Die schwierige Anfangszeit der DDR (Erinnerungen eines Saalfelder Arbeiters)

Ein interessanter Beitrag aus einem anderen Blog.

Sascha's Welt

maxhutteDie Anfangsjahre nach der Zerschlagung des Hitlerfaschismus 1945 im besiegten Deutschland waren für die Bevölkerung besonders schwer. Die aktiven Nazis waren geflüchtet oder untergetaucht. Die Menschen waren ratlos und verzweifelt. Die Industrie war fast vollständig zerstört, es herrschte Hunger und Wohnungsnot. Hinzu kam, daß Kriegsheimkehrer und Umsiedler aus dem Osten ihre Angehörigen oder einfach nur eine vorübergehende Bleibe suchten. 6 Millionen Deutsche hatten im Krieg ihr Leben verloren, davon waren weit über 4 Millionen gefallen, 410.000 wurden Opfer des Luftkriegs, etwa 200.000 fielen dem faschistischen Terror zum Opfer. In den Zuchthäusern und Konzentrationslagern, in den Gaskammern und den Vernichtungslagern waren durch die Nazis etwa 11 Millionen Menschen verschiedener Nationalitäten ermordet worden. [1] Nach all diesem Gtrauen mußte nun ein neuer Anfang gefunden werden. Der Saalfelder Arbeiter Robert Stephan beschreibt die Lage in seinem Heimatkreis

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Nationalkomitee „Freies Deutschland“ (kurz NKFD)

Das NKFD war ein auf Initiative der KPD von antifaschistischen Emigranten und Kriegsgefangenen am 12./13.07.1943 in der UdSSR gegründetes politisches und organisatorisches Zentrum der deutschen Antifaschisten.

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Es entstand im Ergebnis des Kampfes um die Verwirklichung der Bündnispolitik der KPD nach dem in der Schlacht vor Moskau und der Schlacht an der Wolga(Stalingrad) vollzogenen Umschwung im Verlaufe des Zweiten Weltkrieges. Zu den wichtigsten Voraussetzungen für seine Gründung gehörte die uneingeschränkte Unterstützung der deutschen Antifaschisten durch die KPDSU(B), das war die Kommunistische Partei der Sowjetunion, den Sowjetstaat und die Rote Armee.

Präsident des NKFD war der Schriftsteller Erich Weinert (1890-1953). Zu seinen Mitgliedern gehörten u.a. Wilhelm Pieck(1876-1960) und Walter Ulbricht(1893-1973), Generale, Offiziere und Soldaten. Der Sitz des NKWD war Lunjowo bei Moskau.

Die Aufgaben der Bewegung „Freies Deutschland“ im Kampf um die Beendigung des Krieges und den Sturz der Hitlerdiktatur, sowie der gesellschaftlichen Verhältnisse in Deutschland auf antifaschistischer Grundlage, entsprachen den gerechten Kriegszielen der Antihitlerkoalition und stimmten mit der politischen Linie der in Deutschland illegal wirkenden Widerstandsorganisation der KPD überein.

Unter Führung der Kommunisten entstanden auch in Dänemark, Frankreich, den USA und anderen Ländern, in denen antifaschistische deutsche Emigranten lebten, Komitees der Bewegung „Freies Deutschland“.

Das NKFD unterhielt ab 20.07.1943 den Sender „Freies Deutschland“, gab die Illustrierte „Freies Deutschland im Bild“ und zahlreiche Flugblätter, Broschüren und andere Druckerzeugnisse heraus.

Zu den wichtigsten Elementen des militärpolitischen Kampfes gehörte das Wirken der Frontorganisation der NKFD, die eng mit den Politorganen der Sowjetarmee zusammenarbeitete. Ihre Hauptaufgabe war, antifaschistische Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit unter den auf sowjetischem Territorium befindlichen faschistischen Truppen zu leisten, sie mit den Zielen des NKFD vertraut zu machen und zur Kampfeinstellung bzw. Handlungen gegen Faschismus und Krieg zu bewegen.

Das NKFD veranlasste zahlreiche deutsche Wehrmachtsangehörige zur Kapitulation und rettete ihnen so das Leben.

Die Mitarbeit in der Bewegung „Freies Deutschland“ führte viele Offiziere und Generale an die Seite der demokratischen Kräfte,und sie hatten später großen Anteil an der antifaschistisch-demokratischen Entwicklung in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands und am Aufbau des Sozialismus in der DDR.

Nach der Bildung des Blocks antifaschistischer Parteien im Osten Deutschlands beschloss das NKFD am 02.11.1945 seine Auflösung und appellierte an seine Anhänger, ihre Tätigkeit in den antifaschistisch-demokratischen Parteien und Massenorganisationen fortzusetzen.

Der Kampf der Bewegung „Freies Deutschland“ und seiner Frontorganisation gehörte zu den militärischen Organisationen der DDR.

 

entnommen aus

Jugendlexikon – Militärwesen

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