Soziale und kulturelle Errungenschaften in der DDR, Seite 3

In den letzten Jahren der DDR wurde der Grundurlaub der Werktätigen(arbeitende Menschen) schrittweise verlängert und die Anzahl der FDGB-Ferienplätze erhöht.

Dadurch vergrößerten sich die Möglichkeiten für die Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger, sich zu erholen und ihren wachsenden geistig-kulturellen Interessen nachzugehen.

Auch die Anzahl der Ferienplätze für Kinder wurde erhöht. So zum Beispiel in den Kinderferienlagern der Betriebe.

Ferienlager

Bildquelle: „Westfälische Nachrichten“ 
http://www.wn.de/Fotos/Lokales/Kreis-Coesfeld/Havixbeck/1.-KJG-Ferienlager-in-Emsbueren

 

All das waren Errungenschaften. Das Lehrbuch für Staatsbürgerkunde der DDR stellte die Frage: „Aber sind sie, wenn man die einmal errungen hat, für immer gegeben?“  Heute muss man die Frage mit NEIN beantworten.

Auch ob diese Errungenschaften selbstverständlich waren, wurde gefragt. Aus heutiger Sicht muss man sagen, dass die Bürgerinnen und Bürger der DDR diese Errungenschaften als selbstverständlich ansahen. Sie glaubten nicht, diese einmal zu verlieren.

Dann tauchte noch die Frage auf, ob man sich „auf den Lorbeeren ausruhen“ konnte. Dass es nicht so ging, erklärte das Lehrbuch. Doch in der Praxis sah es anders aus.

Lorbeeren ausruhen gefährlich

Bildquelle: Gute Zitate https://gutezitate.com/zitat/124727

 

In der Industrie und in der Landwirtschaft, in allen Bereichen der Volkswirtschaft musste fleißig, ideenreich und schöpferisch gearbeitet werden. Das heißt, es musste mitgedacht werden. Damit haperte es oft. Sei es, dass Vorgesetzte das Mitdenken nicht wünschen, weil sie geschönte Arbeitsergebnisse noch „oben“ melden wollten, sei es aus Desinteresse der arbeitenden Menschen selbst, die ja ihren Arbeitsplatz sicher hatten. Oft aber auch aus Frust über Schildbürgerstreiche.

So musste z.B. Benzin eingespart werden. Um den Betriebsablauf weiterhin gewährleisten zu können, wurden die Firmenfahrzeuge mit Waschbenzin betankt.

Waschbenzin

Bildquelle: Bindulin-Shop.de
https://www.bindulin-shop.de/de/produkt/reinigungsmittel/erdoeldestillate/bindulin_waschbenzin_2,5l_kanne__WB25.html

 

Hört sich aus heutiger Sicht lustig an, aber es war bitterer Ernst. So nahmen die Menschen den Frust mit nach Hause. In den einheimischen Medien wurde stets über irgendwelche Arbeitsergebnisse gesprochen. Die Leute wollten sich nach Feierabend erholen und sich nicht damit beschäftigen. Die Westmedien hingegen hatten ein attraktives Angebot. Die Mehrheit merkte nicht, dass das, was dort erzählt wurde mehrheitlich Propaganda war. So glaubten sie, dass es in der BRD, Westeuropa und den USA bessere Lösungen für alle Lebenslagen gäbe. Hinzu kam die Präsentation eines überquellenden Warenangebots, auch mittels Werbung. Zuhause hatte man täglich mit der Mangelwirtschaft zu kämpfen, auch wenn man keine nackte Not litt, so war es doch frustrierend. So wurden die Leute immer unzufriedener und desinteressierter. Bis es dann 1989 explodierte. Glauben wir mal, dass die Mehrheit eine bessere DDR wollte und nicht den Anschluss an die BRD, so war es doch so, dass die Menschen den falschen Führern nachliefen und  unverbindliche Parolen für „bare Münze“ hielten. So konnte die Konterrevolution marschieren und es ist zum Verlust der Errungenschaften gekommen.

Verlust

Bildquelle: Sprüchewelt.com
http://spruechewelt.com/picture/Meist-belehrt-erst-der-Verlust-uns-über-den-Wert-der-Dinge

 

Die Errungenschaften zeigten das Wesen des Sozialismus. Ihre ständige Sicherung und Erweiterung waren das Ziel der Arbeit der Werktätigen(arbeitenden Menschen). Wie die erarbeiteten Mittel für den weiteren Ausbau der Errungenschaften eingesetzt werden sollten, war also eine wichtige Frage. In den ersten schweren Jahren des sozialistischen Aufbaus wurde die Lebenslage der Werktätigen(arbeitenden Menschen) schrittweise und stetig verbessert. Wiederholt wurden Löhne, Gehälter und Renten erhöht und Preise gesenkt. Preise für wichtige Lebensmittel und Industriewaren sowie Wohnungsmieten waren stabil und niedrig geblieben. Niemand musste sich Sorgen um die nackte Existenz machen. So waren nun mal andere Dinge, z.B. technische Geräte, sehr teuer, die im Westen billig waren und sind, aber nicht lebensnotwendig sind. Doch es war möglich etwas zu sparen, um sich auch diese Dinge leisten zu können.

Schon in Anfang der 1950er Jahre wurden moderne Wohnungen für die Werktätigen(arbeitende Menschen), ganze Neubauviertel und neue Städte wie Eisenhüttenstadt und Hoyerswerda gebaut. Für neue Schulen und Unterrichtsmittel, Turnhallen und Sportplätze hatte die DDR einen großen Etat, woraus immer größere Mittel bereitgestellt wurden. Viele Pionierlager und Pionierhäuser wurden errichtet.

 

Das damalige sozialpolitische Programm

Der VIII. Parteitag der SED(1971) konnte die weitere Erhöhung des materiellen und kulturellen Lebensniveaus zur Hauptaufgabe erklären. Er beschloss ein umfangreiches sozialpolitisches Programm, dass mit großem Erfolg verwirklicht  und ständig weiterentwickelt wurde.

Dresden Straße der Befreiung

Bild entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Im damaligen sozialpolitischen Programm hatten die Aufgaben Vorrang, die für die Menschen am wichtigsten waren. Auch wenn die Wirtschaft von Jahr zu Jahr immer umfangreichere Mittel erarbeitete, so waren diese nicht unbegrenzt. Es musste stets gewissenhaft überlegt werden, wo und wie diese Mittel am wirkungsvollsten einzusetzen waren, um das Lebensniveau zu erhöhen.

Sozialpolitik DDR

Bild entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Brautpaar DDR

Bild entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Fortsetzung auf Seite 4 (Wohnungsbauprogramm als Kernstück)

 

 

 

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Soziale und kulturelle Errungenschaften in der DDR, Seite 2: Gute medizinische Betreuung für alle

Gute medizinische Betreuung für alle

Rot Kreuz

Bildquelle My Nokia
http://www.mynokia.cz/First-Aid—prvni-pomoc-do-kapsy-A_4897

 

Weitere soziale Errungenschaften in der DDR waren das Recht auf Freizeit und Erholung und dasRecht auf Schutz der Gesundheit und Arbeitskraftder Bürgerinnen und Bürger.

Für den Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürgerstellte der Staat erhebliche Mittel zur Verfügung. Durch zielgerichtete Maßnahmen war es in der DDR gelungen, gefährliche Kinderkrankheiten wie die Kinderlähmung und die Diphtherie auszurotten. Bei zahlreichen ansteckenden Krankheiten konnte ein Rückgang erreicht werden.

Alle die damals in der DDR lebten, wussten, dass für eine ärztliche Untersuchung, für einen Krankenhausaufenthalt und für benötigte Medikamente kein Geld gezahlt werden musste.

 

War das eine Selbstverständlichkeit?

Krankenhaus DDR

Bildbeschreibung Krankenhaus DDR

Bild entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Nach dem Stand der 1980er Jahre kostet in den USA ein Krankenhausaufenthalt pro Tag 300 Dollar, eine einfache Untersuchung 150 Dollar. Heute ist es wohl weitaus mehr.

Keine Hilfe für Unfallopfer in den USA

Quellenangabe Meldung über verweigerte Hilfe für Unfallopfer in den USA

entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Diese arme Seele war der „Washington Post“ zumindest eine Meldung wert. Das ND(damals Zeitung der SED in der DDR) übernahm diese Meldung. So ist diese arme Seele im Lehrbuch für Staatsbürgerkunde der DDR gewürdigt worden. Davon wird der Betroffene wohl nichts mitbekommen haben und lebt vermutlich heute nicht mehr. Nicht nur die Weigerung der Krankenhäuser dieses Verbrennungsopfer aufzunehmen, sondern auch dass ihm vermutlich die aufwändige Nachbehandlung auch nicht gewährt wurde, ist zu erwähnen.

Solche Zustände sind ein Armutszeugnis in einem Land, das über ein hochentwickeltes Gesundheitswesen mit hervorragenden Spezialkliniken  verfügt, die aber nur zahlungskräftigen Reichen zugänglich sind. Gesundheit ist in den USA eine teure Ware.

Die DDR importiere für teure Devisen medizinische Geräte aus den USA.  Auch die Behandlung mit diesen Apparaten war für die Bürgerinnen und Bürger der DDR kostenlos.

Erst im Jahre 2010 hat es mit „Obamacare“  eine Verbesserung für die Bürgerinnen und Bürger der USA gegeben.  Diese ist auf heftige Widerstände gestoßen.

Barack Obama unterschreibt den Care Act am 23. März 2010

Barack Obama unterschreibt den Care Act am 23. März 2010

Bildquelle: Von Pete Souza – President Obama Signs Health Insurance Legislation Into Law, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9821547

Die republikanische Partei der USA  hat schon seit langem vor „Obamacare“ wieder abzuschaffen und durch ein anderes Gesetz zu ersetzen. Dies ist bislang noch nicht gelungen. Auch unter Präsident Trump sind die Initiativen „Obamacare“ abzuschaffen an der Uneinigkeit in den eigenen Reihen gescheitert. (siehe Wikipedia)

 

Volker Pispers Vergleich Lebensstandard USA DDR

 

 

Fast 6 Millionen Werktätige(arbeitende Menschen), das waren fast drei Viertel aller Beschäftigten, wurden in der DDR regelmäßig durch betriebliche Gesundheitseinrichtungen betreut. Es wurden Krankenhäuser und Polikliniken(die heute als „Neuerfindung des Rades“ als Ärztehäuser wiederauferstehen) gebaut und zahlreiche Feierabend-(Feierabendheim=in der DDR gebräuchliche Bezeichnung für Seniorenheim) und Pflegeheime für ältere Bürgerinnen und Bürger errichtet. Regelmäßig fanden kostenlose Reihenuntersuchungen statt, um bestimmte Krankheiten im Frühstadium zu erkennen und wirksam bekämpfen zu können. Auch in den Schulen war regelmäßig in bestimmten Abständen der Zahnarzt anzutreffen, um den Zahnstand der Kinder zu kontrollieren. Das gehörte auch zur selbstverständlichen Vorsorge, um Zahnkrankheiten bei den Kindern im Frühstadium zu erkennen. Auch regelmäßige Impfungen gegen Tetanus wurden in regelmäßigen Abständen an den Schulen durchgeführt. Früher gab es in der BRD auch solche  Vorsorgeprogramme an den Schulen, die später leider nach und nach abgebaut worden sind.

 

Altersgerechte Wohnungen DDR

Bildbeschreibung altersgerechte Wohnungen DDR

Bild entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Heute sind Seniorenwohnungen nur für vermögende und reiche ältere Leute bezahlbar.

Die DDR verfügte über ein Gesundheitswesen, das für viele Länder der Erde beispielgebend war.

 

Fortsetzung auf Seite 3

 

Soziale und kulturelle Errungenschaften in der DDR

Was ist eine Errungenschaft?

Das Ziel der Arbeit in der sozialistischen Gesellschaft-allen Menschen ein Leben in sozialer Sicherheit und Wohlstand zu garantieren-macht deutlich, was der Sozialismus für die Menschen bedeutet, wofür die Arbeiterbewegung seit mehr als 150 Jahren gekämpft hat. Was ist für die Menschen im Sozialismus besser und vernünftiger, als im Kapitalismus?

Errungenschaften Sozialismus

Bildquelle: „Sascha´s Welt“ – Gab es einen Sozialismus in der DDR?https://sascha313.wordpress.com/2013/07/23/gab-es-einen-sozialismus-in-der-ddr/

 

Wie der Sozialismus den Interessen der Werktätigen(arbeitenden Menschen) entspricht, wird daran deutlich, dass gerade er auch die schwierigen Probleme der Werktätigen löst. Das ist der Vorzug des Sozialismus.

Solche Vorzüge, die sich die Werktätigen mit dem Sozialismus erkämpft und erarbeitet haben, nennen wir Errungenschaften.

Mit einigen Errungenschaften der DDR, die ja bekanntlich 1989/90 verlorengegangen sind, wollen wir uns beschäftigen. Dabei werden wir uns klarmachen müssen, inwiefern es sich um Errungenschaften handelt.

Errungenschaften DDR

Bildquelle: „Sascha´s Welt“ – Gab es einen Sozialismus in der DDR?https://sascha313.wordpress.com/2013/07/23/gab-es-einen-sozialismus-in-der-ddr/

 

Nehmen wir als Beispiel den Besuch einer Oberschule, Plicht für alle Jungen und Mädchen, ohne Schulgeld, gleich welchen Beruf die Eltern, welches Einkommen, welche Hautfarbe oder Religion sie haben mögen; alle Kinder hatten die gleiche Chance zum Lernen. Das wurde damals als selbstverständlich gesehen. Die Schülerinnen und Schüler in der DDR konnten es sich nicht anders vorstellen. Durch die demokratische Schulreform und den Aufbau der sozialistischen Gesellschaft wurde das ermöglicht und gesichert.

Schule

Bildquelle: Stadt Netphen, Schulen
https://www.netphen.de/Bildung-Soziales/Bildung/Schulen

 

 

Was gehörte nun zu den wichtigsten, für die Menschen grundlegenden Errungenschaften?

Zu den grundlegenden sozialen und kulturellen Errungenschaften gehörten die Sicherheit des Arbeitsplatzes, die Gewährleistung der Erholung und gesundheitlichen Betreuung, die Sicherung einer hohen Bildung und des gleiches Lohnes für gleiche Arbeit.

Die Sicherheit des Arbeitsplatzeswar eine der wichtigsten Errungenschaften, die die Arbeiterklasse unter Führung ihrer marxistisch-leninistischen Partei für das gesamte Volk erkämpft hatte. Jede Bürgerin, jeder Bürger der DDR hatte das Recht auf Arbeit, was auch die Pflicht zu arbeiten beinhaltete. Er oder sie hatte das Recht auf einen Arbeitsplatz und konnte diesen entsprechend den gesellschaftlichen Erfordernissen und seiner, bzw. ihrer persönlichen Qualifikation wählen. Ebenso war jeder Schülerin und jedem Schüler eine Ausbildungsstelle(Lehrstelle) garantiert.

sicherer Arbeitsplatz

Bildquelle: Ingenieurbüro Tobias Ritzer GmbH
https://wasserschaden-leckortung.de/index.php/karriere.html

 

Erste Schritte Berufsausbildung

Bild entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Durch die Arbeit schaffte der Mensch alle Werte, die in der sozialistischen Gesellschaft dem Volk und jedem einzelnen zugute kamen.  Der gesicherte Arbeitsplatz gab jedem Werktätigen(arbeitende, Menschen) die Möglichkeit sine Bedürfnisse und die seiner Familie durch eigene Arbeit zu befriedigen. Er erlebte das Gefühl, gebraucht zu werden und nützlich zu sein. Das Einkommen aus der Arbeit, der Lohn, war eine wichtige Grundlage für ein Leben in Sicherheit, relativen Wohlstand und Geborgenheit. Heutzutage reicht der Lohn oftmals nicht zum Leben und es muss zusätzlich Hartz IV beantragt werden(Aufstocker). Das hatten sich die Bürgerinnen und Bürger der DDR nicht im Traume vorgesellt. Hätte jemand in die Zukunft sehen und sagen können, was auf sie zukommt, hätten sie es ohnehin nicht geglaubt. Im Sozialismus wurde der Mensch danach beurteilt, was er für die Gesellschaft leistet. Fleißige Arbeit genoss in der DDR höchste Anerkennung. Heute ist der Mensch nur noch ein Kostenfaktor und austauschbar. Die Leistungen genießen, in der Regel, keine Anerkennung, sondern gelten als selbstverständlich.

Nützlichkeit

Bildquelle: Beutner Group
https://beutner-logistik.de/stellenausschreibungen/

 

Arbeitslosigkeit-eine Geißel für die Werktätigen(arbeitende Menschen)

Arbeitslosigkeit

Bildquelle: „Kölner Stadtanzeiger“
https://www.ksta.de/koeln/koeln-archiv/arbeitsmarkt-statistik-von-februar-in-koeln-gibt-es-weniger-arbeitslose–25949448

 

Wir leben im „siegreichen Kapitalismus“. Bereits damals, als in der DDR und in Osteuropa der Sozialismus existierte, konnte das Recht auf Arbeit im Kapitalismus nicht gewährleistet werden. Schon damals waren ständig viele Werktätige(arbeitende Menschen) arbeitslos. Bereits damals erhielten hunderttausende von Jugendlichen keine Ausbildungsstelle(Lehrstelle) oder nach Beendigung ihrer Ausbildung(Lehrzeit) keinen Arbeitsplatz. Bereits damals waren Frauen, Ältere und Behinderte sowie Angehörige nationaler Minderheiten arbeitslos.                                                                                        Damals, das war noch harmlos gegenüber heute, nach Einführung von Hartz IV und Niedriglohnjobs. Wer Hartz IV bezieht ist gezwungen Niedriglohnjobs anzunehmen, damit das ohnehin karge Einkommen nicht gekürzt oder gestrichen wird.

Arbeitsamt BRD

Bild entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Bereits als es in der DDR und Osteuropa die gesellschaftliche Alternative Sozialismus gab und in Westeuropa durch Zugeständnisse der Kapitalismus abgemildert werden musste, bedeutete Arbeitslosigkeit für die Betroffenen und ihre Familien nicht nur sozialen Abstieg, bei längerer Arbeitslosigkeit soziale Not, sondern auch eine große seelische Belastung, weil sie sich überflüssig und unnütz fühlten. Diese Situation hat sich heute verschärft. Nach Wegfall der gesellschaftlichen Alternative Sozialismus in Europa, sind die Hartz-Gesetze derart angelegt worden, dass davon ausgegangen wird, dass die Betroffenen unnütz und faul sind. Darum werden sie stets unter Druck gesetzt(Sanktionen, Androhung von Sanktionen), was wiederum die Psyche der Betroffenen belastet.

Hartz IV

Bildquelle: „We act“ Petitionsplattform von Campact
https://weact.campact.de/petitions/erhohung-des-hartz-iv-regelsatzes-sofort

 

Hier Stimmen von Arbeitslosen aus der damaligen Zeit, welche im Staatsbürgerkundebuch der DDR ihren Platz gefunden hatten.

Ein arbeitsloser Arbeiter sagte: Ich bin 56…Von Beruf bin ich Holzfacharbeiter. Ja, da ist leider nichts mehr zu machen, wollen alles junge Kräfte haben.“ Ein anderer: Ich habe den Kontakt zu meiner Umwelt verloren, ich fühle mich einsam, isoliert und überflüssig.“

 

Berlin, Arbeitsamt Sonnenallee, Arbeitslose

Arbeitsamt in Westberlin in den 1980er Jahren

Bildquelle: Wikipedia/Bundesarchiv bitte auf´s Bild klicken

 

Die Arbeitslosigkeit in den kapitalistischen Ländern gibt den Kapitalisten die Möglichkeit, andere für die Werktätigen(arbeitende Menschen) ungünstige Lösungen zu finden, die ihnen selbst aber höheren Profit bringen: Sie zahlen zum Beispiel Jugendlichen und Frauen niedrigere Löhne als erwachsenen männlichen Arbeitern. Nach dem Sieg des Kapitalismus ist Leiharbeit und andere Formen prekärer Arbeitsverhältnisse hinzugekommen. Das „Normalarbeitsverhältnis“ gibt es so gut wie nicht mehr.  Die Arbeitslosigkeit, nach dem Sieg des Kapitalismus verschärfte Sozialgesetze, wie die Hartz-Gesetze in der vergrößerten BRD, gibt den Kapitalisten eine Reserve an Arbeitskräften, von denen viele bereit sind, ja durch die Hartz-Gesetze gezwungen sind, für weniger Geld zu arbeiten. Bei Streiks werden sie gegen ihre Klassenbrüder(und –schwestern) als Streikbrecher eingesetzt. So geschieht dies heute durch Leiharbeiter und Leiharbeiterinnen.

Leiharbeiter

Bildquelle: Lebensinhalte
http://lebensinhalte.com/leiharbeiter-in-deutschland-moderne-sklaverei-und-menschenhandel/

 

Das Leistungsprinzip

In der DDR war die alte Forderung der Arbeiterbewegung verwirklicht: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!“  Das bedeutete die Beseitigung einer großen Ungerechtigkeit. Es war eine Errungenschaft die die Entlohnung nach dem Grundsatz ermöglichte: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung“(Dieser alte Spruch aus der DDR ist zwar in der männlichen Form, meint aber stets Männer und Frauen). Dieses Leistungsprinzip durchzusetzen war nicht leicht, weil es nicht einfach ist, die unterschiedlichen Leistungen exakt zu messen. Deshalb war die bewusste Mitwirkung aller Werktätigen(arbeitende Menschen)auch für die Lösung dieser Aufgabe erforderlich.

Starke-Leistung

 

Bildquelle: Marktplatz für Finanzdienstleister
https://maklerkonzepte.com/starke-leistung/

 

Frauen verdienen real acht Prozent weniger

Bildquelle: Tageblatt Luxemburg
http://www.tageblatt.lu/nachrichten/ausland/gleicher-lohn-fur-frauen-und-manner-15437942/

 

 

Fortsetzung auf Seite 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gedanken zu Aufgaben für Schulkinder der DDR

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 5. Klasse, Stand 1982Geschichtsbuch DDR 5. Klasse Titel

 

Aufgaben für Schulkinder der DDR

 

Die erste Frage nach den Ratschlägen die Quintus seinem Bruder gab und die zweite Frage, warum im Römischen Reich auf diese Weise regiert wurde beziehen sich nur auf das Römische Reich. Der Bezug zu den seinerzeitigen kapitalistischen Staaten fehlt, wo bereits damals auf die gleiche Weise, wie im römischen Reich regiert wurde.  Es kann spekuliert werden, ob man im Zuge der sozialdemokratischen „Entspannungspolitik“ falsche Rücksichten nahm und darum den Vergleich der Regierung des römischen Reiches mit den damaligen kapitalistischen Ländern scheute.

Die dritte Frage ist ja sehr interessant. Welche Mitarbeit der Eltern in der DDR? Das Buch kam 1982 raus. Zu dieser Zeit hatte bereits die Mehrheit leider kein Interesse an einer Mitarbeit, denn der Westen hatte die Leute derart beeinflusst, dass sie kein Interesse an einer Mitarbeit zum Wohlergehen ihres Staates hatten. Als die Regierung der DDR nicht mehr in der Lage war die Arbeiterklasse zu vertreten, konnte der Westen noch mehr Einfluss nehmen und der Untergang nahm seinen Lauf.

Eine sozialistische Demokratie lebt von Mitarbeit. Erich Mielke, der von den heutigen Geschichtsschreibern verteufelt wird, erklärte in seinen Vorträgen, wie wichtig das Mitmachen aller ist.

 

Arbeite, plane und regiere mit DDR

Bild von Facebook entnommen

 

Hätten die Leute mehrheitlich mitgewirkt, dann hätten die Menschen gegen eine unfähige Regierung demonstriert.  Da die Mehrheit passiv war, hatte der Westen mit seiner Einflussnahme leichtes Spiel. Von einem unverbindlichen  „Wir sind das Volk“ ist „Wir sind ein Volk“ geworden.  Der weg zu Annexion der DDR durch die BRD war  somit vorgezeichnet.

 

Zusammengestellt und bearbeitet von Petra Reichel

 

Sozialismus und Glaubensfrage

Gastbeitrag von Marcel Schmidt, bearbeitet von Petra Reichel

Bericht einer Konfrontation zweier Weltanschauungen und ihrer Folgen

 

Eine starke Meinungsverschiedenheit mit einem Mitglied unserer Gruppe(Facebook-Gruppe „DDR, ein Meilenstein der Geschichte“) gab mir genug Anlass, sozialistische Ansichten darzulegen und sie christlichen Standpunkten gegenüberzustellen und gegebenenfalls zu vergleichen.

Wie die ältere Generation es erlebt hat, folgte man den Christenkreuz weniger als heute. Ist das verwerflich?

Besagtes christliches Mitglied, nennen wir sie mal Marina Thomas (Name geändert), sagte in einem Gespräch zu mir, dass außer in der CDU und der Kirche keine Christen sonst zu finden wären in der DDR bzw. im Sozialistischen Ausland. Stimmt das und wenn ja; ist das verwerflich?

Weiter erzählte Marina, dass ihre Kinder erst mit 18 an einem Freund denken könnten; Sexualität sei was für Erwachsene. Folgerichtig empört musste sie reagieren als ich erzählte, dass es normal ist, wenn sich zwei 13-jährige züngelnd küssen. Alles widerlich und unchristlich. Unchristlich = unmenschlich?

„Kommunisten sind die wahren Christen!“

Dieses Zitat sagte ich zu Marina vor einiger Zeit. Und ich sage weiter: „Da ist zumindest was dran.“ Zumal Jesus Christus auch für eine klassenlose Gemeinschaft gestanden hat und auch deswegen gekreuzigt wurde. Marx hat Wissen aus Bibel geschöpft, da das Urchristentum eine klassenlose Gesellschaft wollte. Die Vorgehensweise der Kirche bis hin zum Papst hat mit den Idealen von Jesus Christus nichts mehr zu tun.Der jetzige Papst bildet eine positive Ausnahme, denn er setzt sich für die Armen ein und übt Kritik am Kapitalismus. Der heutige Papst wuchs unter dem Einfluss der Theologie der Befreiung auf.

Glasklar sind doch Fakten: Viele sozialistische Länder waren auch christlich stärker geprägt als die DDR und auch als so manches kapitalistische Land. Die einzige legitime Form der Demokratie ist aber nunmal die Diktatur des Proletariats! Das heißt aber keineswegs, dass wir gegen Christen hetzen, im Gegenteil, sondern sie als EIN TEIL unserer sozialistischen Gemeinschaft sahen und sehen! 

Wer sagt, dass es richtig ist der Kirche das Recht zu geben sich protzend hinzustellen und zu entscheiden, was in einem Staat richtig ist und was nicht?! In der DDR haben die Christen über die Kirche entschieden und Interessen selbiger in der nationalen Front vertreten, richtig! Und viele Punkte die sie vertrat – das wird heute gerne mit Kusshand vergessen – flossen mit in die Verfassung und andere Gesetze der DDR ein. Dennoch sind die 10 Gebote nichts anderes als Prinzipien einer Institution, und zum Teil hat das urkommunistische Ursprünge. Dass Prinzipien („Du sollst nicht töten“) sinnvoll sind in den meisten Fällen ist sicherlich zutreffend. Die Kirche heute ist aber nichts anderes als eine Hure des kapitalistischen Schandsystems. Sie hängt sich in Dinge bis hin zur Intimsphäre ein, die sie überhaupt nichts angeht! Man hat das Recht auf Glauben, korrekt! Man hat das Recht auf Reinheit und Sauberkeit, korrekt! Man hat das Recht auf Leben und Unversehrtheit, korrekt! Trotzdem ist das Christentum bzw. die Kirche nur EIN TEIL! unserer Gemeinschaft! Geradezu lächerlich sind die Jammerattacken einiger Kirchenmitarbeiter wegen der angeblichen Bespitzelung durch das MfS und der angeblichen Behinderung ihrer Arbeit. Wer sich als Mitglied oder Mitarbeiter der Kirche korrekt und straffrei verhalten hat, hatte überhaupt nichts zu fürchten! Ich brauch aber  niemanden zu erzählen, dass die Örtlichkeiten der Kirche auch gerne für die Planung von Verbrechen gegen die DDR benutzt wurden, insbesondere in Jena die Junge Gemeinde (JG). Vom westlichen Teil der Kirche wurde Einfluss genommen, infiltriert und die Kirche bot sich mehrheitlich als Dach für die Konterrevolutionäre an. Wie überall gab es Grundregeln aber auch Zugeständnisse. Daran hat sich auch jeder Christ zu halten wie jeder andere auch.

Und was den sexuellen Teil anbelangt:

Es ist beschämend für jedes einzelne Elternteil, das sexuell motivierte Taten (Doktorspiele) seiner Kinder aus irgendwelchen christlichen zweifelhaften Prinzipien verbietet oder/und bestraft.                                                                                                                Die Asexualität des Kindes wurde von Sigmund Freud nachweislich widerlegt und somit die kindliche (infantile) Sexualität im vollen Umfang bestätigt. Durch Verbote einzugreifen ist ebenso falsch wie eine Vergewaltigung bzw. Missbrauch. DEN ES ÜBRIGENS MEHR ALS GENUG IN KIRCHLICHEN EINRICHTUNGEN GAB UND GIBT!!!

Jedenfalls wurde genau diese Sexualentwicklung des Kindes in der DDR sogar pädagogisch gefördert und das sogar sehr gut. Nacktpflicht beim Schwimmunterricht der Unterstufe in einigen Orten/Städten/Bezirken der DDR zum Beispiel oder auch im Heimatkunde wurde sowas besprochen auf kindlich verständliche Art usw..Und, züngelnde 13-jährige Lesben! Ich muss doch bitten! Natürlich soll man Kindern beibringen, richtig mit Sexualität umzugehen, aber das mit einem Geschlechtsakt gleichzustellen und/oder zu verurteilen? Tut mir leid, fehlt mir die Phantasie für.             Für kindliche sexuelle Erlebnisse Verständnis zu zeigen hat nichts mit Pädophilie zu tun, sondern mit dem Erkennen und Begreifen der, ich sagte es bereits, kindlichen nachgewiesenen Sexualität. Es steht auch der Kirche in keinster Weise zu, zu entscheiden, ab wann man seine Sexualität wie ausleben darf. Auch hat sie nicht zu entscheiden, ob eine Frau an Wert verliert oder zur Mörderin wird, wenn sie eine Schwangerschaft abbricht. Es ist ihre Entscheidung! Jedenfalls gehören Doktorspiele zur Kindheit dazu wie züngelnde Jugendliche.

Wie dem auch sei: festzuhalten gilt noch zum Abschluss, dass christliche Feiertage und Bräuche zwar nicht immer arbeitsfreie Tage waren, das ist richtig, aber gefeiert werden durften sie trotzdem. Dass nach Aussage von Marina Thomas Weihnachten als ausschließlich sozialistisches Fest gefeiert wurde stimmt so nicht. Es ist ein Friedensfest im Sinne von Jesus Christus und das ist Tatsache! Wie man das begangen hat, ob christlich bzw. kirchlich oder nicht, war in der DDR jedem selbst überlassen.

In diesem Sinne AMEN!

 

Siehe auch Sozialismus und Glaubensfrage II

 

Ministerium des Inneren(DDR)

Das Ministerium des Inneren der DDR war ein Ministerium im Ministerrat der DDR.

Es wurde 1949 gegründet und mit der Annexion der DDR 1990 aufgelöst.

Kurzübersicht MdI (DDR)

Kurzübersicht MdI der DDR

Das Ministerium des Inneren zählte zu den Ministerien der bewaffneten Organe und war unter anderem für die Volkspolizei und Kampfgruppen zuständig.

Die Amtsbezeichnung des Ministers des Inneren lautete nach 1963 gleichzeitig „Chef der Deutschen Volkspolizei“.

Zu den Aufgaben des MdI zählte auch der Bereich der Feuerwehren, der Strafvollzug, das Pass- und Meldewesen sowie die Zulassung von Kraftfahrzeugen und die Ausgabe von Fahrerlaubnissen. Der Staatssekretär für Kirchenfragen unterstand fachlich und politisch ebenfalls dem Ministerium des Inneren.

Für die innere Sicherheit gab es neben dem MdI das Ministerium für Staatssicherheit (kurz MfS). Hier waren der Inlands- und Auslandsgeheimdienst der DDR und zugleich die Ermittlungsbehörde (Untersuchungsorgan) für staatsgefährdende Straftaten angesiedelt. Die Zuständigkeit für die Grenzpolizei lag seit 1961 beim Ministerium für Nationale Verteidigung(MfNV).

Das eigentliche Machtzentrum in der DDR war indes das Politbüro des ZK der SED mit seinen Sekretariaten.

Mit Gründung der DDR am 7. Oktober 1949 erfolgte die Ernennung des ersten Minister des Innern, Karl Steinhoff. Das Ministerium des Innern (MdI) übernahm entsprechend der Überleitung der Verwaltung die von der Deutschen Verwaltung des Innern in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) wahrgenommenen Funktionen. Es wurde zuständig für zentrale Führungsaufgaben bei der Gewährleistung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit, der inneren Sicherheit und der Grenzsicherheit der Republik sowie beim Schutze der Volkswirtschaft der DDR.

Dazu diente die Bildung der Hauptverwaltung Deutsche Volkspolizei, der Hauptverwaltung für Ausbildung sowie der Hauptverwaltung zum Schutze der Volkswirtschaft. Die Ausgliederung der Hauptverwaltung zum Schutze der Volkswirtschaft und deren Umwandlung in das Ministerium für Staatssicherheit erfolgten noch im Jahre 1950. Die Hauptverwaltung Ausbildung wurde unter Willi Stoph 1952 in Kasernierte Volkspolizei umbenannt und fungierte bis zur Gründung der Nationalen Volksarmee (NVA) im Jahre 1956 als oberstes staatliches Führungsorgan der kasernierten bewaffneten Kräfte der DDR.

Die Hauptverwaltung Deutsche Volkspolizei (HVDVP) erhielt die Verantwortung für die Polizeiaufgaben im engeren Sinne. Im Juli 1962 wurde die HVDVP als selbständiges Leitungsorgan aufgelöst und deren Verwaltungen, Hauptabteilungen und Abteilungen den Fachrichtungen des MdI direkt unterstellt.

Langjährige verdiente Mitarbeiter der Organe des MdI wurden nach 30. Dienstjahren durch Ehrengaben wie Ehrenmedaille und Schmuckuhr aus Glashütte ausgezeichnet.  Auf der Rückseite der Ehrenmedaille war folgender Text zu lesen: Von der Partei geführt – Der Arbeiterklasse treu ergeben – Mit der Sowjetunion für immer verbunden“.

Ehrenmedaille des MdI für 30.jährige Dienstzeit in den Organen - Ministerium des Innern

Ehrenmedaille des MdI für 30.jährige Dienstzeit in den Organen – Ministerium des Innern

Bildquelle: Von Lupus in Saxonia – Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, Bild ist entsprechend verlinkt

Im Oktober 1963 wurde Friedrich Dickel als Nachfolger von Karl Maron Minister des Innern und Chef der Deutschen Volkspolizei. Er war bis 1976 auch Chef der Zivilverteidigung der DDR. Am 17. November 1989 traten die Regierung Stoph und mit ihr Dickel zurück. Bis zur Auflösung des Ministeriums im Zuge der Annexion der DDR 1990 folgten als Minister noch Lothar Ahrendt (SED) in der Übergangsregierung Modrow und Peter-Michael Diestel (DSU/CDU) in der Übergaberegierung de Maizière.

 

Innenminister der DDR

Übersicht: Minister des Inneren der DDR

 

Nach der Annexion der DDR wurden die Aufgaben des MdI durch das Bundesministerium des Inneren sowie die Innenministerien der heutigen neuen Bundesländer übernommen.

Nach der Annexion der DDR wurden die Aufgaben des MdI durch das Bundesministerium des Inneren sowie die Innenministerien der heutigen neuen Bundesländer übernommen.

 

Entnommen aus Wikipedia, bearbeitet von Petra Reichel

Schaubilder ebenfalls aus Wikipedia entnommen

 

 

Eine weitere Erinnerung(an Markus Wolf) von Heinz Keßler aus der Zeit der Konterrevolution

1989 erschien in der DDR das Buch „Die Troika“ von Markus Wolf. Dieses Buch erschien auch in der BRD.

Heinz Keßler hatte eine schlechte Erinnerung an Markus Wolf 

Heinz Keßler

Heinz Keßler(1988)

 

 

Bildquelle: Bundesarchiv,
Bild 183-1988-0704-410 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de,  Bild ist entsprechend verlinkt

 

 

 

aus der Zeit der Konterrevolution.

Berlin, Demonstration; Rede Markus Wolf

Markus Wolf spricht auf der Demo in Berlin am 04.09.1989

 

 

 

 

 

 

 

Bildquelle: Von Bundesarchiv,
Bild 183-1989-1104-040 / Link, Hubert / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de,
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Alle Zeitungen der DDR haben dieses Buch rezensiert, und zwar positiv. Die einzige Zeitung, die das Buch nicht rezensiert hat, war „Die Volksarmee“. Erich Mielke hatte Heinz Keßler angerufen und gefragt, warum „Die Volksarmee“ das Buch nicht rezensiert und zählte andere Zeitungen auf, die das Buch rezensiert haben. Keßler antwortete: „Ich bin Dir keine Rechenschaft schuldig, aber solange ich Minister bin und was zu sagen habe, wird das Buch bei uns nicht rezensiert. Und wenn Du es genau wissen willst: Ich glaube es ist feindlich.“ Großes Gejammer bei Mielke, das das war Heinz Keßler egal. Zum Schluss sagte Erich Mielke: „Dann muss ich mit dem Generalsekretär reden.“ Er war auch dort. Bei einer anderen Angelegenheit, wo Heinz Keßler bei Erich Honecker war, fragte dieser am Schluss: „Sag mal, der Mielke hat sich bei mir beschwert darüber, dass Du das Buch ‚Die Troika’ nicht rezensierst.“ Darauf antwortete Heinz Keßler: „Da hat er Recht“. Honecker darauf: „Ja, willst Du es nun rezensieren?“ „Nein!“ antwortete Keßler. Gegenfrage von Honecker: „Warum nicht?“ Keßler sagte: „Weil es konterrevolutionär ist.“ Darauf sagte Honecker: „Naja, das hat mit Dir ja keinen Zweck, Du bist so stur, Dich kenne ich. Mach was Du willst.“

entnommen aus dem Beitrag von Heinz Keßler aus dem Buch „Unter Feuer“ Untertitel „Die Konterrevolution in der DDR“(Herausgeber: „Offensiv“).

Titel-Unter Feuer

Das Buch kann bei „Offensiv“ heruntergeladen oder in Buchform bestellt werden.

Beitrag von Heinz KeßlerKeßler Ende DDR und SED

bearbeitet von Petra Reichel