Der Aufschwung der revolutionären und freiheitlichen Bewegung der Volksmassen in den kapitalistischen Ländern und Kolonien nach der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution(1917 bis 1923)

Die revolutionäre Bewegung in den kapitalistischen Ländern

 

Die Große sozialistische Oktoberrevolution hatte der Arbeiterklasse und den werktätigen Massen aller Länder gezeigt, dass es möglich ist, mit Krieg und Imperialismus, mit Ausbeutung und Unterdrückung Schluss zu machen und ihnen auch den Weg zum Sieg gewiesen.

Das „russische Beispiel“ wurde zum mächtigen  Impuls für die Entwicklung einer weltweiten antiimperialistischen revolutionären Bewegung.

In allen kapitalistischen Ländern der Welt kämpften die Werktätigen(arbeitenden Menschen)in den Jahren 1917 bis 1923, der Periode der revolutionären Nachkriegskrise, Für Frieden und Demokratie, für die Beseitigung der Herrschaft des Monopolkapitals und des Großgrundbesitzes.

Revolutionäre Nachkriegskrise 1919 bis 1923

entnommen aus Geschichte in Übersichten, DDR 1982

 

In Finnland erhoben sich Ende Januar 1918 die Arbeiter und errichteten im Süden des Landes eine Rätemacht. Im Oktober/November 1918 brachen in Österreich-Ungarn und in Deutschland machtvolle Volksrevolutionen aus. Der Habsburger Vielvölkerstaat zerbrach, und es entstand eine Reihe neuer Staaten: Polen, die Tschechoslowakei, heute sind es zwei Staaten, Tschechien und die Slowakei, Ungarn, das Königreich der Serben, Kroatien und Slowenen, das spätere und nun vergangene und wieder in viele Einzelstaaten zerfallene Jugoslawien, und Österreich.

Im Kampf der Arbeiterklasse für eine revolutionäre und demokratische Staatsmacht kam es in einigen Ländern zeitweilig zur Errichtung von Räterepubliken. März 1919 in Ungarn, April 1919 in Bayern, Juni 1919 in der Slowakei.

Im Juli/August 1920 konnte in einem Teil Polens  eine Regierung der Arbeiter und der werktätigen Bauern gebildet werden. Außer in den bereits genannten Ländern entwickelten sich unter dem Einfluss der Ideen des Roten Oktober gewaltige Massenaktionen, Generalstreiks, bewaffnete Kämpfe der Arbeiter, Aufstände in Armee und Flotte, revolutionäre Bauernerhebungen, vor allem in Bulgarien und Rumänien, in Frankreich und Italien, aber auch in Dänemark, Großbritannien, Japan, Kanada, den Niederlanden, der Schweiz, Spanien und den USA.

Auswirkungen Oktoberrevolution auf Welt

(Karte Auswirkungen Oktoberrevolution)

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Millionen und aber Millionen Menschen aller werktätigen Klassen und Schichten waren in den kapitalistischen Ländern in Bewegung und nahmen in den verschiedensten Formen am weltweiten Kampf gegen den Imperialismus teil.

 

Die nationale Befreiungsbewegung in den abhängigen und kolonialen Ländern

 

Der Sieg der sozialistischen Revolution in Russland gab auch der nationalen Befreiungsbewegung der Völker der abhängigen und kolonialen Länder Asiens, Afrikas und Lateinamerikas machtvollen Auftrieb. (Das Geographielehrbuch der DDR für die 8. Klasse, wo man nachsehen soll, steht leider nicht zur Verfügung.)

Im August 1919 konnten das feudal beherrschte Afghanistan und 1921/22 die Türkei, die eine bürgerlich-nationale Revolution durchführte, ihre Unabhängigkeit gegen den englischen Imperialismus erkämpfen. 1921 siegte die antifeudale und antiimperialistische Volksrevolution in der Mongolei. Auch in zahlreichen anderen Ländern Asiens nahm die antiimperialistische nationale Befreiungsbewegung einen großen Aufschwung. Im koreanischen Volksaufstand, im März/April 1919, kämpften etwa zwei Millionen Arbeiter und Bauern gegen die japanische Kolonialherrschaft. In China, Indien, Indonesien(damals niederländisch Indien) und Persien(heute Iran)entwickelten sich machtvolle Massenbewegungen. In verschiedenen Gebieten dieser Länder kam es zu Massenstreiks, Bauererhebungen und bewaffneten national-demokratischen Aufständen gegen die imperialistischen Unterdrücker.

Am 13. April 1919 schoss britisches Militär ohne Warnung in eine Massenprotestkundgebung in Amritsar(Indien). 1000 Menschen wurden getötet und etwa 2000 verwundet.

Auf dem afrikanischen Kontinent entwickelte sich in Ägypten eine breite Befreiungsbewegung gegen die englische Kolonialherrschaft. Dort kam es 1919 und 1921 zu spontanen bewaffneten Aufständen der Volksmassen in Stadt und Land, die von den britischen Truppen nach erbitterten Kämpfen blutig niedergeschlagen wurden. In Marokko erhoben sich 1921 die arabischen Stämme des Rif-Gebietes gegen die spanische Kolonialmacht. Sie errichteten eine unabhängige Rif-Republik, die sich 1926 gegen die spanischen und französischen Kolonialarmeen behaupten konnte.

Die Kolonien im tropischen Afrika gehörten zu den rückständigsten Gebieten der Welt. Hier begannen sich nach der Oktoberrevolution die ersten Anfänge einer Befreiungsbewegung gegen die französische und britische Kolonialherrschaft zu entwickeln. In Gambia, Nigeria und Sierra Leone kam es zu Streiks und Bauernunruhen. In der Südafrikanischen Union gab es bereits Massenstreiks afrikanischer Arbeiter und Aufstände afrikanischer Stämme.

Heutzutage ist die Mehrheit dieser Länder wieder rückständig und bitterarm. Sie sind ökonomisch von europäischen Ländern und den USA abhängig. Man spricht auch vom Neo-Kolonialismus. Oftmals greifen die monopolistischen Großkonzerne selbst zu Unterdrückungs- und Abhängigkeitsmaßnahmen. Ein Beispiel ist „Nestle“. „Nestle“ pumpt das Wasser ab und das Land trocknet aus. „Nestle“ verkauft das Wasser nun teuer in Flaschen. Die Menschen sind nun angewiesen dieses teure Wasser zu kaufen. Außerdem sind diese Länder von Kriegen, bzw. kriegsähnlichen Zuständen überzogen. Die Menschen dort leiden Not und haben keinerlei Perspektive. Viele Menschen dort sehen eine Hoffnung darin in europäische Länder einzuwandern. Wir kennen ja alle die heutige Flüchtlingskrise. Diese löst Unmut bei den Einheimischen aus und die neofaschistischen Parteien erhalten Zulauf und werden somit gestärkt. Die Welt dreht sich eben wieder rückwärts, insbesondere nach der Niederlage 1989/90.

Tiefen Einfluss übten die Ideen der Oktoberrevolution auf die nationale Befreiungsbewegung Lateinamerikas aus, in der die Arbeiterklasse mit wachsender Aktivität hervortrat. Vor allem in Argentinien, Brasilien, Chile, Kuba und Peru brachen machtvolle Massenstreiks und revolutionäre Erhebungen der Werktätigen aus. In den Hauptstädten Argentiniens und Brasiliens kam es zu Straßen- und Barrikadenkämpfen. Allein in der „Blutwoche von Buenos Aires“, im Januar 1919, wurden 800 Arbeiter getötet und etwa 4000 verwundet. In fast allen Ländern Lateinamerikas erhoben sich auch die Bauer, die vor allem in Mexico, zu den Partisaneneinheiten zusammengeschlossen, jahrelang revolutionäre Kämpfe führten.

Alle diese Massenbewegungen und Kämpfe der unterdrückten und entrechteten Völker waren-trotz der Unterschiede in der Entwicklung der einzelnen Länder, in den konkreten Formen, der Breite und der politischen Führung, in den Zielen und Ergebnissen-ein untrennbarer Bestandteil des weltweiten revolutionären Kampfes gegen den Imperialismus.

Die Große Sozialistische Oktoberrevolution und ihre Auswirkungen hatten eine neue Epoche in der Entwicklung der nationalen Befreiungsbewegungen eingeleitet. Ihr machtvoller Aufschwung, der sich auf drei Kontinente mit etwa 60 Prozent der Erdbevölkerung erstreckte, löste die tiefe, unheilbare Krise des imperialistischen Kolonialsystems aus.

Auswirkungen Oktoberrevolution auf Welt

(Karte „Auswirkungen der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution auf die internationale Arbeiterbewegung und die nationalen Befreiungskämpfe in den Kolonien und abhängigen Ländern.)

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

 

geschichtsbuch-ddr-9-klasse-kopie-2

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982, bearbeitet von Petra Reichel

 

Original-Text

Aufschwung revolutionäre und freiheitliche Bewegungen in verschiedenen Ländern 1917 bis 1923-&

 

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Frauenwahlrecht in Europa

Übersicht( Ausführliches auf Wikipedia)


 

Der Durchsetzung des Frauenwahlrechts in Europa ging seit dem 18. Jahrhundert ein langer Kampf der Frauenbewegung voraus:
Die Frauen in den jeweiligen  Ländern wollten und sollten das Recht bekommen, an politischen Abstimmungen aktiv wie „passiv“ teilzunehmen, also selbst wählen zu können als auch gewählt zu werden.

Chronologie Frauenwahlrecht in Europa

Chronologie Frauenwahlrecht in Europa

Entnommen von Wikipedia

 

 

Finnland

Als erstes europäisches Land gab 1906 Finnland mit seiner Landtagsordnung vom 1. Juni Frauen das Wahlrecht. Finnland war damals ein russisches Großfürstentum. Die Ursachen dafür, dass die skandinavischen Länder das Wahlrecht für Frauen als Erste einführten, sind eng verknüpft mit den damaligen politischen Strömungen und Neuerungen. Finnland wurde zum Vorreiter des Frauenwahlrechts in Europa, nachdem der russische Zar, dem der finnische Landtag damals unterstand, eine Reform des Wahlrechts versprach. Die Frauenrechtsbewegung in Finnland und anderen skandinavischen Ländern war zu diesem Zeitpunkt brandaktuell. So kam es, dass die Forderungen der finnischen Frauen nach einem Stimmrecht im Zuge der Reform berücksichtigt wurden. Finnland war das erste Land, in dem Frauen nicht nur theoretisch das passive Wahlrecht hatten, sondern auch tatsächlich ins Parlament gewählt wurden.

 

Norwegen, Dänemark und Niederlande

1913 wurde das allgemeine Frauenwahlrecht in Norwegen durch eine neue Gesetzgebung und 1915 in Dänemark durch Änderung der dänischen Verfassung eingeführt. 1917 wurde in den Niederlanden das passive Wahlrecht eingeführt (das aktive folgte 1919).

 

Russland

Nach der Februarrevolution im Jahr 1917 erreichten die Frauen in Russland das aktive und passive Wahlrecht. Sie waren sowohl an den Wahlen zu den Sowjets als auch zu den Stadtdumas zugelassen. Im folgenden Jahr wurde das Frauenwahlrecht in der Verfassung der RSFSR(Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik)vom 10. Juli 1918 festgeschrieben.

 

Vereinigtes Königreich(Großbritannien)

Am 6. Februar 1918 folgte das Vereinigte Königreich mitdem „Representation of the People Act 1918“, auch wenn das Wahlrecht zunächst auf Frauen über 30 eingeschränkt blieb, falls sie selbst oder ihre Ehegatten das an Besitz gebundene kommunale Stimmrecht besaßen. Am 2. Juli 1928 wurde die Gleichberechtigung der Frauen bei Wahlen gewährt .

 

Polen

Am 28. November 1918 wurde in Polen, das nach dem Ersten Weltkrieg seine Unabhängigkeit wiedererlangt hatte, per Staatsdekret das allgemeine Wahlrecht für Frauen eingeführt. Die ersten acht Frauen zogen 1919 in den neu gewählten Sejm. Bereits vor 1795 und den Teilungen Polens (1772, 1793 und 1795) hatten Steuern zahlende Frauen partielles Wahlrecht genossen.

 

Österreich

In Österreich erhielten Frauen das allgemeine Wahlrecht am 12. November 1918 (Männer 1907) durch das Gesetz über die Staats- und Regierungsform von Deutschösterreich, mit dem dieses sich im Zuge des Zerfalls von Österreich-Ungarn zur Republik erklärte: Artikel 9 spricht für die bevorstehende Wahl der  konstituierenden Nationalversammlung vom „allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Stimmrecht aller Staatsbürger ohne Unterschied des Geschlechts“ und Artikel 10 von „Wahlrecht und Wahlverfahren der Landes-, Kreis-, Bezirks- und Gemeindevertretungen“.

 

Deutschland

Plakat der Frauenbewegung zum Frauentag 8. März 1914- „Heraus mit dem Frauenwahlrecht“

Plakat der Frauenbewegung zum Frauentag 8. März 1914: „Heraus mit dem Frauenwahlrecht“

Bildquelle:Von Karl Maria Stadler (1888 – nach 1943) – Scan from an old book, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6372383

 

Am selben Tag veröffentlichte in Deutschland der Rat der Volksbeauftragten einen „Aufruf an das deutsche Volk“, in dem diese im Zuge der Novemberrevolution an die Macht gekommene Reichsregierung „mit Gesetzeskraft“ verkündete: „Alle Wahlen zu öffentlichen Körperschaften sind fortan nach dem gleichen, geheimen, direkten, allgemeinen Wahlrecht auf Grund des proportionalen Wahlsystems für alle mindestens 20 Jahre alten männlichen und weiblichen Personen zu vollziehen.“[5] Kurz darauf wurde das Wahlrecht mit der „Verordnung über die Wahlen zur verfassungsgebenden deutschen Nationalversammlung“ vom 30. November 1918 gesetzlich fixiert.[6]Somit konnten Frauen in Deutschland bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung am 19. Januar 1919 erstmals auf nationaler Ebene ihr Wahlrecht nutzen.[7] Österreich und Deutschland zählten damit zur Avantgarde in Europa.

 

Tschechoslowakei, Schweden, Spanien und Türkei

Die Tschechoslowakei führte 1920 das Frauenwahlrecht ein, Schweden 1921. Im Dezember 1931 wurde in Spanien das Wahlrecht für Frauen in der Verfassung der Zweiten Spanische Republik von 1931 anerkannt, und zum ersten Mal in den Parlamentswahlen vom November 1933 ausgeübt. Am 11. Dezember 1934, zwei Monate vor einer Parlamentswahl in der Türkei, erhielten Frauen in der Türkei das aktive und passive Wahlrecht.[9]

 

Frankreich

Französisches Plakat für das Frauenwahlrecht (1934)

Französisches Plakat für das Frauenwahlrecht (1934)

Bildquelle: Von USFD (French Women’s Suffrage Union), 1934 – http://live.letelegramme.fr/Article/1130791-Affiche-de-lUnion-francaise-pour-le-suffrage-des-femmes, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=45603267

 

Im Juli 1936 votierte die Abgeordnetenkammer Frankreichs einstimmig (475 zu 0) für ein Frauenwahlrecht; der Text wurde aber nicht auf die Tagesordnung der zweiten Kammer (Senat) gesetzt.[10] Der Verfassungsentwurf vom 20. Januar 1944 enthielt das Frauenwahlrecht: Am 21. April 1944 sprach sich das Comité français de la Libérationnationale für das Frauenwahlrecht aus. Nach dem Ende der deutschen Besetzung Frankreichs, am 5. Oktober 1944, stimmte die ProvisorischeRegierung der Französischen Republik demzu. Bei den Gemeindewahlen am 29. April 1945 waren sie erstmals stimmberechtigt; die erste Wahl auf nationaler Ebene war die Wahl der Nationalversammlung am 21. Oktober1945. 33der 586 gewählten Abgeordneten (= 5,6 %) waren Frauen.

 

Italien und Belgien

1946 erhielten die Italienerinnen volles Wahlrecht (vorher hatten sie – seit 1925 – nur das Wahlrecht auf kommunaler Ebene), 1948 die Belgierinnen.

 

Schweiz

Am 7. Februar 1971 wurde nach einer erfolgreichen Volksabstimmung das Frauenstimmrecht in der Schweiz auch auf Bundesebene eingeführt. 1959 hatte die Mehrheit der wahlberechtigten Männer das Frauenwahlrecht noch abgelehnt.[11] Auf kantonaler Ebenewurde es zuerst 1959 im Kanton Waadt eingeführt; als letzter Kanton schloss sich 1990 der Kanton Appenzell Innerrhoden an – allerdings nicht freiwillig, sondern aufgrund eines Entscheids des Bundesgerichts.

 

Liechtenstein

1984 kam Liechtenstein als letztes westeuropäisches Land dazu, nachdem zuvor in zwei Volksabstimmungen (1971 und1973) die Einführung noch abgelehnt worden war.[12]


 

Entnommen von Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel

 

Die weltgeschichtliche Bedeutung der Oktoberrevolution

Ein Beitrag aus einem befreundeten Blog zur Oktoberrevolution.

Sascha's Welt

OktoberrevolutionDie Oktoberrevolution siegte zu einer Zeit, als Rußland der völlige Verlust der staatlichen Selbständigkeit drohte. Wenn das Volk Rußlands nicht unter Leitung der bolschewistischen Partei zur sozialistischen Revolution geschritten wäre, dann hätte sich Rußland in eine Kolonie der imperialistischen Staaten verwandelt. Die Oktoberrevolution rettete das Land vor der Versklavung durch ausländische Mächte, sie sicherte ihm die Freiheit und Unabhängigkeit.

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Michail Wassiljewitsch Frunse

Michail Wassiljewitsch Frunse, geboren am 21. Januar(02. Februar) 1885 in Bischkek, Gebiet Semirjetschje, Generalgouvernement Turkestan, Russisches Kaiserreich (heute Kirgisistan); verstorben am 31. Oktober 1925 in Moskau) war ein sowjetischer Heerführer im Kampf Sowjetrusslands gegen Konterrevolution und Intervention.

Michail Wassiljewitsch Frunse, 1919

Michail Wassiljewitsch Frunse, 1919

Bildquelle: Von Unbekannt – rusarchives.ru, Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

 

 

Der Sohn eines aus Bessarabien stammenden rumänischen Bauern schloss sich schon früh Lenin und seinen Bolschewiki an. Seine Mutter stammte aus einer Bauernfamilie aus Gouvernement Woronesch. Im Jahr 1904 beendete Frunse in Werny (heute Almaty) das Gymnasium und trat danach in das Petersburger Polytechnische Institut ein. Schon im ersten Jahr seines Studiums war er Mitglied der sozialdemokratischen Bewegung.  Er war einer der führenden Köpfe der streikenden Textilarbeiter in Iwanowo während der Russischen Revolution von 1905. Nach der Niederschlagung der Revolution wurde er verhaftet und zum Tode verurteilt, dann jedoch zur lebenslangen Zwangsarbeit begnadigt. Nach zehn Jahren in Sibirien gelang es ihm, nach Tschita zu fliehen. Hier arbeitete er als Redakteur einer bolschewistischen Wochenzeitung.

Während der Februarrevolution 1917 war Frunse Anführer der Bolschewiki in Minsk. Danach stand er an der Spitze des Sowjets in Weißrussland. Nach dem Beginn der Oktoberrevolution mit der Besetzung des Winterpalastes in Petersburg eroberte er mit 2.000 Kämpfern Moskau.

In der ersten Jahreshälfte 1918 war Frunse Vorsitzender des Iwanowo-Wosnessensker Komitees der Kommunistischen Partei. Ab August 1918 war er Militärkommissar für das Gebiet Jaroslawl. Von Februar bis Mai 1919 führte er die 4. Rote Armee an der Ostfront während des Kampfes gegen Konterrevolution und Intervention, anschließend die südliche Armeegruppe der Ostfront und von Juli bis August 1919 die gesamte Ostfront. In diesen Funktionen hatte er mit den ihm unterstellten Truppen entscheidenden Anteil am Sieg über die Weißen Truppen unter Admiral Koltschak. Er eroberte auch das Gebiet Turkestan und besiegte im Herbst 1920 die letzten Weißen unter Wrangel auf der Krim, was ihm besondere Popularität in Sowjetrussland einbrachte.

Nach der Niederschlagung der Anarchisten unter Nestor Machno in der Ukraine wurde er 1921 in das Zentralkomitee gewählt. Vom Januar 1925 bis zu seinem Tod war er als Nachfolger Trotzkis Volkskommissar für Armee und Marine sowie Vorsitzender des Revolutionären Kriegsrats, also Oberbefehlshaber der sowjetischen Streitkräfte.

Unter Frunses Leitung fand der Umbau der demobilisierten Roten Armee in eine kombinierte Kader-/Milizarmee seinen Abschluss. Eine mit seinem Namen verbundene Armee-Reform brachte auch das erste für die ganze Sowjetunion gültige Wehrpflichtgesetz vom 18. September 1925. Die Armee wies Mitte der 1920er Jahre einen Friedensstand von rund 560.000 Mann auf. Als Anhänger Sinowjews geriet er im Machtkampf in Opposition zu Stalin.

Am 31. Oktober 1925 verstarb er während einer Magenoperation an Herzinsuffizienz. Das vermutete Magengeschwür erwies sich als Narbe eines bereits verheilten Geschwürs.  Es gibt Gerüchte und Spekulationen, dass er auf Geheiß Stalins eine Überdosis von Betäubungsmitteln bekommen hätte. Es gibt viel Gerüchte und Spekulationen seit dem Tode Stalins. Auf Veranlassung seines Nachfolger Chruschtschow wird Stalin bis zum heutigen Tage verdammt. Seit der Niederlage des Sozialismus als Weltsystem wird Stalin nun erst recht verdammt. So sind Spekulationen und Gerüchte entstanden.

Stalin hielt am 3. November 1925 bei der Beisetzung von Frunse eine Gedenkrede. Diese begann er mit den Worten „Genossen! Ich bin nicht imstande, lange zu sprechen, meine seelische Verfassung lässt es nicht zu.“  

Diese Tatsache steht im Widerspruch zur obengenannten Spekulation, bzw. Gerücht.

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Beerdigung Frunses an der Kremlmauer in Moskau

Bildquelle: Von Unbekannt – scan from Radetsky: Russland und die Sowjetunion. Ein Jahrhundert in Fotografien der Nachrichtenagentur TASS. ISBN 978-3-89602-780-1. p. 116, Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Frunse erhielt ein Einzelgrab in der Nekropole an der Kremlmauer, was später fast ausschließlich den Staats- und Parteichefs der Sowjetunion vorbehalten war. Frunse zu Ehren wurde 1926 seine Heimatstadt Bischkek in Frunse umbenannt (bis 1991). Das Ministerium des Innern der DDR veranlasste 1955 die Übersetzung Ausgewählter Schriften von Frunse aus dem Militärverlag in Moskau. Die Militärakademie „M.W. Frunse“ trägt noch heute seinen Namen. Ebenso die im Mai 1957 eröffnete Moskauer Metrostation Frunsenskaja. Auch in Minsk und in St. Petersburg gibt es eine Metrostation mit diesem Namen, zudem ist einer der Minsker und auch einer der St. Petersburger Stadtbezirke (Rajone) nach ihm benannt (Frunsenski-Rajon). 1985 wurde ein Schlachtkreuzer der Kirow-Klasse nach Frunse benannt. In den 1980er Jahren trug die 17. POS Berlin-Treptow (Baumschulenstraße 79/81) seinen Namen. In Tiraspol existiert ein nach ihm benannter Stadtteil.

 

Entnommen Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel

 

Der Kampf Sowjetrusslands gegen Intervention und Konterrevolution

Grausamkeiten der Konterrevolutionäre

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

 

Ziele und Aktionen der Konterrevolution

Die gestürzten russischen Kapitalisten und Großgrundbesitzer, denen es nicht gelungen war, mit eigenen Kräften den Siegeszug der Sowjetmacht aufzuhalten, verbanden sich mit den ausländischen Imperialisten. Diese entsandten Truppen gegen das Sowjetland und unterstützten die weißgardistischen russischen Generäle und ihre Armeen mit Geld und Waffen.

Die Hauptziele, welche die imperialistischen Großmächte, vor allem Deutschland, die USA, England, Frankreich und Japan, mit der militärischen Intervention(Intervention = Gewaltsame Einmischung in die Angelegenheiten eines anderen Staates) verfolgten, waren folgende:

  1. Vernichtung des sozialistischen Staates, Wiederherstellung der alleinigen allumfassenden Herrschaft des imperialistischen Weltsystems und Verhinderung der Ausbreitung der Revolution auf andere Länder.
  2. Wiedererrichtung der Herrschaft der Bourgeoisie in Russland, Aufteilung des Landes in imperialistische Interessensphären und Wiedererlangung der von der Sowjetregierung enteigneten ausländischen Kapitalanlagen: der Anleihen in Höhe von 16 Millionen Goldrubel, der Gruben, Fabriken und Werke.

Als erste imperialistische Macht eröffnete das kaiserliche Deutschland im Februar 1918 die militärische Intervention gegen Sowjetrussland. Deutsche Truppen besetzten später unter Bruch des Brester Friedensvertrages weitere Gebiete der Ukraine und die Krim und drangen bis an den Don und nach Kaukasien vor. Seit dem März 1918 entsandten Frankreich, Großbritannien, Japan und die USA ihre Truppen in den Fernen Osten, in die Gebiete von Archangelsk und Murmansk, nach Transkaukasien und nach Turkestan und später auch an die Schwarzmeerküste. Insgesamt beteiligten sich 14 imperialistische Mächte an der Intervention gegen Sowjetrussland.

Für das Sowjetland entstand eine schwierige Lage. Die ausländischen Interventionstruppen verbanden sich mit den zaristischen Generalen und ihren weißgardistischen Truppen zu einer gemeinsamen Front. Im Sommer 1918 befanden sich drei Viertel des Landes in den Händen des Feindes, darunter wichtige Zentren der Industrie und der Landwirtschaft. Doch schon im Herbst 1918 konnte die junge Rote Armee erste Erfolge in den Kämpfen an der Ost- und Südfront erreichen.

Durch den militärischen Zusammenbruch und die Revolution in Deutschland konnte Sowjetrussland die von den deutschen Truppen besetzten Gebiete befreien. Andererseits ermöglichte die Beendigung des Krieges der Entente, ihre Intervention in Sowjetrussland zu verstärken und große Truppenverbände einzusetzen. Es begann der offene militärische Kampf der Ententemächte, der konterrevolutionäre Krieg gegen die Sowjetmacht.

Werbeplakat für US-Interventen

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

Ausländische Imperialisten

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

 

Kampf und Sieg der Sowjetmacht über Interventen und Weißgardisten

Die kommunistische Partei und die Sowjetregierung mobilisierten alle Kräfte und Mittel zur Abwehr des Feindes. Das gesamte Leben wurde auf die Bedürfnisse der Verteidigung des sozialistischen Vaterlandes umgestellt.

Am 30. November 1918 wurde der Rat der Arbeiter- und Bauern-Verteidigung gebildet, dessen Leitung in den Händen Lenins lag. Der Rat hatte die Aufgabe, die Industrie, den Transport und alle Reserven des Landes für den Kampf gegen die Interventen und Weißgardisten planmäßig und organisiert einzusetzen. Dazu war für die Dauer des Krieges auch eine Veränderung der ökonomischen Politik des Sowjetstaates erforderlich, die als „Kriegskommunismus“ bezeichnet wurde. Sie half, wesentliche Voraussetzungen für den endgültigen Sieg über die Konterrevolution und Intervention zu schaffen.

Der Sowjetstaat konzentrierte alle industriellen Produktionsmittel in seinen Händen und nationalisierte nun auch die Mittel- und Kleinbetriebe. Die Leitung der Industrie und des Verkehrswesens wurde streng zentralisiert.                                                                              Um die Ernährung zu sichern, wurden die Bauern verpflichtet, die gesamten Ernteüberschüsse ausnahmslos an den Staat abzuliefern. Es wurden strenge Maßnahmen zur Verteilung der Lebensmittel getroffen. Um Schiebertum und Wucher vorzubeugen, verbot die Sowjetregierung den privaten Handel.                                               Die allgemeine Arbeitspflicht wurde eingeführt, und die Angehörigen der Bourgeoisie wurden zu körperlicher Arbeit eingesetzt.

Das von Lenin geleitete Zentralkomitee der Kommunistischen Partei entschied alle wichtigen Fragen der Kriegsführung. Es arbeitete die strategischen Pläne aus und traf alle Maßnahmen, um die militärischen Operationen zu sichern. Viele erfahrene Parteifunktionäre und führende Mitglieder des Zentralkomitees waren als Kriegskommissare und in den Revolutionären Kriegsräten der Frontarmeen tätig. Aus den Reihen der Kommunistischen Partei gingen hervorragende Kommandeure und Heerführer hervor, wie Frunse, Woroschilow, Budjonny und andere.

Kommunisten kämpften auch in Partisanenverbänden, die im Hinterland der Interventen operierten und insbesondere den militärischen Nachschub des Feindes desorganisierten.

An der Seite der Werktätigen(arbeitende Menschen) der Sowjetrepubliken kämpften auch viele auslänische Arbeiter und ehemalige Kriegsgefangene, die sich zur Sache des Proletariats bekannten. Aus diesen Internationalisten, wie sie sich nannten, zu denen auch viele deutsche Arbeiter gehörten, wurden internationale Regimenter und Brigaden gebildet.

Internationale Unterstützung Sowjetrusslands

Internationale Unterstützung des Sowjetlandes

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

 


Während die Rote Armee an der Front die ersten Siege errang, leisteten die Werktätigen des Hinterlandes eine verantwortungsbewusste und aufopferungsvolle Arbeit. In dieser Zeit wurden erstmalig kommunistische Subbottniks durchgeführt. So wurden die freiwilligen Aufbauschichten genannt, welche die Arbeiter nach der Arbeitszeit unentgeltlich leisteten.

Subbotnik 1

Subbotnik 2

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

 

Subbotnik in Moskau

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

Der erste Massen-Subbotnik wurde am Sonnabend(Samstag), dem 10. Mai 1919, auf der Moskau-Kasaner Eisenbahn von 205 Arbeitern durchgeführt, die in 1014 freiwilligen und unbezahlten Überstunden 4 Lokomotiven und 16 Waggons reparierten. Außerdem wurden 9300 Pud verschiedene Materialien ein- oder ausgeladen. Diesem Beispiel folgten die Werktätigen(arbeitende Menschen) des ganzen Landes.


Dem gemeinsamen Kampf der Arbeiter und Bauern an der Front und im Hinterland gelang es, den Feind zu zerschlagen. Ende 1920 fanden die imperialistische Intervention und der Bürgerkrieg im wesentlichen ihr Ende. Das Volk hatte die Sowjetmacht und die Unabhängigkeit seines Landes siegreich behauptet.

Der Sieg des Sowjetvolkes wurde durch die mächtige Bewegung des internationalen Proletariats gegen die imperialistische Intervention und für die Unterstützung der heldenhaft kämpfenden Arbeiter und Bauern Russlands erleichtert. Unter der Leitung der Kommunistischen Internationale und der kommunistischen Parteien der einzelnen Länder wuchs die Welle der Solidarität mit dem ersten Arbeiter- und Bauern-Staat. Unter der Losung „Hände weg von Sowjetrussland!“ protestierten die Werktätigen(arbeitende Menschen) Englands, der USA, Frankreichs, Deutschlands und anderer Staaten gegen die Interventionspolitik der Imperialisten und verhinderten viele Kriegstransporte für die Interventen und die weißgardistischen Truppen.

In Deutschland bildete sich unter Führung der Kommunistischen Partei eine breite Solidaritätsbewegung, in der sich Mitglieder aller Arbeiterparteien und –organistationen zu, gemeinsamen Handeln zusammenfanden. In vielen Städten, wie in Erfurt, Karlsruhe, Stettin, Stuttgart, unterbanden die Arbeiter französische Waffentransporte für die polnischen Interventen.

Abwehr Feinde Süden 1

Abwehr Feinde Süden 2

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

 

Abwehr Feinde Westen

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR 9. Klasse, Stand 1982

 

Abwehr Feinde Osten

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

Ursachen für den Sieg der Sowjetmacht über die Interventen und Weißgardisten

Zum ersten Male in der bisherigen Geschichte hatten die Arbeiter und Bauern in einem Land, das wirtschaftliche äußerst rückständig und durch jahrelangen Krieg zerrüttet war, in heldenhaftem Kampf die eigenen Ausbeuter besiegt und einen zahlenmäßig stärkeren, technisch besser ausgerüsteten Feind, die Interventionstruppen der imperialistischen Großmächte, zurückgeschlagen.

Die wichtigsten Ursachen dafür waren:

  1. Die Führung durch die Kommunistische Partei, die dank ihrer konsequenten marxistisch-leninistischen Bündnispolitik die große Masse der Werktätigen(arbeitende Menschen) um die Arbeiterklasse vereinte und sie zum Kampf gegen die Feinde mobilisierte. Sie arbeitete die Strategie und Taktik des politischen und militärischen Kampfes aus, schuf die mächtige Rote Armee und organisierte die Arbeit im Hinterland sowie den Kampf an den Fronten.

 

  1. Die sowjetische Gesellschafts- und Staatsordnung, welche die grundlegenden Interessen aller werktätigen Klassen und Schichten verwirklichte. Sowohl die Arbeiterklasse und die werktätige Bauernschaft als auch die Werktätigen der ehemals vom Zarismus unterdrückten Völker erkannten, dass nur die Sowjetmacht sie vor der Rückkehr der Bourgeoisie und der Gutsbesitzer schützen beziehungsweise ihnen Freiheit und nationale Unabhängigkeit sichern konnte. Die Arbeiter und Bauern, die sich von der Herrschaft der Ausbeuterklassen befreit hatten, waren bereit, ihre Errungenschaften bis zum äußersten zu verteidigen.

 

  1. Die weltweite Solidarität des internationalen Proletariats, die den Imperialisten weitgehend die Hände band. Die revolutionären Ideen griffen auch auf die Truppen der Ententemächte über. Sie führten unter den Matrosen und Soldaten der imperialistischen Armeen in Sowjetrussland als auch in den Heimatländern zu Meutereien und Aufständen. Alle diese Aktionen unterstützten aktiv den schweren, aber schließlich siegreichen Kampf der Sowjetmacht.

 

 

  1. Der Angriff der imperialistischen Mächte und der weißgardistischen Konterrevolutionäre bestätigte erneut, das keine gestürzte Ausbeuterklasse abtritt, ohne mit allen Mitteln versucht zu haben, ihre Herrschaft zurückzugewinnen. Das ist ja schließlich nach langer Zeit 1989/90 gelungen.

 

  1. Die Arbeiterklasse muss daher stets bereit und gerüstet sein, ihre Staatsmacht auch mit militärischen Mitteln entschlossen zu verteidigen. Davon konnte 1989/90 keine Rede mehr sein. Das hat viele Ursachen u.a. die psychologische Kriegsführung, auf die in diesem Beitrag nicht weiter eingegangen werden kann.

 

 

  1. Doch damals war der Versuch des Weltimperialismus, den Sowjetstaat zu vernichten gescheitert.

 

Der Interventions- und Bürgerkrieg von 1918 bis 1922 war beendet. Sowjetrussland hatte im Befreiungskampf gegen die Interventen und Weißgardisten seine Stärke und Lebensfähigkeit bewiesen und die Grundlagen seiner Staatsmacht gefestigt. Der Sieg und die Stärkung der Sowjetmacht waren zugleich ein Sieg und eine Stärkung der Positionen der antiimperialistischen Weltbewegung.

Sieg Sowjetmacht Interventionskriege

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

 

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, 9. Klasse, Stand 1982

Bearbeitet von Petra Reichel  Geschichte DDR 9. Klasse

 

 

 

 

 

 

 

Original-Beitrag aus dem Geschichtsbuch:

Intervention und Konterrevolution

Der Raubfrieden von Brest-Litowsk

Ein Beitrag vom befreundeten Blog „Sascha´s Welt“ zum Thema Raubfrieden von Brest-Litowsk.

Sascha's Welt

vorwarts-dezember-1917Gegen den Willen Lenins lehnte Trotzki es am 10. Februar 1918 ab, einen Friedensvertrag mit den deutschen Imperialisten zu unterschreiben. Die Folge davon waren noch schärfere Forderungen der Deutschen und der Einmarsch der Reichswehr in Kiew… Warum graben wir hier diese alte Geschichte wieder aus? Erstens, um sichtbar zu machen, wie der deutsche Imperialismus schon 1918 danach strebte, das Sowjetland in eine deutsche Kolonie zu verwandeln und die Sowjetvölker zu versklaven. Zweitens, um zu zeigen, wie die opportunistische Rolle Trotzkis die junge Sowjetmacht an den Rand des Abgrunds führte. Und drittens, um zu verdeutlichen, daß es ein verhängnisvoller Fehler ist, den auch die Führer der deutschen Linken immer wieder begingen – sie unterließen es, den völligen Bruch mit den Opportunisten herbeizuführen, diese aus der Partei zu vertreiben und eine vom Opportunismus freie revolutionäre Kampfpartei, eine Partei neuen Typus, zu schaffen. Nur so kann es gelingen, den Kapitalismus zu überwinden und…

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