Erich Mielke: Verantwortungsvoller Dienst an der Staatsgrenze der DDR(1976)

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Bildnachweise:

 

Erich Mielke (1976) Kopie

 

Erich Mielke(1976)
Bildquelle: „Bundesarchiv Bild 183-R0522-177, Erich Mielke“ von Bundesarchiv, Bild 183-R0522-177 / CC-BY-SA 3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons -Bitte auf´s Bild klicken

 

Grenzzollamt

Bildquelle:
https://www.srf.ch/news/regional/basel-baselland/neuer-zoll-ist-bereit-fuer-autos-aber-noch-nicht-fuer-trams

 

SED-Abzeichen

 

Bildquelle:
Wikipedia

 

Parteitag SED

 

Bildquelle:
Wikipedia

 

Volksaussprache

Bildquelle:
http://www.wissen.de/phaenomen-zweisprachigkeit

Glückwunsch Beruf

 

 

Unsere Antwort Great Job

Bildquelle: Croin Cards, rechts bearbeitet von Jochen Lücke

Arbeiter

 

Bildquelle:
Depositfotos Arbeitnehmer- Silhouetten

 

Lobhudelei

 

Bildquelle: DW

 

DDR Flagge Kopie 3

 

Bildquelle: Metal Gear Wiki

 

Grenzbeamte

 

Bildquelle: Welt N24

 

 

Grenzbeamter als Kumpel

 

Bildquelle:
http://www.freedom-on2wheels.com/index.php/uruguay

 


 

Power Point-Vortrag als PDF-Datei zur besseren Lesbarkeit und zum Download

Verantwortungsvoller Dienst an der Staatsgrenze der DDR (1976).pptx

 


 

Originaltext aus dem Sammelband, auch zum Download

Buchtitel Erich Mielke - Sozialismus Sinn und Kampf Kopie 3

 

Erich Mielke zu Dienst an Staatsgrenze 1976

 

 

 

 

 

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Erich Mielke zur Staatsgrenze der DDR(1989)

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leichtsinnige Mutter

Trotz BGS-Warnschilder auf der BRD-seite stellt sich eine unvorsichtigen Mutter mit Kind unmittelbar an einer DDR-Grenzsäule. Die Säulen befinden sich in der Regel zwischen 2-5m hinter dem eigentlichen DDR-Grenzverlauf. Die beiden Personen befinden sich faktisch auf DDR-Gebiet; in der GT-Dienstsprache handelt es sich bei dieser Situation schon um eine „Grenzverletzung“. Das Foto wird um 1985 durch einen Grenzaufklärer im GR-15 erstellt. Gut zu erkennen ist die Grenzsäulennummer auf der Rückseite der Grenzsäule. Die Säulen selbst trägt häufig als oberen Abschluss einen mittigen Stahlstab, dieser soll Vögel davon abhalten, sich auf den Säulen abzusetzten und so die Säule evtl. zu verschmutzen. Grundsätzliche wird die o.g. Grenzsäulennummer zur Lokalisierung von Vorgängen immer in den Berichten und Fotos als „GS-Nr.“ angegeben. Die links oben abgebildete schwarze Grenzsäulennummertafel ist eine Ersatztafel für Grenzaufklärer bei Ersatzmaßnahmen an beschädigter bzw. entwendeter Kennzeichnungen. ( Privatarchiv d. Verf.)

 

Bildquelle nebst Bildunterschrift:

Kommando Grenztruppen der DDR


 

Provokation an der Staatsgrenze der DDR zu Westberlin. (bereits während der Konterrevolution)


 

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Power Point-Vortrag als PDF-Datei:

ERich Mielke zur Staatsgrenze der DDR 1989.pptx

Entnommen aus der Mediathek der BStU.

Siehe auch Zusammenfassung und Auswertung dieses Referats.

Bildnachweise:

Erich Mielke (1976) Kopie

Erich Mielke(1976)
Bildquelle:„Bundesarchiv Bild 183-R0522-177, Erich Mielke“ von Bundesarchiv, Bild 183-R0522-177 / CC-BY-SA 3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons –  Bitte auf´ s Bild klicken.

 

Tonbandgerät Kopie 3

Tonbandgerät
Bildquelle: Wikipedia

 

BStU Mediathek Kopie

 

MfS- Mediathek

Bildquelle: https://award.typo3.org/shortlist-award-2016/

 

DEU DDR STASI SCHIESSBEFEHL

Bildquelle:
Flucht und Ausreise Diskussionsforum

 

böser Mensch

Bildquelle:
Gesund im Job – Der Gesundheitsblog

 

Ausreiseantrag

 

Bildquelle: Aktion Mensch, entsprechende Seite nicht auffindbar

 

 

Sicherheit und Ordnung

Bildquelle:
CDU

 

leichtsinnige Mutter

Bildquelle nebst Bildunterschrift:
Kommando Grenztruppen der DDR

 

Medienzirkus

 

Bildquelle:
Wikimedia

 

KRAZ Kipper Bild002 _2_ _2_

Krazkipper
Bildquelle: www.baumaschinenbilder.de

Anwendung Schusswaffe

 

Bildquelle:
Fotosearch

 

DDR-GRenze Ordnung

Bildquelle:
Made for minds

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bericht eines DDR-Grenzers

Gastbeitrag von Holger Marks

Die »Grenztruppen der DDR« wurden – zunächst unter anderem Namen – bereits am 1. Dezember 1946 gegründet. Ich wurde erst 20 Jahre Später geboren.
Am 1. Dezember 1984 fand ich mich im Gebäude des Wehrkreiskommando Reichenbach/Vogtl. wieder. Da, wo ich mich zuvor zu 3 Jahren verpflichtet hatte. Freiwillig! Ohne deswegen studieren zu wollen.
Wir waren dort sicher mindestens 30 junge Männer aber in dem Raum hätte man eine Stecknadel auf den Boden knallen hören.
Nach einer endlos langen Zugfahrt kam ich in der Uffz-Schule „Egon Schultz“ in Perleberg an. Dort wurden wir von Kindern zu Männern gemacht und es hat keinem von uns geschadet. Wir wurden sechs Monate lang ausgebildet im Grenzdienst und für den Fall eines militärischen Angriffes zur Verteidigung unseres Landes im Waffengefecht. Und dazu, eine Gruppe aus 10 bis 12 Soldaten auszubilden und zu führen.
Danach war ich im Grenzregiment 1 (Mühlhausen) zunächst in Lauchröden und dann in Neuenhof (beides bei Eisenach). An der Grenze zwischen Thüringen und Hessen.
Einige meiner „Untergebenen“ waren deutlich älter als ich. Aber wir alle wussten, dass wir nur MIT-einander dort agieren konnten. Wir waren dort nicht, weil wir „Lust“ gehabt hätten, einen potenziellen Grenzverletzer zu erschießen, sondern um die Grenze in beiden Richtungen zu sichern. Und diesen Dienst nahmen wir alle sehr ernst! Selbst bei nachts Minus 30 Grad im Winter 1986.
Ja. Wir trugen eine Maschinenpistole und hatten 60 Schuss scharfe Munition dabei. Aber außer auf dem Schießplatz hat niemand von uns je davon Gebrauch machen müssen. Wir waren junge, damals sportliche Männer und konnten mindestens so schnell rennen, wie ein Mensch, der die 20 Warn-Schilder zuvor übersehen haben musste.
Und die Mär: „Für einen erschossenen Grenzverletzer bekamen die Grenzer Sonderurlaub!“ ist völlig weltfremd. Danach hätte die Untersuchung durch militärische und zivile Staatsanwaltschaft begonnen und statt Sonderurlaub hätten wir derweil Ausgangs- und Urlaubssperre bekommen.
Uns gegenüber, wenige Meter entfernt taten die Beamten des Bundesgrenzschutz (BGS) und Grenzzolldienst (GZD) ihren Dienst. Auch mit Schusswaffen.
Gerne haben sie nachmittags Schulklassen, Einheimische und Touristen mit Bussen an die Grenze gebracht, auf einer Aussichtsplattform versammelt und während die Herrschaften uns wie exotische Tiere im Zoo fotografierten, gefiel es manchmal einem der Beamten, mit seiner Schusswaffe „aus Spaß“ auf mich zu zielen. Ich habe mich dann nicht geduckt, sondern stand mit meinen 193 Zentimetern Körperhöhe eisern da, wie ein Soldat das so macht. Im Leben hätte der sich mit so vielen Zeugen nicht getraut, abzudrücken. Und getroffen hätte er mich ohnehin nicht?
Ich würde heute gerne mal mit einem dieser Beamten, die auf mich mit einer Schusswaffe gezielt haben, persönlich sprechen. Es hat sich aber bislang nie einer bei mir gemeldet.
Die Damen und Herren, die sich auf den Weg gemacht hatten, um die DDR (nicht nur nachts!) über den Zaun zu verlassen, waren uns aber auch nicht wohlgesonnen. Selbstgebastelte Schusswaffen, Flaschen mit Salzsäure und natürlich Messer hatten sie dabei.
Übrigens gab es dafür den Weg der „Ständigen Ausreise aus der DDR“ und liebe Leser: Sie würden sich wundern, wie oft das stattfand!
Aber dann in geordneten Verhältnissen, ohne zuhause zurückgelassene schlafende Kinder und über eine offizielle Grenzübergangsstelle!
Zwei Jahre nach meiner Entlassung wurden die Grenzsicherungsanlagen entfernt. Aber das macht mich nicht zornig und stellt nicht den Sinn meines dreijährigen Dienstes an dieser Grenze in Frage. Es war richtig und gut so. Mein Dienst wie auch der Wegfall der Grenzanlagen.
Meine Kameraden und ich, vom Soldat bis zum General, haben den Auftrag erfüllt, den heute noch viele Menschen rund um den Erdball ausführen: Die Einhaltung einer Vorschrift / eines Gesetzes zu gewährleisten.
Ich stehe bis heute dazu und danke allen aufrichtigen Kameraden!
Holger Marks
Ufw. a.D.

 

Luthers unheiliger Geist

Hier ein Beitrag von „Sascha“ zu Martin Luther

Sascha's Welt

LutherEin Säulenheiliger der protestantischen Kirche, er war alles andere als ein Vorbild. Martin Luther (1483-1546) gilt als Begründer der deutschen Reformation. Mit seinen 95 Thesen, die dieser 1517 angeblich an die Stadtkirche zu Wittenberg genagelt haben soll, protestierte er gegen den kirchlichen Ablaßhandel und löste damit eine breite Volksbewegung aus, welche die frühbürgerliche Revolution einleitete. Luthers Thesen wurden bald überall in Deutschland bekannt. Später jedoch, im Bauernkrieg, verurteilte er das revolutionäre Vorgehen der Aufständischen aufs Schärfste. Seine 1522 erschienene „Treue Vermahnung zu allen Christen, sich zu hüten vor Aufruhr und Empörung“ hat ihre demagogische Wirkung sogar bis heute nicht verfehlt. 

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Kliment Jefremowitsch Woroschilow

Kliment Jefremowitsch Woroschilow , geboren am 23. Januar (4. Februar 1881) in Werchneje im Ujesd Bachmut, Gouvernement Jekaterinoslaw (heute Ukraine); verstorben am 2. Dezember 1969 in Moskau) war von 1925 bis 1940 Verteidigungsminister (Volkskommissar) der Sowjetunion. Als Nachfolger Nikolai Schwerniks war der 1935 zum Marschall der Sowjetunion ernannte Woroschilow von 1953 bis 1960 Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjets und damit Staatsoberhaupt des Landes.

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Kliment Woroschilow als Marschall der Sowjetunion, 1937

Bildquelle: Von Unbekannt – Почтовая карточка 1937 года. Автор фото неизвестен., Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

 

 


 

Nach kurzer Schulbildung arbeitete Woroschilow in unterschiedlichen Handwerksberufen; seit 1899 engagierte er sich in der Arbeiterbewegung und trat 1913 in die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands (РСДРП) ein. Bis zur Oktoberrevolution organisierte er Streiks und illegale Aktivitäten im Donezbecken, Baku und Sankt Petersburg, wobei er mehrfach inhaftiert und verbannt wurde. Nach der Februarrevolution 1917 wurde er in den Petrograder Arbeiter- und Soldatenrat gewählt; während des folgenden Kampfes gegen Konterrevolution und Intervention beteiligte er sich an der Bildung der Roten Armee und spielte eine wichtige Rolle beim Kampf um Zarizyn (ab 1925: Stalingrad, seit 1961: Wolgograd), wobei er eng mit Stalin zusammenarbeitete.

1917 gründete er die Zeitung Donezki Proletari.

Von 1926 bis 1957 war er Vollmitglied im Politbüro der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) und damit im Zentrum der politischen Macht.

In den 1920er und 1930er Jahren setzte sich Woroschilows militärischer Aufstieg auf verschiedenen Positionen der Roten Armee fort. Am 7. November 1925 wurde er Volkskommissar (Minister) für Armee und Marine (im Juni 1934 umbenannt in Volkskommissar für Verteidigung) sowie Vorsitzender des Revolutionären Kriegsrates. Am 20. November 1935 erfolgte die Ernennung zum Marschall der Sowjetunion.

Nach den katastrophalen Verlusten der Roten Armee im sowjetischen Winterkrieg gegen Finnland wurde Woroschilow am 8. Mai 1940 im Amt des Volkskommissars für Verteidigung durch Marschall Timoschenko ersetzt. Er blieb bis 1953 einer der stellvertretenden Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare (ab 1946: Ministerrat der UdSSR). Zu Beginn des Großen Vaterländischen Krieges(zweiter Weltkrieg) im Juni 1941 war er verantwortlich für den nordwestlichen Teil der Landesverteidigung. Es gelang ihm als Befehlshaber der Leningrader Front nicht, die am 8. September 1941 beginnende Leningrader Blockade durch Truppen der Wehrmacht zu verhindern. Woroschilow behielt das Vertrauen Stalins und hatte von 1945 bis 1947 den Vorsitz der sowjetischen Kontrollkommission in Ungarn inne.                                                                                            Nach Stalins Tod im März 1953 war Woroschilow bis 1960 Vorsitzender des Obersten Sowjets und damit Staatsoberhaupt der UdSSR. 1956 erhielt er – zu Ehren seines 75. Geburtstages – erstmals die Auszeichnung Held der Sowjetunion“. Zusammen mit Malenkow und Chruschtschow war er in die Aktivitäten gegen Geheimdienstchef Lawrenti Beria involviert, die mit dessen Todesurteil und Hinrichtung im Dezember 1953 endeten. An Chruschtschows Initiative zur Verdammung Stalin beteiligte er sich zunächst nicht. Malenkows gescheiterten Versuch, Chruschtschow 1957 als Ersten Sekretär der KPdSU abzusetzen, unterstützte er zunächst, um aber letztlich wieder auf Chruschtschows Seite zu wechseln.

1960 trat Woroschilow in den Ruhestand und wurde auf seinem Posten als Vorsitzender des Präsidium des Obersten Sowjets von Leonid Breschnew abgelöst. Als „lebende Legende der sowjetischen Geschichte“ wurde er jedoch von 1966 bis 1969 erneut ins Zentralkomitee berufen. Zum 50. Jubiläum der Roten Armee im Jahr 1968 wurde er zum zweiten Mal als Held der Sowjetunion ausgezeichnet.

In seinem 89. Lebensjahr starb Woroschilow in Moskau und wurde an der Kremlmauer am Roten Platz beigesetzt, wo man ein Denkmal für ihn auf seinem Grab aufstellte. Ebenso erinnert eine Tafel an seinem ehemaligen Wohnhaus in der Granowski-Straße (улица Грановского), seit 1992 Romanow pereulok (Романов переулок), an ihn. In der Türkei, deren Unabhängigkeitskrieg durch sowjetische Militärhilfe unterstützt wurde, ist Woroschilow in der Personengruppe des Denkmals der Republik am Istanbuler Taksim-Platz abgebildet.

Woroschilow in Türkei

Woroschilow mit dem türkischen Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk bei den Feierlichkeiten zum zehnten Jahrestag der türkischen Republik (Oktober 1933)

Bildquelle: Von Original photographer unknown. – Ministry of Education web site, [1] (Images Atatürk) collection of the Republic of Turkey ., Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

 

 

Namensgebungen und Schilderstürmerei 

Mit dem KW-1, KW-2 und KW-85 war eine Serie sowjetischer schwerer Panzer, die im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurden, nach Woroschilow benannt. Drei Städte trugen seinen Namen: Woroschilowgrad in der Ukraine (von 1935 bis 1958 und von 1970 bis 1990, heute wieder Luhansk), Woroschilowsk in der RSFSR (von 1935 bis 1943, heute wieder Stawropol) und Woroschilow im russischen Fernen Osten (von 1935 bis 1960, heute Ussurijsk), sowie einige Dörfer und Kolchosen. Nach Woroschilow wurde auch eine Auszeichnung benannt, die in der Roten Armee zwischen 1932 und 1939 den besten Schützen verliehen wurde (Ворошиловский стрелок = Woroschilow-Schütze). Die Militärakademie des Generalstabes der UdSSR trug ebenfalls seinen Namen.

In der DDR trugen das Ferienlager „Klim Woroschilow“ bei Templin und bis 1989/90 die „Kliment-Jefremowitsch-Woroschilow-Oberschule“ in der Leipziger Scharnhorststraße seinen Namen. Anlässlich seines Besuches wurde Woroschilow 1933 zum Ehrenbürger der türkischen Stadt Izmir ernannt; dort trug bis 1951 auch ein Boulevard seinen Namen (heute „Plevne Bulvarı“).

 

Entnommen aus Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel

Semjon Michailowitsch Budjonny

Semjon Michailowitsch Budjonny, geboren am 13. April(25. April) 1883 in Kosjurin bei Woronesch, verstorben am 26. Oktober 1973 in Moskau, war ein Marschall der Sowjetunion, Hauptinspekteur der Roten Armee und dreifacher Held der Sowjetunion(1958, 1963, 1968).

Marschall Budjonny

Marschall Budjonny

Bildquelle: Von Unbekannt – [1], Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Budjonny war der Sohn armer Bauern und trat 1903 der zaristischen Armee bei. Von 1904 bis 1905 nahm er am Krieg gegen Japan teil. Im Ersten Weltkrieg war er Wachtmeister in einem Regiment der zaristischen Dragoner, dekoriert mit dem höchsten Russischen Orden des heiligen Georg.

Im Kampf Sowjetrusslands gegen Konterrevolution und Intervention von 1918 bis 1921 führte Budjonny größere Kavallerieverbände. So kämpfte er an der Spitze der 1. Roten Reiterarmee bei der 10. Armee gegen Anton Iwanowitsch Denikin, General der weißgardistischen Truppen, und vertrieb 1920 die Kosaken aus Jekaterinodar.

Auch am Polnisch-Sowjetischen Krieg von 1920 war er als Befehlshaber einer Armee beteiligt. In dieser Zeit begründete sich seine alle Krisen überdauernde Freundschaft mit Josef Stalin. Stalin mochte Budjonnys einfache Lebensweise, sein virtuoses Spiel auf der Harmonika und seine Rolle als „Stimmungskanone“ bei Feiern im engsten Kreis.

Budjonny erwarb sich große Verdienste um die russische Pferdezucht, als er 1921 entgegen einem Erlass von Lenin, der jeden privaten Besitz an Pferden verboten und alle Staatsgestüte aufgelöst hatte, den Befahl zur Neugründung von Staatsgestüten gab. Einige Rassen, wie der Orlow-Rostoptschin und der Streletzker waren zu diesem Zeitpunkt bereits ausgestorben. Bei allen war viel Qualität verlorengegangen. Als Anführer der Don-Kosaken geht insbesondere der Erhalt des Don-Pferdes, aber auch der Karadiner, Ukrainer und Tersker auf seinen energischen Einsatz im Sinne einer qualitativ hochwertigen Pferdezucht zurück. Als „Pferdeversteher“ galt Budjonny als Autorität. Darüber hinaus veranlasste er den Aufbau der Zucht einer neuen Rasse nach seinen Vorstellungen, die seinen Namen – Budjonny – erhielt.

Von 1924 bis 1937 war Budjonny Inspekteur der Kavallerietruppen. Am 20. November 1935 wurde er zum Marschall ernannt. Im Jahre 1938 wurde er Mitglied des Zentralkomitees der KPdSU.

Er war einer der Militärrichter im Moskauer Prozess von 1937 gegen Marschall Michail Tuchatschewski.

Im zweiten Weltkrieg übte Budjonny anfänglich hohe Funktionen in der Roten Armee aus. Er war 1941 Oberbefehlshaber der „Strategischen Südwestrichtung“, welcher die Südwestfront und die Südfront in der Ukraine unterstanden. Während der Schlacht um Kiew im August/September 1941 forderte er von Stalin und dessen Oberkommando die Erlaubnis zur Räumung des weit nach Westen vorspringenden Frontbogens am Dnepr, da sonst eine Katastrophe in Form einer Einkesselung seiner Truppen für unvermeidlich hielt. Bereits in den Tagen zuvor hatte er die Führung des Oberkommandos kritisiert. Am 12. September 1941 wurde er daher von seinem Kommando entbunden und von Marschall S.K. Timoschenko ersetzt. Tatsächlich wurde die Südwestfront nur drei Tage später eingekesselt und zum größten Teil aufgerieben. Stalin ließ Budjonny aus dem Kessel ausfliegen. Budjonny erhielt umgehend den vakanten Posten des Oberbefehlshabers der Reservefront vor Moskaus. Während der ebenfalls verlustreichen Kämpfe während der Doppelschlacht bei Wjasma un Brjansk wurde diese Front am 10. Oktober 1941 wieder aufgelöst. In der Schlacht um Moskau befehligte er Ende 1941 eine Armee südlich von Moskau um Malojaroslawenz.

Bis Mitte 1942 war er Oberbefehlshaber der Nordkaukasusfront. Die deutsche Wehrmacht konnte erfolgreich seine Armeeverbände zurückdrängen. Erneut wurde Budjonny von seinem letzten, erfolglosen Frontkommando abgelöst.

Trotz seiner Niederlagen blieb Stalin ihm gewogen. Seit Januar 1943 war er Inspekteur der Kavallerie der Roten Armee und wurde als der Begründer vielfältig geehrt.

1946 wurde er in den Obersten Sowjet gewählt.


 

Budjonny war drei Mal verheiratet: Seine erste Frau Nadescha soll Anfang der 1930er Jahre Selbstmord begangen haben. Seine zweite Frau Olga war Sopranistin. Gegen sie ermittelte um 1937 der damalige Geheimdienst GPU wegen privater Affären. Dass es da nicht nur um Privates ging, liegt auf der Hand. Budjonny trennte sich deshalb von ihr. Seine dritte Frau hieß Maria. Seine Tochter Nina verwaltete seine Memoiren und viele unveröffentlichte Notizen.


 

Briefmarke SU 1974

Briefmarke SU 1974

Bildquelle: Von USSR Post – Scanned 600 dpi by User Matsievsky from personal collection, Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

 

 

entnommen aus Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel

 

Michail Wassiljewitsch Frunse

Michail Wassiljewitsch Frunse, geboren am 21. Januar(02. Februar) 1885 in Bischkek, Gebiet Semirjetschje, Generalgouvernement Turkestan, Russisches Kaiserreich (heute Kirgisistan); verstorben am 31. Oktober 1925 in Moskau) war ein sowjetischer Heerführer im Kampf Sowjetrusslands gegen Konterrevolution und Intervention.

Michail Wassiljewitsch Frunse, 1919

Michail Wassiljewitsch Frunse, 1919

Bildquelle: Von Unbekannt – rusarchives.ru, Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

 

 

Der Sohn eines aus Bessarabien stammenden rumänischen Bauern schloss sich schon früh Lenin und seinen Bolschewiki an. Seine Mutter stammte aus einer Bauernfamilie aus Gouvernement Woronesch. Im Jahr 1904 beendete Frunse in Werny (heute Almaty) das Gymnasium und trat danach in das Petersburger Polytechnische Institut ein. Schon im ersten Jahr seines Studiums war er Mitglied der sozialdemokratischen Bewegung.  Er war einer der führenden Köpfe der streikenden Textilarbeiter in Iwanowo während der Russischen Revolution von 1905. Nach der Niederschlagung der Revolution wurde er verhaftet und zum Tode verurteilt, dann jedoch zur lebenslangen Zwangsarbeit begnadigt. Nach zehn Jahren in Sibirien gelang es ihm, nach Tschita zu fliehen. Hier arbeitete er als Redakteur einer bolschewistischen Wochenzeitung.

Während der Februarrevolution 1917 war Frunse Anführer der Bolschewiki in Minsk. Danach stand er an der Spitze des Sowjets in Weißrussland. Nach dem Beginn der Oktoberrevolution mit der Besetzung des Winterpalastes in Petersburg eroberte er mit 2.000 Kämpfern Moskau.

In der ersten Jahreshälfte 1918 war Frunse Vorsitzender des Iwanowo-Wosnessensker Komitees der Kommunistischen Partei. Ab August 1918 war er Militärkommissar für das Gebiet Jaroslawl. Von Februar bis Mai 1919 führte er die 4. Rote Armee an der Ostfront während des Kampfes gegen Konterrevolution und Intervention, anschließend die südliche Armeegruppe der Ostfront und von Juli bis August 1919 die gesamte Ostfront. In diesen Funktionen hatte er mit den ihm unterstellten Truppen entscheidenden Anteil am Sieg über die Weißen Truppen unter Admiral Koltschak. Er eroberte auch das Gebiet Turkestan und besiegte im Herbst 1920 die letzten Weißen unter Wrangel auf der Krim, was ihm besondere Popularität in Sowjetrussland einbrachte.

Nach der Niederschlagung der Anarchisten unter Nestor Machno in der Ukraine wurde er 1921 in das Zentralkomitee gewählt. Vom Januar 1925 bis zu seinem Tod war er als Nachfolger Trotzkis Volkskommissar für Armee und Marine sowie Vorsitzender des Revolutionären Kriegsrats, also Oberbefehlshaber der sowjetischen Streitkräfte.

Unter Frunses Leitung fand der Umbau der demobilisierten Roten Armee in eine kombinierte Kader-/Milizarmee seinen Abschluss. Eine mit seinem Namen verbundene Armee-Reform brachte auch das erste für die ganze Sowjetunion gültige Wehrpflichtgesetz vom 18. September 1925. Die Armee wies Mitte der 1920er Jahre einen Friedensstand von rund 560.000 Mann auf. Als Anhänger Sinowjews geriet er im Machtkampf in Opposition zu Stalin.

Am 31. Oktober 1925 verstarb er während einer Magenoperation an Herzinsuffizienz. Das vermutete Magengeschwür erwies sich als Narbe eines bereits verheilten Geschwürs.  Es gibt Gerüchte und Spekulationen, dass er auf Geheiß Stalins eine Überdosis von Betäubungsmitteln bekommen hätte. Es gibt viel Gerüchte und Spekulationen seit dem Tode Stalins. Auf Veranlassung seines Nachfolger Chruschtschow wird Stalin bis zum heutigen Tage verdammt. Seit der Niederlage des Sozialismus als Weltsystem wird Stalin nun erst recht verdammt. So sind Spekulationen und Gerüchte entstanden.

Stalin hielt am 3. November 1925 bei der Beisetzung von Frunse eine Gedenkrede. Diese begann er mit den Worten „Genossen! Ich bin nicht imstande, lange zu sprechen, meine seelische Verfassung lässt es nicht zu.“  

Diese Tatsache steht im Widerspruch zur obengenannten Spekulation, bzw. Gerücht.

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Beerdigung Frunses an der Kremlmauer in Moskau

Bildquelle: Von Unbekannt – scan from Radetsky: Russland und die Sowjetunion. Ein Jahrhundert in Fotografien der Nachrichtenagentur TASS. ISBN 978-3-89602-780-1. p. 116, Gemeinfrei, Bild ist entsprechend verlinkt

 

Frunse erhielt ein Einzelgrab in der Nekropole an der Kremlmauer, was später fast ausschließlich den Staats- und Parteichefs der Sowjetunion vorbehalten war. Frunse zu Ehren wurde 1926 seine Heimatstadt Bischkek in Frunse umbenannt (bis 1991). Das Ministerium des Innern der DDR veranlasste 1955 die Übersetzung Ausgewählter Schriften von Frunse aus dem Militärverlag in Moskau. Die Militärakademie „M.W. Frunse“ trägt noch heute seinen Namen. Ebenso die im Mai 1957 eröffnete Moskauer Metrostation Frunsenskaja. Auch in Minsk und in St. Petersburg gibt es eine Metrostation mit diesem Namen, zudem ist einer der Minsker und auch einer der St. Petersburger Stadtbezirke (Rajone) nach ihm benannt (Frunsenski-Rajon). 1985 wurde ein Schlachtkreuzer der Kirow-Klasse nach Frunse benannt. In den 1980er Jahren trug die 17. POS Berlin-Treptow (Baumschulenstraße 79/81) seinen Namen. In Tiraspol existiert ein nach ihm benannter Stadtteil.

 

Entnommen Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel