1. Juni: Internationaler Kindertag

Der internationale Kindertag wurde seit 1949 entsprechend einem Beschluss der Exekutive der Internationalen Demokratischen Frauenföderation, dem sich 1950 der Weltbund der Demokratischen Jugend anschloss, jährlich am 1. Juni begangen.

In der DDR wurden, wie in allen anderen sozialistischen Ländern, an diesem Tage vom DFD, von der FDJ, von der Pionierorganisation „Ernst-Thälmann“, sowie von den Schulen und Betrieben Veranstaltungen für die Kinder durchgeführt.

Briefmarke DDR, Kindertag

Bildquelle: DDR-Briefmarke zum Tag des Kindes 1964 mit dem Bild von Meister Nadelöhr, Entwurf: Werner Klemke

Weltkindertag

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen beauftragte 1954 das Kinderhilfswerk UNICEF mit der Ausrichtung eines Weltkindertages (Universal Children’s Day).[3] Jeder Staat soll einen Tag zum sogenannten Weltkindertag erklären. Damit soll ein weltweites Zeichen für Kinderrechte gesetzt werden. Laut UNICEF ist der Weltkindertag „Anlass für Informationen, Diskussionen und Gedanken über die Situation aller Kinder dieser Welt“.

Der Weltkindertag wird heute national an unterschiedlichen Tagen in mehr als 145 Ländern gefeiert. Deutschland und Österreich begehen diesen Tag am 20. September.

In den neuen Bundesländern wird der Kindertag weiterhin am 1. Juni begangen, während in den Alt-Bundesländern der 20.September als Kindertag gilt und entsprechende Veranstaltungen dort nur an diesem Tage jährlich stattfinden.

Einzelne Textpassagen aus Wikipedia

Bildquelle: „RIAN archive 398877 Festivities in Vladivostok to celebrate International Children's Day“ von RIA Novosti archive, image #398877 / Vitaliy Ankov / CC-BY-SA 3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons -

Bildquelle:
„RIAN archive 398877 Festivities in Vladivostok to celebrate International Children’s Day“ von RIA Novosti archive, image #398877 / Vitaliy Ankov / CC-BY-SA 3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons –

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Die Pionierorganisation „Ernst Thälmann“

Pionier-Emblem Die Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ war eine Massenorganisation der Kinder der DDR. In ihr waren freiwillig Kinder der 1. Bis 7. Klasse organisiert.   Die Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ ist aus den Ende 1945 entstandenen Gruppen der Kinderlandbewegung und der 1947 gebildeten Vereinigung der FDJ als selbstständige Organisation der Kinder hervorgegangen. Am 13. Dezember 1948 wurde sie als Verband der Jungen Pioniere von der Freien Deutschen Jugend gegründet. Der 13. Dezember ist darum der Pioniergeburtstag. Beim ersten Pioniertreffen 1952 in Dresden bekam die Organisation als Anerkennung der Aktivitäten der Kinder den Ehrennamen „Ernst Thälmann“. 1973, am 25. Jahrestag der Gründung der Pionierorganisation, wurde das rote Halstuch herausgebracht. Die Pionierorganisation wurde von der FDJ geleitet.   Die Jungpioniere (1. bis 3. Klasse) und die Thälmann-Pioniere (4. Bis 7. Klasse) einer Schule bildeten eine Pionierfreundschaft. Die Pioniere einer Klasse eine Pioniergruppe. In den Gruppen und Freundschaften wurden Pionierräte gewählt. Beim Zentralrat, der Bezirks- und Kreisleitungen der FDJ bestanden Räte der Freunde der Pioniere als Helfer und Berater der Leitungen der FDJ für die Führung der Pioniere.   Die Aktivitäten der Pioniere beinhalteten ein interessantes Leben in den Gruppen und Freundschaften. Die Pionierorganisation erzog die Kinder in Zusammenarbeit mit der Schule und den Eltern, sowie anderen Werktätigen (arbeitende Menschen).   Die Pioniere lernten bereits als Kinder politisch bewusst zu denken, eigneten sich frühzeitig Kenntnisse der Natur, Gesellschaft, Wissenschaft und Technik an. Außerdem wurden sie zur Hilfsbereitschaft erzogen und packten überall mit zu.   Die wichtigsten Zeitschriften waren „Die Trommel“(daraus leitet sich der Name dieser Zeitschrift DIE TROMMLER ab) für die Thälmannpioniere, „Die ABC-Zeitung“ für die Jungpioniere und „Pionierleiter“ für die Funktionäre (Betreuerinnen und Betreuer, sowie Bürokräfte).   Die Pionierorganisation ist im August 1990 aufgelöst worden.