Die Zuspitzung der Klassenkämpfe in den imperialistischen Ländern

Die Weltwirtschaftskrise

Weltwirtschaftskrise New York

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

In das Jahr 1929 fiel der Beginn einer Weltwirtschaftskrise. Das Monopolkapital hatte in den vorangegangen Jahren einerseits um des Profites willen die Warenproduktion unaufhörlich gesteigert, andererseits aber durch die verschärfte Ausbeutung die Kaufkraft der Volksmassen nicht erhöht, im Vergleich zur Produktion sogar gesenkt.

Entwicklung Industrieproduktion 1929 bis 1933

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

So häuften sich die Waren auf dem Markt, weil die Masse der Werktätigen(arbeitenden Menschen) nicht über das notwendige Geldeinkommen verfügte, um diese zu kaufen. Da riesige Mengen an Waren auf dem Markt nicht verkauft werden konnten, fehlte es den kapitalistischen Betrieben auch bald an Kapital zur Fortsetzung des Produktionsprozesses. Es entstand ein außerordentlicher Mangel an Bargeld und Krediten. Vor allem in den USA und in allen imperialistischen Ländern der Welt wurde ein großer Teil der Produktion stillgelegt, Millionen Arbeiter entlassen, Produktivkräfte zerstört.

Vergleich Arbeitslosigkeit 1932

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Abgerissene Hochöfen während Weltwirtschaftskrise

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Während am Vorabend der Weltwirtschaftskrise 6 Millionen Arbeiter ohne ständigen Erwerb waren, wuchs die Anzahl der Erwerbslosen jetzt auf 30 bis 40 Millionen an. Das heißt, es mussten – die Familienmitglieder zugerechnet- in der kapitalistischen Welt mehr als 120 Millionen Menschen die furchtbaren Folgen der Arbeitslosigkeit ertragen.

Viele Menschen suchten verzweifelt nach irgendwelcher Arbeit, aber Hundertausende Maschinen waren stillgelegt worden. Millionen  Arbeiter hungerten, doch das Getreide der guten Ernte faulte in den Lagern, weil es an genügend zahlungskräftigen Käufern fehlte. Weizen wurde in Lokomotiven verheizt, Milch in die Abwässer geschüttet und Obstplantagen abgeholzt, um die Preise hochzuhalten.

Auch heutzutage werden Lebensmittel vernichtet, um die Preise hochzuhalten. Anderseits bekommen Bauern, wie z.B. die Milchbauern, keinen ausreichenden Erlös für ihre Arbeit und müssen ihre Existenzen aufgeben. Ausländische Bauern bekommen ebenso zu wenig Erlös für die von Ihnen produzierten Lebens- und Genussmittel, die in den Export gehen. Es gibt zwar fair gehandelte Waren, doch dies ist nur eine Nische und nicht die Masse. So ist die Kampagne „fairer Handel“ zwar eine gute Sache, doch die Masse der Geringverdiener und Arbeitslosen kann sich diese Waren nicht leisten. Es hat sich an diesen Zuständen nichts geändert.

Brasilien Kaffe wird ins Meer geschüttet

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Texas Großfarmer schütten Milch in Gully

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

 

Die Imperialisten nutzten den Prozess der Verschmelzung der Monopole mit dem Staatsapparat aus und ließen sich große Krisen-Zuschüsse zahlen. Die Regierung der USA gab zum Beispiel den größten Banken und Industriemonopolen 3,5 Milliarden Dollar aus Steuergeldern, während den kleineren Unternehmen solche finanziellen Unterstützungen vorenthalten wurden. Mehr als 100 000 kleinere Handels- und Industrieunternehmer nachten bankrott. Viele wirtschaftlich schwache Unternehmen wurden von den großen Monopolen aufgesogen, die somit auch während der Krise den Prozess der Konzentration des Kapitals vorantrieben.

Auch das kommt uns bekannt vor, da heutzutage ebenso verfahren wird.

 

Die Verschärfung der Klassenkämpfe und die Förderung des Faschismus durch kreise der Monopolbourgeoisie

In der Weltwirtschaftskrise verschärften sich die Klassengegensätze. Teile der Arbeiterklasse wahrten sich mit Streiks und Demonstrationen gegen die wachsende Verelendung.

Aktionen Arbeiterklasse gegen Unterdrückung in Weltwirtschaftskrise

Aktionen gegen Ausbeutung und Unterdrückung während der Weltwirtschaftskrise

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

 

In den USA wuchs die Zahl der Streikenden von 337 000 im Jahre 1931 bis mehr als eine Million im Jahre 1933. Millionen Arbeitslose organisierten  1931 einen Hungermarsch durch Washington. Großes Ausmaß nahmen auch die Demonstrationen der Arbeitslosen in Japan an. Sie forderten Arbeitslosenunterstützung, kostenlose Verteilung der Reisvorräte und Erlass der Wohnungsmieten. In England beteiligten sich in dreieinhalb Jahren der Krise 1 260 000 Arbeiter an Streiks. Französische Berg-, Metall- und Textilarbeiter, Eisenbahner und Seeleute erhoben sich zu gewaltigen Streikaktionen, die sich nicht selten zu Barrikadenkämpfen gegen die Polizei entwickelten. In Spanien formierte sich aus den unzufriedenen Arbeiter, Bauern sowie kleinen und mittleren Unternehmern eine antimonarchistische revolutionäre Bewegung. Massenstreiks, Demonstrationen, Meutereien von Truppenteilen und Straßenkämpfe erschütterten das monarchistische Regime. Der König floh 1931 ins Ausland. Der Block der Bourgeoisie und der liberalen Großgrundbesitzer verkündete offiziell die Errichtung der Republik.

In vielen kapitalistischen Ländern war die Monopolbourgeoisie nicht mehr imstande, ihre Ausbeutungs- und Eroberungspolitik gegen den wachsenden Wiederstand der Werktätigen(arbeitenden Menschen) im Inneren und gegen die ausländischen imperialistischen Konkurrenten mit herkömmlichen bürgerlich-parlamentarischen Herrschaftsmetoden und mit ökonomischen und diplomatischen Mitteln durchzusetzen. Sie waren bestrebt, den Ausweg in einer offen terroristischen Herrschaftsform, in der faschistischen Diktatur zu suchen.

Bezeichnung Faschismus

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR, für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Durch diese offene Diktatur nach innen sollte der Aggressionskrieg nach außen vorbereitet werden.

In einigen imperialistischen Ländern entwickelte sich der Faschismus zunächst als eine politische Bewegung und ideologische Strömung, die den Ausbeutungs- und Eroberungsinteressen der reaktionärsten Kreise entsprach. Diese Gruppen förderten den Faschismus, um damit die Herrschaft des Monopolkapitals zu stabilisieren.

In Japan versuchte die faschistische Nationale Föderation junger Offiziere 1932 eine offene Militärdiktatur zu errichten. Sie verbreiteten Flugblätter, in denen sie demagogisch erklärten, dass die jungen Offiziere das Volk in seinem Kampf gegen die „Geschäftemacher und Spekulanten“, gegen die „Liebhaber müheloser Profite“ unterstützen wollten. Am 15. Mai 1932 ermordeten faschistische Verschwörer den japanischen Ministerpräsidenten Inukai. Aber wegen ihrer demagogischen agitatorischen(propagandistischen) Angriffe auf das Finanzkapital wurden die faschistischen Verschwörer von führenden Monopolgruppen mehr für gefährlich als nützlich gehalten. Deshalb endete die Verschwörung nur mit einem Teilerfolg. Ihr Führer erhielt lediglich im neuen Koalitionskabinett der „nationalen Einheit“ den Posten des Kriegsministers.

Ebenfalls im Jahre 1932 forderten die reaktionärsten Vertreter der Großbourgeoisie Frankreichs die Beseitigung des parlamentarischen Regierungssystems und die Errichtung eines Autoritären Regimes. Um alle linksorientierten Kräfte zu isolieren, bezichtigten die profaschistischen Elemente die Kommunisten des Mordes am Präsidenten Doumer. Doch die kommunistische Presse entlarvte rechtzeitig den Mörder als Weißgardisten und Verbindungsmann der französischen Geheimpolizei. Die Provokation scheiterte.

Kundgebung Volksfront Paris 1934

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

Anfang Februar 1934 unternahmen mehr als 20 000 bewaffnete französische Faschisten einen Putsch mit dem Ziel, die faschistische Diktatur im Interesse französischer Industrie- und Bankmonopolisten zu errichten. In gewaltigen Aktionen unter Führung der Kommunistischen Partei Frankreichs und des Unabhängigen Allgemeinen Gewerkschaftsbundes, die in einen Generalstreik von 4,5 Millionen Arbeitern am 12. Februar 1934 mündeten, wurden die Faschisten zurückgeschlagen. Das sogenannte einheitliche Handeln der Arbeiterklasse im antifaschistischen Kampf schuf auch die Grundlagen für eine demokratische Bewegung in Frankreich. Unter dem Druck einer wachsenden antifaschistischen Massenbewegung waren schließlich im Juli 1935 die Führer der französischen Sozialisten gezwungen, ein Einheitsfrontabkommen mit der Kommunistischen Partei abzuschließen. Gemeinsam mit anderen demokratischen, antifaschistischen Parteien und Organisationen bildeten sie die Volksfront, die bei den Parlamentswahlen 1936 einen Sieg errang. Damit war bewiesen, dass die einheitliche Aktion der Arbeiterklasse und ihrer Verbündeten den Faschismus schlagen kann.

In Österreich nahm im Februar 1934 ein Teil der Arbeiterklasse den bewaffneten Kampf gegen bewaffnete Banden der sogenannten Heimwehr und der Nazipartei auf, um die Demokratie zu verteidigen. Da es hier durch die Haltung rechter sozialdemokratischer Führer nicht zum Generalstreik kam, erlitten die Arbeiter im dreitägigen Kampf eine blutige Niederlage.

Österreichische Regierungstruppen

Österreichische Regierungstruppen sorgen in Wien für „Ruhe und Ordnung“

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

 

Im Oktober 1934 nahmen die Arbeiter Spaniens in einheitlicher Front den Massenkampf gegen die Vorstöße der Reaktion auf. In Asturien ging der Generalstreik teilweise in den bewaffneten Kampf über. Die mehrtägigen Kämpfe endeten mit einer Niederlage der Arbeiter. In der Folgezeit wuchs jedoch die Einheitsfrontbewegung und der Einfluss der Arbeiterorganisationen an. Das führte schließlich am 15. Januar 1936 zu einem Volksfrontabkommen zwischen der Kommunistischen Partei Spaniens, der Linksrepublikanischen und Sozialdemokratischen Partei. Die Volksfront ging aus folgenden Wahlen im Februar 1936 als Sieger hervor. Volksfrontparteien bildeten in Spanien eine antifaschistische Regierung.

Madrid am Tage der Ausrufung der Republik

Madrid am Tage der Ausrufung der Republik

entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982

 

 

geschichtsbuch-ddr-9-klasse-kopie-2

Entnommen aus dem Geschichtsbuch der DDR für die 9. Klasse, Stand 1982, bearbeitet von Petra Reichel

 

Orignal-Text

Zuspitzung der Klassenkämpfe in imperialistischen Ländern

 

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Soziale und kulturelle Errungenschaften in der DDR, Seite 6: Zusammenfassung

Zusammenfassung

Durch die fleißige Arbeit der Werktätigen(arbeitenden Menschen)unter der zunächst weitsichtigen Führung der SED, wurden in der DDR gegen den erbitterten Widerstand der Imperialisten eine leistungsfähige sozialistische Industrie und eine moderne sozialistische Landwirtschaft aufgebaut.

fleißige Arbeiter

Bildquelle: Schorn
http://www.schorngmbh.com/produkt/poly-m-fleissige-arbeiter

 

Im Zuge der sozialdemokratischen „Entspannungspolitik“ und nach der Ablösung von Walter Ulbricht durch Erich Honecker, bröckelte die Weitsicht der SED immer mehr und man machte den Imperialisten immer mehr Zugeständnisse.  Die Bürgerinnen und Bürger der DDR hatten immer mehr Grund zur Unzufriedenheit. Durch den Einfluss der Westmedien und des Versagens der eigenen Medien, wurde die Unzufriedenheit der Menschen in die falsche Richtung gelenkt.

Die damalige Zeit stellte neue, hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der gesamten Volkswirtschaft, um die sozialistischen Errungenschaften zu sichern und schrittweise weiter auszubauen, den Frieden zu sichern und die Angriffe der Imperialisten abzuwehren. Diesen war man 1989 nicht mehr gewachsen.

Scheitern_Experiment

 

Bildquelle: Geld verdienen mit Nischenblogs
http://www.geld-verdienen-mit-nischenblog.de/2011/07/07/scheitern-eines-experimentes-exklusive-facebookinhalte/

 

Eine solide fachliche und politische Bildung aller Werktätigen(arbeitende Menschen), besonders der Jugend und ihre volle Leistungsbereitschaft wären grundlegende Voraussetzungen gewesen, um die damals zu lösenden Aufgaben, welche die Geschichte den Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern der DDR stellte, bewältigen zu können.

Herausforderungen bewältigen

Bildquelle: Ass Compact
http://www.asscompact.de/nachrichten/herausforderungen-der-idd-besser-bewältigen

 

Die Bildung in Geschichte und Politik in der DDR war sehr gut. Doch was nützte das, wenn das Gelernte nicht angenommen und beherzigt wurde?  Für diesen Beitrag war das Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1986, Vorlage.   Die Eltern der damaligen Schülerinnen und Schüler mögen Zuhause was anderes erzählt und das Gelernte zunichte gemacht haben. Die Eltern hätten lieber mitlernen sollen. Stattdessen glaubte man, dass im Westen insbesondere der BRD, alles Glück der Erde läge.

Heute kann niemand sagen, nicht gewarnt worden zu sein. Es wurde gelehrt was Kapitalismus bedeutet und dass die sozialen Errungenschaften im Sozialismus nicht selbstverständlich waren. Was zu tun war um diese Errungenschaften zu erhalten und in der Geschichte zu bestehen, wurde gelehrt. Doch die Warnungen und das Erlernte wurden in den Wind geschlagen.

Warnung in den Wind schlagen bei Windstille

Bildquelle: Gute Zitate
https://gutezitate.com/zitat/122729

Nun hat der Kapitalismus gesiegt und von einzelnen Ausnahmen abgesehen die Welt wieder erobert.


 

Entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1986, bearbeitet und aktualisiert von Petra Reichel

Staatsbürgerkunde DDR 7 Stand 1986

Soziale und kulturelle Errungenschaften in der DDR, Seite 5: Soziale Errungenschaften und Klassenkampf

Soziale Errungenschaften und Klassenkampf

Auch auf den anderen Gebieten der sozialen und kulturellen Entwicklung – im Bildungswesen, auf dem Gebiet der Kultur, Im Gesundheits- und Sozialwesen und bei der Sozialversicherung und den Renten – wurde zielstrebig daran gearbeitet, die erreichten Errungenschaften zu sichern und Schritt für Schritt auszubauen. Das kam auch in den ständig steigenden Ausgaben des Staates für diese Bereiche zum Ausdruck.

Staatsausgaben DDR Soziales und Kultur

Staatsausgaben der DDR für Soziales und Kultur

Bild entnommen aus dem Staatsbürgerkundebuch der DDR für die 7. Klasse, Stand 1987

 

Weil diese sozialen Errungenschaften die Vorzüge des Sozialismus deutlich machten, haben sich die Feinde des Sozialismus darum bemüht, die Verwirklichung des sozialpolitischen Programms zu verhindern oder wenigstens zu behindern. Sie haben dabei viele Methoden angewendet. Eine Methode waren sozialpolitische Zugeständnisse in ihren Ländern, die nach  dem Sieg des Kapitalismus und Beseitigung der DDR wieder zurückgefahren worden sind und aktuell weiter Sozialabbau betrieben wird.

Eine der gefährlichsten Methoden war  die beispiellose Hochrüstung.Diese sollte die sozialistischen Länder zu so hohen Ausgaben für die Landesverteidigung zwingen, so dass für das Sozialprogramm nicht genügend Mittel zur Verfügung stehen sollten. Die Gefährlichkeit dieser Methode bestand darin, dass die Gefahr eines III: Weltkrieges, auch unter Anwendung von Atomwaffen, erhöht  wurde. Letztendlich ist es gelungen die sozialistischen Länder totzurüsten. In der DDR ging die Friedensbewegung in die falsche Richtung. Anstatt gegen die Hochrüstung des Westens unter Führung der USA, richtete sie sich gegen die Verteidigung des eigenen Landes und seiner Verbündeten.

Es wurden gegen die sozialistischen Länder Maßnahmen ergriffen, damit sie bestimmte Waren(Maschinen, Rohstoffe, Technologien) nicht erhalten konnten. Man nennt das Embargopolitik. Das ist ja heute noch bei den verbliebenen sozialistischen Ländern Kuba und Nordkorea aktuell. Wir erinnern uns an die Verschärfung des Ölembargos gegen Nordkorea um Weihnachten 2017 herum.

Selbst abgeschlossene Verträge über Exporte sozialistischer Länder wurden gekündigt, damit diese Länder nicht genügend Geld einnehmen, um die von ihnen bestellten Waren bezahlen zu können. Sie sollten gezwungen werden, sich Geld zu leihen, Kredite aufzunehmen, für die hohe Zinsen gezahlt werden mussten. (Hochzinspolitik) So ist es erklärlich, dass sich die DDR auf den Deal mit dem Erzfeind Franz-Josef Strauß einließ, der der DDR einen Milliardenkredit vermittelte.

So fand ein Handelskrieg gegen die sozialistischen Länder statt: Die Imperialisten wollten den Sozialismus in die Knie zwingen. Damit haben sie 1989 letztendlich Erfolg gehabt. Das Sozialprogramm war ihnen als Errungenschaften der Werktätigen(arbeitenden Menschen) im Sozialismus ein Dorn im Auge. Nun haben sie es geschafft dieses zu beseitigen.

 

Worauf es ankam

In den letzten Jahren der DDR wurde es immer schwieriger die erreichten sozialen und kulturellen Errungenschaften zu sichern und schrittweise weiterzuführen.

Wollte man deshalb aufgeben?

Alle wussten, dass man nur das verbrauchen konnte, was vorher produziert worden ist. Man musste produzieren, was wirklich gebraucht wurde und was man mit Gewinn verkaufen konnte, sei es im Inland oder Export. Im Zuge der sozialdemokratischen „Entspannungspolitik“ ging vieles in den Export, was im Inland fehlte. Mit der sozialdemokratischen „Entspannungspolitik“ wurden falsche Hoffnungen gemacht, doch es war die „Konterrevolution auf Filzlatschen“, wie schon frühzeitig Otto Winzer (1965 bis 1975 Außenminister der DDR)erkannte. Die Bevölkerung der DDR wurde so immer unzufriedener, was sie dann mehrheitlich 1989 auf die Straße trieb.

Ein hoher Stellenwert für die Lösung der wirtschaftlichen  und sozialen Aufgaben wäre das Bewusstsein der Werktätigen(arbeitenden Menschen) gewesen. Der feste Wille, die Aufgaben zu meistern, die Bereitschaft, neue Leistungen zu vollbringen, Anstrengungen auf sich zu nehmen und nachzudenken, wie man neue Wege findet, wäre notwendig gewesen. Dazu hätte fleißig und diszipliniert gearbeitet werden müssen. Außerdem hätte man lernen müssen neue Maschinen, Technologien und Werkstoffe zu beherrschen. Gute Fachleute waren gefragt. Konnte man aber nicht erst ein guter Fachmann, eine gute Fachfrau sein, wenn man wusste, wofür die eigenen Anstrengungen notwendig waren, was auf dem Spiel stand, wie die Zusammenhänge in der Gesellschaft zwischen Arbeit und Lebensniveau waren, also wenn man einen klaren Standpunkt zu vielen Fragen der Zeit hatte?

Kopf zerbrechen

Bildquelle: K&K Management Lorenz
https://kukmanagementlorenz.de.tl/Krisenmanagement.htm

 

Gute fachliche und politische Kenntnisse, Leistungsbereitschaft und Disziplin sowie die Bereitschaft, anderen zu helfen, das waren die Eigenschaften, die jede Staatsbürgerin, jeder Staatsbürger der DDR brauchte, damit die Aufgaben gemeinsam gelöst werden konnten.

Im Staatsbürgerkundebuch der DDR werden einige Stimmen wiedergegeben, die diese Gedanken zum Ausdruck bringen. Doch in der Praxis war das eine Minderheit. Genauso wie in den Medien der DDR stets über die Arbeit geredet wurde. Das war der Bevölkerung nach Feierabend einfach zuviel und interessierte nicht. So mag es die damaligen Schülerinnen und Schüler auch nicht interessiert haben.

Es werden noch damals neue Techniken aufgeführt und vermerkt, dass es wichtig war, diese zu beherrschen ohne „Bruch“ zu machen. Außerdem wurde appelliert mit Material, Energie und allen Ergebnissen der Arbeit sparsam umzugehen und sie vor mutwilliger Zerstörung zu schützen.

Im Staatsbürgerkundebuch wurde zum Nachdenken darüber angeregt, wie man das Lebensniveau hätte sichern können. Man kam immer wieder auf die Erkenntnis zurück, das viel vom Wissen, von der Haltung, vom Charakter und vom Willen der Werktätigen(arbeitenden Menschen)abhing.

Die heutige Erkenntnis ist bitter, wenn man feststellt, dass es damit haperte und die Werktätigen(arbeitenden Menschen) einen großen Anteil am Gelingen der Konterrevolution hatten. Die Westmedien hatten mit der Beeinflussung  Erfolg. Selbst Besuch aus dem Westen, wie z.B. der BRD, wurde nicht geglaubt, wenn dieser die  wahren Verhältnisse dort beschrieb.

Montagsdemo 1989 Kopie 2

Montagsdemo 1989

Bildquelle: Lemo https://www.hdg.de/lemo/kapitel/deutsche-einheit/friedliche-revolution/montagsdemonstrationen.html

 

 

Fortsetzung Seite 6(Zusammenfassung)