Die bedingungslose Kapitulation Hitlerdeutschlands

Auf Initiative einer Konferenz der Regierungschefs der UdSSR, der USA und Großbritanniens Ende Dezember 1943 in Teheran waren von den Alliierten Kapitulationsbedingungen, Pläne für eine Besetzung Deutschlands und die alliierte Kontrolle ausgearbeitet worden. Die Westmächte schlugen vor, Deutschland in mehrere Staaten zu teilen. Konsequent lehnte die Sowjetunion das ab.

Im März/April 1945 näherte sich schließlich der Krieg in Europa seinem Ende. Die sowjetischen Truppen rückten am 12. März bei Frankfurt an der Oder vor. Am 30. März befreiten sie Gdansk (Danzig) und am 13. April Wien. Die anglo-amerikanischen Truppen stießen nach Nord-, Süd, und Mitteldeutschland vor. Am 18. April besetzten sie Magdeburg, am 19. April Leipzig und am 26. Bremen.

Sowjetarmee am Brandenburger Tor Berlin Kopie

Die siegreiche Sowjetarmee am Brandenburger Tor in Berlin

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982
Der II. Weltkrieg_Die Zerschlagung der faschistischen Aggressoren in Europa

Der II. Weltkrieg – Die Zerschlagung der faschistischen Aggressoren in Europa

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Die sowjetischen Armeen traten am 16. April mit 2,5 Millionen Mann zur Berliner Operation an. Am 2. Mai kapitulierte Berlin. Als sich am 30. April die sowjetischen Einheiten nur noch wenige hundert Meter von den Bunkern der Reichskanzlei entfernt befanden, beging Hitler Selbstmord und entzog sich damit feige der Verantwortung. Andere Nazigrößen entzogen sich ebenso durch Selbstmord der Verantwortung.  Auch die Kinder von Goebbels wurden vergiftet, die noch zu klein waren, um zu begreifen um was es ging. Das ist ein sehr trauriges Kapitel des Endes der Zeit des Faschismus. Nun ja, die Brutalität der Nazis macht auch nicht vor den eigenen Kindern halt.

Während faschistische Offiziere und SS-Einheiten fanatisch den Befehl ausführten, jedes Dorf und jede Stadt „bis zu letzten Mann“ zu verteidigen, gingen Antifaschisten und mutige Patrioten(damals hatte der Begriff „Patrioten“ eine andere Bedeutung, als heute) in einer Reihe von Orten daran, die Heimat zu retten und die kampflose Übergabe an die alliierten Truppen vorzubereiten. Die Widerstandsorganisation „Freies Deutschland“ in Greifswald, die auf Initiative Saefkows entstanden war, schuf die Voraussetzungen für die mutige Tat des Stadtkommandanten von Greifswald, Oberst Petershagen, der die Stadt kampflos an die sowjetischen Truppen übergab. Ebenso handelten Patrioten in Bad Doberan, Grimmen, Rostock, Saßnitz, Wolgast, Neustrelitz und in anderen Orten. Bad Kreuznach ist auch kampflos an die Amerikaner übergeben worden. Vielerorts entwaffneten Antifaschisten die Armee. Und Volkssturmangehörige oder überzeugten diese, sich kampflos zu ergeben.

Durch beherztes Handeln mutiger Menschen wurden auch sinnlose Zerstörungen verhindert. Beispielsweise retteten Antifaschisten die Elbbrücke „Blaues Wunder“ in Dresden, indem sie die Sprengkabel der Faschisten durchschnitten. Zu bewaffneten Widerstandsaktionen kam es in den letzten Kriegstagen auch in einigen Konzentrationslagern. Am 11. April gelang es der aus Häftlingen gebildeten internationalen Militärorganisation, das Konzentrationslager Buchenwald selbst zu befreien, ehe am 13. April amerikanische Truppen eintrafen. Am 5. Mai kam es zum bewaffneten Aufstand im KZ Mauthausen.

Der Krieg in Europa ging am 8. Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation Hitlerdeutschlands zu Ende.

Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation

Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation Hitlerdeutschalnds im Stab der Sowjetarmee in Berlin-Karlshorst am 8. Mai 1945

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

Diese unterzeichnete der faschistische Generalfeldmarschall Keitel mit seinen Begleitern in Berlin-Karlshorst.

Die oberste Gewalt übernahmen die alliierten Militärbefehlshaber. Nach dem Beschluss der Konferenz der Regierungschefs in Jalta im Februar 1945 war die Hauptaufgabe der Siegermächte, „den deutschen Militarismus und Nazismus zu vernichten und sicherzustellen, dass Deutschland niemals imstande sein wird, den Frieden in der Welt zu zerstören“.

Deutschland wurde in vier Besatzungszonen geteilt. In Berlin, das zur sowjetischen Besatzungszone gehörte, hatte der Alliierte Kontrollrat seinen Sitz.

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982, bearbeitet von Petra Reichel

Die schwierige Anfangszeit der DDR (Erinnerungen eines Saalfelder Arbeiters)

Ein interessanter Beitrag aus einem anderen Blog.

Sascha's Welt

maxhutteDie Anfangsjahre nach der Zerschlagung des Hitlerfaschismus 1945 im besiegten Deutschland waren für die Bevölkerung besonders schwer. Die aktiven Nazis waren geflüchtet oder untergetaucht. Die Menschen waren ratlos und verzweifelt. Die Industrie war fast vollständig zerstört, es herrschte Hunger und Wohnungsnot. Hinzu kam, daß Kriegsheimkehrer und Umsiedler aus dem Osten ihre Angehörigen oder einfach nur eine vorübergehende Bleibe suchten. 6 Millionen Deutsche hatten im Krieg ihr Leben verloren, davon waren weit über 4 Millionen gefallen, 410.000 wurden Opfer des Luftkriegs, etwa 200.000 fielen dem faschistischen Terror zum Opfer. In den Zuchthäusern und Konzentrationslagern, in den Gaskammern und den Vernichtungslagern waren durch die Nazis etwa 11 Millionen Menschen verschiedener Nationalitäten ermordet worden. [1] Nach all diesem Gtrauen mußte nun ein neuer Anfang gefunden werden. Der Saalfelder Arbeiter Robert Stephan beschreibt die Lage in seinem Heimatkreis

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Nationalkomitee „Freies Deutschland“ (kurz NKFD)

Das NKFD war ein auf Initiative der KPD von antifaschistischen Emigranten und Kriegsgefangenen am 12./13.07.1943 in der UdSSR gegründetes politisches und organisatorisches Zentrum der deutschen Antifaschisten.

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Es entstand im Ergebnis des Kampfes um die Verwirklichung der Bündnispolitik der KPD nach dem in der Schlacht vor Moskau und der Schlacht an der Wolga(Stalingrad) vollzogenen Umschwung im Verlaufe des Zweiten Weltkrieges. Zu den wichtigsten Voraussetzungen für seine Gründung gehörte die uneingeschränkte Unterstützung der deutschen Antifaschisten durch die KPDSU(B), das war die Kommunistische Partei der Sowjetunion, den Sowjetstaat und die Rote Armee.

Präsident des NKFD war der Schriftsteller Erich Weinert (1890-1953). Zu seinen Mitgliedern gehörten u.a. Wilhelm Pieck(1876-1960) und Walter Ulbricht(1893-1973), Generale, Offiziere und Soldaten. Der Sitz des NKWD war Lunjowo bei Moskau.

Die Aufgaben der Bewegung „Freies Deutschland“ im Kampf um die Beendigung des Krieges und den Sturz der Hitlerdiktatur, sowie der gesellschaftlichen Verhältnisse in Deutschland auf antifaschistischer Grundlage, entsprachen den gerechten Kriegszielen der Antihitlerkoalition und stimmten mit der politischen Linie der in Deutschland illegal wirkenden Widerstandsorganisation der KPD überein.

Unter Führung der Kommunisten entstanden auch in Dänemark, Frankreich, den USA und anderen Ländern, in denen antifaschistische deutsche Emigranten lebten, Komitees der Bewegung „Freies Deutschland“.

Das NKFD unterhielt ab 20.07.1943 den Sender „Freies Deutschland“, gab die Illustrierte „Freies Deutschland im Bild“ und zahlreiche Flugblätter, Broschüren und andere Druckerzeugnisse heraus.

Zu den wichtigsten Elementen des militärpolitischen Kampfes gehörte das Wirken der Frontorganisation der NKFD, die eng mit den Politorganen der Sowjetarmee zusammenarbeitete. Ihre Hauptaufgabe war, antifaschistische Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit unter den auf sowjetischem Territorium befindlichen faschistischen Truppen zu leisten, sie mit den Zielen des NKFD vertraut zu machen und zur Kampfeinstellung bzw. Handlungen gegen Faschismus und Krieg zu bewegen.

Das NKFD veranlasste zahlreiche deutsche Wehrmachtsangehörige zur Kapitulation und rettete ihnen so das Leben.

Die Mitarbeit in der Bewegung „Freies Deutschland“ führte viele Offiziere und Generale an die Seite der demokratischen Kräfte,und sie hatten später großen Anteil an der antifaschistisch-demokratischen Entwicklung in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands und am Aufbau des Sozialismus in der DDR.

Nach der Bildung des Blocks antifaschistischer Parteien im Osten Deutschlands beschloss das NKFD am 02.11.1945 seine Auflösung und appellierte an seine Anhänger, ihre Tätigkeit in den antifaschistisch-demokratischen Parteien und Massenorganisationen fortzusetzen.

Der Kampf der Bewegung „Freies Deutschland“ und seiner Frontorganisation gehörte zu den militärischen Organisationen der DDR.

 

entnommen aus

Jugendlexikon – Militärwesen

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