Kurt Eisner

Kurt Eisner, geboren am 14. Mai 1867 in Berlin, ermordet am 21 Februar 1919 in München, war vom 08. November 1918 bis zu seinem gewaltsamen Tod infolge eines Attentats der erste Ministerpräsident des Freistaats Bayerns. Abgesehen von seinem Wirken als sozialistischer Revolutionär und Politiker, hatte er sich auch als Journalist und Schriftsteller einen Namen gemacht. 

Kurt Eisner, nach der Vorlage eines Fotos von Robert Sennecke bearbeitete Postkarte von 1919

Bildquelle: Von Robert Sennecke – International Institute of Social History, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12525144

 

Während der wilhelminischen Ära des deutschen Kaiserreichs war er Ende des 19. Jahrhunderts mit monarchiekritischen Artikeln und Publikationen öffentlich hervorgetreten.

Von 1898 bis 1917 war Eisner Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands(SPD). In den ersten fünf Jahren des 20. Jahrhunderts prägte er als führender Angehöriger des „Vorwärts“-Redaktionskollektivs maßgeblich die Ausrichtung des Zentralorgans der Partei. Während des Ersten Weltkriegs verstärkte und radikalisierte sich seine pazifistische Überzeugung. 1917 trat er aufgrund einer gewachsenen oppositionellen Haltung gegen die deutsche Kriegspolitik wie auch gegen die sozialdemokratische Burgfriedenspolitik zur Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands(USPD)über. Eisner wurde Protagonisten dieser Partei in Bayern, wo er ab 1907 ansässig war. Als einer der dortigen Hauptinitiatoren der für die Demokratisierung des Deutschen Reiches und gegen den krieg gerichteten Januarstreikwelle von 1918 wurde er am 31. Januar wegen „versuchten Landesverrates“ verhaftet und kam in Untersuchungshaft.  Wiederholte Gesuche auf Haftverschonung wurden vom Reichsgericht abgelehnt. Erst am 14. Oktober wurde Eisner aus Anlass einer Nominierung zur Reichsersatzwahl für das vakante Mandat Georg von Vollmars entlassen.

Historische Bedeutung erlangte er vor allem als Anführer der Novemberrevolution von 1918 in München. Eisner rief nach dem Sturz des letzten bayrischen Königs Ludwig III. die bayrische Republik als „Freistaat“ aus und wurde von der Versammlung der Arbeiter- und Soldatenräte zum Ministerpräsidenten gewählt.

Am 21. Februar 1919 – kurz bevor er als Konsequenz aus der für ihn und seiner Partei verlorengegangen Landtagswahl seinen Rücktritt bekannt geben wollte – wurde Kurt Eisner vom aus dem Umfeld der gegen die Revolution agierenden deutsch-völkischen und antisemitischen Thule-Gesellschaft kommenden Studenten Anton Graf von Arco auf Valley ermordet.


Kurt-Eisner-Denkmal in der Kardinal-Faulhaber-Straße in München, eingeweiht 1989: Es zeigt den Umriss des ermordeten Eisner am Tatort.
Bildquelle: Von Richard Huber – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5179590

Das Denkmal zeigt auf einer Stahlplatte die Umrisse Eisners, wie sie von der Polizei beim Auffinden eines Toten mit Kreide markiert werden. Darüber die Inschrift:

KURT EISNER, DER AM 8. NOVEMBER 1918

DIE BAYERISCHE REPUBLIK AUSRIEF,

NACHMALIGER MINISTERPRÄSIDENT

DES VOLKSSTAATES BAYERN, WURDE

AN DIESER STELLE AM 21. FEBRUAR 1919

ERMORDET.

 

Siehe Wikipedia


Kurt Eisner-Denkmal am Oberanger in München

siehe folgende Links:

https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/baureferat/oeffentlicher-raum/denkmaeler/kurt-eisner-denkmal.html

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt-Eisner-Denkmal_am_Oberanger

 

 

Denkmal am Oberanger in München, eingeweiht 2011
Bildquelle: Von Foto: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY 3.0, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31486751

Entnommen Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel

Weitere Ausführungen zum Leben von Kurt Eisner siehe Wikipedia

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