Der Höhepunkt der revolutionären Situation

Den rechten sozialdemokratischen Führern gelang es jedoch nicht, die Kampfbereitschaft der Massen einzudämmen. In allen Teilen Deutschlands kam es zu Kundgebungen und Demonstrationen, auf denen sofortiger Friede, Abdankung des Kaisers und demokratische Rechte und Freiheiten gefordert wurden. Die Spartakusgruppe rief in zahlreichen Flugblättern zur Bildung von Arbeiter- und Soldatenräten, zu Massenaktionen und zur Vorbereitung des bewaffneten Aufstandes auf.

Unter dem Druck der Volksmassen musste Karl Liebknecht aus dem Zuchthaus entlassen werden. Am 23. Oktober 1918 traf er in Berlin ein, wo er von mehr als 20 000 Arbeitern und Soldaten begeistert begrüßt wurde.

liebknecht nach entlassung aus zuchthaus

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Während die revolutionäre Situation immer mehr ihrem Höhepunkt zustrebte, bereitete sich die Regierung darauf vor, die Revolution mit militärischer Gewalt niederzuschlagen. Aber auch die Revolutionierung der Truppen nahm immer größere Ausmaße an.

Die bedeutendste Aktion, die dann zur Auslösung der Revolution führte, war Ende Oktober  1918 der Aufstand der Kriegsflotte, die vor Wilhelmshaven zusammengezogen war. Sie sollte zu einer letzten verzweifelten Schlacht gegen die überlegenen englischen Seestreitkräfte eingesetzt werden, die den sicheren und sinnlosen Tod von etwa 80 000 deutschen Matrosen bedeutet hätte. Aber die Besatzungen organisierten den Widerstand. Auf einigen Großkampfschiffen und Kreuzern verweigerten sie offen den Gehorsam, bildeten Matrosenräte, hissten die rote Flagge, löschten die Feuer unter den Kesseln und verhinderten endgültig das Auslaufen der Flotte.

Jedoch konnte der Aufstand noch einmal gewaltsam unterdrückt werden. Mehr als tausend Matrosen wurden festgenommen und eingekerkert.

 

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Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982, bearbeitet von Petra Reichel

 

Original-Text aus dem Geschichtsbuch der DDR

der höhepunkt der revolutionären situation

 

Die revolutionären Kämpfe in Berlin

Entscheidend für den weiteren Verlauf der Revolution waren die Ereignisse in der Hauptstadt. Während die Spartakusgruppe die Berliner Arbeiter zum Kampf aufrief, unternahmen die Regierung und die rechte Führung der SPD alle Anstrengungen, um revolutionäre Aktionen abzuwenden.

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entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Sie hofften, durch die Abdankung Wilhelms II. und die Ankündigung von Wahlen für die Nationalversammlung die Revolution noch aufhalten und die Monarchie retten zu können. Friedrich Ebert, Vorsitzender der SPD, erklärte dem Reichskanzler: „Wenn der Kaiser nicht abdankt, dann ist die soziale Revolution unvermeidlich. Ich will sie nicht, ja ich hasse sie wie die Sünde.“ Zitiert nach: Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. Bd. 3, Berlin 1966, S. 98.                                                                                                                              Um jede Verbindung der Linken mit Vertretern Sowjetrusslands zu verhindern, brach die Regierung die diplomatischen Beziehungen ab und wies das sowjetische Botschaftspersonal aus.

Obwohl in und um Berlin Truppen zusammengezogen wurden, waren auch hier die Arbeiter nicht mehr zurückzuhalten. Der Vollzugsausschuss der revolutionären Obleute und die Spartakusgruppe hatten für den 9. November 1918 zum Generalstreik und zur bewaffneten Demonstration aufgerufen.

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entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Am 9. November 1918 früh verließen die Berliner Arbeiter die Betriebe. Unter roten Fahnen der Arbeiterklasse zogen riesige Demonstrationszüge mit Trupps bewaffneter Arbeiter und Soldaten an der Spitze zur Innenstadt. Das erste Ziel der Demonstranten waren die Kasernen, um die Soldaten für die Revolution zu gewinnen.

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entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Übergabe kaserne an arbeiter- und soldatenrat

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Gegen zwölf Uhr standen die Demonstranten vor der Kaserne in der Chausseestraße. Soldaten, die von den Offizieren in der Kaserne festgehalten worden waren, jubelten den Demonstranten zu.  Erich Habersaath, ein beliebter Führer der Berliner Arbeiterjugend, stürmte als erster den Kasernenhof. Offiziere schossen ihn und zwei weitere Arbeiter nieder. Schließlich konnten die Mörder überwältigt werden. Arbeiter und Soldaten verbrüderten sich.

Die Machtmittel der Regierung versagten überall. Bereits am Mittag des 9. November hatte der Aufstand in Berlin gesiegt. Die revolutionären Arbeiter und Soldaten besetzten das Polizeipräsidium, das Haupttelegrafenamt, das Rathaus sowie andere wichtige Gebäude und befreiten die politischen und militärischen Gefangenen.

Von den Massen begeistert begrüßt, rief Karl Liebknecht vom Balkon des Schlosses zum Kampf für die sozialistische Republik auf.

Frank-Walter Steinmeier konnte in seiner Rede nicht verschweigen, dass Karl Liebknecht die Republik ausgerufen hatte, obwohl er sich auf Scheidemann mit dem Ausruf der Republik bezieht.

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entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

berlin während novemberrevolution 1918

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

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entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Auf dem Schloss wurde die rote Fahne gehisst. In der Nacht zum 10. November floh Wilhelm II., der sich im Großen Hauptquartier in Spa befand, nach Holland. Der 9. November 1918 war der Tag des Sturzes der Monarchie und der Fürstenherrschaft in Deutschland.

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entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Die Macht der herrschenden Klasse, der Monopolherren, Junker und Militaristen, war schwer erschüttert. Die Novemberrevolution 1918 in Deutschland hatte einen bedeutenden Sieg errungen.

 

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Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982, bearbeitet von Petra Reichel

 

Original-Text aus dem Geschichtsbuch der DDR

 

revolutionäre kämpfe in berlin

 

 

Der Kampf des Spartakusbundes um die Rätemacht

Am 09. November 1918 bestand die große Chance, in Deutschland eine Veränderung zu einer friedlichen, demokratischen und schließlich sozialistischen Entwicklung zu vollziehen. Dazu war es notwendig, den alten Staatsapparat zu zerschlagen, die Rätemacht zu errichten und die ökonomischen Grundlagen der imperialistischen Macht, Großbetriebe, Banken und Großgrundbesitz, zu vergesellschaften.

Die Mehrheit der Arbeiterklasse und der Räte, die ein sozialistisches Deutschland wollte, hatte jedoch infolge des langjährigen opportunistischen Einflusses nur unklare Vorstellungen vom Sozialismus. Sie glaubte, desorientier durch die antibolschewistische Hetze der rechten sozialdemokratischen Führer, mit dem Sturz der Monarchie, der Errichtung der Republik und des allgemeinen Wahlrechts bereits politische Macht erobert und die Voraussetzungen für den Sozialismus geschaffen zu haben.

Die einzige Kraft, die den Weg zum Sieg der Revolution wies, waren Spartakus und die anderen Linken. Sie wandten sich entschieden gegen die von den rechten Führern verbreiteten Illusionen und versuchten, vor allem Klarheit in der Grundfrage der Revolution, der Frage der Macht, zu schaffen.

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entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Um ihre revolutionären Auffassungen besser in die Massentragen zu können, schuf die Spartakusgruppe am 09. November eine eigene Zeitung, „Die Rote Fahne“.

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entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

 

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entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Lenin und die Bolschewiki sahen in der Novemberrevolution das wichtigste Kettenglied der internationalen revolutionären Bewegung. Sie rieten den deutschen Arbeitern und Soldaten, die Waffen nicht aus der Hand zu geben und eine Arbeiter-, Soldaten- und Matrosenregierung mit Liebknecht an der Spitze zu bilden. Trotz der schweren Lage Sowjetrusslands waren sie zu jeder Unterstützung bereit und boten als erste Hilfe 50 Waggons Getreide an.

Die Erfahrungen der ersten Tage der Revolution zeigten, dass ein wirksamer revolutionärer Kampf auch bestimmte organisatorische Voraussetzungen erforderte. Deshalb gründeten führende Spartakusvertreter am 11. November 1918 den Spartakusbund.

Es wurde eine Zentrale geschaffen, an deren Spitze Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg, Franz Mehring, Leo Jogiches und Wilhelm Pieck standen.

Der Spartakusbund blieb zwar noch in der USPD, doch er begann mit der organisatorischen Zusammenfassung der Spartakusanhänger im ganzen Land. Das waren erste Schritte zur Bildung einer revolutionären marxistischen Partei. Der Spartakusbund war bestrebt, das Klassenbewusstsein der Massen zu heben und sie unter der Losung „Alle Macht den Arbeiter- und Soldatenräten“ für die Weiterführung der Revolution zu gewinnen.

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entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

In zahlreichen Städten und Orten folgten die Räte der revolutionären Linie des Spartakusbundes. Die Polizei Bremens wurde von reaktionären Elementen gesäubert und es entstand eine proletarische „Rote Garde“. Alle militärisch gesinnten Lehrer wurden aus dem Schuldienst entlassen.  In Braunschweig entfernten die Räte die reaktionären Beamten aus den Gerichten. Die herzöglichen Güter wurden zum Eigentum des Volkes erklärt. Die Leitungen(Management)der Leunawerke und Spandauer Staatswerkstätten wurden völlig von den Arbeiterräten übernommen. In Perleberg beschlagnahmte der Arbeiter- und Soldatenrat die Priegnitzer Eisenbahngesellschaft und setzte den Direktor, sowie andere leitende Angestellte ab. Der Landarbeiterrat von Trebbin rief die Gutsbesitzer der Umgebung zu sich und teilte ihnen mit, dass ihre Güter ab sofort enteignet seien.

 

 

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Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR der 9. Klasse, Stand 1982, bearbeitet von Petra Reichel

Original-Text aus dem Geschichtsbuch der DDR:

der kampf des spartakusbundes um die rätemacht

 

 

 

Der Reichsrätekongress

Vom 16. Bis zum 21. Dezember 1918 tagte in Berlin der I. Reichsrätekongress der Arbeiter- und Soldatenräte. Auf diesem Kongress verfügten die rechten Sozialdemokraten über die absolute Mehrheit. Von 489 stimmberechtigten Delegierten waren mehr als die Hälfte, und zwar 289, Vertreter der SPD. Die USPD hatte 90 Delegierte, darunter 10 Spartakusanhänger, deren Bekannteste Fritz Heckert und Eugen Levine waren. Auf dem Rätekongress waren aber auch 1 Rittergutpächter, 13 aktive Offiziere sowie bürgerliche Delegierte anwesend.

Der Reichsrätekongress hatte über die Grundfrage der Revolution und die Frage der Macht zu entscheiden, die in den Forderungen Rätemacht oder Nationalversammlung gipfelte.

Es ging darum, ob die Macht der deutschen Imperialisten beseitigt und die Rätemacht errichtet oder ob auf dem Wege von Wahlen zu einer Nationalversammlung die Macht des Imperialismus in Form des bürgerlich-parlamentarischen Staates aufrechterhalten werden sollte.

Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht hatten kein Mandat für den Kongress erhalten. Der Kongress lehnte es auch ab, sie mit beratender Stimme zuzulassen. Am Tage der Eröffnung des Rätekongresses demonstrierten über 250 000 Arbeiter und Soldaten für die Forderungen des Spartakusbundes.

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entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Die Zusammensetzung des Reichsrätekongresses zeigte die Schwäche der revolutionären Kräfte. Die deutsche Arbeiterklasse besaß noch keine marxistische Kampfpartei. Die politisch-ideologische und organisatorische kraft sowie die revolutionären Erfahrungen des Spartakusbundes reichten noch nicht aus, um die Mehrheit in den Räten zu gewinnen. Die rechten sozialdemokratischen Führer konnten bei den Wahlen zum Rätekongress den gesamten Partei- und Gewerkschaftsapparat einsetzen. In der Alt-BRD und auch im der heutigen Groß-BRD sind die Gewerkschaften mit der SPD verwoben. Das ist Ursache für die heutige Stärkung des Kapitals und dass die Arbeiterklasse heute politisch keine Rolle mehr spielt. Mit demagogischen Losungen und Hetze gegen den „Bolschewismus“ und den Spartakusbund gewannen sie den bestimmenden Einfluss. Mit den gleichen Methoden arbeitet die SPD heute noch. Hinzugekommen ist nun die Partei DIE LINKE, die ebenso verfährt.

Unter diesen Bedingungen konnten die rechten Führer der SPD ihre konterrevolutionären Pläne durchsetzen. Der Kongress beschloss bis zur Regelung durch die Nationalversammlung dem Rat der Volksbeauftragten die gesamte gesetzliche und vollziehende Gewalt zu übertragen.

Die Wahlen zur Nationalversammlung wurden auf den 19. Januar 1919 festgesetzt. Damit hatte die Mehrheit der Delegierten, die sich infolge ihrer kleinbürgerlichen und reformistischen Illusionen der Tragweite ihrer Entscheidung nicht bewusst war, in der Grundfrage der Revolution, in der Frage der Macht, zugunsten der imperialistischen Bourgeoisie  entschieden.

Die Beschlüsse des Reichsrätekongresses, die das veränderte Kräfteverhältnis zum Ausdruck brachten, leiteten den Niedergang der Rätebewegung ein und kennzeichneten eine Wende in der Revolution.

 

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entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982, bearbeitet und aktualisiert von Petra Reichel

Original-Text aus dem Geschichtsbuch der DDR.

der reichsrätekongress

 

 

 

Die Angriffe der Konterrevolution im Dezember 1918 und Januar 1919 Die Ermordung Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs

Nach dem verhängnisvollen Beschluss des Reichsrätekongresses ging die Konterrevolution zum brutalen Angriff auf die Räte über. Ihr erster Schlag richtete sich gegen die Volksmarinedivision, eine Einheit von revolutionären Matrosen, die im Schloss und Marstall von Berlin einquartiert war. Der Rat der Volksbeauftragten hatte konterrevolutionäre Truppen in und um Berlin zusammengezogen. Mit ihnen wollte er die revolutionären Matrosen zur Räumung des Schlosses und zum Abzug aus Berlin zwingen. Am 24. Dezember 1918 ließ Ebert die Truppen mit Maschinengewehren und Artillerie gegen Schloss und Marstall vorgehen.

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entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Die Matrosen hatten sich zwar mit Erfolg verteidigt, aber das Zentrum der Konterrevolution blieb weiter erhalten. Die Oberste Heeresleitung und das Monopolkapital drängten nun zur endgültigen Niederwerfung der revolutionären Kräfte. Sie wollten die Vorhut des Berliner Proletariats zu unvorbereiteten Kämpfen provozieren und in ganz Deutschland abrechnen.

Die Konterrevolution konnte sich dabei auf die ausdrückliche Hilfe der ausländischen Imperialisten stützen. So versprachen Beauftragte des amerikanischen Finanzkapitals Anfang Januar 1919 der Ebert-Regierung die Vergabe von Krediten unter der Bedingung, dass die Nationalversammlung gesichert und eine Räteregierung verhindert wird. Das ausländische Monopolkapital wollte unter allen Umständen ein imperialistisches Deutschland erhalten, um es später als Bollwerk und Stoßtrupp gegen die Sowjetunion zu verwenden.

Ende Dezember hatten die Militaristen neuformierte, zuverlässige Freikorps zum entscheidenden Angriff um Berlin konzentriert. Nun drängten sie die Regierung, zur Niederschlagung der revolutionären Kräfte einen „Arbeiterführer“ an ihre Spitze zu stellen.

Am 06. Januar 1919 übernahm Noske(SPD)mit den Worten: „Meinetwegen! Einer muss der Bluthund werden, ich scheue die Verantwortung nicht!“Zitatquelle: G. Noske: Von Kiel bis Kapp. Berlin 1920, S. 68 den Oberbefehl über die konterrevolutionären Truppen.

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entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Vorbereitet durch eine Welle der Hetze und Verleumdung gegen den Spartakusbund, begann am 08. Januar 1919 der Angriff der Noske-Truppen auf die Hauptstadt.

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entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, Stand 1982

 

Berlin wurde völlig von den Noske-Truppen besetzt. Über die Stadt wurde der Belagerungszustand verhängt. Immer neue Truppen zogen mit Artillerie, Panzern und Minenwerfern in die Stadt ein.

konterrevolution in berlin

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, Stand 1982

 

In den Arbeitervierteln raste der weiße Terror. Kommunisten und ihre Führer wurden gehetzt, Tausende von Arbeitern wurden verhaftet und misshandelt. Personen, bei denen Waffen gefunden wurden oder irgendetwas auf die Zugehörigkeit zur KPD hindeutete, wurden erschossen.

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entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klassen Stand 1982

 

Am 15. Januar 1919 fielen Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und Wilhelm Pieck den Noske-Truppen in die Hände. Man brachte sie zum Eden-Hotel, dem Sitz des Kommandos der Gardekavallerieschützendivision. Nach Misshandlungen brachte die Soldateska Karl Liebknecht in den Tiergarten, wo sie ihn hinterrücks erschoss. Rosa Luxemburg wurde schon im Hotel mit Gewehrkolben niedergeschlagen, auf ein Auto geladen und während der Fahrt durch Schüsse ermordet. Ihre Leiche warfen die Mörder in den Landwehrkanal. Wilhelm Pieck gelang es, die Soldaten durch energisches Auftreten und falsche Angaben über seine Person zu verwirren. Nach seiner Überführung in das Berliner Polizeipräsidium konnte er fliehen.

Die heimtückische Ermordung Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs, „der unvergesslichen Führer der sozialistischen Weltrevolution“(Lenin), war ein schwerer Verlust für die deutsche und internationale revolutionäre Arbeiterbewegung. Die deutsche Arbeiterklasse und die KPD verloren ihre hervorragendsten und erfahrensten Führer. Aber Leben und Kampf von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg waren nicht vergebens: An ihre Stelle traten Zehntausende von Revolutionären, die in ihrem Geiste den Kampf gegen den Imperialismus und für eine neue, sozialistische Gesellschaftsordnung aufnahmen.

Ihre letzte Ruhestätte fanden Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg in der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde.

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entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Was die Brutalität der konterrevolutionären Angriffe und die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht angeht, ist Frank-Walter Steinmeier nicht umhingekommen, dies in seiner Rede zu erwähnen, als der Novemberrevolution vor 100 Jahren gedacht worden ist. Ansonsten ist alles einseitig von sozialdemokratischer und bürgerlicher Seite betrachtet  und verdreht dargestellt worden. Zugute halten wollen wir, dass Frank-Walter Steinmeier es sich als Bundespräsident nicht erlauben kann die Wahrheit zu sagen.

 

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entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982, bearbeitet von Petra Reichel

 

Original-Text aus dem Geschichtsbuch der DDR

angriffe der konterrevolution ermordung karl liebknechts und rosa luxemburgs

 

 

 

15.Januar 2017 Liebknecht-Luxemburg-Demo

Kalenderblatt:

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15.Januar 2017:

Liebknecht-Luxemburg-Demo

 

Siehe auch andere Beiträge zum Thema in DIE TROMMLER-ARCHIV.