen russischen Generäle und ihre Armeen mit Geld und Waffen.

Die Hauptziele, welche die imperialistischen Großmächte, vor allem Deutschland, die USA, England, Frankreich und Japan, mit der militärischen Intervention(Intervention = Gewaltsame Einmischung in die Angelegenheiten eines anderen Staates) verfolgten, waren folgende:

  1. Vernichtung des sozialistischen Staates, Wiederherstellung der alleinigen allumfassenden Herrschaft des imperialistischen Weltsystems und Verhinderung der Ausbreitung der Revolution auf andere Länder.
  2. Wiedererrichtung der Herrschaft der Bourgeoisie in Russland, Aufteilung des Landes in imperialistische Interessensphären und Wiedererlangung der von der Sowjetregierung enteigneten ausländischen Kapitalanlagen: der Anleihen in Höhe von 16 Millionen Goldrubel, der Gruben, Fabriken und Werke.

Als erste imperialistische Macht eröffnete das kaiserliche Deutschland im Februar 1918 die militärische Intervention gegen Sowjetrussland. Deutsche Truppen besetzten später unter Bruch des Brester Friedensvertrages weitere Gebiete der Ukraine und die Krim und drangen bis an den Don und nach Kaukasien vor. Seit dem März 1918 entsandten Frankreich, Großbritannien, Japan und die USA ihre Truppen in den Fernen Osten, in die Gebiete von Archangelsk und Murmansk, nach Transkaukasien und nach Turkestan und später auch an die Schwarzmeerküste. Insgesamt beteiligten sich 14 imperialistische Mächte an der Intervention gegen Sowjetrussland.

Für das Sowjetland entstand eine schwierige Lage. Die ausländischen Interventionstruppen verbanden sich mit den zaristischen Generalen und ihren weißgardistischen Truppen zu einer gemeinsamen Front. Im Sommer 1918 befanden sich drei Viertel des Landes in den Händen des Feindes, darunter wichtige Zentren der Industrie und der Landwirtschaft. Doch schon im Herbst 1918 konnte die junge Rote Armee erste Erfolge in den Kämpfen an der Ost- und Südfront erreichen.

Durch den militärischen Zusammenbruch und die Revolution in Deutschland konnte Sowjetrussland die von den deutschen Truppen besetzten Gebiete befreien. Andererseits ermöglichte die Beendigung des Krieges der Entente, ihre Intervention in Sowjetrussland zu verstärken und große Truppenverbände einzusetzen. Es begann der offene militärische Kampf der Ententemächte, der konterrevolutionäre Krieg gegen die Sowjetmacht.

Werbeplakat für US-Interventen

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

Ausländische Imperialisten

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

 

Kampf und Sieg der Sowjetmacht über Interventen und Weißgardisten

Die kommunistische Partei und die Sowjetregierung mobilisierten alle Kräfte und Mittel zur Abwehr des Feindes. Das gesamte Leben wurde auf die Bedürfnisse der Verteidigung des sozialistischen Vaterlandes umgestellt.

Am 30. November 1918 wurde der Rat der Arbeiter- und Bauern-Verteidigung gebildet, dessen Leitung in den Händen Lenins lag. Der Rat hatte die Aufgabe, die Industrie, den Transport und alle Reserven des Landes für den Kampf gegen die Interventen und Weißgardisten planmäßig und organisiert einzusetzen. Dazu war für die Dauer des Krieges auch eine Veränderung der ökonomischen Politik des Sowjetstaates erforderlich, die als „Kriegskommunismus“ bezeichnet wurde. Sie half, wesentliche Voraussetzungen für den endgültigen Sieg über die Konterrevolution und Intervention zu schaffen.

Der Sowjetstaat konzentrierte alle industriellen Produktionsmittel in seinen Händen und nationalisierte nun auch die Mittel- und Kleinbetriebe. Die Leitung der Industrie und des Verkehrswesens wurde streng zentralisiert.                                                                              Um die Ernährung zu sichern, wurden die Bauern verpflichtet, die gesamten Ernteüberschüsse ausnahmslos an den Staat abzuliefern. Es wurden strenge Maßnahmen zur Verteilung der Lebensmittel getroffen. Um Schiebertum und Wucher vorzubeugen, verbot die Sowjetregierung den privaten Handel.                                               Die allgemeine Arbeitspflicht wurde eingeführt, und die Angehörigen der Bourgeoisie wurden zu körperlicher Arbeit eingesetzt.

Das von Lenin geleitete Zentralkomitee der Kommunistischen Partei entschied alle wichtigen Fragen der Kriegsführung. Es arbeitete die strategischen Pläne aus und traf alle Maßnahmen, um die militärischen Operationen zu sichern. Viele erfahrene Parteifunktionäre und führende Mitglieder des Zentralkomitees waren als Kriegskommissare und in den Revolutionären Kriegsräten der Frontarmeen tätig. Aus den Reihen der Kommunistischen Partei gingen hervorragende Kommandeure und Heerführer hervor, wie Frunse, Woroschilow, Budjonny und andere.

Kommunisten kämpften auch in Partisanenverbänden, die im Hinterland der Interventen operierten und insbesondere den militärischen Nachschub des Feindes desorganisierten.

An der Seite der Werktätigen(arbeitende Menschen) der Sowjetrepubliken kämpften auch viele auslänische Arbeiter und ehemalige Kriegsgefangene, die sich zur Sache des Proletariats bekannten. Aus diesen Internationalisten, wie sie sich nannten, zu denen auch viele deutsche Arbeiter gehörten, wurden internationale Regimenter und Brigaden gebildet.

Internationale Unterstützung Sowjetrusslands

Internationale Unterstützung des Sowjetlandes

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

 


Während die Rote Armee an der Front die ersten Siege errang, leisteten die Werktätigen des Hinterlandes eine verantwortungsbewusste und aufopferungsvolle Arbeit. In dieser Zeit wurden erstmalig kommunistische Subbottniks durchgeführt. So wurden die freiwilligen Aufbauschichten genannt, welche die Arbeiter nach der Arbeitszeit unentgeltlich leisteten.

Subbotnik 1

Subbotnik 2

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

 

Subbotnik in Moskau

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

Der erste Massen-Subbotnik wurde am Sonnabend(Samstag), dem 10. Mai 1919, auf der Moskau-Kasaner Eisenbahn von 205 Arbeitern durchgeführt, die in 1014 freiwilligen und unbezahlten Überstunden 4 Lokomotiven und 16 Waggons reparierten. Außerdem wurden 9300 Pud verschiedene Materialien ein- oder ausgeladen. Diesem Beispiel folgten die Werktätigen(arbeitende Menschen) des ganzen Landes.


Dem gemeinsamen Kampf der Arbeiter und Bauern an der Front und im Hinterland gelang es, den Feind zu zerschlagen. Ende 1920 fanden die imperialistische Intervention und der Bürgerkrieg im wesentlichen ihr Ende. Das Volk hatte die Sowjetmacht und die Unabhängigkeit seines Landes siegreich behauptet.

Der Sieg des Sowjetvolkes wurde durch die mächtige Bewegung des internationalen Proletariats gegen die imperialistische Intervention und für die Unterstützung der heldenhaft kämpfenden Arbeiter und Bauern Russlands erleichtert. Unter der Leitung der Kommunistischen Internationale und der kommunistischen Parteien der einzelnen Länder wuchs die Welle der Solidarität mit dem ersten Arbeiter- und Bauern-Staat. Unter der Losung „Hände weg von Sowjetrussland!“ protestierten die Werktätigen(arbeitende Menschen) Englands, der USA, Frankreichs, Deutschlands und anderer Staaten gegen die Interventionspolitik der Imperialisten und verhinderten viele Kriegstransporte für die Interventen und die weißgardistischen Truppen.

In Deutschland bildete sich unter Führung der Kommunistischen Partei eine breite Solidaritätsbewegung, in der sich Mitglieder aller Arbeiterparteien und –organistationen zu, gemeinsamen Handeln zusammenfanden. In vielen Städten, wie in Erfurt, Karlsruhe, Stettin, Stuttgart, unterbanden die Arbeiter französische Waffentransporte für die polnischen Interventen.

Abwehr Feinde Süden 1

Abwehr Feinde Süden 2

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

 

Abwehr Feinde Westen

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR 9. Klasse, Stand 1982

 

Abwehr Feinde Osten

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

Ursachen für den Sieg der Sowjetmacht über die Interventen und Weißgardisten

Zum ersten Male in der bisherigen Geschichte hatten die Arbeiter und Bauern in einem Land, das wirtschaftliche äußerst rückständig und durch jahrelangen Krieg zerrüttet war, in heldenhaftem Kampf die eigenen Ausbeuter besiegt und einen zahlenmäßig stärkeren, technisch besser ausgerüsteten Feind, die Interventionstruppen der imperialistischen Großmächte, zurückgeschlagen.

Die wichtigsten Ursachen dafür waren:

  1. Die Führung durch die Kommunistische Partei, die dank ihrer konsequenten marxistisch-leninistischen Bündnispolitik die große Masse der Werktätigen(arbeitende Menschen) um die Arbeiterklasse vereinte und sie zum Kampf gegen die Feinde mobilisierte. Sie arbeitete die Strategie und Taktik des politischen und militärischen Kampfes aus, schuf die mächtige Rote Armee und organisierte die Arbeit im Hinterland sowie den Kampf an den Fronten.

 

  1. Die sowjetische Gesellschafts- und Staatsordnung, welche die grundlegenden Interessen aller werktätigen Klassen und Schichten verwirklichte. Sowohl die Arbeiterklasse und die werktätige Bauernschaft als auch die Werktätigen der ehemals vom Zarismus unterdrückten Völker erkannten, dass nur die Sowjetmacht sie vor der Rückkehr der Bourgeoisie und der Gutsbesitzer schützen beziehungsweise ihnen Freiheit und nationale Unabhängigkeit sichern konnte. Die Arbeiter und Bauern, die sich von der Herrschaft der Ausbeuterklassen befreit hatten, waren bereit, ihre Errungenschaften bis zum äußersten zu verteidigen.

 

  1. Die weltweite Solidarität des internationalen Proletariats, die den Imperialisten weitgehend die Hände band. Die revolutionären Ideen griffen auch auf die Truppen der Ententemächte über. Sie führten unter den Matrosen und Soldaten der imperialistischen Armeen in Sowjetrussland als auch in den Heimatländern zu Meutereien und Aufständen. Alle diese Aktionen unterstützten aktiv den schweren, aber schließlich siegreichen Kampf der Sowjetmacht.

 

 

  1. Der Angriff der imperialistischen Mächte und der weißgardistischen Konterrevolutionäre bestätigte erneut, das keine gestürzte Ausbeuterklasse abtritt, ohne mit allen Mitteln versucht zu haben, ihre Herrschaft zurückzugewinnen. Das ist ja schließlich nach langer Zeit 1989/90 gelungen.

 

  1. Die Arbeiterklasse muss daher stets bereit und gerüstet sein, ihre Staatsmacht auch mit militärischen Mitteln entschlossen zu verteidigen. Davon konnte 1989/90 keine Rede mehr sein. Das hat viele Ursachen u.a. die psychologische Kriegsführung, auf die in diesem Beitrag nicht weiter eingegangen werden kann.

 

 

  1. Doch damals war der Versuch des Weltimperialismus, den Sowjetstaat zu vernichten gescheitert.

 

Der Interventions- und Bürgerkrieg von 1918 bis 1922 war beendet. Sowjetrussland hatte im Befreiungskampf gegen die Interventen und Weißgardisten seine Stärke und Lebensfähigkeit bewiesen und die Grundlagen seiner Staatsmacht gefestigt. Der Sieg und die Stärkung der Sowjetmacht waren zugleich ein Sieg und eine Stärkung der Positionen der antiimperialistischen Weltbewegung.

Sieg Sowjetmacht Interventionskriege

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

 

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

Bearbeitet von Petra Reichel  Geschichte DDR 9. Klasse

 

 

 

 

 

 

 

Original-Beitrag aus dem Geschichtsbuch:

Intervention und Konterrevolution

Franz Mehring zur Oktoberrevolution

Franz Mehring zu Revolution

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

 

Dazu kann man sagen:

Für die Sozialistische Revolution hat die Zeit eben nicht gereicht.

 

Warum heißt es „Große Sozialistische Oktoberrevolution?

Gastbeitrag von Gerd Pehl

Das Attribut und der Titel „Große“ bei der Sozialistischen Oktoberrevolution habe ich absichtlich weggelassen. Damals glaubte man, die Oktoberrevolution sei für ewig. Dem ist nicht so. Sie war nicht groß genug. 

Gerd Pehl erklärt, warum es doch die „Große Sozialistische Oktoberrevolution“ ist.

Petra Reichel


 

Die Große Sozialistische Oktoberrevolution Великая Социалистическая Революциа – in lateinische Buchstaben: Welikaja Sozialistitscheskaja Revoljuzia. Das Problem der Übersetzung ist das Wort Welikaja. Eng übersetzt heißt es:: bedeuten. Dieses inhaltliche empfinden des Wortes kannst du nur mit dem deutschen Wort groß übersetzen. Der Deutsche benutzt das Wort groß auch für gewaltig z. B. Wenn dir jemand einen goldenen Ring mit einem Diamant schenkt, dann ist das ein kleines Geschenk. Aber du würdest sofort sagen, ich bekam ein großes Geschenk – obwohl er im Durchmesser nur 2 cm und in der Höhe nur ein paar mm ist. Hier steht das Wort groß für bedeutend, kostbar, besonders schön usw. Genau dafür steht das Wort welikajja. Hier ist es die bedeutende Revolution, oder der bedeutende Lenin – wie bekannt war Lenin ein klein. Es geht auch hier nicht um die Körpergröße, sondern um herausragende Persönlichkeit. Vielleicht verstehst du jetzt besser, warum der Name Große Sozialistische Oktoberrevolution ein Eigenname ist Wenn der Name so gelehrt wurde wie du sagst, das Wort Große auf zeitliche Dauer betrachtet, dann ist das von dem Lehrer falsch dargestellt. Zum Ersten hätte er erklären müssen, dass es sich hier um einen Eigennamen handelt und zum Zweiten was unter dem Wort Groß oder Welikaja im Deutschen zu verstehen ist. Folglich kommt es nicht darauf an, ob sie ewig ist, sondern darauf, dass sie zu dem Zeitpunkt eine gewaltige – eben eine große – Veränderung in der herrschenden Gesellschaftsordnung war.