17. Juni 1953 Video: „Medial ausgeblendete Fakten“

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Funkhaus Nalepastraße

Die Hörfunkprogramme wurden anfangs im „Haus des Rundfunks“ produziert, das im britischen Sektor lag. Im Sommer 1951 wurde damit begonnen, ein leerstehendes Fabrikgebäude in der Nalepastraße zum Funkhaus auszubauen.

Von hier aus wurden ab 1952 alle Hörfunkprogramme der DDR gesendet.

Im September 1952 entstanden als erste Maßnahme des neu gegründeten Staatlichen Rundfunkkomitees die neuen Programme Berlin I mit politischem Schwerpunkt, Berlin II mit Wortsendungen, zum Beispiel aus populärwissenschaftlichen und gesellschaftswissenschaftlichen Vorträgen. Aber alle diese interessanten Wortsendungen sollten, wie auch bei den anderen beiden Sendern nicht mehr als 36 Prozent der täglichen Sendezeit ausmachen. Den Rest des Tages wurde Musik gesendet. Das Programm Berlin III wendete sich vor allem an die einzelnen Berufsgruppen. Der Mitteldeutsche Rundfunk Leipzig und die Landessender wurden aufgelöst. Dafür wurden in den einzelnen Bezirksstädten Studios eingerichtet, die die bunte Vielfalt der Ereignisse in der DDR einfangen sollten. Alles Material wurde dann zentral in Berlin gesammelt und über Berlin I, II oder III gesendet. Zu dem völlig neuen Gewand haben sich die drei Sender auch ein neues Pausenzeichen zugelegt. [3] Das Programm übernahm auch die Kurzwelle des bisherigen Deutschlandsenders (DLS).

Im August 1953 wurde der Rundfunk neu organisiert. Es entstanden wieder der Deutschlandsender, der Berliner Rundfunk und Radio DDR. Von Juni 1954 bis September 1955 hieß das Programm des Berliner Rundfunks vorübergehend Berlin 1. Programm, im Gegensatz zum Programm von Radio DDR, das Berlin 2. Programm hieß. Der Berliner Rundfunk strahlte sein Programm bis zum 31. Dezember 1991 über Mittelwelle (657, 693, 999, 1170, 1431 und 1575 kHz) und UKW aus.

Berliner Welle

Vom 2. Februar 1958 an produzierte der Berliner Rundfunk auch ein 2. Programm, das zunächst als „Berliner Rundfunk 2. Programm“ ausgestrahlt und im Dezember 1959 in „Berliner Welle“ umbenannt wurde. Dieses Programm wurde nur in Berlin auf UKW 95,05 MHz ausgestrahlt und wandte sich vor allem an Hörer in West-Berlin. Die Berliner Welle stellte am 14. November 1971 ihren Sendebetrieb ein und wurde mit dem Deutschlandsender zur „Stimme der DDR“ fusioniert.

Privatisierung

Im Zusammenhang mit der Abwicklung des DDR-Hörfunks wurde der Berliner Rundfunk Ende 1991 mit Wirkung vom 1. Januar 1992 privatisiert und in Berliner Rundfunk 91.4 umbenannt. Grund war ein Gesetz beziehungsweise Beschluss der Berliner CDU-geführten Landesregierung, der (von der SPD heftig befehdet) den SFB zur alleinigen Landesrundfunkanstalt Berlins machte.

Die Berliner UKW-Frequenz 91,4 MHz wurde von dem Nachfolgesender übernommen. Die ehemaligen DDR-Frequenzen in anderen Bundesländern übernahmen regionale Programme der ARD.

Textpassagen aus Wikipedia entnommen

Die Links im Text führen zur Wikipedia-Erklärung weiterer Sender der DDR

Berlin, Nalepastraße, Sendezentrum, Spree

Bild vom 1. Juli 1970 „Bundesarchiv Bild 183-J0701-0301-001, Berlin, Nalepastraße, Sendezentrum, Spree“ von Bundesarchiv, Bild 183-J0701-0301-001 / CC-BY-SA. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons –

Stimme der DDR

Stimme der DDR war ein Radiosender der DDR, der auch für deutschsprachige Hörerinnen und Hörer außerhalb der DDR gedacht war. Dieser Sender hatte einen hohen Wortanteil, bot Informationen, Unterhaltung und Kultur. Oft wird gesagt, dass dieser Sender, wie alle Sender der DDR, ein Instrument der Regierungspartei SED war. Dazu kann man sagen, dass überall auf der Welt Radio und Fernsehen mehr oder minder durch Parteien und der staatstragenden Politik beeinflusst sind.

Bis 1971 und ab 1990 hieß Stimme der DDR, Deutschlandsender.

Im Jahre 1971 hatte das Staatliche Rundfunkkomitee beschlossen die auf die BRD und Westberlin ausgerichteten Sender Deutschlandsender und Berliner Welle durch Stimme der DDR zu ersetzen. Das neue Programm startete am 15.11.1971. Die Redaktionen saßen im Funkhaus Nalepastraße.

Der Sender versuchte seinem Programmauftrag „dem wachsenden Interesse am Internationalen Kampf für Frieden und Sozialismus und gegen den Krieg und Imperialismus Rechnung zu tragen“.

Am 12. Februar 1990 wurde Stimme der DDR in Deutschlandsender (DLS)rückbenannt. Vier Monate später, am 16 Juni 1990,wurde der Sender mit Radio DDR II zum Sender DS Kultur fusioniert. DS Kultur ging am 01.01.1994 im Deutschlandradio auf.

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Bildquelle: Wikipedia

Radio DDR, Radio DDR I und Radio DDR II

Radio DDR, der ursprüngliche Name war Radio DDR und Berlin 2. Programm, bot ein gemischtes Programm aus Information und Unterhaltung, mit Schwerpunkt auf das Geschehen in der DDR. Die Sendungen waren hauptsächlich deutschsprachig, ergänzt mit Beiträgen auf Sorbisch. Dies war der erste deutsche Sender, der Sendungen in den beiden sorbischen Sprachen im Programm hatte. Dies begann Mitte der 1950er Jahre und wird heute durch den ORB, bzw. RBB und MDR bis heute fortgesetzt.

Oktober 1958 folgte Radio DDR II, das nur über UKW sendete. Radio DDR, bzw Radio DDR I sendete bis 1991 und wurde über Mittelwelle und UKW ausgestrahlt.

Näheres auf Wikipedia

Im April 1990 wurde Radio DDR I in Radio Aktuell umbenannt. Das Programm sendete dann erstmals Werbeblöcke. Nach der Gründung der eigenständigen Landesrundfunkanstalten auf dem Gebiet der ehemaligen DDR (MDR,ORB) und dem Beitritt Mecklenburg-Vorpommerns zum Sendegebiet des NDR, übernahmen diese die Sendefrequenzen von Radio Aktuell. Die Frequenz des Senders Brocken, die stärkste UKW-Frequenz Deutschlands, ging an den neu gegründeten Privatsender Radio Brocken wird heute von 89.0 RTL belegt.

Ausführliches auf Wikipedia

Radio Berlin International

Radio Berlin International (RBI) war der Auslandsrundfunksender der DDR. Er wurde im Mai 1959 offiziell gegründet. Bereits seit April 1956 wurden von Radio DDR fremdsprachige Sendungen produziert und ausgestrahlt.

Ziel des Senders war den Hörerinnen und Hörern der ganzen Welt den sozialistischen deutschen Staat näher zu bringen und im Ausland lebende Deutsche über die DDR zu informieren. Im Laufe der Zeit wurden die Programme weiter ausgebaut und über Kurz- und Mittelwelle verbreitet.

Pausenzeichen des Senders waren die ersten acht Töne der Nationalhymne der DDR. Redaktion und Studios befanden sich im Funkhaus Nalepastraße in Berlin. Senderstandorte waren die Kurzwellenzentren in Nauen und Königs-Wusterhausen.

Nach der Annexion der DDR, am 03.10.1990 stellte RBI mit Ablauf des 2.10.1990 als erster Sender des DDR-Rundfunks seine Sendungen ein. Die Frequenzen und einige Leute vom Personal des RBI wurden von der Deutschen Welle übernommen und werden zum Teil noch heute von dieser genutzt.

Die Deutsche Welle ist der Auslandssender der BRD.

Ausführliches auf Wikipedia

RBI

Bildquelle:Taringa!

DT 64

DT 64war das Jugendprogramm des DDR-Rundfunks. Es war ein wesentliches Merkmal der Jugendkultur in der DDR

DT 64 wurde 1964 gegründet und 1986 ein eigenständiger Sender, der bis Mai 1993 bestand. Der Nachfolgesender ist MDR Sputnik.

DT 64 wurde zum Deutschlandtreffen der Jugend 1964 in Berlin/DDR als „Sonderstudio Deutschlandtreffen 1964“ ins Leben gerufen. Dieses strahlte im Mai 1964 99 Stunden ohne Unterbrechung für die Teilnehmer des Treffens ein Programm mit internationaler Musik und mit hohem Live-Anteil aus.

Später übernahm der Berliner Rundfunk für die ganze DDR das „Jugendstudio DT64“ auf Mittelwelle und UKW. Es war das erste Radioprogramm der DDR, das sich gezielt an Jugendliche richtete.

Erich Honecker kritisierte auf dem 11. Plenum der SED(16.12.1965-18.12.1965), dass viel Beatmusik gesendet wurde. In dieser Zeit hatte man sich auch im Westen über Beatmusik aufgeregt.

1976 begannen die „DT 64 Jugendkonzerte“ und ab dem 01.09.1981 startete zusammen mit dem Jugendfunk der Stimme der DDR ein regelmäßiges Abendprogramm zwischen 19 Uhr und 24 Uhr. Zu beginn war das Programm nur in Berlin, später auch in der gesamten DDR zu hören.

Nach der Einrichtung einer eigenen DDR-weiten UKW-Senderkette wurde DT64 am 7. März 1986 ein eigenständiger Sender, der von 13 bis 24 Uhr zu empfangen war. Im Dezember 1987 wurde das Programmangebot auf täglich 20 Stunden ausgeweitet.

Ausführliches und zu der Zeit des Endes der DDR bis zur Übernahme durch den MDR auf Wikipedia.

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DT 64 Bildquelle Wikipedia