Die Volkskammerpräsidenten/Günther Maleuda

Präsidenten der Volkskammer 2

Tabelle: Wikipedia

Günther Maleuda wurde am 20. Januar 1931 in Alt Beelitz, Landkreis Friedeberg Nm, Provinz Brandenburg geboren.

ADN-ZB Mittelstädt 13.11.1989 Berlin: Volkskammer-Tagung Die 11. Tagung der Volkskammer der DDR begann im Plenarsaal des Palastes der Republik. Gespannt verfolgen die Kandidaten für das Amt des Parlamentspräsidenten Dr. Günther Maleuda (1., DBD) und Prof. Dr. Manfred Gerlach (M., LDPD) die Auszählung der Stichwahl.

ADN-ZB Mittelstädt 13.11.1989 Berlin: Volkskammer-Tagung
Die 11. Tagung der Volkskammer der DDR begann im Plenarsaal des Palastes der Republik. Gespannt verfolgen die Kandidaten für das Amt des Parlamentspräsidenten Dr. Günther Maleuda (1., DBD) und Prof. Dr. Manfred Gerlach (M., LDPD) die Auszählung der Stichwahl.

Günther Maleuda (links) 1989 mit Manfred Gerlach

Bildquelle:
„Bundesarchiv Bild 183-1989-1113-031, Berlin, 11. Volkskammertagung“ von Bundesarchiv, Bild 183-1989-1113-031 / Mittelstädt, Rainer / CC-BY-SA 3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons – Bild ist entsprechend verlinkt

Günter Maleuda war der Sohn einer Arbeiterfamilie. Sein Heimatort gehört seit Ende des II. Weltkrieges zu Polen. Dort war er von 1945 bis 1947 als Landarbeiter auf einem polnischen Gutsbetrieb tätig, bevor er mit seiner Familie nach Thüringen umsiedelte. Dort absolvierte er ab 1948 bis 1950 eine landwirtschaftliche Lehre im bäuerlichen Betrieb in Henfstädt und im VEG Meiningen und besuchte anschließend von 1950 bis 1952 die Fachschule für Landwirtschaft in Weimar, die er als staatlich geprüfter Landwirt abschloss. Von 1952 bis 1955 besuchte er die Deutsche Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft in Potsdam, die er als Diplom-Wirtschaftler verließ.

Danach war er Abteilungsleiter beim DBD-Bezirksvorstand Potsdam und anschließend von 1957 bis 1967 stellvertretender Vorsitzender des Rates des Kreises Königs Wusterhausen für Landwirtschaft bzw. stellvertretender Vorsitzender des Kreis-Landwirtschaftsrats. Daneben absolvierte er von 1965 bis 1967 eine Aspirantur an der Humboldt-Universität zu Berlin, während der er eine Dissertation zur stufenweisen Vergesellschaftung der Produktion in Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) schrieb und die mit einer Promotion zum Dr. agr. abschloss. Von 1967 bis 1976 war er dann stellvertretender Vorsitzender des Rates für landwirtschaftliche Produktion und Nahrungsgüterwirtschaft des Bezirkes Potsdam, ab 1975 Sektorenleiter des Rates des Bezirkes Potsdam. Mit der Landwirtschaft in der DDR wird DIE TROMMLER sich zu einem späteren Zeitpunkt beschäftigen.

Von 1950 bis Juni 1990 war er Mitglied der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands (DBD). Von 1976 bis 1982 war er Vorsitzender des Bezirksvorstandes Halle (Saale) der DBD sowie Mitglied des Bezirks-Ausschusses Halle der Nationalen Front der DDR. Er wurde 1972 Kandidat des Parteivorstandes, 1977 dessen Mitglied und Mitglied des Präsidiums, 1982 Sekretär des Parteivorstandes, 1984 stellvertretender Vorsitzender und ab 27. März 1987 als Nachfolger von Ernst Mecklenburg Vorsitzender der DBD.

Als die DBD mit der CDU der DDR fusionieren wollte, kritisierte er diesen Schritt, trat am 25. Juni 1990 vom Parteivorsitz der DBD zurück und wurde nicht Mitglied der CDU.

Günter Maleuda war von 1958 bis 1967 Abgeordneter der DBD des Kreistages Königs Wusterhausen und von 1967 bis 1976 Abgeordneter des Bezirkstags Potsdam.

Von 1981 bis Oktober 1990 war er Abgeordneter der Volkskammer der DDR. Hier war er bis 1986 Mitglied des Ausschusses für Volksbildung und danach stellvertretender Vorsitzender der Interparlamentarischen Gruppe, Mitglied des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten und Mitglied des Präsidiums der Volkskammer.

Vom Juni 1987 bis April 1990 war er Stellvertreter des Vorsitzenden des Staatsrates und Mitglied des Nationalrates der Nationalen Front der DDR.

ADN-ZB Weigelt-A-26.8.87 Bez. Erfurt: Günther Maleuda bei Bauern-In der Kooperation Rannstedt, Kreis Apolda, informierte sich der Vorsitzende der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands und Stellvertreter des Vorsitzenden des Staatsrates der DDR, Dr. Günther Maleuda (3.v.l.), über den Fortgang der Ernte. 4.v.l.: Martin Worms, Vorsitzender der Kooperative.

ADN-ZB Weigelt-A-26.8.87 Bez. Erfurt: Günther Maleuda bei Bauern-In der Kooperation Rannstedt, Kreis Apolda, informierte sich der Vorsitzende der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands und Stellvertreter des Vorsitzenden des Staatsrates der DDR, Dr. Günther Maleuda (3.v.l.), über den Fortgang der Ernte. 4.v.l.: Martin Worms, Vorsitzender der Kooperative.

Günther Maleuda (mit Krawatte) bei der LPG Rannstedt, Kreis Apolda am 26. August 1987

Bildquelle:
„Bundesarchiv Bild 183-1987-0826-038, LPG Rannstedt, Besuch von Günther Maleuda“ von Bundesarchiv, Bild 183-1987-0826-038 / CC-BY-SA 3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons – Bild ist entsprechend verlinkt

Vom 13. November 1989 bis März 1990 wurde er nach dem Rücktritt von Horst Sindermann  zum Präsidenten der Volkskammer gewählt.

Günther Maleuda war Mitinitiator der konterrevolutionären Institution „Runder Tisch“ und setzte sich für den gewaltfreien Übergang zur bürgerlichen Demokratie in der DDR ein.

Von 1994 bis 1998 war Maleuda Mitglied des Deutschen Bundestages. Er war als parteiloser Spitzenkandidat über die Landesliste Mecklenburg-Vorpommern der PDS in den Bundestag eingezogen und war als landwirtschaftlicher Berater der PDS tätig. 2000/02 war Maleuda Berater der von Bundespräsident Johannes Rau eingesetzten Kommission zur Parteienfinanzierung. Er war Mitarbeiter des Alternativen Geschichtsforums Berlin, eines Arbeitskreises der Gesellschaft für Bürgerrechte und Menschenwürde.

Am 18. Juli 2012 ist Günther Maleuda nach schwerer Krankheit gestorben.

Einzelne Textpassagen Wikipedia

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