Die Revolution von 1848

Übersicht

 

 

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Die historische Hauptaufgabe der Revolution von 1848/49

 

 

Die Entwicklung der Arbeiterbewegung während der Revolution von 1848

Die Ergebnisse und Lehren der Revolution von 1848/49 in Deutschland

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revolution-von-1848  (Beitrag aus Geschichtsbuch der DDR)

Geschichtsbuch DDR 8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Revolution von 1848, Teil 3

Das revolutionäre Wirken von Marx und Engels

 

Mit dem Ausbruch der deutschen Revolution eilten Marx und Engels aus Paris nach Deutschland zurück, ausgerüstet mit ihrem Programm für den revolutionären Kampf, den 17 „Forderungen der kommunistischen Partei in Deutschland“ Sie nahmen ihren Wohnsitz in Köln.

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Nun verwirklichten Marx und Engels ihren Plan, eine große Zeitung herauszugeben. Das war für sie das wirksamste Mittel, um die Feinde der Revolution, die Fürsten, den Adel und auch schon Teile der Bourgeoisie, zu entlarven und den Arbeitern zu helfen, ihre eigenen Interessen wahrzunehmen. Ab 1. Juni 1848 erschien unter der Chefredaktion von Karl Marx die „Neue Rheinische Zeitung“. Zur Finanzierung der Zeitung opferte Marx sein väterliches Erbteil.

Zu den Redakteuren der „Neuen Rheinischen Zeitung“ zählten neben Wilhelm Wolff auch die deutschen Dichter Georg Weerth und Ferdinand Freiligrath. Beide waren Mitglieder des Bundes der Kommunisten und enge Freunde von Marx und Engels. Weerth, der erste Dichter des Proletariats, verspottete die Feinde der Arbeiter und Demokraten in bissigen Erzählungen. Freiligraths revolutionäre Gedichte rüttelten die Massen auf.

Vom Standpunkt der Arbeiterklasse aus griff die „Neue Rheinische Zeitung“ tatkräftig in die Ereignisse ein. Ihre Hauptangriffe führte sie gegen die noch nicht vernichtete Macht der Fürsten und des Adels. Leidenschaftlich verurteilte sie alle Schritte der Bourgeoise, die sich gegen das Volk richteten. Aber auch die Bundesgenossen der Arbeiter, die demokratischen Kleinbürger, beobachtete die Zeitung und kritisierte deren Mängel und Schwächen. In ihrer Zeitung entwickelten Marx und Engels die Grundsätze einer demokratischen Außenpolitik. Sie gingen davon aus, dass eine Nation nur frei sein kann, wenn sie für die Freiheit der Nachbarvölker eintritt. Deshalb unterstützten sie energisch den Kampf der Polen, Ungarn und Italiener um ihre nationale Unabhängigkeit

Die „Neue Rheinische Zeitung“ trug entscheidend dazu bei, dass sich das junge Proletariat seiner Kraft bewusst wurde und selbständige Arbeiterorganisationen zu bilden begann. Viele Mitglieder des Bundes der Kommunisten waren hervorragend an der Gründung lokaler Arbeiterorganisationen beteiligt. Anfang September 1848 wurde auf Initiative des Schriftsetzers Stephan Born ein Arbeiterkongress in Berlin abgehalten, an dem Delegierte aus Berlin, Hamburg, Leipzig und anderen Städten teilnahmen. Der Kongress beschloss die Bildung einer Arbeiterverbrüderung, welche die schon bestehenden Arbeitervereine zusammenfassen sollte. Allerdings hatte Born nur wirtschaftliche Kampfziele. Die Bestrebungen von Marx und Engels gingen jedoch dahin, eine gesamtnationale, revolutionäre Massenpartei der Arbeiterklasse zu schaffen, die stark und konsequent genug war, um gemeinsam mit den Volksmassen die Ziele der Revolution durchzusetzen.

Die „Neue Rheinische Zeitung“ war die mutigste und berühmteste Zeitung der deutschen Revolution. Ihre Artikel wurden von vielen anderen demokratischen blättern nachgedruckt. Sie half den Arbeitern und Demokraten, Freund und Feind zu unterscheiden und die Aufgaben der Revolution zu erkennen.

 

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 8. Klasse, Stand 1982, bearbeitet von Petra Reichel

Geschichtsbuch DDR 8

Die Revolution von 1848, Teil 2

Der Kampf um die Weiterführung der Revolution

 

Unter den Werktätigen(arbeitenden Menschen) in ganz Deutschland herrschte großer Jubel über den Sieg in den Märzkämpfen. Nach wenigen Wochen erkannten Viele, dass die ersten Erfolge nur der Beginn der Revolution sein konnten.

 

  • Allgemeines und direktes Wahlrecht
  • Volksbewaffnung
  • Restlose Beseitigung des Feudalismus
  • Verbesserung der Lebenslage
  • Demokratisches Parlament
  • Demokratische Verfassung
  • Nationale Einheit

 

All das musste noch von den Volksmassen durch die Fortführung des revolutionären Kampfes errungen werden.

Um ihre ureigenen Interessen durchzusetzen, organisierten sich die Arbeiter, Studenten, Händler, Handwerker, Rechtsanwälte und Journalisten überall in zahlreichen Vereinen, Komitees und Klubs. Die Führung dieser demokratischen Bewegung hatte das Kleinbürgertum inne. Daneben kämpften die Arbeiter und Handwerksgesellen in Streiks für höhere Löhne und Herabsetzung der Arbeitszeit. In vielen Städten entstanden örtliche Gewerkvereine und politische Arbeiterorganisationen. In Schlesien und Sachsen zwangen Bauern und Tagelöhner erst jetzt ihre Gutsbesitzer zum Verzicht auf einige Feudalrechte.

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Von besonderer Bedeutung für die Weiterführung der Revolution waren die Vorgänge in Berlin. Hier unternahmen der König und die bürgerliche Regierung alle Anstrengungen, um den Massen weitere Rechte vorzuenthalten. Vor allem um die Volksbewaffnung entbrannte der Kampf.

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Voller Erbitterung über die revolutionsfeindliche Haltung der Bourgeoisie stürmten Berliner Arbeiter am 14. Juni 1848 das Zeughaus. Sie wollten sich Waffen verschaffen, um die bisher erworbenen Freiheiten zu verteidigen und neue zu gewinnen. Da ihr Angriff nicht organisiert und ohne Führung war, scheitere er. Polizei und Bürgerwehr überwältigten die Arbeiter. Ihr energisches Auftreten hatte jedoch gezeigt, dass sie bereit waren die Revolution notfalls mit Gewalt fortzuführen.

 

Die Haltung der Bourgeoisie zur Weiterführung der Revolution

 

Nachdem die Bourgeoisie im März 1848 einen Anteil an der politischen Macht erhalten hatte, gab sie sich mit dem Erreichten zufrieden. Sie war nicht bereit, an der Spitze der demokratischen Kräfte des Volkes konsequent gegen das reaktionäre Herrschaftssystem der Fürsten zu kämpfen und die Revolution zu Ende zu führen. Die Bourgeoisie begann, nicht mehr im Adel, sondern in den vorwärtsdrängenden Arbeitern ihren Feind zu sehen. Die Angst vor dem Proletariat bestimmte nun ihre Politik. Die Bourgeoisie verband sich mit Fürsten und Junkern gegen das Volk und verriet damit die Revolution.

Besonders deutlich kam die verräterische Politik der Bourgeoisie in der Frankfurter Nationalversammlung zum Ausdruck.

 

 

Die Frankfurter Nationalversammlung

 

Im Mai 1848 hatten in allen deutschen Staaten Wahlen zu einer deutschen Nationalversammlung stattgefunden. Das deutsche Volk setzte große Erwartungen in dieses Parlament. Am 18. Mai 1848 zogen die Abgeordneten unter Jubel, Glockenläuten und Fahnenschwenken in die Paulskirche in Frankfurt am Main ein.

Dieses erste vom deutschen Volk gewählte Parlament hätte die Aufgabe gehabt, die Feinde der Revolution zu entmachten und die demokratische Einigung Deutschlands herzustellen. Stattdessen übertrug es die oberste Gewalt in Deutschland einem Fürsten, der dem Parlament nicht verantwortlich war.

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Die Nationalversammlung erarbeitete in vielen Monaten den Entwurf einer Reichsverfassung. Sie wurde am 28. März 1849 von den Abgeordneten angenommen.

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Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 8. Klasse, Stand 1982

Bearbeitet von Petra Reichel

Geschichtsbuch DDR 8

Ehrung der Zwangsarbeiterinnen

Am 8. März ehren wir auch die Zwangsarbeiterinnen. Diese Frauen führten ein elendes Sklavendasein.

Für die Kinder der Zwangsarbeiterinnen folgte weiteres Elend.

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Ukrainische Zwangsarbeiterin während der Zeit des Faschismus

 

Es gibt viele Webseiten, die sich mit diesem Thema befassen. DIE TROMMLER hat als Beispiel die Website aus Göttingen herausgesucht.

Es geht hier um ein Forschungsprojekt der Historikerin Dr. Cordula Tollmien aus Göttingen.

Hier ist leichtverständlich die Situation der Zwangsarbeiterinnen beschrieben und es gibt auch eine Zusammenfassung, die nachfolgend in DIE TROMMLER wiedergegeben wird.

siehe folgende Links:

http://www.tollmien.com/zwangsarbeiterinnen.html

http://zwangsarbeit-in-goettingen.de

Auszug aus der Web-Site:

Im August 1944 waren von den 5,7 Millionen registrierten ausländischen Zivilarbeitern 1.924.912 Frauen, genau ein Drittel. Die Ausländerinnen kamen zu 87 % aus Osteuropa (bei den Männern waren es 62 %). Je niedriger in der politischen und rassistischen Hierarchie der Nationalsozialisten die einzelnen Ausländergruppen angesiedelt waren, desto höher war der Frauenanteil: Von 3 % bei den mit den Deutschen verbündeten Ungarn bis 51,1% bei den zivilen Arbeitskräften aus der Sowjetunion, den sog. Ostarbeitern. 1944 arbeiteten mehr „Ostarbeiterinnen“ in Deutschland als zivile männliche und weibliche Arbeitskräfte aus Belgien, Frankreich und Holland zusammen.
Zahlen aus: Ulrich Herbert, Fremdarbeiter. Politik und Praxis des „Ausländer-Einsatzes“ in der Kriegswirtschaft des Dritten Reiches, Dietz-Verlag Berlin-Bonn 1985, S. 271

Die Zwangsarbeiterfrage ist also zu großen Teilen eine Frauenfrage!

Fast immer waren die Zwangsarbeiterinnen noch einmal schlechter gestellt als die männlichen Zwangsarbeiter. Obwohl sie die gleiche Arbeit wie die Männer verrichteten, erhielten sie eine noch schlechtere Bezahlung und waren zudem weitgehend schutzlos Übergriffen durch deutsche Arbeiter und Lagerführer ausgesetzt. So kam es immer wieder zu Vergewaltigungen durch das überwiegend männliche Wachpersonal in den Zwangsarbeiterlagern. Wenn die Frauen schwanger wurden (ob durch Vergewaltigung oder durch eine Beziehung zu einem anderen Zwangsarbeiter), mußten sie entweder abtreiben oder man zwang sie umgekehrt dazu, das Kind auszutragen. Denn im Juni 1943 hatte das nationalsozialistische Rassedenken einen weiteren perversen Höhepunkt mit der Unterscheidung von „gutrassigen“ und „schlechtrassigen“ Zwangsarbeiterkindern erreicht: „Gutrassige“ Zwangsarbeiterkinder sollten als Deutsche (entweder in Heimen oder bei Familien) erzogen werden, während „schlechtrassige“ in extra eingerichteten sog. Ausländerkinderpflegestätten gebracht wurden, wo sie zumeist an Unterernährung oder Krankheiten infolge gezielter Vernachlässigung innerhalb weniger Wochen oder Monate starben. Lediglich den Zwangsarbeiterinnen, die in deutschen Familien als Haus- und Kindermädchen arbeiteten, ging es zumeist besser als ihren Leidensgenossinnen, die in den Rüstungsfabriken schufteten. Vor allem die Ernährung war in den Familien in der Regel besser. Aber auch hier waren sie vor persönlicher Misshandlung oder sexuellen Übergriffen nicht sicher.

Zwangsarbeiterkinder in Göttingen

In Göttingen wurden während des Krieges fast 300 Kinder von Polinnnen und „Ostarbeiterinnen“ geboren. Die meisten dieser Kinder kamen in einer speziell für „Ostarbeiter“ und Polen eingerichteten Krankenbaracke zur Welt, einige aber auch im für Geburten, Wöchnerinnen und Säuglinge in keiner Weise eingerichteten größten „Ostarbeiterlager“ Göttingens auf dem Schützenplatz. Die meisten Zwangsarbeitermütter, die in Göttingen niederkamen, arbeiteten bei Bauern im Landkreis und kehrten nach der Geburt dorthin zurück. In der Regel konnten sie wohl auch ihren Säugling mit an ihre Arbeitsstelle nehmen. Seit Frühjahr 1944 existierte in Göttingen aber auch ein Kleinkindlager bei der Großwäscherei Schneeweiß (heute Steritex). Dort waren bis Kriegsende mindestens 28 Säuglinge mit ihren Müttern untergebracht. Die Mütter arbeiteten bei Schneeweiß, eine war jeweils abgestellt, um die Säuglinge zu versorgen. Die Sterblichkeit in diesem Kleinkindlager lag bei etwa 40 % und damit anderthalb mal so hoch wie die Säuglingssterblichkeit in dem bei den Gebärenden vor allem wegen der dort herrschenden schrecklichen hygenischen Bedingungen gefürchteten Lager Schützenplatz. Nach dem Tod ihrer Kinder mussten die Mütter das Lager Schneeweiß verlassen. Siehe dazu Cordula Tollmien, Slawko, Stanislaw und France Marie. Das Mütter- und Kinderlager bei der Großwäscherei Schneeweiß in Göttingen 1944/45, in: Andreas Frewer, Günther Siedbürger (Hg.), Medzin und Zwangsarbeit im Nationalsozialismus. Einsatz und Behandlung von „Ausländern“ im Gesundheitswesen, Campus Verlag Frankfurt/Main 2004, S. 363-388

 

Die Situation der Frauen während der Zeit des Faschismus

Die Faschisten wollten zu Anfang der Zeit des Faschismus, dass die Frau nur Mutter und Ehefrau war. Sie sollte viele Kinder bekommen und auf diese Weise den Fortbestand des Dritten Reiches sichern. Der Mann dagegen wurde als Ernährer und Beschützer dargestellt. Um den Frauen die Mutterschaft schmackhaft zu machen, betrieben sie einen großen Mutterkult und priesen sie als besonders wertvoll, da es ihre Aufgabe sei, dem Führer und dem Volk neue Kinder zu schenken. Vermutlich war es für die Frau sehr schmeichelhaft, als „Quelle der Nation“ betrachtet oder besonders ehrenvoll behandelt zu werden, wenn sie viele Kinder hatte.
Doch mit dem Krieg musste sich ihre Rolle verändern. Nun musste sie auch die Rolle des abwesenden Mannes einnehmen und mit ihrer Rolle als Mutter kombinieren. Während des schwierigen Kriegszustandes, der ohnehin viele Opfer von ihnen verlangte, war dies kaum zu bewältigen, da sie sich darum kümmern musste, dass ihre Kinder sicher waren und genug zu essen bekamen.
Während des zweiten Weltkrieges war es für die Faschisten nicht mehr nützlich, als sie in den Jahren vor dem Krieg ständig betont hatten, dass die Frau nur eine gute deutsche Mutter und Ehefrau sein sollte, die keinen Platz im Berufsleben hatte. Sicherlich war die Frau durch die Mutterschaft schon eine „Stütze“ des Dritten Reiches, aber nachdem die Männer als Soldaten in den Krieg gegangen waren, musste sie auch die Aufgaben bewältigen, die ihr vorher verboten worden waren. Trotz dieser vielen Aufgaben wurde die Frau bis zum Ende des Kriegs stets nur als Mutter geehrt, während die harten Kriegsarbeiten, die sie machte, kaum erwähnt wurden. Die Frau sollte weiterhin in der faschistischen Öffentlichkeit nur als Mutter dastehen.

Auszug aus einem Text von Carolin Bendel, bearbeitet von Petra Reichel

entnommen aus der Website:

Logo Zukunft braucht Erinnerung

 

Wer war Käte Duncker?

Käte Duncker, eigentlich Paula Kathinka Duncker, geb. Doll wurde am 23 Mai 1871 in Lörrach geboren und ist am 02. Mai 1953 in Bernau gestorben.

Sie wuchs in kleinbürgerlichen Verhältnissen auf. Sie wurde Lehrerin. Durch die Konfrontation mit den dürftigen Lebensverhältnissen ihrer Schülerinnen aus proletarischen Familien(Arbeiterfamilien) fand sie zur Sozialdemokratie und begann sich für die Arbeiterbewegung zu interessieren. Sie unterrichtete, nachdem sie in Eisenach ihr Examen gemacht hatte, von 1893 bis 1897 an Mädchenschulen in Leipzig und Hamburg. In den Schulkollegien wurde sie wegen ihres Engagements für die Arbeiterbewegung angefeindet und musste ihren Beruf aufgeben. Ihr pädagogisches Talent kam der Bildungsarbeit in der sozialdemokratischen Partei zugute.

1898 heiratete sie Hermann Duncker. Die intensive Arbeit für die Partei belastete das Familienleben. Gemeinsam verlebte Tage oder gar Wochen waren selten. Es kam zu Missverständnissen und gesundheitlichen Zusammenbrüchen Kätes, denen längere Sanatoriumsaufenthalte folgten.(Sanatorium sagte man früher zu Klinik und Reha, bzw. Reha-Klinik)

Seit Beginn des ersten Weltkrieges beteiligte sich Käte Duncker an der linken Opposition gegen den Krieg. Sie arbeitete gemeinsam mit Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht im Spartakusbund und gab die Zeitschrift „Internationale“ mit heraus.

Im Dezember 1918 war sie Mitbegründerin der Kommunistischen Partei Deutschlands und wurde 1920 als Abgeordnete der KPD in den Landtag von Thüringen gewählt, nachdem sie nach der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht aus Angst vor Verhaftung Deutschland vorrübergehend verlassen hatte.

Hermann Duncker wurde später von den Nazis abgeholt und emigrierte später ins Ausland. Käte fand Unterschlupf in Friedrichroda und tarnte sich mit der Bewirtschaftung der Pension ihrer Mutter. 1938 begleitete sie ihren Sohn Karl in die USA, der vergeblich hoffte dort von seinem Nervenleiden durch eine Operation geheilt zu werden. Er nahm sich das Leben. Sie verdiente sich ihren Lebensunterunterhalt als Haushaltshilfe, später als Sprachlehrerin. Es gelang ihr eine Aufenthaltsgenehmigung für ihren Mann zu erwirken, der 1941 in die USA kam.

Der Sohn Wolfgang wurde 1937 als Anhänger Bucharins in Moskau verhaftet und kam in einem Lager in Workuta ums Leben. (Bucharin wollte einen ähnlichen Weg, wie Gorbatschow gehen, Wäre er an die Macht gekommen, wäre es schon damals mit dem Sozialismus zu Ende gewesen)

1947 kehrte Käte Duncker mit ihrem Mann wieder nach Deutschland zurück. Sie lebten in Rostock und später in Bernau.

Ihrem Wunsche entsprechend wurde Käte Duncker auf dem Friedhof in Friedrichroda beigesetzt, wo auch ihre Mutter bestattet wurde. Im Westteil des Friedhofes, nur wenige Schritte vom Mahnmal für die Opfer des Faschismus befindet sich ihr Grabdenkmal.

Ein weiteres Denkmal zeigt Käte Duncker als Lehrerin in Friedrichroda, es befand sich bis 2009 im Kurpark der Stadt und wurde mit der Neugestaltung der Kurpromenade entfernt. (Denkmal- und Schilderstürmerei nach dem Ende der DDR)

Biografien denen die Fakten und Zahlen entnommen worden sind:

Wikipedia

 

Frauen-Biografieforschung

http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/kaete-duncker/

Bundesstiftung Aufarbeitung

http://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363%3B-1424.html?ID=4212

Einiges wird in den Biografien unterschiedlich dargestellt oder weggelassen. So die Verhaftung des Sohnes Wolfgang in Moskau. Mit der Stalin-Zeit gibt es unterschiedliche Sichtweisen.

In einer Biografie steht, dass Käte Duncker sich nach ihrer Rückkehr nach Deutschland (der späteren DDR) nach dem zweiten Weltkrieg sich für die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) engagierte, während in einer anderen Biografie steht, dass sie nicht mehr politisch aktiv war und nicht um formelle Mitgliedschaft in der SED nachsuchte. Sich für eine Partei engagieren kann man auch ohne formell Mitglied zu sein.

Auch die „Aufarbeiter“ haben eine Biografie herausgebracht. Allerdings findet man hier, weswegen der Sohn Wolfgang verhaftet wurde.

Mein Anliegen ist, dass man ehrlich mit der Stalin-Zeit umgehen, aber sich nicht die Stalinismus-Debatte aufdrücken lassen darf, die eine antikommunistische Keule ist.

 

Petra Reichel

Wer war Clara Zetkin?

Clara Zetkin wurde am 05. Juli 1857 geboren und starb am 20. Juli 1933 im Exil in der Sowjetunion.

Sie war eine sozialistische deutsche Politikerin, Frauenrechtlerin und Friedensaktivistin.

Bis 1917 war sie in der SPD aktiv. 1917 schloss sie sich der SPD-Abspaltung USPD an. In der USPD gehörte sie zum linken Flügel, bzw. zur Spartakusgruppe(1918 umbenannt in Spartakusbund). Danach war sie einflussreiches Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands(KPD). Während der Weimarer Republik war sie von 1920 bis 1933 Reichstagabgeordnete für die KPD und 1932 Alterspräsidentin des Reichtages.

Auf übernationaler Ebene gehörte Zetkin als Beteiligte am Internationalen Arbeiterkongress von 1889 in Paris zu den Gründern der Zweiten Internationale der sozialistischen Arbeiterbewegung. In der Arbeit für die Internationale gilt sie als prägende Initiatorin des Internationalen Frauentags. Als Angehörige der Zentrale bzw. des später als Zentralkomitee bezeichneten Vorstandsgremiums der KPD war sie von 1921 bis 1933 Mitglied im Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale (EKKI), wo sie in ihren letzten Lebensjahren zur Minderheit der Kritiker der letztlich von Stalin vorgegebenen Sozialfaschismusthese gehörte.

Nachdem die Nazis an die Macht kamen und die KPD, infolge des Reichstagsbrandes 1933 aus dem Reichstag ausgeschlossen wurde, ging sie ins Exil in die Sowjetunion. Dort hatte sie bereits von 1924 bis 1929 ihren Hauptwohnsitz.

Sie starb am 20. Juni 1933 . Ihre Urne wurde an der Kremlmauer in Moskau beigesetzt.

Quelle und einzelne Textpassagen:

Wikipedia