Die Vereinigten Staaten von Amerika(USA)

Die Unabhängigkeitserklärung der Kolonisten

Der Kongress der nordamerikanischen Kolonien hatte in Philadelphia bereits am 4. Juli 1776 eine Unabhängigkeitserklärung angenommen.

Auszug aus amerikanischer Unabhängigkeitserklärung

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1982

 

Mit der Annahme der Unabhängigkeitserklärung waren die Vereinigten Staaten von Amerika(USA) geschaffen worden. Sie waren ein bürgerliche Republik. In ihr herrschten das Großbürgertum des Nordens und die reichen Pflanzer des Südens. Diese Republik war frei von englischer Bevormundung. Erscheinungen des Feudalismus wurden beseitigt, welche die weitere kapitalistische Entwicklung, besonders in der Landwirtschaft, hemmten. Man beschlagnahmte die Ländereien, die bis dahin der englischen Krone und englandfreundlichen Großgrundbesitzern gehört hatten, und vergab sie teilweise an Soldaten und kleine Farmer. In den Westgebieten wurde das Land zum Staatseigentum erklärt. Die Regierung verkaufte es allmählich Privatpersonen. Die Volksmassen, deren Kampf den Sieg herbeigeführt hatte, blieben jedoch von der Staatsmacht ausgeschlossen. Auch die Sklaverei wurde beibehalten. Damals gab es in den USA etwa 700 000 Sklaven, die keinerlei Rechte besaßen.

Zu den 13 Mitgliedstaaten traten später weitere im Westen des Landes hinzu.

Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung

Bild entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1982

 

 

Die Verfassung des neuen Staates

Nach seiner militärischen Niederlage musste England die Unabhängigkeit der USA anerkennen. Da der lockere Zusammenschluss der 13 Staaten von 1776 der herrschenden Klasse auf die Dauer nicht genügte, beschloss man, eine stärkere Zentralgewalt zu schaffen. Zu diesem Zweck gaben sich die USA im Jahre 1787 eine Verfassung, eine der ältesten überhaupt, die die Welt kennt. Sie gilt, ergänzt, noch heute.

Staatsoberhaupt und Leiter der Regierung wurde ein Präsident, den man für vier Jahre wählte. Al erster trat Washington an die Spitze der jungen Republik. Die gesetzgebende Gewalt lag beim Kongress. Dieser sollte aus zwei Häusern, dem Senat und dem Repräsentantenhaus, bestehen. Im Senat saßen die Vertreter der Bundesstaaten, im Repräsentantenhaus die im ganzen Land gewählten Abgeordneten. Der Kongress fasste Beschlüsse über Krieg und Frieden, Militärfragen, Zölle und Steuern. Die Regierung des Präsidenten hatte diese Beschlüsse auszuführen. Neben Regierung und Kongress gab es ein Oberstes Bundesgericht, das für wichtige Rechtsfragen zuständig sein sollte.

So bestand nach der Verfassung von1787 die Staatsmacht der USA aus drei Teilen, die voneinander unabhängig waren.

Die Verfassung erklärte die USA zu einem Bundesstaat. Den einzelnen Mitgliedstaaten verblieben große Rechte. Sie konnten ihre inneren Verhältnisse selbst regeln. Das Wahlrecht war an einen bestimmten Besitz gebunden; von 3 Millionen Bürgern durften nur 120 000 wählen.

Die politischen Einrichtungen der USA waren im Verhältnis zu den Zuständen, die in den übrigen Ländern herrschten, ein großer Fortschritt. Sie wurden daher Vorbild des Bürgertums vieler Staaten, vor allem Frankreichs.

 

Geschichtsbuch DDR 7. Klasse Kopie

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1982, bearbeitet von Petra Reichel

 

 

Original-Text aus dem Geschichtsbuch der DDR

Die USA

 

Der Unabhängigkeitskampf der nordamerikanischen Kolonien

Unzufriedenheit der Kolonisten mit England

England hatte seinen nordamerikanischen Kolonien zwar eine erhebliche politische Selbstständigkeit gelassen, aber immer versucht, deren Wirtschaft seinen eigen Bedürfnissen anzupassen. Es verfolgte die gleiche Wirtschaftspolitik wie die übrigen Kolonialmächte. Die Pflanzer aus den Südstaaten waren bei englischen Kaufleuten hoch verschuldet. Sie mussten ihre Erzeugnisse billig verkaufen und für die Fertigwaren des Mutterlandes hohe Preise zahlen. Das „Eisengesetz“ des Jahres 1750 bestimmte, dass keine weiteren Eisenhütten und Eisenverarbeitungswerke in den nordamerikanischen Kolonien gebaut werden durften. Dagegen wurde der Schiffsbau gefördert, weil die englischen Werften nicht so viele Schiffe herstellen konnten, wie die Flotte benötigte.

Anfang der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts begann England, die 13 Kolonien politisch und wirtschaftlich stärker zu kontrollieren. Nunmehr wurden dort ständig Truppen unterhalten, Steuern und Zölle erhöht. Unter dieser Politik litten alle Schichten der Kolonisten. Die kleinen Farmer wurden aber noch zusätzlich getroffen, als eine königliche Proklamation die weitere Siedlungstätigkeit westlich des Appalachen-Gebirges verbot. So wuchs die Unzufriedenheit. Viele Amerikaner kamen zu der Meinung, dass man sich von England trennen und zu einem unabhängigen Staat zusammenschließen müsse, Das erforderte auch die weitere wirtschaftliche Entwicklung.

Dorf amerikanischer Ureinwohner

Dorf amerikanischer Ureinwohner

Bild entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1982

 

 

Nordamerikanische Kolonien bis 1783

Die 13 nordamerikanischen Kolonien und die Entwicklung der USA bis 1793

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1982

 

 

 

Der Beginn des Krieges

Dem bewaffneten Kampf unmittelbar voraus ging die Einführung neuer Zölle durch den englischen Staat. Als Antwort darauf weigerten sich die Kolonisten, die mit dem Einfuhrzoll belegten Waren abzunehmen.

Als im Dezember 1773 im Haufen von Boston, einer Stadt die zum Staate Massachusetts gehörte, trotzdem englischer Tee gebracht werden sollte, stürmten als amerikanische Ureinwohner verkleidete Bürger die Schiffe und schütteten die Ladung ins Meer.

Da schloss die englische Regierung den Hafen für jeden Handelsverkehr, hab die Selbstverwaltung des Staates Massachusetts auf und setzte einen General als Gouverneur ein. Die anderen Kolonien erklärten, dass die Massachusetts unterstützen würden. Ihre Vertreter versammelten sich 1774 in Philadelphia zu einem Kongress. Die Amerikaner versuchten zwar nochmals, mit England zu verhandeln, aber die Engländer zogen es vor, den Konflikt mit Waffengewalt zu lösen. So begann der Kampf.

 

Der Sieg der Aufständischen

Das Kräfteverhältnis zwischen den kämpfenden Parteien war zunächst ungleich. Die Farmer, Handwerker und Arbeiter, die ihr Leben für die Unabhängigkeit einsetzten, waren zwar sehr tapfer, militärisch aber wenig erfahren. Demgegenüber verfügte der König über eine wohlausgerüstete und disziplinierte Armee. Diese verstärkte er noch durch deutsche Soldaten, die von ihren „Landesvätern“ verkauft wurden. Erst allmählich gelang es den Kolonisten, schlagfähige Truppen zu schaffen. Ihr Organisator war George Washington, ein Pflanzer aus dem Süden.

George Washington

Bild entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1982

 

Die erste Schlacht ging für die Aufständischen verloren, doch mussten die Engländer ihren Sieg mit hohen Verlusten bezahlen. Das zeigte aller Welt, was Menschen, die für Freiheit und Unabhängigkeit kämpfen, gegenüber einem Söldnerheer zu leisten vermochten.

Aus Europa kamen nicht nur englische Söldner und verkaufte deutsche Soldaten, sondern auch Freiwillige, die den Unabhängigkeitskampf unterstützen wollten. Dazu gehörten der Franzose Lafayette, der Pole Kosciusko und der Deutsche Steuben.

Nach wechselvollen Kämpfen wurden die königlichen Heere besiegt. Die Entscheidung fiel, als auch Frankreich, Spanien und Holland England den Krieg erklärten. Der englische König konnte nun nicht mehr seine gesamte Macht gegen die Kolonisten einsetzen.

Schlacht nordamerikanischer Unabhängigkeitskrieg

Schlacht während des nordamerikanischen Unabhängigkeitskampfes

Bild entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1982

 

Benjamin FranklinBildunterschrift Benjamin Franklin

Bild entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1982

 

New York 1625 und in den 1980er Jahren

New York(gegründet als Neu-Amsterdam) im Jahre 1625 und Anfang der 1980er Jahre

Bild entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1982

 

 

Geschichtsbuch DDR 7. Klasse Kopie

 

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1982, bearbeitet von Petra Reichel

 

 

Original-Text aus dem Geschichtsbuch der DDR

Der Unabhängigkeitskampf der nordamerikanischen Kolonien