Käthe Kollwitz 1867-1945

Käthe Kollwitz um 1906
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Von Philipp Kester – http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/erste-umfassende-kaethe-kollwitz-biagraphie-13629401/kaethe-kollwitz-damals-noch-13631005.html#fotobox_1_3629401 from https://www.muenchner-stadtmuseum.de/shop/bildarchiv/sammlungsgebiete/fotografie/bildarchiv/kaethe-kollwitz.html?tx_mstmbildarchiv_bildarchiv%5Baction%5D=show&tx_mstmbildarchiv_bildarchiv%5Bcontroller%5D=Bild&cHash=2f9e1d910c3d9d9e10e7d2d9e2e7f7ab, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=48069708

Grafikerin, Bildhauerin

  • 1867
  1. Juli: Käthe Kollwitz wird in Königsberg als Käthe Schmidt, Tochter des Maurermeisters und Predigers Carl Schmidt und dessen Frau Katharina (geb. Rupp), geboren. 
  • 1881

Zeichenunterricht bei einem Kupferstecher in Königsberg. 

  • 1885-1889

Studium der Malerei bei Karl Stauffer-Bern (1857-1891) in Berlin und bei Ludwig Herterich (1856-1932) in München. 

  • 1891
  1. Juni: Heirat mit dem Kassenarzt Karl Kollwitz, der sich in einem Berliner Arbeiterbezirk niederlässt. Aus der Ehe gehen zwei Söhne hervor. 
  • 1895

Teilnahme an der „Freien Kunstausstellung“ in Berlin mit drei Werken. 

  • 1895-1898

Inspiriert von Gerhart Hauptmanns Drama „Die Weber“ schafft Käthe Kollwitz den Zyklus „Ein Weberaufstand“. 

  • 1898

Aufnahme in die „Berliner Secession“. 

  • 1898-1903

Lehrerin an der Künstlerinnenschule in Berlin. 

  • 1899

Mit dem Erwerb von „Ein Weberaufstand“ beginnt das Dresdner Kupferstichkabinett eine Sammlung ihrer Werke.  
Verleihung der Kleinen Goldenen Medaille auf der Deutschen Kunstausstellung in Dresden, nachdem ihre Nominierung im Vorjahr abgelehnt wurde. 

  • 1901-1908

Arbeiten an dem Zyklus „Bauernkrieg“, für den sie den Villa-Romana-Preis erhält. 

  • 1904

Kollwitz lebt ein Jahr in Paris und arbeitet in der Plastikklasse der Académie Julian. Kontakt mit Auguste Rodin und Théophile Alexandre Steinlen (1859-1923). 

  • 1906

Januar: Ihr Plakat für die Deutsche Heimarbeit-Ausstellung wird auf Wunsch der Kaiserin Auguste Viktoria von allen Anschlagsäulen entfernt, da dieser die Darstellung einer abgearbeiteten Frau missfällt. 

  • 1914

22./23. Oktober: Ihr Sohn Peter fällt im Ersten Weltkrieg bei Dixmuiden (Flandern). 

  • 1917

Zahlreiche Ausstellungen in ganz Deutschland zu ihrem 50. Geburtstag. 

  • 1919
  1. Januar: Sie wird als erste Frau Mitglied der Preußischen Akademie der Künste und erhält gleichzeitig den Professorentitel. 
  • 1921-1924

Arbeit für die Internationale Arbeiter-Hilfe (IAH), der viele linke Intellektuelle angehören. Während dieser Zeit entstehen sozialpolitische Plakate wie „Nie wieder Krieg“ für den Mitteldeutschen Jugendtag in Leipzig und „Nieder mit den Abtreibungs-Paragraphen!“ 

  • 1922/23

Kollwitz arbeitet an der Holzschnittfolge „Krieg“, die von den Werken Ernst Barlachs beeinflusst ist. 

  • 1928

Leitung des Meisterateliers für Grafik an der Akademie der Künste in Berlin. 

  • 1929

Ausstellung im Kupferstichkabinett in Basel. Verleihung des Ordens Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste. 

  • 1932

Aufstellung des Mahnmals „Die Eltern“ für den gefallenen Sohn Peter auf dem Soldatenfriedhof in Roggevelde nahe Dixmuiden, das sie schon seit 1914 geplant hat. 

  • 1933

Kollwitz wird zum Austritt aus der Preußischen Akademie der Künste gezwungen. 
Amtsenthebung als Leiterin in der Meisterklasse für Grafik, später zudem indirektes Ausstellungsverbot durch Entfernung ihrer Arbeiten aus der Akademieausstellung und dem Kronprinzenpalais. 

  • 1934/35

Sie schafft ihren letzten Zyklus „Vom Tode“ (Lithografien). 

  • 1940
  1. Juli: Tod ihres Mannes. 
  • 1942
  1. September: Ihr Enkelsohn Peter fällt in Russland. 
    Es entsteht die Lithografie „Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden“. 
  • 1943

Übersiedlung nach Nordhausen zu der Bildhauerin Margret Böning (1911-1995).  
25. November: Ihre Berliner Wohnung, in der sie seit 1891 lebte, wird durch Bomben zerstört; viele Drucke und Platten werden vernichtet. 

  • 1944
  1. Juli: Umsiedlung nach Moritzburg bei Dresden. 
  • 1945
  1. April: Käthe Kollwitz stirbt in Moritzburg. Ihre Urne wird im September 1945 in Berlin beigesetzt. 

Lutz Walther, Levke Harders

© Deutsches Historisches Museum, Berlin

  1. September 2015

 

Text: CC BY NC SA 4.0

entnommen von LEMO LEBENDIGES MUSEUM ONLINE

Eine Liste ihrer Werke und Ehrungen sowie eine ausführliche Personenbeschreibung findet man auf Wikipedia.

In zahlreichen Städten sind Plätze, Straßen und Schulen nach Käthe Kollwitz benannt worden.

Käthe-Kollwitz-Straße in Bad Kreuznach
Bildquelle: Petra Reichel

Auch in Bad Kreuznach gibt es eine Käthe-Kollwitz-Straße.

Zusammengestellt von Petra Reichel