Philipp-Müller-Medaille

Die Philipp-Müller-Medaille war eine Auszeichnung der Freien Deutschen Jugend(FDJ) der Deutschen Demokratischen Republik(DDR), welche anlässlich der Volkswahlen(Volkskammerwahlen)am 17. Oktober 1954 gestiftet wurde. Die Verleihung erfolgte an FDJ-Mitglieder, welche bei der Vorbereitung und Durchführung der Volkswahl(Volkskammerwahl) hervorragende Leistungen vollbracht hatten.

Philipp-Müller-Medaille

Philipp-Müller-Medaille

Bildquelle: Von Zentralrat der FDJ – Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16705344

 

Die Medaille hat die Form einer wehenden blauen Flagge mit dem Bildnis von Philipp Müller. Darunter ist die zweizeilige Inschrift: „Alles für d. Sieg d. National. Front/bei den Volkswahlen 1954“ zu lesen. Umschlossen wird die Flagge am linken und unteren Rand von einem Eichenlaubkranz. Getragen wurde sie an der Linken oberen Brustseite des Beliehenen.

Entnommen Wikipedia

siehe auch

Volkskammer

Philipp Müller

DDR-Kabinett Bochum

 

 

 

Woche der Waffenbrüderschaft

Als Woche der Waffenbrüderschaft wurde in der DDR die Woche bezeichnet in welcher der Tag der Sowjetarmee und Seekriegsflotte, der 23. Februar, und der Tag der Nationalen Volksarmee, der 01. März gefeiert wurden.

An diesen Tagen fanden zahlreiche Freundschaftstreffen, Sportwettkämpfe und militärpolitische Veranstaltungen statt. Die Angehörigen beider Armeen, Werktätige(arbeitende Menschen) der DDR sowie in FDJ und GST organisierten Mädchen und Jungen aus ihren Patenbetrieben und –schulen wurden einbezogen.

Die Veranstaltungen dieser Woche legten Zeugnis ab von dem engen Bündnis zwischen Nationaler Volksarmee und Sowjetarmee und den anderen im Warschauer Vertrag vereinten Armeen im Kampf um die militärische Sicherung des Friedens und des Sozialismus.

 

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Entnommen aus „Jugendlexikon – Militärwesen“ DDR 1984

Woche der Waffenbrüderschaft

Deutschlandtreffen der Jugend

Im Jahr 1950, als in der BRD die FDJ noch nicht verboten war und noch Hoffnung auf ein einheitliches Deutschland, wie es die DDR anstrebte, bestand, wurde zu Pfingsten (27.05.150-30.05.1950) von der FDJ der DDR ein Treffen organisiert. Nachdem die DDR die Hoffnungen auf eine Deutsche Einheit aufgegeben hatte, gab es stattdessen Pfingstreffen der FDJ, nur für Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der DDR.

Nach dem ersten Treffen 1950 wurde den 30.000 aus der BRD in die DDR eingereisten westdeutschen Teilnehmern bei Herrnburg/Lübeck die Rückreise in die BRD verweigert und wegen „Seuchengefahr“ eine ärztliche Untersuchung und namentliche Registrierung verlangt, was von den Jugendlichen verweigert wurde. Die Jugendlichen belagerten daraufhin die westdeutsche Übergangsstelle und campierten zwangsläufig dort und auf DDR-Gebiet. Es kam zu ersten Zusammenstößen mit der dort zusammengezogenen westdeutschen Polizei.

Der FDJ-Vorsitzende Erich Honecker reagierte sofort und besorgte Zelte, nebst Bettzeug und Essen für die Ausgesperrten und lud zahlreiche Journalisten dorthin ein. Zwei Tage später ließen die westdeutschen Behörden die Jugendlichen wieder einreisen.

Näheres auf Wikipedia

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Briefmarke DDR zum Deutschlandtreffen der Jugend Bildquelle:„Stamps of Germany (DDR) 1964, MiNr 1022“ von Hochgeladen von –Nightflyer (talk) 12:53, 19 July 2009 (UTC) – Eigener Scan und Bearbeitung. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons –

Die FDJ

FDJ-Fahne

Vorgeschichte

Die FDJ(Freie Deutsche Jugend) wurde von Jugendlichen gegründet, die vor dem Hitler-Faschismus fliehen mussten. Die FDJ hatte zum Ziel, die antifaschistische Jugend im Kampf gegen Hitler zu einen. Die Gründung erfolgte 1936 in Paris, 1938 in Prag und 1939 in Großbritannien. Es gelang nicht Gruppen im Deutschen Reich zu gründen, um den Faschismus im eigenen Lande zu bekämpfen. Erst nach der Befreiung vom Faschismus(nach Ende des II.Weltkrieges), gründeten sich in ganz Deutschland Gruppen der FDJ. Die Bedingungen in den verschiedenen Besatzungszonen waren unterschiedlich. 1951 wurde die FDJ in der BRD, unter der Adenauer-Regierung, verboten. Das Verbot ist bis heute noch nicht aufgehoben.

DDR

In der DDR wurde die FDJ wurde am 07. März 1946 gegründet. Die FDJ ging aus den antifaschistischen Jugendausschüssen hervor.

Die FDJ ist seit 1948 Mitglied des Weltbundes der Demokratischen Jugend. Seit 1950 ist sie Mitglied des Internationalen Studentenbundes.

In der DDR leistete die FDJ einen wichtigen Beitrag zur antifaschistisch/demokratischen Umwälzung und dem sozialistischen Aufbau in der DDR. In der DDR arbeitete die FDJ unter Führung der SED und betrachtete sich als aktiver Helfer und Kampfreserve.

Die FDJ förderte die Teilnahme der Jugend an der „Messe der Meister von morgen“. Z.B. durch Jugendbrigaden und Jugendobjekte war die FDJ ein wichtiger Teil der Arbeitswelt der DDR.

Die FDJ hatte auch für die Freizeit einige Angebote. So auf geistig/kulturellem, sportlichem und touristischem Gebiet. So unterhielt die FDJ Jugendclubs, initiierte die Bewegung „Junge Talente“, Singeklubs und Kinder- und Jugendspartaktiaden.(Spartakiaden sind in etwa mit den Bundesjugendspielen vergleichbar)

Die FDJ hatte eigene Abgeordnete in der Volkskammer und den örtlichen Volksvertretungen. Das Jugendgesetz von1974 eröffnete der FDJ große gesellschaftliche Rechte und Möglichkeiten. Besondere Verantwortung hatte die FDJ für die Arbeit der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“. Die FDJ war mit über 600 Jugend- und Studentenorganisationen in mehr als 100 Ländern der Welt verbunden.

Die FDJ brachte die Tageszeitung „Junge Welt“, die Zeitschrift für das Verbandaktiv „Junge Generation“ und 14 andere Zeitungen und Zeitschriften heraus.

Nach Ende der DDR

Nach dem Ende der DDR, 1990 ist die FDJ zerschlagen worden. Die FDJ löste sich aber nicht auf. Ihre Mitgliederzahl ist bis 1992 rapide gesunken, ist aber seitdem stabil.

1994 traten junge Freunde aus Westdeutschland bei und gründeten in einigen westdeutschen Städten FDJ-Gruppen.

Heute

Heute wird die FDJ nicht durch Verbot(allerdings ist sie in Westdeutschland immer noch verboten), sondern durch wirtschaftliche Mittel bekämpft. Die FDJ soll Kosten in Millionenhöhe tragen, die durch den Systemwechsel entstanden sind.

Die FDJ ist gegen Rassismus, gegen Rechts und Krieg. Die FDJ ist für Völkerfreundschaft und Internationalismus.

http://kommunisten-online.de/Archive/historie/fdj.htm

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