Die historische Bedeutung der Gründung der DDR

Die Gründung der Deutschen Demokratischen Republik war ein wichtiges Ereignis in der Geschichte des deutschen Volkes. Sie wurde möglich nach dem damals erfolgreichen sozialistischen Aufbau in der Sowjetunion, dank dem welthistorischen Sieg der Sowjetunion im zweiten Weltkrieg und dank der Hilfe, welche die UdSSR und die volksdemokratischen Staaten der von der SED geführten Arbeiterklasse und ihren Verbündeten zuteil werden ließen. Später bröckelte der Zusammenhalt der sozialistischen Staaten und die Hilfe wurde zurückgefahren und jeder sozialistische Staat wollte lieber US-Dollars und DM verdienen. Damit wird sich DIE TROMMLER noch beschäftigen. Doch in den Anfangsjahren half man sich noch gegenseitig.

Eingebettet in das damalige internationale Kräfteverhältnis, das sich nach dem zweiten Weltkrieg grundlegend zugunsten der Arbeiterklasse und des Sozialismus entwickelte, begann in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands der Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus zu vollziehen. Der Kampf der von der SED geführten Werktätigen(arbeitenden Menschen/Erwerbstätige) um antiimperialistisch-demokratische Veränderungen erhielt zum damaligen Zeitpunkt umfassende und uneigennützige materielle, politische und ideologische Unterstützung durch die UdSSR und die volksdemokratischen Länder. Die Sowjetarmee gewährte der antifaschistisch-demokratischen Ordnung den notwendigen militärischen Schutz vor imperialistischen Angriffen.

DDR-Staatswappen

 

 

Die Entstehung und Entwicklung der Deutschen Demokratischen Republik war das Resultat der damals siegreichen antifaschistisch-demokratischen Umwälzung. In diesem revolutionären Prozess kämpften Arbeiter, Bauern und andere demokratische Kräfte unter Führung der SED für eine antiimperialistisch-demokratische Staatsmacht und für die Durchsetzung des gesellschaftlichen Fortschritts. Die Machtgrundlagen der Monopolbourgeoisie und der Großgrundbesitzer wurden in der antifaschistisch-demokratischen Umwälzung beseitigt. Damals glaubte man, dass man auch die Wurzeln des Faschismus ausgerottet hätte, doch ist später anders gekommen.

Die Schaffung neuer Staatsorgane(staatliche Institutionen/Behörden), die Aufgaben der revolutionär-demokratischen Diktatur der Arbeiter und Bauern im Bündnis mit anderen Werktätigen(arbeitende Menschen/Erwerbstätige)erfüllten, die Entstehung der volkseigenen Betriebe, die Leistungen der Arbeiterklasse bei deren Festigung und Entwicklung, die Brechung des Bildungsprivilegs und die gründliche Erneuerung des geistig-kulturellen Lebens bewirkten, dass in Staat, Wirtschaft und Kultur wichtige Elemente, Keim- und Übergangsformen des Sozialismus entstanden. Die antifaschistisch-demokratische Umwälzung war die erste Etappe eines revolutionären Prozesses.                                                Mit der Gründung der DDR konnte dieser Prozess in die sozialistische Revolution hinüberwachsen. Allerdings ging in späteren Jahren die Entwicklung rückwärts, da der westliche Einfluss, insbesondere unter den Jugendlichen, immer stärker wurde.

Die Gründung der Deutschen Demokratischen Republik war ein wichtiges Ergebnis des Kampfes der Arbeiterklasse und aller anderen fortschrittlichen Kräfte gegen die imperialistische Restaurations- (wieder zurück zur alten Gesellschaftsordnung und zum Imperialismus)und Spaltungspolitik. Die Arbeiterklasse und ihre Verbündeten führten diese Auseinandersetzungen mit dem Ziel, einen einheitlichen demokratischen deutschen Staat zu schaffen, in dem die Herrschaft des Imperialismus für immer beseitigt war. Nachdem das Monopolkapital in den Westzonen dieser Auseinandersetzung ausgewichen war und die Spaltung Deutschlands durch die Gründung der BRD vollzogen hatte, wurde es notwendig, durch die Bildung der DDR den revanchistischen und aggressiven Plänen des westdeutschen Imperialismus entgegenzutreten. Mit der DDR entstand die staatliche Basis für die konsequente Weiterführung des antiimperialistischen Kampfes.

DDR-Fahne

 

Mit der Deutschen Demokratischen Republik entstand eine Staatsmacht, die nicht den Interessen einer ausbeutenden Minderheit, sondern der überwiegenden Mehrheit des Volkes vertrat. Dank der Befreiung durch die Sowjetunion, der damaligen Existenz des sozialistischen Weltsystems und des durch die damals revolutionäre Partei der Arbeiterklasse geführten Volkes konnten der mehr, als hundertjährige Kampf der revolutionären deutschen Arbeiterbewegung und das Jahrhunderte währende Ringen der fortschrittlichen Kräfte des deutschen Volkes gegen feudale Willkür, kapitalistische Ausbeutung und imperialistische Eroberungspolitik für die Dauer von 40 Jahren in der DDR ihre Krönung finden.

ddr-kartenumriss

 

 

Die Gründung der DDR an der Westgrenze des damaligen sozialistischen Weltsystems erhöhte den Einfluss des Sozialismus und bedeutete vorübergehend eine schwere Niederlage für den Weltimperialismus. Bis 1989 wurden seine Möglichkeiten, den Sozialismus zurückzudrängen(Rollback-Politik) und die befreiten Völker in Ost- und Südosteuropa wieder der Herrschaft der Monopolbourgeoisie zu unterwerfen, weiter eingeschränkt.

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 10. Klasse, bearbeitet und aktualisiert von Petra Reichel

Geschichtsbuch DDR 10

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Die Gründung der DDR

Im Mai 1949 fanden in der sowjetischen Besatzungszone Wahlen zum 3. Deutschen Volkskongress statt. Zwei Drittel der wahlberechtigten Bevölkerung gaben der gemeinsamen Kandidatenliste, welche die fünf antifaschistisch-demokratischen Parteien aufgestellt hatten, ihre Zustimmung. Das war ein klares Bekenntnis zu den Zielen der Volkskongressbewegung und eine Absage an die imperialistische Politik. Die Bevölkerung der Westzonen wurde durch Verbote und Terror daran gehindert, in freier und geheimer Wahl am Zustandekommen dieser Nationalen Vertretung des deutschen Volkes teilzunehmen.

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Die Delegierten des 3. Deutschen Volkskongresses im Mai 1949 nehmen den Entwurf der Verfassung einer deutschen demokratischen Republik an.

 

Am 29. Und 30. Mai 1949 tagte in Berlin der 3. Deutsche Volkskongress. Die soziale Zusammensetzung des Kongresses reichte von Vertretern der Arbeiterklasse bis zu Angehörigen der mittleren Bourgeoise. Der wichtigste Beratungspunkt des 3. Deutschen Volkskongresses war die Verfassung einer einheitlichen demokratischen Republik. Deren Entwurf wurde auf Initiative der SED ausgearbeitet und vom Deutschen Volksrat im August 1948 dem deutschen Volk zu Diskussion vorgelegt. Während das Grundgesetz der BRD ohne Mitwirkung des deutschen Volkes und gegen den Willen seiner Mehrheit zustande kam, fand zum Verfassungsentwurf des Deutschen Volksrates eine umfassende demokratische Aussprache statt. In über 9 000 Versammlungen nahmen Menschen aus allen Teilen der Bevölkerung – auch in den Westzonen- dazu Stellung. Dem Deutschen Volksrat waren neben 15 000 Resolutionen auch 509 Abänderungsvorschläge zugeleitet worden. Nun lag der überarbeitete Entwurf den gewählten Vertretern aller Bevölkerungsteile zur Beratung und Abstimmung vor. Die Delegierten des 3. Deutschen Volkskongresses nahmen die Verfassung mit nur einer Gegenstimme an.

Der 3. Deutsche Volkskongress wählte den Deutschen Volksrat neu, dessen Zusammensetzung die wachsende soziale und politische Breite widerspiegelte.

Nach dem 3. Kongress erweiterte die Volkskongressbewegung ihre Reihen und Aufgaben. Sie begann sich zu einer umfassenden nationalen Front zu entwickeln. Die von der SED geführte Volkskongressbewegung verband immer stärker den Kampf gegen die imperialistische Spaltungspolitik mit dem Aufbau der antifaschistisch-demokratischen Ordnung. Vom Volksrat und seinen Organen(alte Bezeichnung für Institutionen) sowie den Volksausschüssen in den Ländern, Kreisen, Städten und Gemeinden gingen starke Anregungen zur Festigung und Erweiterung der revolutionären Errungenschaften aus. Der Volksrat nahm mehr und mehr die Aufgaben einer zentralen Volksvertretung wahr.

Ende September/Anfang Oktober 1949 forderten Hundertausende von Werktätigen(Erwerbstätigen, arbeitende Menschen) in der sowjetischen Besatzungszone, eine demokratische Regierung zu bilden, welche die Interessen des deutschen Volkes tatsächlich vertrat. Es kam jetzt darauf an, die antifaschistisch-demokratische Ordnung vor jeglichem imperialistischen Angriff zu schützen und ihr eine staatliche Grundlage zu geben. Der Zeitpunkt der Staatsgründung konnte nach der Bildung der imperialistischen BRD nicht mehr länger hinausgeschoben werden. Mit den anderen demokratischen Parteien und Massenorganisationen beschloss der Parteivorstand der SED am 04. Oktober 1949 über die Bildung einer provisorischen Regierung zu verhandeln. Alle Blockparteien ersuchten daraufhin am 05. Oktober den Deutschen Volksrat, eine verfassungsmäßige Regierung zu bilden.

Am 07. Oktober 1949 trat in Berlin der Deutsche Volksrat zu seiner historischen 09. Tagung zusammen. Er proklamierte die Deutsche Demokratische Republik, konstituierte sich als Volkskammer der DDR und setzte die vom 3. Volkskongress angenommene Verfassung in Kraft. Einstimmig wurde Johannes Dieckmann(LDPD) zum Präsidenten der Volkskammer gewählt und Otto Grotewohl(SED)mit der Bildung der Regierung der DDR beauftragt.

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Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl

 

Am 11. Oktober 1949 wurde Wilhelm Pieck(SED)einstimmig zum ersten und einzigen Präsidenten der Deutschen Demokratischen Republik gewählt. Nach dem Tod von Wilhelm Pieck wurde das Amt des Präsidenten abgeschafft und durch den Staatsrat ersetzt.

Am 10. Oktober 1949 übergab der Chef der SMAD, Armeegeneral Tschuikow, die bisherigen Verwaltungsfunktionen der sowjetischen Besatzungszone an die Regierung der DDR.

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An die Stelle der SMAD trat die sowjetische Kontrollkommission(SKK). Ihre Tätigkeit beschränkte sich auf die Kontrolle der weiteren Erfüllung des Potsdamer Abkommens und anderer betreffender Viermächtebeschlüsse. Damit begann die schrittweise Herstellung der vollen Souveränität der DDR. Die Tatsache, dass an der Spitze der DDR hervorragende Arbeiterführer und Antifaschisten standen, kündete von einem deutschen Staat, der sich von allen früheren und nachfolgend unterschied.

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 10. Klasse, bearbeitet von Petra Reichel

 

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Geschichtsbuch DDR 10