Qualitätsmedien ?

Sendung „Grenzzwischenfälle“ WDR 1991 

Die öffentlich-rechtlichen Sender behaupten von sich, dass sie gegenüber den Privatsendern eine höhere Qualität haben. Dafür kassieren sie Gebühren. Wie sieht es z. B. mit dem Bildungsauftrag aus? Dass sie diesen nicht erfüllen, sondern nur platte Propaganda betreiben, zeigt die Vielzahl von Sendungen über die DDR, insbesondere zum Thema Grenze zur BRD und Westberlin. Diese Sendung(siehe Video) des WDR von 1991 beinhaltet immer wiederkehrende Facetten von Propaganda. Mit dem angeblichen Lehrauftrag hat das nichts zu tun.

Alle Jahre zum 13. August sieht man immer wieder Bilder von alten Frauen, die aus den Fenstern springen, als die Grenze in Berlin geschlossen wurde. Das ist drückt auf die Tränendrüse. Wer kommt da schon auf die Idee, dass diese alten Frauen wohl Panik hatten? Damals gab es keine Notfallseelsorge.

In dieser Fernsehsendung werden damalige Grenzsoldaten aufgesucht, die in die Situation kamen tödliche Schüsse abzugeben. Sie werden als Killer gebrandmarkt und vorgeführt. Einer ist dabei, dessen Frau mit dem Fernsehteam spricht. Ihr Mann hat nichts von seinem schlimmen Erlebnis während seines Wehrdienstes erzählt. Erst als das Fernsehteam sich per Brief ankündigte sprach er mit ihr darüber. Ob er mit seiner Mutter darüber gesprochen hat? Auf jeden Fall hat er das mit sich herumgetragen und dass der Fernsehsender das veröffentlicht hat, schadet ihm in seinem weiteren Leben.

In einem anderen Fall spricht ein damaliger Grenzsoldat an der Tür mit dem Fernsehteam. Er lehnt ein Interview ab. Doch das Fernsehteam bleibt hartnäckig. Seine Frau ruft aus dem Hintergrund, er soll das Gespräch beenden, doch er ist zu gutmütig. Es wird im Fernsehen die Schrift „Todesschütze“ eingeblendet. So ist auch dieser Mann an den Pranger gestellt und sein weiteres Leben erschwert worden.

Es kommt auch ein Fall zu Sprache, wo es um einen Eindringling von Westseite geht, der sich widerrechtlich im Grenzgebiet der DDR aufhielt. Er bedrohte die Grenzsoldaten mit einer Pistole. Das Fernsehteam sucht den damaligen Grenzsoldaten auf, der in Notwehr den Eindringling erschoss. Im Interview verhält sich der damalige Grenzsoldat demütig. Dies nutzt das Fernsehteam aus, um den klaren Fall von Notwehr verzerrt darzustellen.

Da die öffentlich-rechtlichen Sender behaupten ausgewogen zu sein, sind als Gegenpart die Eltern interviewt worden, deren Sohn während seines Wehrdienstes an der Grenze von seinem Kollegen erschossen wurde, welcher in die BRD abhaute. Die verzweifelten Eltern sind medienwirksam in Szene gesetzt worden. Den Mörder ihres Sohnes hat das Fernsehteam nicht aufgesucht.

Es wird über den Fall Peter Fechter gesprochen, wobei die Angehörigen medienwirksam Heuchelei betreiben. Es wird aber nur die halbe Geschichte erzählt.

Der Fall eines Reporters der „Westfälischen Rundschau“, der von Westseite aus ins DDR-Grenzgebiet eindrang, wird angesprochen. Das endete tödlich für den Reporter. Dem damaligen Grenzsoldaten, der schießen musste, hat man während des Interviews angesehen, dass ihn dieses Erlebnis immer noch belastet. Auf die näheren Umstände dieses Falls wird nicht eingegangen.

Es ist irre über ein Minenfeld zu laufen. Es wird die überlebende Frau eines Paares vorgestellt, das es damals machte. Doch wieso man so verrückt sein kann so was zu tun, erfährt man nicht.

Eine Demonstration gegen die Grenze wird gezeigt. Es ist deutlich zu sehen, dass die Grenzsoldaten beworfen werden. Das ist eine hochgefährliche Situation. Doch hierzu gibt es in der Fernsehsendung keinen Kommentar.

Ein Psychologe kommt zu Wort. Ehrlich mag die Aussage sein, dass viele Jugendliche, welche die DDR illegal verlassen wollten, aus schwierigen Familienverhältnissen kommen. Aber ansonsten waren die Aussagen des Psychologen einseitig und wenig hilfreich.

Einerseits ist man ehrlich und erklärt, dass es erst einen Warnruf, dann einen Warnschuss gab, bevor scharf geschossen wurde. Doch im weiteren Verlauf der Sendung geht das unter.

Es hätte niemand sterben müssen. Spätestens nach dem Warnschuss hätten die Leute stehenbleiben müssen. Knast ist immer noch besser, wie der Friedhof. Warum die Leute nicht stehenblieben und folglich bei den scharfen Schüssen tödlich getroffen wurden, wird nicht erforscht. Es kommt immer das Argument, dass die Soldaten hätten daneben schießen können. Die tödlichen Schüsse waren allesamt daneben. Es sollte niemand sterben. Die Betroffenen sollten nur bewegungsunfähig gemacht werden. D.h. es sollte in die Beine geschossen werden. Es gab auch keinen Schießbefehl. Das war die Schusswaffenanwendungsordnung, wie es sie ähnlich überall auf der Welt, z..B. bei der Polizei gibt. Ständig wird das „vernichten“ zitiert. Das ist ein Fachausdruck dafür die Grenzverletzer am weiteren Tun zu hindern. Was den Ausdruck „Vergatterung“ betrifft, gibt es auch eine verzerrte Darstellung.

Es wird versucht den damaligen Chef der Grenztruppen, Klaus-Dieter Baumgarten zu interviewen. Dieser lehnt das Interview ab und lässt durch seine Frau das Fernsehteam abwimmeln. War richtig so, denn seine Aussagen wären ohnehin verdreht worden.

Dieter Teichmann, der Nachfolger von Klaus-Dieter Baumgarten wird interviewt. Dieter Teichmann ist ein typischer Wendehals und charakterloser Mensch.

Dann gibt es noch den Vater eines Todesopfers. Es geht soweit, dass er im Fernsehen davon spricht, dass er das zuständige Wehrkreiskommando anzünden wollte. Er baldowerte das schon aus und sah, dass in dem Gebäude Wohnungen waren, wo Familien lebten. Darum ließ er von seinem Vorhaben ab. Zur Rede des Vaters gibt es keinerlei Kommentar.

Es ist von Spitzelei die Rede und dass Viele, welche die DDR illegal verlassen wollten, gar nicht zur Grenze vordringen konnten. Wer denkt da schon darüber nach, dass es sich hierbei nicht um Spitzelei, sondern um Prävention(Vorbeugung/Verhinderung) handelte? Einerseits jammert man über die Todesopfer, aber wenn im Vorfeld solche Fälle verhindert und Leben gerettet wurden, bezeichnet man es als Spitzelei.

Fazit: Man müssen die Aussagen solcher Sendungen stets hinterfragt werden.

Funkhaus Nalepastraße

Die Hörfunkprogramme wurden anfangs im „Haus des Rundfunks“ produziert, das im britischen Sektor lag. Im Sommer 1951 wurde damit begonnen, ein leerstehendes Fabrikgebäude in der Nalepastraße zum Funkhaus auszubauen.

Von hier aus wurden ab 1952 alle Hörfunkprogramme der DDR gesendet.

Im September 1952 entstanden als erste Maßnahme des neu gegründeten Staatlichen Rundfunkkomitees die neuen Programme Berlin I mit politischem Schwerpunkt, Berlin II mit Wortsendungen, zum Beispiel aus populärwissenschaftlichen und gesellschaftswissenschaftlichen Vorträgen. Aber alle diese interessanten Wortsendungen sollten, wie auch bei den anderen beiden Sendern nicht mehr als 36 Prozent der täglichen Sendezeit ausmachen. Den Rest des Tages wurde Musik gesendet. Das Programm Berlin III wendete sich vor allem an die einzelnen Berufsgruppen. Der Mitteldeutsche Rundfunk Leipzig und die Landessender wurden aufgelöst. Dafür wurden in den einzelnen Bezirksstädten Studios eingerichtet, die die bunte Vielfalt der Ereignisse in der DDR einfangen sollten. Alles Material wurde dann zentral in Berlin gesammelt und über Berlin I, II oder III gesendet. Zu dem völlig neuen Gewand haben sich die drei Sender auch ein neues Pausenzeichen zugelegt. [3] Das Programm übernahm auch die Kurzwelle des bisherigen Deutschlandsenders (DLS).

Im August 1953 wurde der Rundfunk neu organisiert. Es entstanden wieder der Deutschlandsender, der Berliner Rundfunk und Radio DDR. Von Juni 1954 bis September 1955 hieß das Programm des Berliner Rundfunks vorübergehend Berlin 1. Programm, im Gegensatz zum Programm von Radio DDR, das Berlin 2. Programm hieß. Der Berliner Rundfunk strahlte sein Programm bis zum 31. Dezember 1991 über Mittelwelle (657, 693, 999, 1170, 1431 und 1575 kHz) und UKW aus.

Berliner Welle

Vom 2. Februar 1958 an produzierte der Berliner Rundfunk auch ein 2. Programm, das zunächst als „Berliner Rundfunk 2. Programm“ ausgestrahlt und im Dezember 1959 in „Berliner Welle“ umbenannt wurde. Dieses Programm wurde nur in Berlin auf UKW 95,05 MHz ausgestrahlt und wandte sich vor allem an Hörer in West-Berlin. Die Berliner Welle stellte am 14. November 1971 ihren Sendebetrieb ein und wurde mit dem Deutschlandsender zur „Stimme der DDR“ fusioniert.

Privatisierung

Im Zusammenhang mit der Abwicklung des DDR-Hörfunks wurde der Berliner Rundfunk Ende 1991 mit Wirkung vom 1. Januar 1992 privatisiert und in Berliner Rundfunk 91.4 umbenannt. Grund war ein Gesetz beziehungsweise Beschluss der Berliner CDU-geführten Landesregierung, der (von der SPD heftig befehdet) den SFB zur alleinigen Landesrundfunkanstalt Berlins machte.

Die Berliner UKW-Frequenz 91,4 MHz wurde von dem Nachfolgesender übernommen. Die ehemaligen DDR-Frequenzen in anderen Bundesländern übernahmen regionale Programme der ARD.

Textpassagen aus Wikipedia entnommen

Die Links im Text führen zur Wikipedia-Erklärung weiterer Sender der DDR

Berlin, Nalepastraße, Sendezentrum, Spree

Bild vom 1. Juli 1970 „Bundesarchiv Bild 183-J0701-0301-001, Berlin, Nalepastraße, Sendezentrum, Spree“ von Bundesarchiv, Bild 183-J0701-0301-001 / CC-BY-SA. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons –

Stimme der DDR

Stimme der DDR war ein Radiosender der DDR, der auch für deutschsprachige Hörerinnen und Hörer außerhalb der DDR gedacht war. Dieser Sender hatte einen hohen Wortanteil, bot Informationen, Unterhaltung und Kultur. Oft wird gesagt, dass dieser Sender, wie alle Sender der DDR, ein Instrument der Regierungspartei SED war. Dazu kann man sagen, dass überall auf der Welt Radio und Fernsehen mehr oder minder durch Parteien und der staatstragenden Politik beeinflusst sind.

Bis 1971 und ab 1990 hieß Stimme der DDR, Deutschlandsender.

Im Jahre 1971 hatte das Staatliche Rundfunkkomitee beschlossen die auf die BRD und Westberlin ausgerichteten Sender Deutschlandsender und Berliner Welle durch Stimme der DDR zu ersetzen. Das neue Programm startete am 15.11.1971. Die Redaktionen saßen im Funkhaus Nalepastraße.

Der Sender versuchte seinem Programmauftrag „dem wachsenden Interesse am Internationalen Kampf für Frieden und Sozialismus und gegen den Krieg und Imperialismus Rechnung zu tragen“.

Am 12. Februar 1990 wurde Stimme der DDR in Deutschlandsender (DLS)rückbenannt. Vier Monate später, am 16 Juni 1990,wurde der Sender mit Radio DDR II zum Sender DS Kultur fusioniert. DS Kultur ging am 01.01.1994 im Deutschlandradio auf.

Stimme_der_DDR

Bildquelle: Wikipedia

Radio DDR, Radio DDR I und Radio DDR II

Radio DDR, der ursprüngliche Name war Radio DDR und Berlin 2. Programm, bot ein gemischtes Programm aus Information und Unterhaltung, mit Schwerpunkt auf das Geschehen in der DDR. Die Sendungen waren hauptsächlich deutschsprachig, ergänzt mit Beiträgen auf Sorbisch. Dies war der erste deutsche Sender, der Sendungen in den beiden sorbischen Sprachen im Programm hatte. Dies begann Mitte der 1950er Jahre und wird heute durch den ORB, bzw. RBB und MDR bis heute fortgesetzt.

Oktober 1958 folgte Radio DDR II, das nur über UKW sendete. Radio DDR, bzw Radio DDR I sendete bis 1991 und wurde über Mittelwelle und UKW ausgestrahlt.

Näheres auf Wikipedia

Im April 1990 wurde Radio DDR I in Radio Aktuell umbenannt. Das Programm sendete dann erstmals Werbeblöcke. Nach der Gründung der eigenständigen Landesrundfunkanstalten auf dem Gebiet der ehemaligen DDR (MDR,ORB) und dem Beitritt Mecklenburg-Vorpommerns zum Sendegebiet des NDR, übernahmen diese die Sendefrequenzen von Radio Aktuell. Die Frequenz des Senders Brocken, die stärkste UKW-Frequenz Deutschlands, ging an den neu gegründeten Privatsender Radio Brocken wird heute von 89.0 RTL belegt.

Ausführliches auf Wikipedia

Radio Berlin International

Radio Berlin International (RBI) war der Auslandsrundfunksender der DDR. Er wurde im Mai 1959 offiziell gegründet. Bereits seit April 1956 wurden von Radio DDR fremdsprachige Sendungen produziert und ausgestrahlt.

Ziel des Senders war den Hörerinnen und Hörern der ganzen Welt den sozialistischen deutschen Staat näher zu bringen und im Ausland lebende Deutsche über die DDR zu informieren. Im Laufe der Zeit wurden die Programme weiter ausgebaut und über Kurz- und Mittelwelle verbreitet.

Pausenzeichen des Senders waren die ersten acht Töne der Nationalhymne der DDR. Redaktion und Studios befanden sich im Funkhaus Nalepastraße in Berlin. Senderstandorte waren die Kurzwellenzentren in Nauen und Königs-Wusterhausen.

Nach der Annexion der DDR, am 03.10.1990 stellte RBI mit Ablauf des 2.10.1990 als erster Sender des DDR-Rundfunks seine Sendungen ein. Die Frequenzen und einige Leute vom Personal des RBI wurden von der Deutschen Welle übernommen und werden zum Teil noch heute von dieser genutzt.

Die Deutsche Welle ist der Auslandssender der BRD.

Ausführliches auf Wikipedia

RBI

Bildquelle:Taringa!