Stimme der DDR

Stimme der DDR war ein Radiosender der DDR, der auch für deutschsprachige Hörerinnen und Hörer außerhalb der DDR gedacht war. Dieser Sender hatte einen hohen Wortanteil, bot Informationen, Unterhaltung und Kultur. Oft wird gesagt, dass dieser Sender, wie alle Sender der DDR, ein Instrument der Regierungspartei SED war. Dazu kann man sagen, dass überall auf der Welt Radio und Fernsehen mehr oder minder durch Parteien und der staatstragenden Politik beeinflusst sind.

Bis 1971 und ab 1990 hieß Stimme der DDR, Deutschlandsender.

Im Jahre 1971 hatte das Staatliche Rundfunkkomitee beschlossen die auf die BRD und Westberlin ausgerichteten Sender Deutschlandsender und Berliner Welle durch Stimme der DDR zu ersetzen. Das neue Programm startete am 15.11.1971. Die Redaktionen saßen im Funkhaus Nalepastraße.

Der Sender versuchte seinem Programmauftrag „dem wachsenden Interesse am Internationalen Kampf für Frieden und Sozialismus und gegen den Krieg und Imperialismus Rechnung zu tragen“.

Am 12. Februar 1990 wurde Stimme der DDR in Deutschlandsender (DLS)rückbenannt. Vier Monate später, am 16 Juni 1990,wurde der Sender mit Radio DDR II zum Sender DS Kultur fusioniert. DS Kultur ging am 01.01.1994 im Deutschlandradio auf.

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Radio Berlin International

Radio Berlin International (RBI) war der Auslandsrundfunksender der DDR. Er wurde im Mai 1959 offiziell gegründet. Bereits seit April 1956 wurden von Radio DDR fremdsprachige Sendungen produziert und ausgestrahlt.

Ziel des Senders war den Hörerinnen und Hörern der ganzen Welt den sozialistischen deutschen Staat näher zu bringen und im Ausland lebende Deutsche über die DDR zu informieren. Im Laufe der Zeit wurden die Programme weiter ausgebaut und über Kurz- und Mittelwelle verbreitet.

Pausenzeichen des Senders waren die ersten acht Töne der Nationalhymne der DDR. Redaktion und Studios befanden sich im Funkhaus Nalepastraße in Berlin. Senderstandorte waren die Kurzwellenzentren in Nauen und Königs-Wusterhausen.

Nach der Annexion der DDR, am 03.10.1990 stellte RBI mit Ablauf des 2.10.1990 als erster Sender des DDR-Rundfunks seine Sendungen ein. Die Frequenzen und einige Leute vom Personal des RBI wurden von der Deutschen Welle übernommen und werden zum Teil noch heute von dieser genutzt.

Die Deutsche Welle ist der Auslandssender der BRD.

Ausführliches auf Wikipedia

RBI

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DT 64

DT 64war das Jugendprogramm des DDR-Rundfunks. Es war ein wesentliches Merkmal der Jugendkultur in der DDR

DT 64 wurde 1964 gegründet und 1986 ein eigenständiger Sender, der bis Mai 1993 bestand. Der Nachfolgesender ist MDR Sputnik.

DT 64 wurde zum Deutschlandtreffen der Jugend 1964 in Berlin/DDR als „Sonderstudio Deutschlandtreffen 1964“ ins Leben gerufen. Dieses strahlte im Mai 1964 99 Stunden ohne Unterbrechung für die Teilnehmer des Treffens ein Programm mit internationaler Musik und mit hohem Live-Anteil aus.

Später übernahm der Berliner Rundfunk für die ganze DDR das „Jugendstudio DT64“ auf Mittelwelle und UKW. Es war das erste Radioprogramm der DDR, das sich gezielt an Jugendliche richtete.

Erich Honecker kritisierte auf dem 11. Plenum der SED(16.12.1965-18.12.1965), dass viel Beatmusik gesendet wurde. In dieser Zeit hatte man sich auch im Westen über Beatmusik aufgeregt.

1976 begannen die „DT 64 Jugendkonzerte“ und ab dem 01.09.1981 startete zusammen mit dem Jugendfunk der Stimme der DDR ein regelmäßiges Abendprogramm zwischen 19 Uhr und 24 Uhr. Zu beginn war das Programm nur in Berlin, später auch in der gesamten DDR zu hören.

Nach der Einrichtung einer eigenen DDR-weiten UKW-Senderkette wurde DT64 am 7. März 1986 ein eigenständiger Sender, der von 13 bis 24 Uhr zu empfangen war. Im Dezember 1987 wurde das Programmangebot auf täglich 20 Stunden ausgeweitet.

Ausführliches und zu der Zeit des Endes der DDR bis zur Übernahme durch den MDR auf Wikipedia.

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DT 64 Bildquelle Wikipedia

Deutscher Freiheitssender 904

Der „Deutsche Freiheitssender 904“(DFS 904) wurde als Reaktion auf das KPD-Verbot in der alten BRD gegründet. Der Sender meldete sich erstmalig am Abend des 17. August 1956, dem Tag des Urteilsspruchs des Bundesverfassungsgerichtes.

Der Sender ging morgens und am darauffolgenden Tag in den Abendstunden in den Regelbetrieb.

Der Schwestersender war der „Deutsche Soldatensender 935“(DSS935)

Der Name des Senders knüpfte an den Kurzwellensender im republikanischen Spanien „Deutscher Freiheitssender 29.8“ an.

Später wurde weniger gesendet, da sich der Kreis der Zuhörerschaft verringert hat. Der finanzielle Aufwand stand in keinem Verhältnis dazu.

Nach der Konstituierung der DKP gab es keinen Grund mehr für die Weiterführung der Sender. Am 30. September 1971 (DFS 904) bzw. 30. Juni 1972 (DSS 935) wurde der Betrieb beider Sender eingestellt.

Weitere Ausführungen könnt Ihr Wikipedia entnehmen.

Der „Berliner Rundfunk“

Der „Berliner Rundfunk“ war ein Radiosender der DDR. Dieser Sender hatte einen politischen Schwerpunkt und informierte über das Geschehen der Hauptstadt der DDR.

Am 01.Januar 1992 wurde der Sender privatisiert und sendet seitdem unter dem Namen „Berliner Rundfunk 91.04.“

Unter dem Namen „Radio Berlin“ wurde am 13.Mai 1945 , unter Kontrolle der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland(SMAD), die erste Sendung über den Sender Tegel auf Mittelwelle ausgestrahlt. Wenige Tage danach zog der Sender in das „Haus des Rundfunks“ in der Masurenalle. Das war der ehemalige Sitz der „Reichs-Rundfunk-Gesellschaft“ in Berlin. „Radio Berlin“ wurde nun in „Berliner Rundfunk“ umbenannt. Damit war der „Berliner Rundfunk“ der älteste Radio-Sender der DDR.

Nach Einzug der westalliierten Truppen am 1.Juli 1945 befand sich das Haus des Rundfunks im britischen Sektor. Der „Berliner Rundfunk“ war exterritoriales Gebiet der Sowjets. Die Sendeanlagen standen in Tegel, also im französischen Sektor. Bereits im Herbst 1945 nahmen die Spannungen zwischen den West-Alliierten und den Sowjets zu.

Während der Berlin-Blockade verschärfte sich die Situation weiter. Der sowjetisch kontrollierte „Berliner Rundfunk“ im britischen Sektor wurde nun seinerseits von den Briten blockiert. Der in Berlin-Tegel stehende Sendeturm wurde, ohne Rücksprache mit dem sowjetischen Stadtkommandanten zu nehmen, auf Befehl des französischen Stadtkommandanten in die Luft gejagt. Wegen angeblicher Gefährdung des Luftverkehrs wurde diese Aktion begründet. Nach der Sprengung des Sendeturms wird das Programm über einen Notsender bei Potsdam ausgestrahlt. Im April 1949 geht ein neuer, leistungsstarker Sender bei Königs Wusterhausen in Betrieb.

Ab 1952 wurden alle Hörfunkprogramme der DDR aus dem Funkhaus Berlin, Nalepastraße gesendet. Von da an hatte der „Berliner Rundfunk“ dort seinen Sitz.

Bundesarchiv_B_14F003013-0010,_Berlin erstes Funkhaus DDR in Westberlin

Bildquelle: Wikipedia und Bundesarchiv „Bundesarchiv B 145 Bild-F003013-0010, Berlin, Zonengrenze“ von Bundesarchiv, B 145 Bild-F003013-0010 / Brodde / CC-BY-SA. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons –