Antikriegstag in Bad Kreuznach 2016

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Der Beginn des II. Weltkrieges

Überfall auf den Sender Gleiwitz

Um einen Anlass für den Beginn des Krieges zu schaffen, täuschten die Faschisten am Abend des 31.08.1939 einen polnischen Überfall auf den nahe der Grenze gelegenen Sender Gleiwitz vor. Ein Trupp des faschistischen Sicherheitdienstes(SD) in polnischen Uniformen drang in den Senderaum ein. Nachdem sie einen Aufruf verlesen und einige Pistolenschüsse abgegeben hatten, verließen die SD-Leute das Gebäude. Als „Beweis“ ließen sie einen zuvor getöteten, ebenfalls mit einer polnischen Uniform bekleideten KZ-Häftling zurück.

Sendeturm Sender Gleiwitz

Bildquelle: „Sender gliwice“ von Ursprünglich hochgeladen von Grimmi59 rade (talk) am de.wikipedia. – Übertragen aus de.wikipedia nach Commons durch Palnatoke. (talk).. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons –

Der hölzerne Sendeturm Gleiwitz hat den Krieg unbeschadet überstanden und wird noch heute genutzt.

Ausführliches zum Überfall auf den Sender Gleiwitz auf Wikipedia.

Unterjochung Polens

Mit überlegenen Kräften überfiel die faschistische Armee am 1. September 1939 Polen. Der II. Weltkrieg begann. Die Regierungen Großbritanniens und Frankreichs erklärten am 03.09.1939 Deutschland den Krieg. Ihren militärischen Bündnisverpflichtungen gegenüber Polen kamen sie jedoch nicht nach und führten nicht den vereinbarten Entlastungsangriff gegen die deutsche Westgrenze. Unter diesen ungünstigen Bedingungen vermochte auch der heldenhafte Widerstand polnischer Truppen und der Bevölkerung die Niederlage Polens Ende September nicht zu verhindern.

Das Land wurde zum einen Teil dem faschistischen Deutschland einverleibt, zum anderen Teil einem faschistischen Besatzungsregime unterworfen.

„Seltsamer Krieg“ 1939/40

Trotz Kriegserklärung griffen die britischen und französischen Armeen nicht die deutsche Westgrenze an. So kam es zu keiner Entlastung des polnischen Verbündeten. Damit begann der sogenannte seltsame Krieg. Die Westmächte erstrebten eine Einigung mit dem faschistischen Deutschland, um dessen Aggression gegen die Sowjetunion zu lenken. Damit setzten sie ihre „Burgfriedenspolitik“ gegenüber dem faschistischen Deutschland auch nach der Kriegserklärung fort. Sie gaben die Hoffnung nicht auf, sich doch mit Deutschland auf antisowjetischer Basis verständigen zu können. Deshalb streckten sie, unterstützt von den USA, Friedensfühler zu den Repräsentanten des faschistischen Deutschlands aus. Gleichzeitig schürten sie im Winter 1939/40 den von militanten finnischen Reaktionären provozierten militärischen Konflikt zwischen Finnland und der UdSSR. Es sollte zu einem Krieg aller imperialistischen Staaten gegen die Sowjetunion werden. Doch die imperialistischen Gegensätze erwiesen sich als unüberbrückbar. Die deutschen Imperialisten wollten die Hilfsquellen(Quelle, die ein Land ausbeutet und für seine Wirtschaft nutzbar macht; Ressource) ganz Europas beherrschen, ehe sie ihr Hauptziel, die Vernichtung der Sowjetunion, anstrebten.

Faschistischer „Blitzkrieg“  1940/41

In blitzartigen Überfällen, unter Einsatz überlegener Luft- und Panzerstreitkräfte in den Angriffsschwerpunkten, unterwarf das faschistische Deutschland bis zum Frühjahr 1941 einen großen Teil Europas.

Kriegsverlauf 1939-1941

Unterdrückung und Ausplünderung/“Neuordnung“ Europas

Das faschistische Deutschland unterwarf die 1939 bis 1941 besetzten Gebiete Europas einem brutalen Terror- und Ausplünderungsregime. Der faschistische Staatsapparat, die Banken und Monopole arbeiteten die Pläne zur „Neuordnung“ Europas aus, welche die Vorherrschaft des deutschen Imperialismus verewigen sollten.

Unterdrückung und Ausplünderung Europa durch Nazi-Deutschland

Mit dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 begann ein neuer Abschnitt des II. Weltkrieges.

In dieser Ausgabe DIE TROMMLER beschäftigen wir uns mit dem Beginn des II. Weltkrieges. Der weitere Verlauf und das Ende des II. Weltkrieges werden in späteren Ausgaben von DIE TROMMLER thematisiert.

Fakten und Zahlen entnommen aus:

„Geschichte in Übersichten“ Volk und Wissen Volkseigener Verlag, DDR 1982

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Geschichte in Übersichten steht im Internet zur Verfügung

Antikriegstag

Seit Beginn der 1950er Jahre wurde der 1. September als Weltfriedenstag oder Tag des Friedens begangen. Die Bevölkerung wurde in Versammlungen und Kundgebungen zu Eintreten für den Weltfrieden aufgerufen.

In der BRD wird dieser Tag als Antikriegstag begangen. In der BRD ging die Initiative für diesen Gedenktag vom Deutschen Gewerkschaftsbund(DGB) aus, der erstmals am 1. September 1957 unter dem Motto „Nie wieder Krieg“ zu Aktionen aufrief. Auf dem Bundeskongress des DGB 1966 wurde ein Antrag angenommen „…alles Erdenkliche zu unternehmen, damit des 1. September in würdiger Form als eines Tages des Bekenntnisses für den Frieden und gegen den Krieg gedacht wird.“ Auch in der Gegenwart ruft der DGB am 1. September zu Kundgebungen und Veranstaltungen anlässlich des Weltfriedenstages auf und organisiert Veranstaltungen.

Der 1. September ist Antikriegstag, bzw. Weltfriedenstag, weil am 1. September 1939 mit dem Überfall Deutschlands auf Polen der zweite Weltkrieg begann.

Siehe auch

Wikipedia