Die Gesellschaft für Sport und Technik, kurz GST

Die Gesellschaft für Sport und Technik, kurz GST war eine Massenorganisation in der DDR. Dort wurden technische Sportarten angeboten und alle Mittel zur Verfügung gestellt. Der Mitgliedsbeitrag war gering. Bei der GST gab es die vormilitärische Ausbildung.   Es war von Vorteil, dass alle technischen, bzw. Wehrsportarten in der GST zusammengefasst waren. So gab es keine Schützenvereine, wie wir sie heute kennen, bzw. wie es sie schon in der alten BRD gab. Da war alles unter Kontrolle und es konnte sich nicht jeder eine Waffe kaufen, weil er in einem Schützenverein war.

Dort waren auch gegen geringes Entgelt Hobbies möglich, wie die Fliegerei, was ja heute, bzw. seit der alten BRD mit hohen Kosten verbunden ist.

Etwa zu einem Prozent wurde die GST aus dem Verteidigungsetat, der Rest wurde von staatlichen Einrichtungen finanziert. Das Beitragsaufkommen der Mitlieder fiel nicht ins Gewicht.

Für die Mitglieder gab es seit 1961 Uniformen, Dienstränge. Leistungsnadeln und Orden. Die GST-Vorstände wurden von hauptamtlichem Personal mit militärischem Hintergrund, meist ehemaligen Berufssoldaten dominiert.

Die folgenden Verbände, die unter dem Dach der GST existierten, vertraten die verschiedenen Sportarten:

  • Deutscher Schützenverband der DDR (DSV)
  • Flug- und Fallschirmsportverband der DDR (FFSV)
  • Militärischer Mehrkampfverband der DDR (MMKV)
  • Modellsportverband (MSV)
  • Motorsportverband (MoSV)
  • Radiosportverband der DDR (RSV)
  • Seesportverband der DDR
  • Tauchsportverband der DDR
  • Wehrkampfsportverband (WKSV)

Die folgenden vier Sektionen gab es in der GST nur bis 1960 bzw. 1961.

  • Sektion Pferdesport, 1960 staatlichen Organen unterstellt
  • Sektion Dienst- und Gebrauchshundewesen, selbständige Organisation ab 1960
  • Sektion Jagdwesen, ab 1961 staatlichen Organen unterstellt

Sektion Sporttauben, ab 1960 selbständige Organisation

Sportschießen:

Da der Deutsche Schützenverband der DDR der GST zugeordnet war, war die Gesellschaft für Sport und Technik auch für die olympische Sportart Sportschießen zuständig und in das olympische Programm der DDR eingebunden. Die GST delegierte talentierte Nachwuchsschützen an die Kinder- und Jugendsportschulen und Trainer zum Studium an die deutsche Hochschule für Körperkultur in Leipzig. Das Training des Leistungssports im Sportschießen konzentrierte sich in den Klubs in Leipzig und Suhl. Die Sportschützen aus der DDR konnten Olympiasiege und Europa- und Weltmeistertitel erringen. Der Deutsche Schützenverband der DDR war mit 247 000 Sportschützen der mitgliederstärkste Verband im Bereich der GST und Mitglied der Internationalen Schützenunion UIT.

Die GST wurde Am 07. August 1952 gegründet und im Frühjahr 1990 aufgelöst.

Zahlen, Fakten und einzelne Textpassagen Wikipedia

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Bildquelle: Hermsdorf regional.de

Deutschlandtreffen der Jugend

Im Jahr 1950, als in der BRD die FDJ noch nicht verboten war und noch Hoffnung auf ein einheitliches Deutschland, wie es die DDR anstrebte, bestand, wurde zu Pfingsten (27.05.150-30.05.1950) von der FDJ der DDR ein Treffen organisiert. Nachdem die DDR die Hoffnungen auf eine Deutsche Einheit aufgegeben hatte, gab es stattdessen Pfingstreffen der FDJ, nur für Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der DDR.

Nach dem ersten Treffen 1950 wurde den 30.000 aus der BRD in die DDR eingereisten westdeutschen Teilnehmern bei Herrnburg/Lübeck die Rückreise in die BRD verweigert und wegen „Seuchengefahr“ eine ärztliche Untersuchung und namentliche Registrierung verlangt, was von den Jugendlichen verweigert wurde. Die Jugendlichen belagerten daraufhin die westdeutsche Übergangsstelle und campierten zwangsläufig dort und auf DDR-Gebiet. Es kam zu ersten Zusammenstößen mit der dort zusammengezogenen westdeutschen Polizei.

Der FDJ-Vorsitzende Erich Honecker reagierte sofort und besorgte Zelte, nebst Bettzeug und Essen für die Ausgesperrten und lud zahlreiche Journalisten dorthin ein. Zwei Tage später ließen die westdeutschen Behörden die Jugendlichen wieder einreisen.

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Briefmarke DDR zum Deutschlandtreffen der Jugend Bildquelle:„Stamps of Germany (DDR) 1964, MiNr 1022“ von Hochgeladen von –Nightflyer (talk) 12:53, 19 July 2009 (UTC) – Eigener Scan und Bearbeitung. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons –

Die Messe der Meister von Morgen, kurz MMM

Die Messe der „Meister von morgen“ war die bedeutendste Lehr- und Leistungsschau der Jugend der DDR. Die MMM fanden regelmäßig in allen Bereichen der Volkswirtschaft, Hoch-, Fach- und Oberschulen, den bewaffneten Organen und der GST, sowie danach in den kreisen und den Bezirken statt. Den Höhepunkt bildete die „Zentrale Messe der Meister von Morgen der DDR“.

1958 fand in Leipzig die 1. Zentrale MMM statt. Die MMM war Bestandteil der Wettbewerbsbewegung der Werktätigen (Berufstätigen).

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Bildquelle: Briefmarkenversand Welt.de

Unter Führung der FDJ wurden die Aktivität und Initiative von Jugendlichen gefördert, um den wissenschaftlich-technischen Fortschritt, die Erfüllung volkswirtschaftlicher Aufgaben und die Teilnahme an der praktischen Arbeit gefördert.

Weltbund der Demokratischen Jugend

Der sozialistisch ausgerichtete Weltbund der Demokratischen Jugend (WBDJ) wurde am 10. November 1945 auf der Weltjugendkonferenz in London gegründet. Das Ziel des von den Vereinten Nationen als internationale nichtstaatliche Jugendorganisation anerkannten WBDJ ist das Zusammenführen der Jugendlichen aus aller Welt zum Erfahrungsaustausch, zur Diskussion und zum Kampf gegen Rassismus, Faschismus und Militarismus und für Frieden und internationale Solidarität.

Dem WBDJ gehören über 150 Mitgliedsorganisationen (nach eigenen Angaben 2012 über 270) aus 109 Ländern an, die rund 30 Millionen Jugendliche vertreten. Diese Jugendorganisationen sind kommunistisch oder sozialistisch orientiert und/oder sie gehören nationalen und antikolonialen Befreiungsbewegungen an.

Der WBDJ ist der Hauptträger der in unregelmäßigen Abständen stattfindenden Weltfestspiele der Jugend und Studenten. Die ersten Weltfestspiele fanden 1947 in Prag statt. Zum 60. Jubiläum gab es in Caracas 2007 ein großes Fest.

Nachdem der WBDJ 1990/91 durch den Kollaps der Sowjetunion fast komplett zusammenbrach, wurden 1997 erstmals wieder Weltfestspiele in der sozialistischen Republik Kuba durchgeführt. Höchstes Organ des WBDJ ist die Generalversammlung (bis 1957 Weltkongress), die alle 3 Jahre zusammentritt.

Text Wikipedia

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Bildquelle https://weltfestspiele.wordpress.com

CIMEA – Internationales Komitee der Kinder- und Jugendorganisationen

Die Pionierorganisation und die FDJ waren Mitglied des Weltbundes der Demokratischen Jugend (WBJ). Die Pionierorganisation gehörte zu den Gründern der CIMA. CIMEA ist die Abkürzung von Comité Inter­national des Mouvements des Enfants et des Adolescents (Internationales Komitee der Kinder- und Jugendorganisationen beim WBDJ). Gegründet wurde das CIMEA, damit der Weltbund der Demokratischen Jugend noch besser für die Interessen und die Rechte der Kinder kämpfen kann. Zunächst gab es ein Kinderbüro, das auf Beschluß des Exekutivkomitees im Februar 1958 gebildet worden war. Auf der VI. Generalversammlung des WBDJ im August 1962 in Warschau legten die Vertre­ter von Kinderorganisationen aus 27 Län­dern aller Erdteile fest, dieses Büro in das CIMEA umzubilden. Sie beschlossen das Statut dieser Spezialorganisation.Unsere Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ gehörte zu den Mitbegründern des CIMEA.

Näheres und Bildquellesiehe DDR-Kabinett Bochum (Blogspot)

http://ddr-kabinett-bochum.blogspot.de/2012/04/cimea-internatinales-komitee-der-kinder.html

Die FDJ

FDJ-Fahne

Vorgeschichte

Die FDJ(Freie Deutsche Jugend) wurde von Jugendlichen gegründet, die vor dem Hitler-Faschismus fliehen mussten. Die FDJ hatte zum Ziel, die antifaschistische Jugend im Kampf gegen Hitler zu einen. Die Gründung erfolgte 1936 in Paris, 1938 in Prag und 1939 in Großbritannien. Es gelang nicht Gruppen im Deutschen Reich zu gründen, um den Faschismus im eigenen Lande zu bekämpfen. Erst nach der Befreiung vom Faschismus(nach Ende des II.Weltkrieges), gründeten sich in ganz Deutschland Gruppen der FDJ. Die Bedingungen in den verschiedenen Besatzungszonen waren unterschiedlich. 1951 wurde die FDJ in der BRD, unter der Adenauer-Regierung, verboten. Das Verbot ist bis heute noch nicht aufgehoben.

DDR

In der sowjetischen Besatzungszone und späteren DDR wurde die FDJ wurde am 07. März 1946 gegründet. Die FDJ ging aus den antifaschistischen Jugendausschüssen hervor.

Die FDJ ist seit 1948 Mitglied des Weltbundes der Demokratischen Jugend. Seit 1950 ist sie Mitglied des Internationalen Studentenbundes.

In der DDR leistete die FDJ einen wichtigen Beitrag zur antifaschistisch/demokratischen Umwälzung und dem sozialistischen Aufbau in der DDR. In der DDR arbeitete die FDJ unter Führung der SED und betrachtete sich als aktiver Helfer und Kampfreserve.

Die FDJ förderte die Teilnahme der Jugend an der „Messe der Meister von morgen“. Z.B. durch Jugendbrigaden und Jugendobjekte war die FDJ ein wichtiger Teil der Arbeitswelt der DDR.

Die FDJ hatte auch für die Freizeit einige Angebote. So auf geistig/kulturellem, sportlichem und touristischem Gebiet. So unterhielt die FDJ Jugendclubs, initiierte die Bewegung „Junge Talente“, Singeklubs und Kinder- und Jugendspartaktiaden.(Spartakiaden sind in etwa mit den Bundesjugendspielen vergleichbar)

Die FDJ hatte eigene Abgeordnete in der Volkskammer und den örtlichen Volksvertretungen. Das Jugendgesetz von1974 eröffnete der FDJ große gesellschaftliche Rechte und Möglichkeiten. Besondere Verantwortung hatte die FDJ für die Arbeit der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“. Die FDJ war mit über 600 Jugend- und Studentenorganisationen in mehr als 100 Ländern der Welt verbunden.

Die FDJ brachte die Tageszeitung „Junge Welt“, die Zeitschrift für das Verbandaktiv „Junge Generation“ und 14 andere Zeitungen und Zeitschriften heraus.

Nach Ende der DDR

Nach dem Ende der DDR, 1990 ist die FDJ zerschlagen worden. Die FDJ löste sich aber nicht auf. Ihre Mitgliederzahl ist bis 1992 rapide gesunken, ist aber seitdem stabil.

1994 traten junge Freunde aus Westdeutschland bei und gründeten in einigen westdeutschen Städten FDJ-Gruppen.

Heute

Heute wird die FDJ nicht durch Verbot(allerdings ist sie in Westdeutschland immer noch verboten), sondern durch wirtschaftliche Mittel bekämpft. Die FDJ soll Kosten in Millionenhöhe tragen, die durch den Systemwechsel entstanden sind.

Die FDJ ist gegen Rassismus, gegen Rechts und Krieg. Die FDJ ist für Völkerfreundschaft und Internationalismus.

http://kommunisten-online.de/Archive/historie/fdj.htm

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