Die historischen Aufgaben der Revolution in Deutschland. Die Reichskonferenz der Spartakusgruppe

Die Revolution in Deutschland entfaltete sich als Teil der internationalen revolutionären Bewegung gegen Imperialismus und Krieg, für Frieden, Demokratie und Sozialismus.

Ihre geschichtliche Aufgabe war es, den unversöhnlichen Widerspruch zwischen der imperialistischen Bourgeoisie und der Arbeiterklasse, die zugleich die objektiven Grundinteressen der anderen werktätigen(arbeitenden) Klassen und Schichten vertrat, zu überwinden. Insbesondere während des I. Weltkrieges hatte sich dieser Widerspruch besonders verschärft. Seine Lösung war nur durch eine sozialistische Revolution möglich, die in Deutschland objektiv auf der Tagesordnung stand.

Führer dieser Revolution konnte allein die Arbeiterklasse sein, die jedoch durch Opportunismus tief gespalten war.

Die deutsche Arbeiterklasse besaß noch keine selbstständige marxistische Kampfpartei. Ihre Mehrheit stand und dem opportunistischen Einfluss der rechten Führer der SPD und der USPD.

Unter diesen objektiven und subjektiven Bedingungen musste die Revolution mit antiimperialistischer und demokratischer Zielsetzung beginnen. Ihre nächsten Aufgaben waren: Sturz des kaiserlich-imperialistischen Regime, Beendigung des Krieges, Zerschlagung des Militarismus und des reaktionären Staatsapparates, Entmachtung der für den Krieg verantwortlichen Kräfte des Monopolkapitals und des Junkertums.

In diesem revolutionären Umwälzungsprozess galt es, vor allem durch die Schaffung einer marxistischen Kampfpartei, das Kräfteverhältnis der Klassen so zu verändern, dass der Übergang zur sozialistischen Revolution möglich wurde. Dabei musste sich die Arbeiterklasse von Anfang an vom proletarischen Internationalismus leiten lassen und sich fest mit der Sowjetunion verbünden.

Nur die Spartakusgruppe, die Keimzelle einer revolutionären Partei, erkannte die großen historischen Aufgaben, die vor der Arbeiterklasse und dem ganzen deutschen Volke standen.

Die Reichskonferenz der Spartakusgruppe, die am 07.Oktober 1918 illegal in Berlin tagte und an der auch die Berliner Linken teilnahmen, beschloss das Programm der Volksrevolution für die sofortige Beendigung des Krieges, die Erkämpfung demokratischer Rechte und Freiheiten und den Sturz des deutschen Imperialismus und Militarismus.

Die Reichskonferenz bezeichnete als Ziel des Kampfes in Deutschland die sozialistische Republik. In einem Aufruf an die Bevölkerung legte sie die nächsten Kampfaufgaben fest.

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Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Die Konferenz orientierte die Arbeiterklasse auf den bewaffneten Aufstand und rief auf, sofort überall Arbeiter- und Soldatenräte zu bilden. Sie brachte ihre Solidarität und brüderliche Sympathie mit den Bolschewiki zum Ausdruck und versicherte, auch in Deutschland nach dem Beispiel Russlands zu handeln.

 

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Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982, bearbeitet von Petra Reichel

 

Original-Text aus dem Geschichtsbuch der DDR

historische aufgaben revolution und reichskonferenz spartakusgruppe

 

 

 

 

 

 

 

 

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